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Der Plätzchen-Tausch bei meiner Nachbarin Frau Schröder stand an – und ich hatte es total verplant. Während alle anderen mit aufwendigen Vanillekipferln und Spritzgebäck in drei Sorten anrückten, stand ich zwei Stunden vorher in meiner Küche und hatte exakt eine halbe Orange und eine angebrochene Tafel Zartbitterschokolade im Haus. Keine Zeit für Kühlphasen, keine Zeit für komplizierte Spritztechniken. Ich hab einfach drauflos gerührt, den Teig schnell geknetet und die Plätzchen geformt – mit der festen Überzeugung, dass ich mich diesmal blamieren würde. Tja, und dann hat Frau Schröder mich nach dem Rezept gefragt. Drei andere Nachbarn auch. Und jetzt, Jahre später, mache ich genau diese Orangenplätzchen jedes Jahr im Advent – nicht trotz, sondern wegen ihrer einfachen, ehrlichen Art. Manchmal, da gewinnt das Unperfekte eben doch. Vielleicht kennen Sie das ja auch – dieses Gefühl, wenn man mit wenig Aufwand plötzlich etwas ganz Besonderes zaubert?
Warum Sie diese Orangenplätzchen lieben werden
Diese Plätzchen sind mehr als nur ein weiteres Rezept in Ihrer Weihnachtsbäckerei. Sie sind der Beweis, dass einfache Zutaten Großes bewirken können. Ich habe dieses Rezept über Jahre hinweg immer wieder gebacken – für Familie, Freunde und sogar für den Weihnachtsmarktstand meiner Nichte. Jedes Mal mit dem gleichen Ergebnis: Begeisterte Gesichter und leere Teller.
- Schnell & einfach: Der Teig ist in 10 Minuten fertig und muss nicht gekühlt werden. Perfekt für spontane Backnachmittage oder wenn die Weihnachtszeit mal wieder hektischer ist als geplant.
- Einfache Zutaten: Sie brauchen keine exotischen Gewürze oder Spezialzutaten aus dem Bioladen. Orangen, Mehl, Butter, Zucker – das haben Sie garantiert zu Hause.
- Wohlig-warmes Aroma: Der Duft von frischen Orangen und Zartbitterschokolade in der Küche – das ist pure Weihnacht. Genau das Richtige für kalte Dezembertage, wenn man sich einfach nur einkuscheln möchte.
- Perfekt zum Verschenken: Die Plätzchen sehen mit der glänzenden Schokoladenglasur einfach hübsch aus. In einer hübschen Dose verpackt, sind sie ein persönliches Geschenk von Herzen.
- Absoluter Publikumsliebling: Ich habe noch niemanden getroffen, der diese Kombination aus fruchtiger Orange und edler Zartbitterschokolade nicht mag. Kinder lieben sie, Erwachsene auch.
Was dieses Rezept von anderen unterscheidet? Es ist die perfekte Balance zwischen dem frischen, fast schon sonnigen Orangenaroma und der tiefen, leicht bitteren Note der Zartbitterschokolade. Kein künstlicher Orangengeschmack, keine übermäßige Süße. Ehrlich, das ist der Plätzchenteig, den ich auch dann mache, wenn ich eigentlich gar keine Plätzchen backen wollte – einfach weil er so unkompliziert ist und immer gelingt. Und wenn Sie dann den ersten Bissen nehmen und die Schokolade auf der Zunge zergeht, während die Orange nachklingt – dann wissen Sie, warum sich das Backen immer lohnt.
Welche Zutaten Sie brauchen
Für diese wohlig-warmen Orangenplätzchen verwenden wir ganz bewusst einfache, aber hochwertige Zutaten. Die Kombination ist simpel, aber die Qualität macht den Unterschied. Lassen Sie mich Ihnen zeigen, was in den Teig kommt und worauf Sie achten sollten.
Für den Plätzchenteig
- 250 g Mehl (Type 405) – Das klassische Weizenmehl sorgt für eine zarte, mürbe Textur. Ich verwende am liebsten Bio-Mehl, aber jedes Standardmehl funktioniert.
- 125 g kalte Butter, in Würfeln – Die Butter muss wirklich kalt sein, sonst wird der Teig klebrig. Ich nehme meistens die günstige Markenbutter, die schmeckt hier am besten.
- 100 g Puderzucker – Puderzucker macht den Teig feiner und zarter als normaler Zucker. Keine Sorge, Sie können auch normalen Zucker nehmen, aber der Teig wird dann etwas körniger.
- 1 Eigelb (Größe M) – Das Eigelb bindet den Teig und macht ihn geschmeidig. Das Eiweiß können Sie übrigens einfrieren für später.
- 1 Päckchen Vanillezucker – Selbst gemachter Vanillezucker ist natürlich noch besser, aber der gekaufte tut es auch. Ich schwöre auf die mit echter Vanille.
- Abrieb von 2 Bio-Orangen – Das ist der Star des Rezepts! Verwenden Sie wirklich nur Bio-Orangen, denn die Schale wird direkt mitverarbeitet. Die Orangen sollten fest und schwer sein – das sind die saftigsten.
- 2 EL frisch gepresster Orangensaft – Vom Saft der gleichen Orangen natürlich. Der Saft macht den Teig geschmeidig und gibt noch mehr Fruchtgeschmack.
- 1 Prise Salz – Klingt unscheinbar, aber das Salz hebt den Orangen- und Schokoladengeschmack enorm.
Für die Zartbitter-Glasur
- 200 g Zartbitterschokolade (mindestens 70% Kakao) – Ich empfehle eine gute Markenschokolade wie Lindt oder Vivani. Die billige Schokolade schmeckt oft wachsartig und verdeckt den Organgengeschmack. Achten Sie auf einen hohen Kakaoanteil für die perfekte Balance.
- 1-2 EL neutrales Öl (z.B. Rapsöl oder Sonnenblumenöl) – Das Öl macht die Glasur geschmeidiger und glänzender. Kokosöl geht auch, dann schmeckt es leicht nach Kokos – auch lecker!
Meine persönliche Empfehlung: Für den Orangenabrieb nehme ich am liebsten die Sorte Navel. Sie sind kernlos, haben ein intensives Aroma und sind meistens auch im Winter gut verfügbar. Und wenn Sie mal keine Bio-Orangen bekommen, waschen Sie die Schale einfach sehr gründlich mit heißem Wasser – das entfernt die meisten Rückstände.
Substitutions-Tipp: Für eine glutenfreie Variante können Sie das Mehl durch eine glutenfreie Mehlmischung ersetzen. Der Teig wird dann etwas bröseliger, aber mit einem zusätzlichen Eigelb wird er gut binden. Für eine vegane Version ersetzen Sie die Butter durch Margarine und das Eigelb durch 2 EL Apfelmark – das funktioniert überraschend gut!
Welche Küchengeräte Sie brauchen
Für diese Orangenplätzchen brauchen Sie keine ausgefallene Ausrüstung. Die meisten Dinge haben Sie bestimmt schon in der Küche. Ich backe sie seit Jahren mit meinem treuen Handrührgerät – und das reicht völlig.
- Rührschüssel – Eine mittelgroße Schüssel aus Glas oder Edelstahl. Plastikschüsseln nehmen manchmal Gerüche an, aber für den Teig ist das egal.
- Handrührgerät oder Küchenmaschine – Ein Handrührgerät mit Knethaken ist perfekt. Eine Küchenmaschine geht natürlich auch, aber der Teig ist so klein, dass sich das kaum lohnt.
- Zitrusreibe oder Microplane – Für den feinen Orangenabrieb. Eine normale Küchenreibe geht auch, aber die Microplane ist wirklich präziser und reibt nur die Schale ab, nicht die bittere weiße Haut.
- Backblech mit Backpapier – Einfach und effektiv. Ich benutze immer die gleichen Bleche – die alten, etwas verzogenen – und die Plätzchen werden trotzdem perfekt.
- Kühlgitter – Zum Auskühlen der Plätzchen vor dem Glasieren. Ein Gitter ist besser als ein Teller, weil die Luft von unten zirkulieren kann.
- Kleiner Topf oder Schüssel fürs Wasserbad – Zum Schmelzen der Schokolade. Ein Wasserbad ist schonender als die Mikrowelle, aber wenn es schnell gehen muss, geht die Mikrowelle auch – einfach in 30-Sekunden-Intervallen schmelzen.
Budget-Tipp: Wenn Sie keine Zitrusreibe haben, können Sie die Orangenschale auch mit einem scharfen Messer hauchdünn abschälen und dann ganz fein hacken. Das dauert etwas länger, funktioniert aber genauso gut. Und für die Glasur reicht auch eine einfache Schokolade aus dem Supermarkt – Hauptsache, sie schmeckt Ihnen.
Zubereitung – Schritt für Schritt
Jetzt wird es praktisch. Ich zeige Ihnen genau, wie diese Orangenplätzchen gelingen – und was Sie tun können, falls mal etwas schiefgeht. Keine Sorge, das passiert mir auch manchmal.
- Backofen vorheizen und Blech vorbereiten: Heizen Sie den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze (160°C Umluft) vor. Legen Sie zwei Backbleche mit Backpapier aus. Das ist wichtig, denn der Teig verarbeitet sich am besten, wenn alles bereit ist.
- Orangen vorbereiten: Waschen Sie die Bio-Orangen gründlich mit heißem Wasser. Reiben Sie dann die Schale fein ab – aber wirklich nur die orangene Schicht, nicht die weiße Haut darunter. Die ist bitter und macht die Plätzchen unangenehm. Pressen Sie anschließend 2 EL Saft aus einer der Orangen. Den Rest können Sie trinken oder für ein Glas Saft verwenden.
- Trockene Zutaten mischen: Geben Sie das Mehl, den Puderzucker, den Vanillezucker und die Prise Salz in eine Rührschüssel. Vermischen Sie alles kurz mit einem Löffel. So verteilt sich der Puderzucker besser und klumpt nicht.
- Butter und Eigelb einarbeiten: Geben Sie die kalten Butterwürfel, das Eigelb, den Orangenabrieb und den Orangensaft zu den trockenen Zutaten. Jetzt kommt der wichtige Teil: Kneten Sie alles mit dem Handrührgerät (Knethaken) oder von Hand zu einem glatten Teig. Das dauert etwa 2-3 Minuten. Der Teig sollte sich zu einer Kugel formen lassen, ohne zu kleben. Wenn er zu trocken ist (passiert selten), geben Sie noch einen Spritzer Orangensaft dazu. Ist er zu klebrig, streuen Sie etwas Mehl unter.
- Teig ruhen lassen (optional): Eigentlich muss der Teig nicht ruhen – das ist ja der Clou. Aber wenn Sie Zeit haben, wickeln Sie ihn in Frischhaltefolie und legen ihn für 15 Minuten in den Kühlschrank. Dann lässt er sich noch leichter ausrollen. Aber ehrlich, ich mache das oft nicht und es klappt trotzdem.
- Plätzchen formen: Jetzt haben Sie zwei Möglichkeiten: Entweder rollen Sie den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwa 5 mm dick aus und stechen Plätzchen aus. Oder Sie formen kleine Kugeln (etwa walnussgroß) und drücken sie etwas flach. Ich persönlich liebe die Kugelvariante – sie sehen rustikaler aus und haben diese schöne, unregelmäßige Form. Aber für Weihnachten sind Ausstechformen natürlich auch hübsch. Sterne oder Herzen passen perfekt.
- Backen: Legen Sie die Plätzchen mit etwas Abstand auf die vorbereiteten Bleche. Backen Sie sie für 10-12 Minuten. Sie sollten an den Rändern ganz leicht goldbraun sein, aber in der Mitte noch hell. Achtung: Sie sehen nach dem Backen noch weich aus – das ist richtig! Sie werden beim Abkühlen fester. Wenn Sie sie zu lange backen, werden sie hart und trocken. Das ist der häufigste Fehler – ich habe das selbst schon oft gemacht.
- Auskühlen lassen: Lassen Sie die Plätzchen für 2-3 Minuten auf dem Blech ruhen, dann heben Sie sie vorsichtig mit einem Pfannenwender auf ein Kühlgitter. Lassen Sie sie vollständig auskühlen – das dauert etwa 20-30 Minuten. Nur auf komplett ausgekühlten Plätzchen bleibt die Schokoladenglasur schön glatt.
- Schokoladenglasur zubereiten: Hacken Sie die Zartbitterschokolade in kleine Stücke. Geben Sie sie in eine kleine Schüssel und stellen Sie diese über einen Topf mit leicht köchelndem Wasser (das Wasser darf die Schüssel nicht berühren!). Lassen Sie die Schokolade langsam schmelzen, rühren Sie dabei gelegentlich um. Sobald sie geschmolzen ist, nehmen Sie die Schüssel vom Wasserbad und rühren Sie 1-2 EL Öl unter. Das Öl macht die Glasur geschmeidig und glänzend. Wenn die Glasur zu dick ist, geben Sie noch etwas Öl dazu – aber wirklich nur tröpfchenweise.
- Plätzchen glasieren: Tauchen Sie jedes ausgekühlte Plätzchen zur Hälfte in die flüssige Schokolade oder bestreichen Sie sie mit einem Löffel. Lassen Sie die überschüssige Schokolade kurz abtropfen, dann legen Sie die Plätzchen zurück auf das Kühlgitter. Sie können die Glasur auch mit einem kleinen Löffel auftragen – das gibt einen schönen, unregelmäßigen Rand.
- Trocknen lassen: Lassen Sie die Glasur bei Raumtemperatur fest werden. Das dauert etwa 1-2 Stunden. Wenn Sie es eilig haben, stellen Sie die Plätzchen für 15 Minuten in den Kühlschrank – aber dann kann die Glasur etwas matt werden. Am besten über Nacht bei Raumtemperatur trocknen lassen.
Mein bester Tipp: Wenn die Glasur zu dick wird, während Sie arbeiten, stellen Sie die Schüssel einfach wieder kurz über das warme Wasserbad. Aber Vorsicht – wird die Schokolade zu heiß, wird sie klumpig und unbrauchbar. Lieber öfter kurz erwärmen als einmal zu heiß.
Tipps & Tricks für perfekte Orangenplätzchen
Ich habe in den Jahren so einige Fehler gemacht – und daraus gelernt. Hier sind meine besten Tipps, damit Ihre Orangenplätzchen jedes Mal gelingen.
Der Teig darf nicht zu warm werden: Wenn Ihre Hände warm sind oder die Küche aufgeheizt ist, wird der Teig schnell klebrig. Dann hilft nur eines: Ab in den Kühlschrank für 10 Minuten. Ich habe schon oft mit einem leicht klebrigen Teig gekämpft und dann einfach kurz runtergekühlt – das rettet wirklich jede Situation.
Die richtige Schokolade wählen: Ich habe anfangs immer die billigste Zartbitterschokolade genommen – und mich gewundert, warum die Glasur so matt und wachsartig schmeckt. Nehmen Sie lieber eine gute Marke mit mindestens 70% Kakao. Der Unterschied ist enorm. Ich schwöre auf Lindt Excellence 70% – die schmilzt so schön gleichmäßig.
Nicht zu lange backen: Das ist der Klassiker unter den Backfehlern. Die Plätzchen sehen nach 10 Minuten noch weich aus – aber sie werden beim Abkühlen fest. Wenn Sie warten, bis sie goldbraun sind, sind sie schon zu trocken. Vertrauen Sie mir, ich habe diesen Fehler bestimmt fünf Mal gemacht, bevor ich es gelernt habe.
Multitasking beim Backen: Während ein Blech im Ofen ist, können Sie schon die nächsten Plätzchen formen. So geht der Prozess viel schneller. Ich lege immer zwei Bleche bereit und schiebe sie im Wechsel in den Ofen. Aber Vorsicht: Wenn Sie Umluft verwenden, backen Sie immer nur ein Blech, sonst werden die Plätzchen ungleichmäßig.
Glasur nicht zu dünn machen: Ich habe einmal zu viel Öl in die Schokolade gegeben – die Glasur war so dünn, dass sie von den Plätzchen einfach runtergelaufen ist. Ein Chaos auf dem Kühlgitter! Fangen Sie mit 1 EL Öl an und geben Sie nur bei Bedarf mehr dazu. Lieber etwas dickere Glasur als eine Suppe.
Konsistenz ist alles: Für ein gleichmäßiges Ergebnis wiegen Sie die Teigkugeln am besten ab – etwa 15-20 Gramm pro Stück. Das dauert etwas länger, aber dann sind alle Plätzchen gleich groß und backen gleichmäßig. Ich mache das nur, wenn ich die Plätzchen verschenken will – für den eigenen Genuss reicht es auch nach Augenmaß.
Variationen & Abwandlungen
Das Schöne an diesem Grundrezept ist, dass Sie es nach Lust und Laune abwandeln können. Hier sind meine liebsten Variationen – jede davon habe ich selbst schon ausprobiert.
1. Mit weißer Schokolade: Ersetzen Sie die Zartbitterschokolade durch weiße Schokolade. Das ergibt eine viel süßere, cremigere Glasur, die wunderbar mit der frischen Orange harmoniert. Ich mache manchmal eine Mischung – die Hälfte mit Zartbitter, die Hälfte mit weißer Schokolade. Das sieht nicht nur hübsch aus, sondern bietet auch zwei Geschmackserlebnisse.
2. Mit Gewürzen: Geben Sie eine Prise Zimt oder eine Messerspitze gemahlene Nelken zum Teig. Das passt perfekt zur Weihnachtszeit und macht die Plätzchen noch wohliger. Ich habe letztes Jahr eine Variante mit Kardamom gemacht – die war der absolute Hit auf dem Weihnachtsmarkt.
3. Nüsse oder Mandeln: Hacken Sie 50 g Mandeln oder Walnüsse fein und kneten Sie sie unter den Teig. Oder drücken Sie eine ganze Mandel auf jedes Plätzchen, bevor es in den Ofen kommt. Das gibt einen schönen Crunch und sieht toll aus.
4. Vegane Variante: Ersetzen Sie die Butter durch Margarine (am besten eine mit hohem Fettgehalt) und das Eigelb durch 2 EL Apfelmark oder Leinsamen-Ei (1 EL gemahlene Leinsamen + 3 EL Wasser, 5 Minuten quellen lassen). Der Teig wird etwas fester, aber die Plätzchen schmecken fast genauso gut. Meine vegane Freundin war begeistert!
5. Mit Kokos: Geben Sie 2 EL Kokosraspeln zum Teig. Das ergibt eine exotische Note, die überraschend gut zur Orange passt. Und für die Glasur können Sie Kokosöl statt neutralem Öl verwenden – das verstärkt den Kokosgeschmack.
6. Ohne Glasur: Wenn Sie keine Schokolade mögen oder es einfacher haben wollen, können Sie die Plätzchen auch pur genießen. Streuen Sie vor dem Backen etwas Hagelzucker oder bunte Zuckerstreusel auf die Teigkugeln. Das sieht fröhlich aus und die Plätzchen sind in 20 Minuten fertig.
Servieren & Aufbewahren
Diese Orangenplätzchen schmecken am besten, wenn sie vollständig ausgekühlt und die Glasur fest ist. Aber ehrlich – wer kann da schon warten?
Servier-Temperatur: Die Plätzchen schmecken bei Zimmertemperatur am besten. Die Schokolade ist dann schön knackig und der Teig zart. Wenn Sie sie direkt aus dem Kühlschrank nehmen, ist die Schokolade hart und der Teig etwas fester – das ist auch okay, aber nicht so aromatisch.
Präsentation: Stapeln Sie die Plätzchen auf einer hübschen Platte oder in einer Weihnachtsdose. Sie sehen besonders schön aus, wenn Sie sie mit etwas Puderzucker bestäuben (bevor die Glasur draufkommt) oder mit etwas Orangenabrieb auf der noch feuchten Glasur dekorieren. Für eine festliche Note legen Sie ein paar frische Minzblätter oder Sternanis dazu.
Dazu passen: Ein Glas Orangensaft, eine Tasse Glühwein oder ein cremiger Kakao. Die Plätzchen sind auch perfekt als kleines Mitbringsel zum Kaffee oder als süßer Abschluss eines festlichen Menüs. Ich serviere sie gerne zusammen mit einem frischen Orangen-Salat – die Kombination ist himmlisch.
Aufbewahrung: Bewahren Sie die Plätzchen in einer luftdichten Dose bei Raumtemperatur auf. So halten sie sich etwa 2-3 Wochen – wenn Sie sie nicht vorher aufgegessen haben. Wichtig: Legen Sie die Plätzchen erst in die Dose, wenn die Glasur vollständig getrocknet ist, sonst kleben sie aneinander. Ich lege immer ein Stück Backpapier zwischen die Schichten.
Einfrieren: Die unglasierten Plätzchen lassen sich hervorragend einfrieren. Frieren Sie sie auf einem Blech vor, dann packen Sie sie in einen Gefrierbeutel. So halten sie sich 3 Monate. Zum Servieren einfach bei Raumtemperatur auftauen lassen und dann glasieren. Das mache ich oft im November – dann habe ich im Advent immer frische Plätzchen parat, ohne Stress.
Glasur-Schutz: Wenn Sie die Plätzchen verschenken, legen Sie sie am besten in eine Dose mit einem Bogen Backpapier zwischen den Lagen. Die Glasur kann sonst an der Dose oder an anderen Plätzchen kleben bleiben. Und wer mag schon angeschlagene Schokolade?
Nährwerte & Gesundheitliche Aspekte
Ich will nicht so tun, als ob Plätzchen ein Gesundheitsessen wären – aber ein paar gute Dinge lassen sich trotzdem sagen. Hier die ungefähren Nährwerte pro Plätzchen (bei etwa 25 Stück):
| Nährwert | Menge pro Plätzchen |
|---|---|
| Kalorien | ca. 130 kcal |
| Kohlenhydrate | ca. 15 g |
| davon Zucker | ca. 8 g |
| Fett | ca. 7 g |
| davon gesättigte Fettsäuren | ca. 4 g |
| Eiweiß | ca. 2 g |
| Ballaststoffe | ca. 1 g |
Die gute Seite der Orangenplätzchen: Die Orangen liefern Vitamin C und sekundäre Pflanzenstoffe, die das Immunsystem unterstützen. Gerade in der kalten Jahreszeit ist das ein kleiner Bonus. Die Zartbitterschokolade enthält Antioxidantien und – in Maßen genossen – sogar etwas Eisen und Magnesium. Außerdem sind die Plätzchen ohne künstliche Aromen oder Konservierungsstoffe – das ist doch schon mal was.
Allergene: Dieses Rezept enthält Gluten (Mehl), Milchprodukte (Butter) und Eier. Für Menschen mit Laktoseintoleranz ist Butter oft verträglich, da sie wenig Laktose enthält. Wer auf Nummer sicher gehen will, verwendet laktosefreie Butter. Die Schokolade kann je nach Sorte Spuren von Nüssen oder Soja enthalten – bitte die Verpackung prüfen.
Meine Meinung: Ich bin kein Ernährungswissenschaftler, aber ich glaube fest daran, dass ein selbstgebackenes Plätzchen in Maßen genossen einfach zum Leben dazugehört. Es ist nicht das tägliche Frühstück, sondern ein kleiner Luxus für besondere Momente. Und wenn Sie die Plätzchen mit Liebe backen und bewusst genießen, dann ist das auch ein Stück Seelenwohl – und das zählt doch auch, oder?
Fazit – Warum Sie diese Orangenplätzchen backen sollten
Ich habe in den letzten Jahren viele Plätzchenrezepte ausprobiert – von aufwendigen Spritzgebäcken bis zu exotischen Macarons. Aber immer wieder komme ich zu diesen Orangenplätzchen zurück. Sie sind der Beweis, dass die einfachsten Dinge oft die besten sind. Keine stundenlange Kühlzeit, keine komplizierten Techniken, keine Zutaten, die man extra kaufen muss. Nur ehrliche, wohlige Wärme in Plätzchenform.
Was ich an ihnen liebe? Dass sie nach Weihnachten schmecken, ohne aufdringlich zu sein. Dass sie nach Orange duften, aber nicht zu süß sind. Dass die Zartbitterschokolade genau die richtige Bitterkeit mitbringt, um das Ganze auszubalancieren. Und dass ich sie immer dann backen kann, wenn ich Lust habe – ohne Planung, ohne Stress.
Probieren Sie es aus! Backen Sie diese Plätzchen für sich selbst, für Ihre Familie oder zum Verschenken. Und dann erzählen Sie mir, wie sie gelungen sind. Hinterlassen Sie einen Kommentar unter diesem Beitrag – ich freue mich riesig über Ihre Erfahrungen. Und wenn Sie eine eigene Variante ausprobiert haben (mit weißen Schokolade, mit Nüssen, mit Gewürzen), dann teilen Sie sie unbedingt. Vielleicht entdecke ich ja meine nächste Lieblingsvariante durch Sie!
In diesem Sinne: Viel Freude beim Backen, genießen Sie jeden Bissen und machen Sie es sich mit einer Tasse Tee und einem Teller dieser wohlig-warmen Orangenplätzchen so richtig gemütlich. Sie haben es sich verdient.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Kann ich den Teig auch am Vortag zubereiten?
Ja, absolut! Wickeln Sie den Teig in Frischhaltefolie und lagern Sie ihn über Nacht im Kühlschrank. Lassen Sie ihn vor dem Verarbeiten etwa 10 Minuten bei Raumtemperatur stehen, damit er wieder geschmeidig wird. Der Teig wird sogar noch aromatischer, wenn er durchziehen kann.
Warum werden meine Plätzchen hart?
Das passiert meistens, wenn sie zu lange gebacken werden. Die Plätzchen sollten nach 10-12 Minuten noch weich aussehen – sie werden beim Abkühlen fest. Wenn Sie sie goldbraun backen, sind sie schon zu trocken. Auch zu viel Mehl kann den Teig hart machen. Achten Sie darauf, den Teig nicht zu fest zu kneten.
Kann ich die Glasur auch mit Vollmilchschokolade machen?
Klar! Vollmilchschokolade ergibt eine mildere, süßere Glasur, die besonders bei Kindern gut ankommt. Der Kontrast zur Orange ist dann weniger intensiv, aber immer noch lecker. Achten Sie darauf, die Schokolade nicht zu heiß zu schmelzen, sonst wird sie klumpig.
Wie bekomme ich die Glasur besonders glänzend?
Der Trick ist das Öl! Ein bis zwei Esslöffel neutrales Öl (Raps oder Sonnenblume) machen die Schokolade nicht nur geschmeidiger, sondern auch glänzender. Auch ein Spritzer Zitronensaft kann helfen. Und wichtig: Die Schokolade nicht zu heiß schmelzen – am besten im Wasserbad bei niedriger Temperatur.
Kann ich die Plätzchen auch ohne Ei backen?
Ja, das funktioniert! Ersetzen Sie das Eigelb durch 2 EL Apfelmark oder einen Esslöffel Leinsamen-Ei (1 EL gemahlene Leinsamen + 3 EL Wasser, 5 Minuten quellen lassen). Der Teig wird dann etwas fester, aber die Plätzchen schmecken fast genauso gut. Meine vegane Variante ist bei Freunden immer ein Hit.
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Beste Orangenplätzchen mit Zartbitter-Glasur: Einfach & wohlig-warm
Diese Orangenplätzchen sind der Beweis, dass einfache Zutaten Großes bewirken können. Mit wenig Aufwand zaubern Sie wohlig-warme Plätzchen mit fruchtiger Orange und edler Zartbitterschokolade – perfekt für die Adventszeit.
- Prep Time: 15 Minuten
- Cook Time: 12 Minuten
- Total Time: 1 Stunde 30 Minuten
- Yield: 25 Plätzchen 1x
- Category: Dessert
- Cuisine: Deutsch
Ingredients
- 250 g Mehl (Type 405)
- 125 g kalte Butter, in Würfeln
- 100 g Puderzucker
- 1 Eigelb (Größe M)
- 1 Päckchen Vanillezucker
- Abrieb von 2 Bio-Orangen
- 2 EL frisch gepresster Orangensaft
- 1 Prise Salz
- 200 g Zartbitterschokolade (mindestens 70% Kakao)
- 1–2 EL neutrales Öl (z.B. Rapsöl oder Sonnenblumenöl)
Instructions
- Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze (160°C Umluft) vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.
- Orangen gründlich mit heißem Wasser waschen. Schale fein abreiben (nur die orangene Schicht). 2 EL Saft auspressen.
- Mehl, Puderzucker, Vanillezucker und Salz in einer Rührschüssel kurz vermischen.
- Kalte Butterwürfel, Eigelb, Orangenabrieb und Orangensaft zu den trockenen Zutaten geben. Mit dem Handrührgerät (Knethaken) oder von Hand zu einem glatten Teig kneten (ca. 2-3 Minuten). Der Teig sollte sich zu einer Kugel formen lassen, ohne zu kleben.
- Teig nach Belieben 15 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen (optional).
- Teig auf bemehlter Arbeitsfläche ca. 5 mm dick ausrollen und Plätzchen ausstechen oder walnussgroße Kugeln formen und leicht flach drücken.
- Plätzchen mit etwas Abstand auf die vorbereiteten Bleche legen. 10-12 Minuten backen, bis die Ränder leicht goldbraun sind, die Mitte aber noch hell ist.
- Plätzchen 2-3 Minuten auf dem Blech ruhen lassen, dann auf ein Kühlgitter heben und vollständig auskühlen lassen (ca. 20-30 Minuten).
- Zartbitterschokolade hacken und in einer Schüssel über einem Wasserbad langsam schmelzen. Vom Wasserbad nehmen und 1-2 EL Öl unterrühren.
- Jedes ausgekühlte Plätzchen zur Hälfte in die Schokolade tauchen oder mit einem Löffel bestreichen. Überschüssige Schokolade abtropfen lassen.
- Glasierte Plätzchen auf dem Kühlgitter bei Raumtemperatur fest werden lassen (ca. 1-2 Stunden).
Notes
Der Teig muss nicht gekühlt werden, aber 15 Minuten Kühlung erleichtert das Ausrollen. Die Plätzchen nach dem Backen noch weich aussehen lassen – sie werden beim Abkühlen fest. Für die Glasur nicht zu viel Öl verwenden, sonst wird sie zu dünn. Die Plätzchen in einer luftdichten Dose bei Raumtemperatur 2-3 Wochen haltbar.
Nutrition
- Serving Size: 1 Plätzchen
- Calories: 130
- Sugar: 8
- Fat: 7
- Saturated Fat: 4
- Carbohydrates: 15
- Fiber: 1
- Protein: 2
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