Love this? Save it for later!
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Mein Mann hatte Blumenkohl jahrelang verweigert. Zehn Jahre, um genau zu sein. „Das Zeug riecht beim Kochen wie ein nasser Socken, der in der Nähe von vergessenen Gummistiefeln gelagert wurde”, pflegte er zu sagen. Dann, letzten Dienstag, kam ich von der Arbeit nach Hause – völlig ausgelaugt, das Portemonnaie flüsterte leise „bitte nicht schon wieder Nudeln” – und musste aus einem runzligen Blumenkohl und einem Becher Quark ein Abendessen zaubern. Ich machte diese Bratlinge also eher aus Trotz, nicht aus Hoffnung. Ich stand da, formte die Masse zu kleinen Patties und dachte: „Das isst du dann halt morgen kalt zum Mittag.”
Als ich sie in der Pfanne brutzelte, passierte etwas Seltsames. Mein Sohn kam in die Küche und fragte: „Was riecht denn hier so gut?” Das war der erste Riss in der Mauer. Ich drehte die Bratlinge um – sie waren goldbraun und knusprig, genau wie ich es mir erhofft hatte. Der Kräuterquark war schnell gerührt: ein Becher Quark, Schnittlauch von der Fensterbank, etwas Knoblauch, Salz, Pfeffer. Fertig. Ich rief zum Abendessen, ohne große Erwartungen. Mein Mann nahm einen Bissen. Dann noch einen. Dann sah er mich mit diesem Blick an – Sie kennen das, oder? Dieser Blick, der sagt: „Okay, du hattest recht. Aber sag es bitte nicht laut.” Ich habe es natürlich trotzdem laut gesagt. Mit einem ziemlich breiten Grinsen.
Seitdem mache ich diese knusprigen Blumenkohl-Bratlinge mindestens einmal pro Woche. Sie sind so günstig, dass ich kaum glauben kann, wie sättigend sie sind. Ein ganzer Blumenkohl kostet oft weniger als ein Fertigburger, und der Kräuterquark macht das Ganze zu einem richtigen Soulfood-Erlebnis. Dieses Rezept ist geblieben, weil es nicht vorgibt, etwas zu sein, was es nicht ist. Es ist ehrlich, es ist bodenständig, und es hat einen ausgewachsenen Blumenkohl-Hasser bekehrt. Vielleicht ist das ja auch bei Ihnen zu Hause nötig?
Warum Sie diese Blumenkohl-Bratlinge lieben werden
Ich habe dieses Rezept in den letzten Monaten bestimmt ein Dutzend Mal gekocht – für uns, für Gäste, sogar für eine skeptische Schwiegermutter. Es hat jedes Mal funktioniert. Lassen Sie mich Ihnen sagen, warum das so ist.
- Günstig & Sättigend: Ein Blumenkohl, etwas Mehl, ein Ei und Quark. Das ist vielleicht das budgetfreundlichste Abendessen, das Sie kochen können, ohne sich zu fragen, ob alle satt werden. Und ja, alle werden satt.
- Einfach & Schnell: Kein stundenlanges Vorbereiten. Der Blumenkohl wird grob geraspelt oder in den Mixer gehackt, kurz blanchiert, mit den restlichen Zutaten vermischt und ab in die Pfanne. In 30 Minuten steht das Essen auf dem Tisch.
- Perfekt für die ganze Familie: Kinder lieben die knusprige Textur – sie erinnert ein bisschen an Kartoffelpuffer, nur leichter. Und der Kräuterquark ist so cremig, dass selbst die Kleinen gerne eintunken.
- Resteverwertung vom Feinsten: Haben Sie noch einen halben Blumenkohl vom Vortag? Perfekt. Diese Bratlinge sind die ideale Lösung für Gemüsereste, die sonst traurig im Kühlschrank vor sich hinwelken würden.
- Unverschämt lecker: Lassen Sie sich nicht täuschen – das klingt nach „gesundem Essen”, das nach Pappe schmeckt. Das Gegenteil ist der Fall. Die Bratlinge werden außen herrlich knusprig, innen bleiben sie weich und saftig. Der Kräuterquark bringt eine frische, kühle Note, die perfekt mit der leichten Nussigkeit des Blumenkohls harmoniert.
Was dieses Rezept von anderen unterscheidet? Es ist die Kombination aus einfacher Technik und dem richtigen Verhältnis von Blumenkohl zu Bindemitteln. Zu viele Rezepte werden matschig, weil sie den Blumenkohl nicht richtig ausdrücken. Ich zeige Ihnen gleich, wie Sie das vermeiden. Versprochen.
Welche Zutaten Sie brauchen
Die Zutatenliste ist kurz – das ist ja das Schöne an einem günstigen Familienrezept. Sie haben vermutlich schon alles im Haus, bis auf den Blumenkohl vielleicht.
Für die Bratlinge
- 1 mittelgroßer Blumenkohl (ca. 800 g – 1 kg): Achten Sie darauf, dass die Röschen fest und weiß sind und keine braunen Stellen haben. Der Strunk kann übrigens mitverwendet werden – einfach die äußere, harte Schale abschälen und fein raspeln. Das spart noch mehr Geld und reduziert Lebensmittelverschwendung.
- 1 große Zwiebel: Eine rote oder gelbe Zwiebel, fein gewürfelt. Sie gibt den Bratlingen eine leichte Süße und eine schöne Basisnote.
- 2 Knoblauchzehen: Durchgepresst oder fein gehackt. Nicht weglassen – der Knoblauch ist der heimliche Star.
- 2 Eier (Größe M oder L): Sie binden die Masse. Falls Sie vegane Variante möchten, können Sie Leinsamen-Eier verwenden (dazu später mehr).
- 4-5 Esslöffel Mehl (Weizenmehl Typ 405 oder Dinkelmehl): Das Mehl sorgt für die richtige Konsistenz. Ich verwende am liebsten Dinkelmehl, weil es einen leicht nussigen Geschmack hat, der gut zum Blumenkohl passt.
- 1 Teelöffel Salz: Nicht sparen – Blumenkohl braucht ausreichend Salz, um seinen Geschmack zu entfalten.
- ½ Teelöffel schwarzer Pfeffer: Frisch gemahlen, natürlich.
- ½ Teelöffel Paprikapulver (edelsüß): Gibt eine schöne Farbe und eine leichte Rauchnote.
- Eine Prise Muskatnuss: Klingt altmodisch, aber Muskat und Blumenkohl sind ein Traumpaar. Glauben Sie mir.
- 2-3 Esslöffel Öl zum Braten: Ich nehme Rapsöl oder Sonnenblumenöl – sie sind geschmacksneutral und werden heiß genug. Olivenöl ist zum Braten zu schade und verbrennt schnell.
Für den Kräuterquark
- 500 g Speisequark (20% Fett): Der Klassiker. Sie können auch Magerquark nehmen, dann wird der Dip aber etwas fester und säuerlicher. Ein Schuss Milch hilft dann, ihn cremiger zu rühren.
- Ein Bund frische Kräuter: Schnittlauch, Petersilie, Dill – was der Garten oder der Kühlschrank gerade hergibt. Ich nehme meist eine Mischung aus Schnittlauch und glatter Petersilie. In Notfällen geht auch gefrorene Kräutermischung.
- 1 Knoblauchzehe: Durchgepresst für den Dip. Ja, noch eine. Das ist erlaubt.
- 2 Esslöffel Zitronensaft: Frisch gepresst ist am besten. Er hellt den Geschmack auf und verhindert, dass der Quark zu schwer wirkt.
- Salz und Pfeffer nach Geschmack: Abschmecken nicht vergessen!
- Optional: 2 Esslöffel Milch oder Mineralwasser: Für eine besonders luftige, cremige Konsistenz. Das Mineralwasser macht den Quark überraschend leicht.
Benötigte Küchengeräte
Sie brauchen keine ausgefallene Ausrüstung – das ist ja das Schöne. Aber ein paar Dinge erleichtern die Arbeit ungemein.
- Eine große Schüssel: Für die Bratling-Masse. Nichts Spezielles, eine normale Rührschüssel tut es.
- Eine Gemüsereibe oder eine Küchenmaschine: Den Blumenkohl von Hand zu raspeln ist machbar, aber es dauert. Ich habe mir angewöhnt, einfach die grobe Reibe meiner Küchenmaschine zu nehmen – in 30 Sekunden ist alles erledigt. Falls Sie keine haben: Eine normale Kastenreibe funktioniert auch, aber seien Sie vorsichtig mit den Fingerknöcheln!
- Ein sauberes Geschirrtuch oder ein feines Sieb: Das ist der wichtigste Tipp. Sie müssen die geraspelte Blumenkohl-Masse ausdrücken, sonst werden die Bratlinge matschig. Ein Geschirrtuch ist ideal – einfach die Masse hineingeben, zusammenrollen und kräftig auswringen. Ja, es macht eine Sauerei. Aber es lohnt sich.
- Eine große beschichtete Pfanne: Nichts klebt so sehr an, wie eine Blumenkohl-Bratling-Masse, die nicht genug Fett hatte. Eine gute Antihaft-Pfanne ist Gold wert. Ich schwöre auf meine alte Pfanne von Tefal – die ist schon zehn Jahre alt und funktioniert immer noch perfekt.
- Ein Pfannenwender: Ein dünner, flexibler Wender ist besser als ein dicker. So können Sie die Bratlinge leichter wenden, ohne dass sie zerbrechen.
- Eine kleine Schüssel für den Kräuterquark: Das war’s.
Zubereitung: Schritt für Schritt zu knusprigen Bratlingen
Okay, jetzt wird es ernst. Ich führe Sie durch jeden Schritt, genau so, wie ich es zu Hause mache.
Schritt 1: Blumenkohl vorbereiten (10 Minuten)
Den Blumenkohl waschen und putzen. Entfernen Sie die äußeren Blätter und schneiden Sie den Strunk flach ab. Jetzt kommt der Trick: Schneiden Sie den Blumenkohl in grobe Stücke – Röschen und den geschälten Strunk – und raspeln Sie alles in der Küchenmaschine oder mit der Handreibe. Die Konsistenz sollte an groben Couscous oder feinen Reis erinnern. Nicht zu fein, sonst wird es Matsch. Aber auch nicht zu grob, sonst fallen die Bratlinge auseinander.
Schritt 2: Blumenkohl blanchieren (5 Minuten)
Geben Sie den geraspelten Blumenkohl in eine große Schüssel und übergießen Sie ihn mit kochendem Wasser. Lassen Sie ihn etwa 2-3 Minuten stehen – das reicht, um ihn etwas weicher zu machen, ohne dass er seine Bissfestigkeit verliert. Dann gießen Sie ihn in ein Sieb ab und spülen kurz mit kaltem Wasser, um den Garprozess zu stoppen. Das ist der Moment, in dem Sie ihn richtig gut ausdrücken müssen. Nehmen Sie das Geschirrtuch, geben Sie den Blumenkohl hinein, drehen Sie es zu einem Beutel und wringen Sie so viel Flüssigkeit wie möglich heraus. Ernsthaft – tun Sie es. Ihre Bratlinge werden es Ihnen danken. Ich habe das beim ersten Mal nicht gemacht und hatte eine traurige, matschige Pampe in der Pfanne. Nie wieder.
Schritt 3: Die Bratling-Masse herstellen (10 Minuten)
Den ausgedrückten Blumenkohl zurück in die große Schüssel geben. Die fein gewürfelte Zwiebel, den gepressten Knoblauch, die Eier, das Mehl, Salz, Pfeffer, Paprikapulver und die Prise Muskatnuss hinzufügen. Jetzt kommt der unangenehme Teil: Mit den Händen alles gut vermengen. Ja, es wird klebrig. Ja, es fühlt sich seltsam an. Aber so stellen Sie sicher, dass alles gleichmäßig verteilt ist. Die Masse sollte formbar sein – nicht zu nass, nicht zu trocken. Wenn sie zu feucht ist (was passieren kann, wenn Sie den Blumenkohl nicht gut genug ausgedrückt haben), geben Sie noch einen Esslöffel Mehl dazu. Wenn sie zu trocken ist, einen Schuss Milch oder Wasser.
Schritt 4: Bratlinge formen (5 Minuten)
Mit feuchten Händen (das verhindert das Kleben) formen Sie aus der Masse gleichmäßige Bratlinge. Ich mache sie etwa 2 cm dick und 8-10 cm im Durchmesser – das ist eine gute Größe, die in der Pfanne nicht zu lange braucht und außen schön knusprig wird. Drücken Sie sie gut zusammen, damit sie beim Braten nicht zerfallen. Sie sollten etwa 8-10 Bratlinge aus dieser Menge bekommen, je nach Größe.
Schritt 5: Bratlinge braten (15 Minuten)
Die beschichtete Pfanne auf mittlere Hitze stellen und das Öl hineingeben. Warten Sie, bis das Öl heiß ist – ein Holzstäbchen sollte Blasen werfen, wenn Sie es hineinhalten. Dann die Bratlinge vorsichtig hineinlegen. Achtung: Nicht zu viele auf einmal! Die Pfanne sollte nicht überfüllt sein, sonst sinkt die Temperatur und die Bratlinge werden nicht knusprig, sondern fettig. Ich brate immer 3-4 Stück auf einmal. Braten Sie sie 4-5 Minuten pro Seite, bis sie goldbraun und knusprig sind. Wenden Sie sie vorsichtig mit dem Pfannenwender – sie sind in diesem Stadium noch etwas empfindlich. Nach dem Wenden nochmal 4-5 Minuten braten. Fertige Bratlinge auf einem mit Küchenpapier ausgelegten Teller abtropfen lassen.
Schritt 6: Kräuterquark zubereiten (5 Minuten)
Während die Bratlinge braten, haben Sie genug Zeit für den Dip. Den Quark in eine Schüssel geben. Die Kräuter waschen, trocken schütteln und fein hacken. Den Knoblauch dazupressen, den Zitronensaft, Salz und Pfeffer hinzufügen. Alles gut verrühren. Wenn der Quark zu fest ist, geben Sie einen Schuss Milch oder Mineralwasser dazu – das macht ihn wunderbar luftig. Abschmecken und bis zum Servieren kalt stellen.
Kochtipps & Techniken für perfekte Bratlinge
Ich habe bei diesem Rezept einiges gelernt – meistens durch Fehler. Lassen Sie mich die wichtigsten Erkenntnisse mit Ihnen teilen.
Der Feuchtigkeitsfaktor: Das ist der häufigste Fehler. Wenn Sie den Blumenkohl nicht ausreichend ausdrücken, werden die Bratlinge matschig und fallen in der Pfanne auseinander. Ich drücke die Masse sogar zweimal aus – einmal nach dem Blanchieren und dann nochmal kurz, bevor ich sie mit den anderen Zutaten vermische. Ja, das ist pingelig. Aber es funktioniert.
Die richtige Hitze: Zu heiße Pfanne? Die Bratlinge verbrennen außen, bleiben innen roh. Zu kühle Pfanne? Sie saugen sich mit Öl voll und werden fettig. Mittlere Hitze ist der Schlüssel. Wenn Sie unsicher sind, machen Sie eine Probe: Braten Sie einen kleinen Probebratling und passen Sie die Temperatur entsprechend an.
Multitasking ist alles: Während die erste Ladung Bratlinge brät, können Sie schon den Kräuterquark zubereiten oder den Tisch decken. Das spart Zeit und Stress. Ich stelle auch schon mal einen kleinen Salat zusammen – ein paar Blätter Feldsalat oder Rucola mit einem einfachen Zitronen-Dressing passen perfekt dazu.
Die Sache mit dem Wenden: Ich habe gelernt, dass Geduld beim Wenden Gold wert ist. Warten Sie, bis die Bratlinge eine schöne goldbraune Kruste haben, bevor Sie sie umdrehen. Dann lösen sie sich fast von selbst von der Pfanne. Wenn Sie zu früh wenden, bleiben sie kleben und zerbrechen.
Ein persönlicher Fail: Beim dritten Mal habe ich vergessen, das Mehl in die Masse zu geben. Die Bratlinge waren – wie soll ich sagen – eher eine Blumenkohl-Suppe in der Pfanne. Mein Mann hat trotzdem tapfer gegessen und gesagt: „Ist ja interessant.” Seitdem schreibe ich mir die Zutaten auf einen Zettel.
Variationen & Anpassungen
Dieses Rezept ist ein wunderbarer Ausgangspunkt für Experimente. Hier sind ein paar Ideen, die ich selbst ausprobiert habe:
Vegane Variante: Ersetzen Sie die Eier durch zwei Leinsamen-Eier (2 Esslöffel gemahlene Leinsamen mit 6 Esslöffeln Wasser verrühren, 10 Minuten quellen lassen). Das Mehl können Sie durch Kichererbsenmehl ersetzen – das bindet noch besser. Der Kräuterquark wird mit einem pflanzlichen Quark oder einer Mischung aus Seidentofu und Zitronensaft zubereitet. Funktioniert einwandfrei!
Schärfere Version: Geben Sie eine gehackte Chilischote oder einen Teelöffel Harissa in die Bratling-Masse. Dazu passt ein Joghurt-Dip mit Minze statt des Kräuterquarks. Das bringt richtig Pfeffer in die Familienküche!
Käse-Liebhaber: Mischen Sie 50-80 g geriebenen Gouda oder Emmentaler unter die Masse. Der Käse schmilzt beim Braten und macht die Bratlinge extra saftig und herzhaft. Aber Vorsicht: Dann sind sie nicht mehr ganz so günstig – aber immer noch preiswert.
Ofenvariante: Wenn Sie keine Lust aufs Braten haben (oder die Pfanne schon voll ist), legen Sie die Bratlinge auf ein mit Backpapier belegtes Blech, beträufeln sie mit etwas Öl und backen sie bei 200°C Ober-/Unterhitze etwa 20-25 Minuten, bis sie goldbraun sind. Halbzeit wenden. Sie werden nicht ganz so knusprig wie aus der Pfanne, aber fast.
Kinderfreundliche Variante: Mein Sohn mag keine grünen Kräuter im Quark. Also mache ich ihm einen separaten Dip aus Quark und etwas Apfelmark – klingt seltsam, schmeckt aber fantastisch zu den Bratlingen. Probieren Sie es aus!
Servieren & Aufbewahren
Die Bratlinge schmecken am besten frisch aus der Pfanne, warm und knusprig. Aber sie sind auch kalt erstaunlich gut – mein Mann nimmt sie oft am nächsten Tag als Mittagessen mit zur Arbeit.
Servieren: Ich serviere die Bratlinge mit dem Kräuterquark und einem einfachen grünen Salat. Dazu passt auch ein Klecks Sour Cream oder ein Schuss süßer Senf. Für eine sättigendere Mahlzeit können Sie sie mit Pellkartoffeln oder einem Stück Fladenbrot reichen. Im Sommer esse ich sie gern mit einem Tomatensalat – die Säure der Tomaten harmoniert wunderbar mit dem würzigen Quark.
Aufbewahren: Übrig gebliebene Bratlinge lassen sich gut im Kühlschrank aufbewahren. Legen Sie sie in eine luftdichte Dose – sie halten sich 2-3 Tage. Der Kräuterquark hält sich ebenfalls 2-3 Tage im Kühlschrank, aber er wird mit der Zeit etwas flüssiger. Einfach vor dem Servieren nochmal umrühren.
Einfrieren: Ja, das geht! Die fertig gebratenen und abgekühlten Bratlinge lassen sich einfrieren. Legen Sie sie nebeneinander auf ein Brett und frieren Sie sie vor, dann packen Sie sie in einen Gefrierbeutel oder eine Dose. So kleben sie nicht zusammen. Zum Auftauen einfach bei Zimmertemperatur auftauen lassen oder in der Pfanne bei niedriger Hitze aufwärmen. Nicht in der Mikrowelle – da werden sie weich und labberig.
Reheating: Der beste Weg, Bratlinge wieder knusprig zu bekommen: In einer beschichteten Pfanne bei mittlerer Hitze mit etwas Öl von beiden Seiten 2-3 Minuten anbraten. Oder im Backofen bei 180°C für 5-7 Minuten. Der Kräuterquark wird kalt serviert – also einfach aus dem Kühlschrank nehmen.
Die Aromen der Bratlinge entwickeln sich übrigens über Nacht. Am nächsten Tag schmecken sie noch würziger und intensiver. Das ist ein schöner Nebeneffekt.
Nährwertangaben & gesundheitliche Vorteile
Ich bin keine Ernährungsberaterin, aber ich weiß, dass dieses Gericht eine gute Wahl für die Familie ist. Hier eine ungefähre Angabe pro Portion (2 Bratlinge mit einem Viertel des Kräuterquarks, ohne Beilage):
| Nährwert | Pro Portion |
|---|---|
| Kalorien | ca. 280 kcal |
| Eiweiß | ca. 18 g |
| Fett | ca. 12 g |
| Kohlenhydrate | ca. 22 g |
| Ballaststoffe | ca. 6 g |
Blumenkohl ist ein echtes Power-Gemüse. Er steckt voller Vitamin C, Vitamin K und Folsäure. Die Ballaststoffe sorgen für eine langanhaltende Sättigung – perfekt für ein Familienessen, das nicht nach einer Stunde wieder knurrende Mägen hinterlässt. Der Quark liefert hochwertiges Eiweiß und Kalzium für starke Knochen. Zusammen sind die Bratlinge eine ausgewogene Mahlzeit, die ohne viel Aufwand auskommt.
Falls Sie auf Gluten achten müssen: Ersetzen Sie das Weizenmehl einfach durch glutenfreies Mehl oder gemahlene Mandeln. Die Konsistenz wird etwas anders, aber es funktioniert.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich die Bratlinge auch ohne Ei zubereiten?
Ja, absolut! Verwenden Sie zwei Leinsamen-Eier (2 EL gemahlene Leinsamen + 6 EL Wasser, 10 Minuten quellen lassen) oder einen Esslöffel Chiasamen mit 3 Esslöffeln Wasser. Das bindet die Masse genauso gut. Die Bratlinge werden dann etwas brüchiger, also gehen Sie vorsichtig mit ihnen um.
Warum fallen meine Bratlinge auseinander?
Das liegt meistens an zu viel Feuchtigkeit. Haben Sie den Blumenkohl gut ausgedrückt? Wenn nicht, geben Sie noch einen Esslöffel Mehl oder etwas Semmelbrösel in die Masse, um die überschüssige Flüssigkeit zu binden. Auch zu wenig Ei oder Mehl kann die Ursache sein. Die Masse sollte formbar sein, nicht zu nass.
Kann ich den Blumenkohl auch roh verwenden, ohne ihn zu blanchieren?
Technisch ja, aber ich rate davon ab. Der rohe Blumenkohl bleibt sehr fest und die Bratlinge brauchen länger in der Pfanne, was dazu führt, dass sie außen verbrennen, bevor sie innen gar sind. Das Blanchieren macht den Blumenkohl weicher und verkürzt die Bratzeit. Außerdem wird der typische Kohlgeruch gemildert – gut für empfindliche Nasen.
Wie mache ich die Bratlinge besonders knusprig?
Erstens: Den Blumenkohl richtig ausdrücken. Zweitens: Die Pfanne heiß genug werden lassen, bevor Sie die Bratlinge hineingeben. Drittens: Nicht zu viele Bratlinge auf einmal braten. Viertens: Ein kleiner Trick von mir – geben Sie einen Esslöffel Semmelbrösel oder Paniermehl in die Masse. Das sorgt für extra Crunch.
Kann ich die Bratlinge auch im Airfryer zubereiten?
Ja, das habe ich auch schon ausprobiert! Den Airfryer auf 180°C vorheizen, die Bratlinge mit etwas Öl besprühen und 10-12 Minuten backen. Nach der Hälfte der Zeit wenden. Sie werden nicht ganz so knusprig wie aus der Pfanne, aber es ist eine fettärmere Alternative und funktioniert gut, wenn Sie mehrere Portionen auf einmal machen möchten.
Fazit: Dieses Rezept ist ein Gewinner
Ich bin ehrlich: Als ich das erste Mal Blumenkohl-Bratlinge gemacht habe, war ich skeptisch. Aber dieses Rezept hat mich – und vor allem meinen Mann – eines Besseren belehrt. Es ist günstig, einfach und so vielseitig, dass es nie langweilig wird. Ob mit Kräuterquark, einem scharfen Dip oder einfach pur – die Bratlinge passen sich Ihrem Geschmack an.
Probieren Sie es aus, und seien Sie nicht zu streng mit sich selbst. Wenn die ersten Bratlinge etwas auseinanderfallen – na und? Das nächste Mal klappt es besser. Kochen ist ja auch Übungssache. Und wenn Ihre Familie genauso reagiert wie meine, werden Sie dieses Rezept bald auswendig können.
Ich würde mich riesig freuen, wenn Sie mir in den Kommentaren erzählen, wie die Bratlinge bei Ihnen angekommen sind. Haben Ihre Kinder sie gemocht? Welche Kräuter haben Sie in den Quark gegeben? Oder haben Sie eine ganz eigene Variante entwickelt? Teilen Sie es mit mir – ich bin gespannt!
Bis zum nächsten Mal – und denken Sie daran: Gutes Essen muss nicht teuer sein. Es muss nur mit Liebe gekocht werden.
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Knusprige Blumenkohl-Bratlinge: Einfaches Familienrezept mit Kräuterquark
Diese knusprigen Blumenkohl-Bratlinge sind ein günstiges, sättigendes und einfaches Familienrezept. Mit einem cremigen Kräuterquark serviert, werden sie selbst eingefleischte Blumenkohl-Skeptiker überzeugen.
- Prep Time: 20 Minuten
- Cook Time: 15 Minuten
- Total Time: 35 Minuten
- Yield: 4 Portionen 1x
- Category: Hauptgericht
- Cuisine: Deutsch
Ingredients
- 1 mittelgroßer Blumenkohl (ca. 800 g – 1 kg)
- 1 große Zwiebel (rot oder gelb)
- 2 Knoblauchzehen
- 2 Eier (Größe M oder L)
- 4–5 Esslöffel Mehl (Weizenmehl Typ 405 oder Dinkelmehl)
- 1 Teelöffel Salz
- ½ Teelöffel schwarzer Pfeffer
- ½ Teelöffel Paprikapulver (edelsüß)
- Eine Prise Muskatnuss
- 2–3 Esslöffel Öl zum Braten (Rapsöl oder Sonnenblumenöl)
- 500 g Speisequark (20% Fett)
- Ein Bund frische Kräuter (Schnittlauch, Petersilie, Dill)
- 1 Knoblauchzehe (für den Dip)
- 2 Esslöffel Zitronensaft
- Salz und Pfeffer nach Geschmack
- Optional: 2 Esslöffel Milch oder Mineralwasser
Instructions
- Blumenkohl waschen, putzen und in grobe Stücke schneiden. In der Küchenmaschine oder mit der Handreibe raspeln, bis die Konsistenz an groben Couscous erinnert.
- Den geraspelten Blumenkohl in eine große Schüssel geben und mit kochendem Wasser übergießen. 2-3 Minuten stehen lassen, dann in ein Sieb abgießen und mit kaltem Wasser abschrecken. Die Masse in einem sauberen Geschirrtuch kräftig ausdrücken, um überschüssige Flüssigkeit zu entfernen.
- Den ausgedrückten Blumenkohl zurück in die Schüssel geben. Fein gewürfelte Zwiebel, gepressten Knoblauch, Eier, Mehl, Salz, Pfeffer, Paprikapulver und Muskatnuss hinzufügen. Mit den Händen gut vermengen, bis eine formbare Masse entsteht.
- Mit feuchten Händen gleichmäßige Bratlinge formen (ca. 2 cm dick, 8-10 cm Durchmesser). Die Masse ergibt etwa 8-10 Bratlinge.
- Eine beschichtete Pfanne mit Öl auf mittlere Hitze erhitzen. Die Bratlinge vorsichtig hineinlegen (nicht zu viele auf einmal) und 4-5 Minuten pro Seite goldbraun und knusprig braten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.
- Für den Kräuterquark: Quark in eine Schüssel geben. Kräuter waschen, trocken schütteln und fein hacken. Knoblauch dazupressen, Zitronensaft, Salz und Pfeffer hinzufügen. Alles gut verrühren. Bei Bedarf mit Milch oder Mineralwasser cremiger machen. Kalt stellen.
Notes
Den Blumenkohl gut ausdrücken, um matschige Bratlinge zu vermeiden. Mittlere Hitze verwenden, damit die Bratlinge außen knusprig und innen gar werden. Die Bratlinge können auch im Ofen bei 200°C für 20-25 Minuten gebacken werden.
Nutrition
- Serving Size: 2 Bratlinge mit eine
- Calories: 280
- Sugar: 5
- Sodium: 600
- Fat: 12
- Saturated Fat: 3
- Carbohydrates: 22
- Fiber: 6
- Protein: 18
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