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Meine Nachbarin Frau Dr. Weber machte gar keine große Sache daraus. Ich war an einem verregneten Novembernachmittag vorbeigekommen, um ihre Heckenschere auszuleihen, und der Duft traf mich, bevor ich überhaupt die Fußmatte erreicht hatte. Es roch nach geborgenen Kindertagen, nach dem Wohnzimmer meiner Großmutter, nach etwas, das man nicht kaufen, sondern nur irgendwie erben kann. Sie stand in der Küche, mehlbestäubt bis zu den Ellenbogen, und wickelte etwas in ein Geschirrtuch. „Ach, der Stollen”, sagte sie nur, als hätte sie Kartoffeln geschält. „Den mach ich jedes Jahr. Ist ja keine Zauberei.” Aber der Geruch, der da durch ihre kleine Küche zog, der war schon irgendwie magisch. Ich stand da, die Heckenschere in der Hand, und wusste: Den muss ich nachbacken. Vielleicht kennen Sie das ja – wenn man etwas riecht und sofort weiß, dass man es selbst können muss. Dieses Rezept für klassischen Christstollen mit Marzipan ist genau so einer dieser Momente, die man festhalten möchte.
Ehrlich, ich habe dann drei Anläufe gebraucht, bis mein Stollen auch nur annähernd so duftete wie ihrer. Der erste war viel zu trocken, der zweite ist aufgeplatzt wie ein überreifer Kürbis. Aber beim dritten Mal – da habe ich ihren Trick mit der Butter kapiert. Und seitdem backe ich keinen anderen mehr. Es ist dieser klassische Christstollen mit Marzipan, der einfach nach Weihnachten schmeckt. Nach gemütlichen Abenden, nach einer Tasse Tee, wenn draußen der erste Schnee fällt. Genau das Richtige, wenn man sich mal so richtig verwöhnen möchte.
Warum Sie Dieses Rezept Lieben Werden
Ich habe dieses Rezept inzwischen bestimmt ein Dutzend Mal gebacken – für meine Familie, für Freunde, für den Weihnachtsmarktstand meiner Nachbarin. Und jedes Mal bekomme ich dieselben begeisterten Blicke. Es ist einfach dieser unverwechselbare Geschmack, der an nichts anderes erinnert. Lassen Sie mich Ihnen sagen, warum gerade dieser klassische Christstollen mit Marzipan so besonders ist:
- Einfach und gelingsicher: Auch wenn Stollen traditionell aufwendig wirkt – mit dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung backen Sie ihn garantiert saftig und aromatisch. Keine komplizierten Techniken, nur ein bisschen Geduld.
- Zutaten aus dem Vorrat: Mehl, Butter, Zucker, Eier, Milch – das haben Sie doch bestimmt zu Hause. Nur das Marzipan und die Gewürze müssen Sie vielleicht extra holen, aber die halten sich ewig.
- Perfekt für die Adventszeit: Ob zum ersten Advent, als Geschenk aus der Küche oder einfach für den gemütlichen Abend auf dem Sofa – dieser Stollen ist der Star jeder Weihnachtsbäckerei.
- Ein echter Publikumsliebling: Ich habe noch niemanden getroffen, der bei einer Scheibe Stollen „nein” gesagt hat. Groß und klein, jung und alt – alle lieben ihn.
- Unwiderstehlich lecker: Die Kombination aus buttrigem Teig, süßem Marzipan und den feinen Gewürzen ist einfach himmlisch. Der erste Bissen fühlt sich an wie eine Umarmung.
Was diesen Stollen von den anderen unterscheidet? Es ist die Art, wie das Marzipan im Ofen leicht karamellisiert und dem ganzen Stollen eine zarte, fast schon buttrige Süße verleiht. Kein trockener Weihnachtskuchen, sondern ein saftiges, aromatisches Gebäck, das richtig nach Weihnachten schmeckt. Und genau das ist es doch, was wir in der kalten Jahreszeit brauchen – ein bisschen Wärme, ein bisschen Geborgenheit, ein Stückchen Glück auf dem Teller.
Was Sie an Zutaten Brauchen
Für diesen klassischen Christstollen mit Marzipan verwenden Sie am besten frische, hochwertige Zutaten. Das merkt man später im Geschmack. Keine Sorge, es sind keine exotischen Dinge dabei – alles bekommen Sie im gut sortierten Supermarkt.
Für den Teig:
- 500 g Weizenmehl (Type 550): Das ist die ideale Mehlsorte für Hefeteig. Sie können auch Dinkelmehl Type 630 nehmen, dann wird der Stollen etwas kerniger.
- 1 Würfel frische Hefe (42 g): Trockenhefe geht auch, aber frische Hefe gibt dem Teig ein feineres Aroma. Ich schwöre auf die gute alte Hefe aus dem Kühlregal.
- 250 ml lauwarme Milch: Die Milch darf nicht zu heiß sein, sonst stirbt die Hefe. Handwarm ist perfekt – etwa 37 Grad.
- 100 g Zucker: Ich nehme ganz normalen Haushaltszucker. Brauner Zucker gibt eine karamellige Note, wenn Sie mögen.
- 1 Päckchen Vanillezucker: Selbstgemachter ist natürlich am besten, aber der aus der Tüte tut es auch.
- 1 Prise Salz: Klingt unscheinbar, aber Salz bringt die Süße erst richtig zur Geltung.
- 2 Eier (Größe M): Am besten Zimmertemperatur, dann verbinden sie sich besser mit dem Teig.
- 200 g weiche Butter: Die Butter muss wirklich weich sein, nicht geschmolzen. Nehmen Sie gute Markenbutter – das schmeckt man.
- 100 g Rosinen: Ich mag die hellen Sultaninen. Wer mag, kann sie vorher in etwas Rum oder Orangensaft einweichen (mindestens 30 Minuten).
- 50 g gehackte Mandeln: Blättchen gehen auch, aber gehackte Mandeln verteilen sich gleichmäßiger im Teig.
- 50 g Zitronat und Orangeat (fein gehackt): Das gibt die typische Stollen-Note. Manche mögen es nicht, aber ich finde, es gehört einfach dazu.
- 1 TL Zimt: Am besten frisch gemahlen, aber gemahlener aus dem Glas ist auch okay.
- 1/2 TL Kardamom: Nur eine Prise, sonst dominiert er. Aber er macht den Geschmack so besonders.
- 1/4 TL Nelkenpulver: Auch hier: weniger ist mehr.
- Abrieb einer Bio-Zitrone: Unbedingt Bio, weil Sie die Schale mitessen. Das Aroma ist unvergleichlich.
Für die Füllung und den Abschluss:

- 200 g Marzipan-Rohmasse: Achten Sie auf gute Qualität – je mehr Mandeln, desto besser. Ich nehme am liebsten die von Niederegger, aber jede gute Marke tut es.
- 100 g geschmolzene Butter (zum Bestreichen): Nach dem Backen wird der Stollen damit ordentlich eingepinselt. Das macht ihn saftig und gibt ihm diesen typischen Glanz.
- 50 g Puderzucker (zum Bestäuben): Dick und großzügig – wie eine Schneedecke.
Ein kleiner Tipp von mir: Wenn Sie die Rosinen vorher in Rum einweichen, werden sie schön saftig und geben dem Stollen ein zusätzliches Aroma. Aber Vorsicht – für Kinder oder wenn Sie alkoholfrei backen möchten, nehmen Sie einfach Orangensaft. Das funktioniert genauso gut!
Benötigte Küchengeräte
Sie brauchen keine Profi-Ausstattung für diesen klassischen Christstollen mit Marzipan. Die meisten Dinge haben Sie bestimmt schon in Ihrer Küche. Hier ist, was Sie bereitlegen sollten:
- Eine große Rührschüssel: Am besten aus Edelstahl oder Keramik. Der Teig geht gut auf, also nehmen Sie eine, die groß genug ist.
- Ein Handrührgerät mit Knethaken: Eine Küchenmaschine ist natürlich perfekt, aber ein Handrührgerät tut es auch. Kneten Sie dann einfach etwas länger von Hand.
- Ein Nudelholz: Zum Ausrollen des Marzipans brauchen Sie es nicht zwingend, aber es hilft, eine gleichmäßige Platte zu formen.
- Ein Backblech mit Backpapier: Das Backpapier verhindert, dass der Stollen anklebt. Ich lege immer ein doppeltes Blatt unter.
- Ein scharfes Messer: Zum Einschneiden des Teigs vor dem Backen. Ein Teigschaber geht auch, aber ein Messer gibt einen sauberen Schnitt.
- Ein Backpinsel: Aus Silikon oder Naturhaar – Hauptsache, er verteilt die geschmolzene Butter gleichmäßig.
- Ein Küchentuch oder Frischhaltefolie: Zum Abdecken des Teigs während der Gehzeit. Ein feuchtes Tuch verhindert, dass der Teig austrocknet.
Falls Sie kein Nudelholz haben: Eine saubere Glasflasche tut es auch. Hab ich selbst schon oft gemacht, als mein altes Nudelholz den Geist aufgegeben hat. Und wenn Sie keinen Backpinsel besitzen, können Sie die Butter auch mit einem Löffel vorsichtig verteilen – wird etwas ungleichmäßiger, schmeckt aber genauso gut.
Schritt-für-Schritt-Zubereitung
Jetzt geht es ans Eingemachte. Keine Sorge, dieser klassische Christstollen mit Marzipan ist einfacher, als Sie denken. Ich zeige Ihnen jeden Schritt ganz genau.
Schritt 1: Der Vorteig (ca. 20 Minuten + 30 Minuten Ruhezeit)
Erwärmen Sie die Milch lauwarm. Lösen Sie die Hefe zusammen mit 1 EL Zucker und 2 EL Mehl darin auf. Decken Sie die Schüssel ab und lassen Sie die Mischung 15-20 Minuten stehen. Sie sollte schäumen und Blasen werfen – das ist das Zeichen, dass die Hefe aktiv ist. Wenn nichts passiert, ist die Hefe vielleicht zu alt oder die Milch war zu heiß. Dann lieber neu anfangen.
Schritt 2: Der Hauptteig (ca. 15 Minuten)
Geben Sie das restliche Mehl, den restlichen Zucker, Vanillezucker, Salz, Eier, die weiche Butter, Zimt, Kardamom, Nelkenpulver und Zitronenabrieb in eine große Schüssel. Fügen Sie den Vorteig hinzu. Kneten Sie alles mit dem Knethaken Ihres Handrührgeräts oder in der Küchenmaschine für etwa 8-10 Minuten zu einem glatten, elastischen Teig. Er sollte sich vom Schüsselrand lösen, aber noch etwas weich sein. Zu viel Mehl macht den Stollen trocken – also nicht nachschütten, auch wenn es verlockend ist.
Schritt 3: Die Trockenfrüchte untermischen (ca. 5 Minuten)
Kneten Sie die Rosinen (gut abgetropft, falls Sie sie eingeweicht haben), die gehackten Mandeln, das Zitronat und Orangeat unter den Teig. Verteilen Sie sie gleichmäßig, aber kneten Sie nicht zu lange, sonst werden die Früchte zerdrückt. Der Teig wird jetzt etwas schwerer, das ist normal.
Schritt 4: Die erste Gehzeit (ca. 60-90 Minuten)
Formen Sie den Teig zu einer Kugel und legen Sie ihn zurück in die Schüssel. Decken Sie ihn mit einem sauberen Küchentuch ab und stellen Sie ihn an einen warmen Ort ohne Zugluft. Ich stelle meine Schüssel immer in die Nähe der Heizung oder in den ausgeschalteten Backofen mit eingeschalteter Backofenlampe. Der Teig sollte sein Volumen verdoppeln. Das dauert etwa 1 bis 1,5 Stunden, je nach Temperatur.
Schritt 5: Das Marzipan vorbereiten (ca. 5 Minuten)
Während der Teig geht, bereiten Sie das Marzipan vor. Kneten Sie die Marzipan-Rohmasse kurz durch und formen Sie sie zu einer etwa 20 cm langen Rolle. Sie können sie auch mit einem Nudelholz etwas flach drücken, aber eine Rolle ist einfacher und verteilt sich besser im Stollen.
Schritt 6: Den Stollen formen (ca. 10 Minuten)
Bestäuben Sie Ihre Arbeitsfläche leicht mit Mehl. Kneten Sie den Teig kurz durch und rollen Sie ihn zu einem etwa 30×20 cm großen Rechteck aus. Legen Sie die Marzipanrolle längs in die Mitte des Rechtecks. Klappen Sie die eine Seite des Teigs über das Marzipan, dann die andere Seite darüber, sodass das Marzipan komplett eingeschlossen ist. Drücken Sie die Naht gut fest. Formen Sie den Stollen leicht spitz zulaufend – wie ein kleines Boot. Legen Sie ihn mit der Naht nach unten auf das vorbereitete Backblech.
Schritt 7: Die zweite Gehzeit (ca. 30-40 Minuten)
Decken Sie den geformten Stollen wieder ab und lassen Sie ihn weitere 30-40 Minuten gehen. Er sollte sichtbar an Volumen zunehmen, aber nicht zu sehr – sonst fällt er im Ofen zusammen.
Schritt 8: Das Backen (ca. 50-60 Minuten)
Heizen Sie den Backofen auf 175 Grad Ober-/Unterhitze vor (Umluft 160 Grad). Backen Sie den Stollen auf der mittleren Schiene für etwa 50-60 Minuten. Nach 30 Minuten können Sie ihn abdecken, falls er zu dunkel wird. Der Stollen ist fertig, wenn er goldbraun ist und beim Klopfen auf die Unterseite hohl klingt. Ein Holzstäbchen sollte sauber herauskommen.
Schritt 9: Das Verfeinern nach dem Backen (ca. 10 Minuten)
Nehmen Sie den heißen Stollen aus dem Ofen. Pinseln Sie ihn sofort großzügig mit der gesamten geschmolzenen Butter ein. Lassen Sie ihn kurz abkühlen, aber er sollte noch warm sein. Dann bestäuben Sie ihn dick mit Puderzucker – am besten durch ein feines Sieb. Wiederholen Sie den Vorgang nach 10 Minuten noch einmal, damit eine richtig schöne, dicke Schneeschicht entsteht.
Schritt 10: Die Reifezeit (mindestens 24 Stunden – am besten 2-3 Tage)
Das ist der wichtigste Schritt! Wickeln Sie den vollständig ausgekühlten Stollen in Backpapier oder Alufolie und lassen Sie ihn an einem kühlen Ort ruhen. Mindestens über Nacht, besser zwei bis drei Tage. In dieser Zeit ziehen die Aromen richtig durch und der Stollen wird schön saftig. Glauben Sie mir – das Warten lohnt sich!
Tipps und Tricks für den Perfekten Stollen
Ich habe bei meinen ersten Versuchen so einiges falsch gemacht. Damit Ihnen das nicht passiert, hier meine besten Tipps für diesen klassischen Christstollen mit Marzipan:
- Die Butter nicht sparen: Stollen lebt von Butter. Wenn Sie weniger nehmen, wird er trocken. Vertrauen Sie dem Rezept.
- Die Gehzeiten einhalten: Hefeteig braucht Zeit. Wenn Sie ihn nicht lange genug gehen lassen, wird der Stollen kompakt und schwer. Wenn er zu lange geht, fällt er zusammen. Die Augen zu haben hilft – der Teig sollte sich sichtbar vergrößern.
- Das Marzipan richtig einwickeln: Achten Sie darauf, dass das Marzipan komplett vom Teig umschlossen ist. Sonst läuft es beim Backen aus und verbrennt. Das ist mir einmal passiert – sah aus wie eine Schokoladenfabrik-Explosion.
- Die Butter nicht vergessen: Das Einstreichen mit Butter direkt nach dem Backen ist kein optionaler Schritt. Das macht den Stollen erst richtig saftig und sorgt für die typische Kruste.
- Geduld beim Reifen: Ich weiß, es ist schwer, aber der Stollen schmeckt am dritten Tag am besten. Die Aromen verbinden sich, die Feuchtigkeit verteilt sich gleichmäßig. Wenn Sie ihn sofort anschneiden, ist er noch etwas mehlig und trocken.
Ein Fehler, den ich immer wieder sehe: Zu viel Mehl beim Ausrollen. Der Teig klebt, also wird Mehl draufgegeben – aber dann wird der Stollen trocken. Besser die Arbeitsfläche nur ganz leicht bestäuben und den Teig mit einem Teigschaber lösen, falls er klebt.
Variationen und Abwandlungen
Dieser klassische Christstollen mit Marzipan ist schon perfekt, aber manchmal möchte man etwas Neues ausprobieren. Hier sind ein paar Ideen, die ich selbst schon getestet habe:
- Nuss-Stollen: Ersetzen Sie die Hälfte des Mehls durch gemahlene Haselnüsse oder Mandeln. Der Teig wird etwas bröseliger, aber der Geschmack ist herrlich nussig.
- Schokoladen-Stollen: Geben Sie 100 g gehackte Zartbitterschokolade (70% Kakao) zusammen mit den Rosinen in den Teig. Das gibt eine wunderbar schokoladige Note, die besonders Kinder lieben.
- Veganer Stollen: Ersetzen Sie die Butter durch vegane Margarine, die Milch durch Hafer- oder Mandelmilch und die Eier durch 2 EL Leinsamenmehl + 6 EL Wasser. Das Marzipan ist ja schon vegan. Funktioniert erstaunlich gut!
- Glutenfreie Variante: Tauschen Sie das Weizenmehl gegen eine glutenfreie Mehlmischung aus. Achten Sie darauf, dass sie für Hefeteig geeignet ist. Der Teig wird etwas brüchiger, aber mit Geduld klappt es.
- Fruchtiger Stollen: Statt Rosinen können Sie auch getrocknete Cranberries, Aprikosen oder Feigen verwenden. Oder eine bunte Mischung. Das gibt dem Stollen eine frische, fruchtige Note.
Meine persönliche Lieblingsvariation ist der Schokoladen-Stollen. Ich habe ihn letztes Jahr gebacken, als ich keine Rosinen mehr im Haus hatte – und er war ein voller Erfolg. Die Schokolade schmilzt beim Backen und verteilt sich im ganzen Teig. Einfach himmlisch!
Servieren und Aufbewahren
Ein klassischer Christstollen mit Marzipan ist nicht nur ein Gebäck, sondern ein Erlebnis. Hier erfahren Sie, wie Sie ihn am besten genießen und lagern.
Servieren:
Schneiden Sie den Stollen in etwa 1 cm dicke Scheiben. Er schmeckt am besten bei Zimmertemperatur – nehmen Sie ihn also etwa 30 Minuten vor dem Servieren aus dem Kühlschrank. Dazu passt eine Tasse heißer Tee, ein Glas Glühwein oder ein milder Kaffee. Für eine besondere Note können Sie etwas geschlagene Sahne oder eine Kugel Vanilleeis dazu reichen. Klingt ungewöhnlich, schmeckt aber fantastisch!
Aufbewahren:
Wickeln Sie den Stollen nach dem Backen und Bestäuben in Backpapier oder Alufolie. An einem kühlen, trockenen Ort (nicht im Kühlschrank!) hält er sich problemlos 2-3 Wochen. Wichtig: Er muss luftdicht verpackt sein, sonst trocknet er aus. Wenn Sie ihn länger aufbewahren möchten, können Sie ihn auch einfrieren. In Scheiben geschnitten und in Gefrierbeutel verpackt, hält er sich bis zu 6 Monate. Zum Auftauen einfach bei Zimmertemperatur liegen lassen – das dauert etwa 2-3 Stunden.
Haltbarkeit:
Durch die hohe Menge an Butter und Zucker ist der Stollen sehr lange haltbar. Nach einer Woche wird er sogar noch saftiger, weil sich die Aromen verbinden. Allerdings sollte er nach etwa 3 Wochen langsam gegessen werden – sonst wird er trocken. Aber ehrlich, bei mir ist er meistens nach einer Woche weg!
Nährwertangaben und Gesundheitliche Vorteile
Ein klassischer Christstollen mit Marzipan ist natürlich kein Diätgebäck. Aber in Maßen genossen, hat er durchaus seine guten Seiten. Hier die ungefähren Nährwerte pro Scheibe (ca. 80 g):
| Nährwert | Pro Scheibe |
|---|---|
| Kalorien | ca. 350 kcal |
| Fett | ca. 18 g |
| davon gesättigte Fettsäuren | ca. 10 g |
| Kohlenhydrate | ca. 40 g |
| davon Zucker | ca. 22 g |
| Eiweiß | ca. 5 g |
| Ballaststoffe | ca. 2 g |
Die Mandeln und das Marzipan liefern wertvolle ungesättigte Fettsäuren, Vitamin E und Magnesium. Die Rosinen enthalten Eisen und Antioxidantien. Und die Gewürze wie Zimt und Kardamom wirken entzündungshemmend und wärmend von innen. Also – ein Stück Stollen ist nicht nur Genuss, sondern auch ein kleiner Gesundheitsboost. Zumindest red ich mir das gern ein!
Für Menschen mit Nussallergie ist das Marzipan natürlich ein Problem. Es gibt aber auch Marzipan aus Soja oder anderen Alternativen – einfach mal im Reformhaus fragen. Und für Diabetiker: Der Stollen enthält viel Zucker, also nur in sehr kleinen Mengen genießen.
Fazit
Dieser klassische Christstollen mit Marzipan ist mehr als nur ein Rezept – er ist ein Stück Geborgenheit. Ein Duft, der Erinnerungen weckt. Ein Geschmack, der nach Kindheit schmeckt. Ich backe ihn jedes Jahr, weil er einfach dazugehört. Weil er die Adventszeit einläutet. Weil er die Menschen zusammenbringt.
Probieren Sie es aus! Nehmen Sie sich die Zeit, lassen Sie den Teig gehen, genießen Sie den Duft in Ihrer Küche. Und dann, wenn der Stollen fertig ist, setzen Sie sich mit einer Tasse Tee hin und genießen Sie eine Scheibe. Sie haben es sich verdient.
Ich würde mich riesig freuen, wenn Sie mir erzählen, wie Ihr Stollen geworden ist! Hinterlassen Sie einen Kommentar unten, teilen Sie Ihre Fotos auf Pinterest oder schreiben Sie mir Ihre eigenen Variationen. Backen ist ja auch immer ein bisschen Teilen. Also – ran an die Schürze und viel Freude beim Backen!
Häufig gestellte Fragen
Kann ich den Stollen auch ohne Marzipan backen?
Ja, klar! Dann haben Sie einen klassischen Butterstollen. Lassen Sie das Marzipan einfach weg und backen Sie den Teig wie beschrieben. Er wird dann etwas weniger süß, aber genauso lecker. Vielleicht ein bisschen mehr Rosinen oder Mandeln dazugeben, damit er nicht zu trocken wird.
Warum ist mein Stollen so trocken geworden?
Das kann mehrere Gründe haben: Zu viel Mehl, zu lange Backzeit oder zu wenig Butter. Achten Sie darauf, den Teig nicht zu fest zu kneten und die Backzeit genau einzuhalten. Auch die Reifezeit ist wichtig – erst nach ein paar Tagen wird der Stollen richtig saftig. Und vergessen Sie nicht, ihn nach dem Backen ordentlich mit Butter einzupinseln!
Kann ich den Stollen auch einfrieren?
Unbedingt! Wickeln Sie ihn gut in Frischhaltefolie und dann in einen Gefrierbeutel. So hält er sich bis zu 6 Monate. Am besten in Scheiben einfrieren, dann können Sie bei Bedarf einzelne Portions auftauen. Zum Auftauen einfach bei Zimmertemperatur liegen lassen – das dauert etwa 2-3 Stunden.
Wie bekomme ich die dicke Puderzuckerschicht hin?
Der Trick ist, den Stollen zweimal zu bestäuben. Das erste Mal direkt nach dem Backen, wenn er noch warm ist. Dann warten Sie etwa 10 Minuten und bestäuben ihn noch einmal. So bleibt der Zucker schön haften und bildet eine dicke, schneeweiße Schicht. Verwenden Sie unbedingt ein feines Sieb, damit der Zucker gleichmäßig verteilt wird.
Kann ich den Stollen auch mit Trockenhefe backen?
Ja, das funktioniert. Verwenden Sie dann 2 Päckchen Trockenhefe (je 7 g) und mischen Sie sie direkt mit dem Mehl. Lassen Sie den Vorteig weg und geben Sie die lauwarme Milch direkt zum Teig. Die Gehzeit verlängert sich dann etwas – etwa 15-20 Minuten mehr. Das Ergebnis ist fast identisch, nur das Aroma ist ein kleines bisschen anders.
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Klassischer Christstollen mit Marzipan – Bestes Rezept für Weihnachten
Ein saftiger, buttriger Christstollen mit einer Füllung aus edlem Marzipan, der nach Weihnachten schmeckt und mit einer dicken Puderzuckerschicht verfeinert wird.
- Prep Time: 30 Minuten
- Cook Time: 55 Minuten
- Total Time: 3 Stunden 25 Minuten (inkl. Gehzeiten) + 24 Stunden Reifezeit
- Yield: 12 Portionen 1x
- Category: Weihnachtsgebäck
- Cuisine: Deutsch
Ingredients
- 500 g Weizenmehl (Type 550) (ca. 4 Tassen)
- 1 Würfel frische Hefe (42 g) (ca. 1,5 oz)
- 250 ml lauwarme Milch (ca. 1 Tasse)
- 100 g Zucker (ca. 1/2 Tasse)
- 1 Päckchen Vanillezucker (ca. 8 g)
- 1 Prise Salz
- 2 Eier (Größe M)
- 200 g weiche Butter (ca. 1 Tasse)
- 100 g Rosinen (ca. 2/3 Tasse)
- 50 g gehackte Mandeln (ca. 1/3 Tasse)
- 50 g Zitronat und Orangeat, fein gehackt (ca. 1/3 Tasse)
- 1 TL Zimt
- 1/2 TL Kardamom
- 1/4 TL Nelkenpulver
- Abrieb einer Bio-Zitrone
- 200 g Marzipan-Rohmasse (ca. 7 oz)
- 100 g geschmolzene Butter (zum Bestreichen) (ca. 1/2 Tasse)
- 50 g Puderzucker (zum Bestäuben) (ca. 1/2 Tasse)
Instructions
- Vorteig: Milch lauwarm erwärmen. Hefe mit 1 EL Zucker und 2 EL Mehl darin auflösen. Abgedeckt 15-20 Minuten stehen lassen, bis die Mischung schäumt.
- Hauptteig: Restliches Mehl, restlichen Zucker, Vanillezucker, Salz, Eier, weiche Butter, Zimt, Kardamom, Nelkenpulver und Zitronenabrieb in eine große Schüssel geben. Vorteig hinzufügen. Mit Knethaken 8-10 Minuten zu einem glatten, elastischen Teig kneten.
- Trockenfrüchte untermischen: Rosinen (gut abgetropft), gehackte Mandeln, Zitronat und Orangeat unter den Teig kneten, bis sie gleichmäßig verteilt sind.
- Erste Gehzeit: Teig zu einer Kugel formen, in die Schüssel legen, mit einem Tuch abdecken und an einem warmen Ort 60-90 Minuten gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.
- Marzipan vorbereiten: Marzipan-Rohmasse kurz durchkneten und zu einer etwa 20 cm langen Rolle formen.
- Stollen formen: Arbeitsfläche leicht bemehlen. Teig zu einem etwa 30×20 cm großen Rechteck ausrollen. Marzipanrolle längs in die Mitte legen. Eine Seite des Teigs über das Marzipan klappen, dann die andere Seite darüber, sodass das Marzipan komplett eingeschlossen ist. Naht gut festdrücken. Stollen leicht spitz zulaufend formen und mit der Naht nach unten auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.
- Zweite Gehzeit: Stollen abdecken und 30-40 Minuten gehen lassen, bis er sichtbar an Volumen zugenommen hat.
- Backen: Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze (Umluft 160 °C) vorheizen. Stollen auf der mittleren Schiene 50-60 Minuten backen, bis er goldbraun ist und beim Klopfen auf die Unterseite hohl klingt. Nach 30 Minuten abdecken, falls er zu dunkel wird.
- Verfeinern nach dem Backen: Heißen Stollen sofort großzügig mit der gesamten geschmolzenen Butter einpinseln. Kurz abkühlen lassen, dann dick mit Puderzucker bestäuben. Nach 10 Minuten erneut bestäuben.
- Reifezeit: Vollständig ausgekühlten Stollen in Backpapier oder Alufolie wickeln und mindestens 24 Stunden, besser 2-3 Tage, an einem kühlen Ort ruhen lassen.
Notes
Die Rosinen vorher in Rum oder Orangensaft einweichen (mindestens 30 Minuten) für mehr Saftigkeit. Den Stollen nach dem Backen unbedingt mit Butter bestreichen und dick mit Puderzucker bestäuben – das macht ihn saftig und gibt die typische Kruste. Die Reifezeit ist entscheidend für den Geschmack; der Stollen schmeckt am dritten Tag am besten.
Nutrition
- Serving Size: 1 Scheibe (ca. 80 g)
- Calories: 350
- Sugar: 22
- Sodium: 0.1
- Fat: 18
- Saturated Fat: 10
- Carbohydrates: 40
- Fiber: 2
- Protein: 5
Keywords: Christstollen, Marzipan, Weihnachten, Stollen, Hefeteig, traditionell, saftig


