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Mein Nachbar hat jahrelang geschworen, dass er warme Früchte in Gebäck hasst. „Das ist diese matschige Konsistenz”, sagte er immer. „Und dann dieser süße, klebrige Saft – nein, danke.” Drei Jahre lang hörte ich mir das an, während ich Apfelkuchen, Birnen-Tartes und Zwetschgen-Datschi in die Küche stellte. Letzten Herbst, als die Äpfel von seinem eigenen Baum überreif waren und niemand sie haben wollte, stand er plötzlich in meiner Tür. „Kannst du daraus was machen?”, fragte er kleinlaut.
Ich habe diese Tarte entwickelt, und zwar genau für diesen Moment. Die Karamell-Apfel-Tarte mit Thymian ist nicht nur ein Rezept – sie ist mein stiller Triumph. Ich habe die Äpfel in dünne Scheiben geschnitten, sie in einer Butter-Zucker-Mischung karamellisiert und dann mit frischem Thymian aus dem Garten abgeschmeckt. Das Ergebnis war so überraschend, dass mein Nachbar am nächsten Tag wiederkam und nach dem Rezept fragte. Ich meine, das sagt doch alles, oder?
Ehrlich gesagt, ich war selbst überrascht, wie gut das funktioniert. Der Thymian bringt eine erdige Note, die den Karamellgeschmack nicht überdeckt, sondern ihn irgendwie tiefer macht. Die Äpfel werden weich, aber nicht matschig – sie behalten Biss, weil sie in der Tarte weiterbacken und nicht vorher totgekocht werden. Vielleicht hast du auch so einen Menschen in deinem Leben, der warme Früchte skeptisch betrachtet. Diese Tarte ist für den Moment, in dem du sie eines Besseren belehren willst. Ganz ohne große Worte.
Ich mache diese Tarte jetzt jedes Jahr, sobald die ersten Äpfel vom Baum fallen. Es ist das Rezept, das geblieben ist – nicht nur, weil es einfach perfekt ist, sondern weil es mir jedes Mal wieder dieses kleine Lächeln ins Gesicht zaubert. Und ja, mein Nachbar isst inzwischen auch warme Birnen-Tarte.
Warum Sie diese Tarte lieben werden
Diese Karamell-Apfel-Tarte mit Thymian ist nicht einfach nur ein weiteres Apfelrezept. Ich habe sie in meiner Küche so oft getestet, dass ich jede Nuance kenne – und genau das macht sie so besonders. Sie vereint alles, was ein gutes Herbstrezept braucht: wenig Aufwand, große Wirkung und diesen Wow-Effekt, der Gäste sprachlos macht.
- Schnell & einfach: In unter einer Stunde steht diese Tarte auf dem Tisch. Kein stundenlanges Kneten oder Warten – der Mürbeteig ist ruckzuck gemacht.
- Einfache Zutaten: Du brauchst nur Grundzutaten, die du wahrscheinlich schon im Haus hast. Keine exotischen Gewürze oder Spezialprodukte – außer vielleicht frischem Thymian, den es in jedem Supermarkt gibt.
- Perfekt für den Herbst: Diese Tarte ist der Star auf jeder Kaffeetafel, beim Thanksgiving-Brunch oder einfach als gemütliches Wochenend-Dessert. Sie riecht nach goldenem Oktober.
- Garantierter Publikumsliebling: Erwachsene lieben die raffinierte Thymian-Note, Kinder lieben das süße Karamell. Am Ende ist der Teller immer leer.
- Unglaublich lecker: Die Kombination aus buttrigem Karamell, säuerlichen Äpfeln und würzigem Thymian ist einfach himmlisch. Das ist Komfortessen auf einem ganz neuen Level.
Was diese Tarte von anderen unterscheidet, ist die Technik: Ich karamellisiere die Äpfel vor dem Backen kurz in der Pfanne. Das gibt ihnen eine tiefe, fast nussige Süße, die im Ofen noch intensiver wird. Der Thymian wird erst nach dem Backen darüber gestreut – so bleibt sein Aroma frisch und blumig, statt bitter zu werden. Glaub mir, das ist der entscheidende Trick.
Diese Tarte ist nicht nur gut – sie ist die Sorte, bei der du nach dem ersten Bissen die Augen schließt. Sie ist wie eine Umarmung an einem kühlen Herbsttag. Und das Beste: du kannst sie sogar am Vortag zubereiten – der Geschmack wird nur noch besser.
Zutaten, die Sie brauchen
Für diese Karamell-Apfel-Tarte mit Thymian verwendest du einfache, aber sorgfältig ausgewählte Zutaten. Jede hat ihre Aufgabe – und zusammen ergeben sie etwas Magisches.
Für den Mürbeteig
- 250 g Mehl (Type 405 oder 550) – Das gibt dem Teig die richtige Struktur. Ich verwende am liebsten Weizenmehl, aber Dinkel geht auch.
- 125 g kalte Butter – Sie muss wirklich kalt sein, sonst wird der Teig zäh. Ich schneide sie in kleine Würfel und lege sie vor dem Verarbeiten nochmal 10 Minuten ins Gefrierfach.
- 1 Ei (Größe M) – Für Bindung und Geschmeidigkeit. Das Ei sollte Zimmertemperatur haben.
- 50 g Zucker – Feiner Haushaltszucker, kein Puderzucker. Der Zucker sorgt für die leichte Süße im Teig.
- 1 Prise Salz – Klingt banal, aber Salz hebt den Buttergeschmack enorm. Verwende feines Meersalz.
- 2 EL kaltes Wasser – Nur wenn nötig, um den Teig zusammenzubringen. Nicht mehr als nötig.
Für die Karamell-Apfel-Füllung
- 4 mittelgroße Äpfel (ca. 600 g) – Am besten säuerliche Sorten wie Boskoop, Elstar oder Braeburn. Sie behalten beim Backen ihre Form und geben eine schöne Säure ab, die das Karamell ausgleicht. Granny Smith geht auch, aber die sind oft zu sauer.
- 80 g Butter – Für das Karamell. Ich nehme ungesalzene Butter, um die Zuckermenge besser kontrollieren zu können.
- 100 g brauner Zucker – Rohrzucker oder Muscovado-Zucker. Der braune Zucker gibt dem Karamell eine tiefere, fast malzige Note. Weißer Zucker wird zu hell.
- 2 EL Zitronensaft – Frisch gepresst. Der Saft verhindert, dass die Äpfel braun werden, und balanciert die Süße aus.
- 1 TL Vanilleextrakt (oder Mark einer Vanilleschote) – Rundet den Geschmack ab. Kein künstliches Vanillin, bitte.
- 8–10 Zweige frischer Thymian – Davon brauchst du etwa 2 EL abgestreifte Blätter. Der Thymian sollte frisch sein – getrockneter Thymian ist zu intensiv und verliert sein Aroma beim Backen.
Zum Bestreichen und Bestreuen
- 1 Eigelb – Für den Glanz. Mit 1 EL Milch verquirlt, gibt das eine wunderschöne goldene Farbe.
- 2 EL Hagelzucker – Oder grober Rohrzucker. Das gibt eine knusprige Kruste. Wenn du keinen hast, geht auch normaler Zucker – aber der Effekt ist nicht so schön.
- Etwas Puderzucker – Zum Bestäuben vor dem Servieren. Nur eine feine Schicht, wie erster Schnee.
Tipp: Ich kaufe meinen Thymian immer auf dem Wochenmarkt – der duftet einfach intensiver. Wenn du einen Balkon hast, pflanze doch einen Topf Thymian. Er ist winterhart und du hast immer frischen Vorrat.
Benötigte Küchengeräte
Für diese Tarte brauchst du kein Profi-Equipment. Die meisten Dinge hast du bestimmt schon in deiner Küche.
- Tarteform (28 cm Durchmesser) mit herausnehmbarem Boden – Das ist ideal, damit die Tarte später nicht kleben bleibt. Eine Springform geht auch, aber die Form wird nicht so hübsch.
- Küchenmaschine oder Handrührgerät mit Knethaken – Ich knete den Teig am liebsten von Hand, aber die Maschine geht schneller. Wenn du von Hand knetest, arbeite schnell, damit die Butter kalt bleibt.
- Große Pfanne (Antihaft oder Edelstahl) – Zum Karamellisieren der Äpfel. Die Pfanne sollte groß genug sein, dass die Äpfel nicht übereinander liegen.
- Backpapier und Hülsenfrüchte (oder Keramik-Backbohnen) – Zum Blindbacken des Teigs. Du kannst auch einfach eine zweite Tarteform auf den Teig stellen – das habe ich schon oft gemacht.
- Küchenwaage – Backen nach Augenmaß ist bei Mürbeteig riskant. Bitte wiegen.
- Scharfes Messer oder Gemüsehobel – Für gleichmäßige Apfelscheiben. Ein Hobel ist schneller, aber ein gutes Messer tut es auch.
Mein Tipp: Wenn du keine Tarteform hast, nimm eine Springform. Lege den Boden mit Backpapier aus und fette den Rand gut ein. Die Tarte wird dann etwas höher, schmeckt aber genauso gut. Ich habe meine erste Tarte in einer ausrangierten Kuchenform gebacken – es ging trotzdem.
Zubereitung Schritt für Schritt
Die Zubereitung ist einfacher, als du denkst. Folge diesen Schritten, und du wirst belohnt mit einer Tarte, die aussieht wie aus der Patisserie.
Schritt 1: Den Mürbeteig vorbereiten (15 Minuten + 30 Minuten Ruhezeit)
Gib das Mehl, die kalte Butter in Würfeln, den Zucker und die Prise Salz in eine große Schüssel. Verreibe alles mit den Fingerspitzen zu einer krümeligen Masse – es sollten keine großen Butterstücke mehr zu sehen sein. Gib dann das Ei dazu und knete alles schnell zu einem glatten Teig. Wenn der Teig zu trocken ist, füge das kalte Wasser hinzu – aber wirklich nur, wenn nötig. Wickle den Teig in Frischhaltefolie und lege ihn für 30 Minuten in den Kühlschrank. Wichtig: Nicht länger als eine Stunde, sonst wird der Teig zu hart und bricht beim Ausrollen.
Schritt 2: Die Äpfel vorbereiten (10 Minuten)
Wasche die Äpfel, schäle sie und viertle sie. Entferne das Kerngehäuse. Schneide die Viertel in dünne Scheiben – etwa 5 mm dick. Zu dünne Scheiben werden matschig, zu dicke brauchen länger zum Karamellisieren. Beträufle die Apfelscheiben sofort mit dem Zitronensaft, damit sie nicht braun werden. Stelle sie beiseite.
Schritt 3: Die Äpfel karamellisieren (10 Minuten)
Schmelze die Butter in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze. Gib den braunen Zucker dazu und rühre, bis er sich aufgelöst hat – die Mischung wird anfangen zu blubbern. Jetzt kommen die Apfelscheiben hinein. Brate sie 3–4 Minuten von jeder Seite, bis sie goldbraun sind und der Karamell dickflüssig wird. Rühre den Vanilleextrakt unter. Achtung: Lass den Karamell nicht zu dunkel werden – er wird sonst bitter. Nimm die Pfanne vom Herd und lass die Äpfel kurz abkühlen. Du wirst sehen, wie der Karamell beim Abkühlen fester wird – das ist genau richtig.
Schritt 4: Den Teig ausrollen und blindbacken (20 Minuten)
Heize den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) vor. Rolle den gekühlten Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche aus – etwa 3 mm dick. Lege ihn in die gefettete Tarteform und drücke ihn vorsichtig an den Rand an. Schneide den überstehenden Teig mit einem Messer ab. Steche den Boden mehrmals mit einer Gabel ein (das verhindert Blasen). Lege ein Stück Backpapier auf den Teig und beschwere es mit Hülsenfrüchten. Backe den Teig 12 Minuten vor. Nimm dann das Backpapier und die Beschwerung heraus und backe weitere 5 Minuten, bis der Boden leicht goldbraun ist.
Schritt 5: Die Tarte zusammensetzen (5 Minuten)
Verteile die karamellisierten Äpfel gleichmäßig auf dem vorgebackenen Teigboden. Ordne sie in Kreisen an – das sieht später schöner aus. Bestreiche den Rand der Tarte mit dem verquirlten Eigelb und bestreue ihn mit Hagelzucker. Streue die Hälfte der Thymianblätter über die Äpfel.
Schritt 6: Backen (20–25 Minuten)
Schiebe die Tarte auf der mittleren Schiene in den Ofen. Backe sie 20–25 Minuten, bis der Rand goldbraun und knusprig ist und die Äpfel anfangen, leicht zu blubbern. Die Füllung sollte nicht zu dunkel werden – wenn der Rand zu schnell bräunt, decke ihn mit Alufolie ab. Nimm die Tarte aus dem Ofen und lass sie 10 Minuten in der Form abkühlen.
Schritt 7: Verfeinern und Servieren (5 Minuten)
Bestäube die Tarte vor dem Servieren mit Puderzucker und streue die restlichen Thymianblätter darüber. Die Wärme der Tarte wird das Aroma des Thymians freisetzen. Schneide sie in Stücke und serviere sie lauwarm oder bei Zimmertemperatur. Ein Klecks Sahne oder eine Kugel Vanilleeis passen perfekt dazu.
Kochtipps & Techniken
Ich habe bei dieser Tarte so viel gelernt – oft durch Fehler. Hier sind meine besten Tipps, damit dir das nicht passiert.
Die Butter muss kalt sein. Das ist die goldene Regel für Mürbeteig. Wenn die Butter warm wird, schmilzt sie im Ofen zu früh, und der Teig wird zäh und fettig. Ich lege die Butter nach dem Schneiden nochmal für 10 Minuten ins Gefrierfach. Klingt übertrieben, funktioniert aber.
Das Karamell nicht überhitzen. Ich habe einmal den Karamell zu dunkel werden lassen – er schmeckte verbrannt und ruinierte die ganze Tarte. Nimm die Pfanne vom Herd, sobald der Karamell bernsteinfarben ist. Er wird beim Abkühlen noch etwas nachdunkeln.
Die Äpfel nicht zu früh schneiden. Wenn du die Äpfel zu früh vorbereitest, oxidieren sie und werden braun. Schneide sie erst, wenn der Teig im Ofen ist. Oder beträufle sie sofort mit Zitronensaft – das hilft.
Blindbacken ist kein optionaler Schritt. Ich weiß, es ist verlockend, den Teig einfach roh zu befüllen. Aber dann wird der Boden matschig, weil der Apfelsaft ihn durchweicht. Der vorgebackene Boden bleibt knusprig und gibt der Tarte die nötige Stabilität.
Thymian erst nach dem Backen. Das ist mein wichtigster Tipp. Wenn du den Thymian vor dem Backen auf die Äpfel gibst, verliert er sein Aroma und wird bitter. Streue ihn erst nach dem Backen darüber – die Restwärme reicht völlig aus, um das Aroma freizusetzen.
Multitasking ist alles. Während der Teig im Kühlschrank ruht, kannst du die Äpfel vorbereiten. Während der Teig blindbackt, karamellisierst du die Äpfel. So sparst du Zeit und alles ist frisch.
Variationen & Anpassungen
Diese Tarte ist ein wunderbares Grundrezept, das du nach Lust und Laune abwandeln kannst. Hier sind meine liebsten Versionen.
Vegan: Ersetze die Butter im Teig durch vegane Margarine und das Ei durch 2 EL kaltes Wasser plus 1 EL Leinsamenmehl. Für das Karamell nimmst du vegane Butter. Der Hagelzucker ist meist vegan – achte aber auf die Verpackung. Der Eigelb-Glanz entfällt, du kannst den Rand mit pflanzlicher Milch bestreichen.
Glutenfrei: Verwende eine glutenfreie Mehlmischung für Mürbeteig. Ich habe gute Erfahrungen mit der Schär-Mischung gemacht. Der Teig wird etwas bröseliger, aber mit 1 EL mehr Wasser lässt er sich gut verarbeiten. Achte darauf, dass die Mischung Xanthan enthält – das bindet den Teig.
Gewürzvariante: Statt Thymian kannst du auch Rosmarin, Salbei oder Zimt verwenden. Rosmarin passt überraschend gut zu Karamell – probier es mal aus. Für eine winterliche Note mische 1 TL Zimt, 1/2 TL gemahlene Nelken und eine Prise Muskatnuss unter die Apfelscheiben.
Andere Früchte: Birnen sind ein fantastischer Ersatz für Äpfel. Sie werden noch weicher und süßer – perfekt mit Thymian. Auch Quitten (vorgegart) oder Feigen (frisch) sind eine tolle Option. Bei Feigen reduziere die Zuckermenge, weil sie schon sehr süß sind.
Low-Carb: Ersetze das Mehl durch Mandelmehl (100 g) und den Zucker durch Erythrit. Der Teig wird etwas bröseliger, schmeckt aber nussig-lecker. Für das Karamell verwende ich Xylit – aber Vorsicht: Xylit karamellisiert anders und wird schneller fest. Arbeite schnell.
Meine persönliche Variation: Einmal habe ich gehackte Walnüsse über die Äpfel gestreut, bevor ich die Tarte gebacken habe. Die Nüsse wurden im Ofen geröstet und gaben einen wunderbaren Crunch. Seitdem mache ich das immer – es ist einfach zu gut.
Servier- und Aufbewahrungstipps
Diese Tarte schmeckt am besten lauwarm – aber auch kalt ist sie ein Genuss. Hier erfährst du, wie du sie richtig servierst und aufbewahrst.
Serviertemperatur: Lauwarm ist ideal. Lass die Tarte nach dem Backen 10 Minuten abkühlen – dann ist sie warm genug, dass der Thymian duftet, aber fest genug, um geschnitten zu werden. Wenn du sie kalt servierst, wird der Karamell fester – das mag ich auch sehr.
Dazu passen: Ein Klecks Schlagsahne, eine Kugel Vanilleeis oder ein Löffel Crème fraîche. Die Säure der Sahne balanciert die Süße des Karamells aus. Für einen herbstlichen Touch serviere ich sie mit einem Schuss Calvados – aber das ist optional.
Aufbewahrung: Die Tarte hält sich im Kühlschrank 2–3 Tage. Wickle sie locker in Frischhaltefolie oder lege sie in eine Kuchenbox. Der Boden bleibt erstaunlich lange knusprig – aber nach zwei Tagen wird er weicher. Das ist normal und tut dem Geschmack keinen Abbruch.
Einfrieren: Du kannst die gebackene Tarte einfrieren. Wickle sie dafür gut in Frischhaltefolie und dann in Alufolie. Sie hält sich bis zu 3 Monate. Zum Auftauen legst du sie über Nacht in den Kühlschrank und backst sie bei 150 °C für 10 Minuten auf. Frisch schmeckt sie natürlich am besten.
Reheating: Wenn du nur ein Stück aufwärmen willst, gib es für 5 Minuten in den Ofen bei 160 °C. Die Mikrowelle ist nicht ideal – sie macht den Boden matschig. Ich habe es einmal versucht und bereut.
Flavour-Entwicklung: Interessanterweise schmeckt die Tarte am nächsten Tag noch intensiver. Die Aromen von Karamell und Thymian verbinden sich über Nacht. Wenn du sie also am Vortag zubereitest, wirst du belohnt. Aber Vorsicht: Der Boden wird weicher.
Nährwertinformationen & gesundheitliche Vorteile
Diese Tarte ist ein Dessert – also kein Diätgericht. Aber sie hat durchaus ihre guten Seiten. Hier die ungefähren Nährwerte pro Stück (bei 8 Stücken):
| Nährwert | Pro Stück |
|---|---|
| Kalorien | ca. 320 kcal |
| Fett | 18 g |
| davon gesättigte Fettsäuren | 11 g |
| Kohlenhydrate | 38 g |
| davon Zucker | 24 g |
| Eiweiß | 4 g |
| Ballaststoffe | 3 g |
Gesundheitliche Vorteile: Äpfel sind reich an Pektin, einem löslichen Ballaststoff, der die Verdauung fördert. Sie enthalten auch Vitamin C und Antioxidantien. Thymian ist bekannt für seine antibakteriellen Eigenschaften und hilft bei Husten – ein kleiner Bonus für die kalte Jahreszeit. Die Butter liefert fettlösliche Vitamine, aber natürlich sollte man sie in Maßen genießen.
Allergene: Diese Tarte enthält Gluten (im Mehl), Milchprodukte (Butter) und Eier. Für Allergiker gibt es die veganen und glutenfreien Varianten oben.
Meine Meinung: Ich sehe diese Tarte als Genussmittel, nicht als Gesundheitsessen. Aber sie ist aus echten Zutaten gemacht – ohne künstliche Aromen oder Konservierungsstoffe. Das ist für mich der wichtigste Punkt. Ein Stück am Sonntag ist völlig in Ordnung.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Kann ich auch fertigen Mürbeteig verwenden?
Ja, das geht. Aber der selbstgemachte Teig schmeckt einfach besser und ist nicht schwer. Wenn du Zeit sparen willst, nimm einen guten Kühlregal-Mürbeteig. Rolle ihn dünn aus und backe ihn vor – das ist wichtig.
Welche Äpfel sind am besten geeignet?
Säuerliche, feste Sorten wie Boskoop, Elstar oder Braeburn. Sie behalten beim Backen ihre Form und geben eine schöne Säure, die den Karamell ausgleicht. Süße Äpfel wie Gala oder Fuji werden zu matschig.
Kann ich getrockneten Thymian verwenden?
Ich rate davon ab. Getrockneter Thymian ist zu intensiv und wird im Ofen bitter. Nimm frischen Thymian – er ist in jedem Supermarkt erhältlich und hält sich im Kühlschrank eine Woche.
Warum ist mein Teig nach dem Backen matschig geworden?
Wahrscheinlich hast du nicht blindgebacken. Der rohe Teig saugt den Saft der Äpfel auf und wird weich. Backe den Boden immer 15 Minuten vor, bevor du die Füllung darauf gibst. Auch zu viele Äpfel können den Boden durchweichen.
Kann ich die Tarte einen Tag vorher zubereiten?
Ja, das geht. Backe sie am Vortag, lass sie auskühlen und bewahre sie im Kühlschrank auf. Vor dem Servieren wärmst du sie bei 150 °C für 10 Minuten auf. Der Geschmack wird sogar noch intensiver.
Fazit
Diese Karamell-Apfel-Tarte mit Thymian ist mehr als nur ein Rezept – sie ist eine kleine Offenbarung. Sie beweist, dass einfache Zutaten, richtig kombiniert, etwas Außergewöhnliches ergeben können. Der buttrige Mürbeteig, das tiefe Karamell, die säuerlichen Äpfel und der frische Thymian – zusammen sind sie ein perfektes Herbstgericht, das jeden glücklich macht.
Ich liebe diese Tarte, weil sie so unkompliziert ist. Du brauchst keine speziellen Fähigkeiten, keine teuren Geräte, keine stundenlange Vorbereitung. Und doch schmeckt sie, als käme sie aus einer französischen Patisserie. Sie ist mein Geheimtipp für den Moment, wenn ich Gäste beeindrucken will, ohne zu schwitzen.
Probier sie aus – und pass auf, dass du nicht süchtig wirst. Ich habe schon dreimal hintereinander gebacken, und jedes Mal war der Teller leer. Wenn du sie machst, lass mich wissen, wie sie dir schmeckt. Hinterlasse einen Kommentar, teile deine Variationen oder markiere mich in deinen Bildern. Ich bin gespannt, was du daraus machst!
In diesem Sinne: Viel Spaß beim Backen und Genießen. Du wirst es nicht bereuen.
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Perfekte Karamell-Apfel-Tarte mit Thymian – einfaches Rezept
Diese Karamell-Apfel-Tarte mit Thymian vereint buttrigen Mürbeteig, tiefes Karamell, säuerliche Äpfel und frischen Thymian zu einem perfekten Herbstgericht. Sie ist schnell zubereitet, benötigt nur einfache Zutaten und begeistert jeden.
- Prep Time: 15 Minuten
- Cook Time: 30 Minuten
- Total Time: 45 Minuten
- Yield: 8 Stücke 1x
- Category: Dessert
- Cuisine: Deutsch
Ingredients
- 250 g Mehl (Type 405 oder 550)
- 125 g kalte Butter
- 1 Ei (Größe M)
- 50 g Zucker
- 1 Prise Salz
- 2 EL kaltes Wasser (optional)
- 4 mittelgroße Äpfel (ca. 600 g, z.B. Boskoop, Elstar oder Braeburn)
- 80 g Butter (ungesalzen)
- 100 g brauner Zucker (Rohrzucker oder Muscovado)
- 2 EL Zitronensaft (frisch gepresst)
- 1 TL Vanilleextrakt (oder Mark einer Vanilleschote)
- 8–10 Zweige frischer Thymian (ca. 2 EL abgestreifte Blätter)
- 1 Eigelb (mit 1 EL Milch verquirlt)
- 2 EL Hagelzucker (oder grober Rohrzucker)
- Etwas Puderzucker (zum Bestäuben)
Instructions
- Mürbeteig vorbereiten: Mehl, kalte Butterwürfel, Zucker und Salz in einer Schüssel mit den Fingerspitzen zu einer krümeligen Masse verreiben. Ei zugeben und schnell zu einem glatten Teig kneten. Bei Bedarf 2 EL kaltes Wasser zugeben. Teig in Frischhaltefolie wickeln und 30 Minuten kühl stellen.
- Äpfel vorbereiten: Äpfel waschen, schälen, vierteln und Kerngehäuse entfernen. Viertel in ca. 5 mm dicke Scheiben schneiden und sofort mit Zitronensaft beträufeln.
- Äpfel karamellisieren: 80 g Butter in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen. 100 g braunen Zucker zugeben und rühren, bis er sich aufgelöst hat. Apfelscheiben zugeben und 3–4 Minuten pro Seite goldbraun braten. Vanilleextrakt unterrühren. Pfanne vom Herd nehmen und kurz abkühlen lassen.
- Teig ausrollen und blindbacken: Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) vorheizen. Teig auf bemehlter Fläche ca. 3 mm dick ausrollen, in gefettete Tarteform (28 cm) legen und Rand andrücken. Überstehenden Teig abschneiden. Boden mehrmals mit Gabel einstechen. Mit Backpapier und Hülsenfrüchten beschweren. 12 Minuten vorbacken. Papier und Beschwerung entfernen, weitere 5 Minuten backen, bis der Boden leicht goldbraun ist.
- Tarte zusammensetzen: Karamellisierte Äpfel gleichmäßig auf dem vorgebackenen Boden verteilen (in Kreisen anordnen). Rand mit verquirltem Eigelb bestreichen und mit Hagelzucker bestreuen. Hälfte der Thymianblätter über die Äpfel streuen.
- Backen: Tarte auf mittlerer Schiene 20–25 Minuten backen, bis der Rand goldbraun und knusprig ist. Bei zu schneller Bräunung Rand mit Alufolie abdecken. Tarte aus dem Ofen nehmen und 10 Minuten in der Form abkühlen lassen.
- Verfeinern und Servieren: Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben und restliche Thymianblätter darüber streuen. Lauwarm oder bei Zimmertemperatur servieren. Nach Belieben mit Sahne oder Vanilleeis genießen.
Notes
Butter muss kalt sein für den Mürbeteig. Karamell nicht überhitzen, sonst wird er bitter. Äpfel nicht zu früh schneiden, um Oxidation zu vermeiden. Blindbacken ist wichtig für einen knusprigen Boden. Thymian erst nach dem Backen darüber streuen, damit er sein Aroma behält.
Nutrition
- Serving Size: 1 Stück
- Calories: 320
- Sugar: 24
- Sodium: 0.2
- Fat: 18
- Saturated Fat: 11
- Carbohydrates: 38
- Fiber: 3
- Protein: 4
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