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Die Frau am Gemüsestand neben mir musterte meine überquellende Einkaufstasche mit einem wissenden Lächeln. „Du kochst für viele heute Abend?”, fragte sie, während sie eine besonders schöne Pastinake in meine Richtung hielt. Ich lachte und gestand, dass ich eigentlich nur planlos einkaufte, ohne eine richtige Idee zu haben. Sie nickte, als hätte sie genau das erwartet, und begann, während sie ihre Äpfel sortierte, leise zu erzählen. Von ihrer Großmutter, die jedes Jahr im November diese kleinen, süßen Hörnchen gebacken hatte – immer wenn die ersten Nebel über den Feldern lagen und der Duft von Zimt und Vanille durchs ganze Dorf zog.
Ich hörte zu, die kalte Herbstluft um uns herum, und vergaß fast, dass ich eigentlich nur drei Sachen kaufen wollte. Sie beschrieb die Konsistenz des Teigs, das leise Knacken der Nüsse unter dem Nudelholz, die Geduld, die es brauchte, bis die Füllung genau richtig war. „Es ist kein Rezept zum Hetzen”, sagte sie und zwinkerte. „Es ist ein Rezept zum Anhalten.” Ich kaufte an dem Tag doppelt so viel ein wie geplant und hatte immer noch das Gefühl, den eigentlichen Schatz nicht bezahlen zu können. Dieses Gespräch. Diese Idee. Diese herbstlichen Martinshörnchen mit cremiger Vanillefüllung, die ich noch nie gemacht hatte, aber jetzt unbedingt backen musste.
Wochen später, als der erste Schnee die Dächer weiß färbte, stand ich in meiner eigenen Küche und versuchte, ihre Worte in die Tat umzusetzen. Der Teig war widerspenstig, die Füllung zu flüssig, und ich habe wirklich geflucht, als das erste Hörnchen auseinanderfiel. Aber dann, beim zweiten Versuch, geschah es. Der Duft, der durch die Wohnung zog, war genau der, den sie beschrieben hatte. Warm, würzig, ein bisschen nach Kindheit und ganz viel nach Geborgenheit. Vielleicht kennen Sie das ja – dieses Gefühl, wenn ein Gericht einfach richtig wird, obwohl der Weg dorthin holprig war. Genau das sind diese Hörnchen für mich. Sie sind nicht perfekt, sie sind besser. Sie sind echt.
Warum Sie dieses Rezept lieben werden
Diese herbstlichen Martinshörnchen mit cremiger Vanillefüllung sind mehr als nur ein Gebäck – sie sind eine kleine Auszeit vom Alltag. Ich habe das Rezept inzwischen Dutzende Male gebacken, für Freunde, Familie und manchmal nur für mich an einem verregneten Sonntagnachmittag. Jedes Mal bestätigt sich, warum es zu meinen absoluten Favoriten gehört.
- Einfach & überschaubar: Der Hefeteig geht fast von alleine, und die Füllung ist in zehn Minuten fertig. Perfekt, wenn Sie nach einem langen Tag noch etwas Schönes backen möchten, ohne bis Mitternacht in der Küche zu stehen.
- Saisonale Zutaten: Äpfel, Nüsse und Gewürze, die Sie im Herbst überall bekommen. Keine exotischen Importe, keine langen Suchen im Supermarkt – alles, was Sie brauchen, haben Sie wahrscheinlich schon im Haus oder finden auf dem nächsten Wochenmarkt.
- Ideal für den Martinstag: Ob für den Laternenumzug der Kinder, ein gemütliches Kaffeetrinken mit Freunden oder einfach als süße Überraschung für die Familie – diese Hörnchen passen perfekt in die goldene Jahreszeit.
- Garantiert ein Erfolg: Ich habe noch nie erlebt, dass jemand nur eines isst. Die Kombination aus fluffigem Hefeteig, knackigen Nüssen und der cremigen Vanillefüllung macht süchtig. Ehrlich.
- Ein Rezept mit Herz: Es ist kein schnödes Standardrezept. Es hat eine Geschichte, eine Seele und diesen besonderen Geschmack, den nur selbst gemachtes Gebäck hat. Wenn Sie es einmal probiert haben, werden Sie verstehen, warum die Frau vom Markt so leuchtende Augen bekam.
Was dieses Rezept von anderen unterscheidet? Es ist die Kombination aus der feinen Vanillecreme, die nicht zu süß ist, und dem nussigen, leicht buttrigen Teig. Ich habe lange experimentiert, bis das Verhältnis perfekt war. Die Füllung bleibt cremig, läuft aber nicht aus. Der Teig ist weich, aber reißt nicht beim Formen. Und der Duft? Der bleibt Ihnen den ganzen Tag in der Nase – ein Duft nach Herbst, nach Gemütlichkeit und nach dem, was wirklich zählt.
Die Zutaten, die Sie brauchen
Für dieses Rezept verwenden Sie einfache, aber sorgfältig ausgewählte Zutaten. Jede hat ihre Aufgabe, und zusammen ergeben sie dieses unvergleichliche Geschmackserlebnis. Lassen Sie mich Ihnen zeigen, worauf es ankommt.
Für den Teig:
- 500 g Weizenmehl (Type 550): Ich greife am liebsten zu einer Bio-Marke von meinem lokalen Mühlenladen. Das Mehl hat einen etwas höheren Klebergehalt, was den Teig geschmeidiger macht. (Tipp: Wenn Sie nur Type 405 haben, geben Sie einen Esslöffel mehr Mehl dazu.)
- 1 Würfel frische Hefe (42 g): Trockenhefe geht auch, aber frische Hefe gibt dem Teig ein feineres Aroma und eine lockerere Krume. Probieren Sie es aus – der Unterschied ist spürbar.
- 250 ml lauwarme Milch: Nicht heiß, sonst stirbt die Hefe. Handwarm – etwa so, wie ein Babyfläschchen. Ich verwende Vollmilch, aber Hafermilch funktioniert auch gut.
- 80 g Zucker: Ich nehme feinen Backzucker, er löst sich besser auf. Einmal hatte ich nur Rohrzucker da – das gab dem Teig eine leichte Karamellnote, die auch sehr lecker war.
- 80 g weiche Butter: Zimmertemperatur ist wichtig. Wenn die Butter zu kalt ist, wird der Teig schwer. Nehmen Sie sie mindestens eine Stunde vorher aus dem Kühlschrank.
- 1 Ei (Größe M): Für Bindung und Geschmeidigkeit. Das Ei sollte ebenfalls Zimmertemperatur haben.
- 1 Prise Salz: Klingt banal, aber ohne Salz schmeckt der Teig flach. Es hebt die Süße und die Aromen der anderen Zutaten.
Für die cremige Vanillefüllung:
- 500 ml Milch: Für eine besonders cremige Konsistenz nehme ich Vollmilch. Wer es leichter mag, kann auf fettreduzierte Milch umsteigen – die Füllung wird dann etwas weniger fest.
- 2 Päckchen Vanillepuddingpulver (zum Kochen): Ich schwöre auf die Marke Dr. Oetker, weil sie eine gleichbleibende Qualität bietet. Es gibt auch Bio-Varianten, die genauso gut funktionieren.
- 80 g Zucker: Für die Füllung. Ich mag es nicht zu süß, aber Sie können nach Geschmack anpassen.
- 1 Vanilleschote: Das ist der geheime Star. Das Mark der Schote gibt der Füllung diese intensiven, schwarzen Punkte und einen Duft, der alles umhüllt. (Alternative: 2 Teelöffel Vanilleextrakt, aber die Schote ist unschlagbar.)
- 1 Eigelb: Für die Extra-Portion Cremigkeit. Lassen Sie es weg, wenn Sie die Füllung leichter mögen, aber ich finde, es macht den Unterschied.
Für die Füllung und Dekoration:
- 150 g gemahlene Haselnüsse: Rösten Sie sie kurz in der Pfanne an – das bringt ein ganz neues Aroma hervor. Einmal habe ich sie vergessen, und der Unterschied war enorm. Geröstet schmecken sie nussiger und wärmer.
- 100 g gehackte Mandeln: Für den Biss. Ich hacke sie immer grob, damit man sie später im Hörnchen spürt.
- 1 TL Zimt: Herbst pur. Ich mische manchmal eine Prise Kardamom dazu, das gibt eine orientalische Note.
- 50 g geschmolzene Butter: Zum Bestreichen der Hörnchen vor dem Backen. Macht sie goldbraun und glänzend.
- Puderzucker oder Hagelzucker: Zum Bestreuen nach dem Backen. Ich persönlich liebe Hagelzucker, weil er so schön knirscht.
Benötigte Küchengeräte
Keine Sorge, Sie brauchen keine Profi-Ausstattung. Die meisten Dinge haben Sie bestimmt schon in der Schublade. Hier ist, was ich verwende:
- Große Rührschüssel (am besten aus Edelstahl oder Keramik)
- Handrührgerät mit Knethaken oder eine Küchenmaschine (geht auch per Hand, aber dann brauchen Sie etwas Geduld und Muskelkraft)
- Nudelholz – ein einfaches aus Holz reicht völlig
- Backblech mit Backpapier ausgelegt
- Kleiner Topf für die Vanillefüllung
- Schneebesen zum Rühren der Creme
- Messer und Schneidebrett
- Backpinsel (ein Silikonpinsel ist am besten, weil er keine Federn verliert)
Ein Tipp von mir: Investieren Sie in ein gutes Backpapier. Die billigen Sorten kleben manchmal, und nichts ist ärgerlicher als ein perfekt gebackenes Hörnchen, das am Papier festklebt. Ich habe das einmal erlebt – nie wieder!
Zubereitung – Schritt für Schritt
Nehmen Sie sich Zeit. Dieses Rezept lebt von der Ruhe und der Sorgfalt. Ich habe alle Schritte so beschrieben, dass auch Anfänger problemlos folgen können. Versprochen.
1. Der Hefeteig – das Fundament
Erwärmen Sie die Milch auf etwa 37 Grad – sie sollte sich lauwarm anfühlen, nicht heiß. Bröseln Sie die frische Hefe hinein und rühren Sie sie mit einem Teelöffel Zucker glatt. Decken Sie die Schüssel ab und lassen Sie die Mischung 10 Minuten stehen. Wenn die Oberfläche Blasen wirft und die Mischung schäumt, ist die Hefe aktiv und bereit. (Wenn nicht, ist die Milch vielleicht zu heiß gewesen – dann nochmal von vorne beginnen.)
In einer großen Schüssel vermengen Sie das Mehl, den restlichen Zucker und die Prise Salz. Geben Sie die Hefemilch, das Ei und die weiche Butter dazu. Kneten Sie alles mit dem Knethaken für etwa 8 Minuten zu einem glatten, elastischen Teig. Er sollte sich vom Schüsselrand lösen und nicht mehr kleben. Wenn er zu klebrig ist, geben Sie einen Esslöffel Mehl dazu; ist er zu trocken, einen Schluck Milch.
Formen Sie den Teig zu einer Kugel, legen Sie ihn zurück in die Schüssel, decken Sie ihn mit einem sauberen Geschirrtuch ab und lassen Sie ihn an einem warmen Ort (keine Zugluft!) für etwa 60 Minuten gehen, bis er sich verdoppelt hat. Ich stelle die Schüssel manchmal in die Nähe der Heizung oder in den ausgeschalteten Backofen mit einer Schüssel heißem Wasser darunter.
2. Die Vanillefüllung – die Seele der Hörnchen
Während der Teig geht, bereiten Sie die Füllung vor. Schneiden Sie die Vanilleschote der Länge nach auf und kratzen Sie das Mark heraus. Geben Sie das Mark und die leere Schote zusammen mit der Milch in einen Topf. Erhitzen Sie die Milch langsam, aber lassen Sie sie nicht kochen. Kurz bevor sie kocht, nehmen Sie den Topf vom Herd und lassen Sie die Vanille 15 Minuten ziehen. Dann die Schote herausfischen.
In einer separaten Schüssel verrühren Sie das Vanillepuddingpulver mit dem Zucker und dem Eigelb. Geben Sie etwa 100 ml der warmen Milch dazu und rühren Sie zu einer glatten Paste. Dann die Paste unter ständigem Rühren in den Topf mit der restlichen Milch geben. Stellen Sie den Topf wieder auf den Herd und kochen Sie die Creme bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren auf, bis sie eindickt. Das dauert etwa 2-3 Minuten. Achtung: Nicht aufhören zu rühren, sonst brennt die Creme an! Sobald sie Blasen wirft, vom Herd nehmen und in eine Schüssel umfüllen. Die Oberfläche mit Frischhaltefolie abdecken (direkt auf der Creme, damit sich keine Haut bildet) und komplett abkühlen lassen.
3. Die Nussmischung – das gewisse Extra
Die gemahlenen Haselnüsse in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze rösten, bis sie duften. Das dauert nur 2-3 Minuten – passen Sie auf, dass sie nicht verbrennen! In einer Schüssel mit den gehackten Mandeln und dem Zimt vermischen. Beiseitestellen.
4. Formen und Füllen – der kreative Teil
Den aufgegangenen Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche noch einmal kurz durchkneten. Teilen Sie ihn in zwei Hälften (damit Sie besser arbeiten können). Rollen Sie jede Hälfte zu einem Kreis von etwa 30 cm Durchmesser aus. Der Teig sollte etwa 0,5 cm dick sein.
Schneiden Sie den Kreis mit einem scharfen Messer oder einem Pizzaschneider in 8 gleichmäßige Tortenstücke (wie eine Pizza). Auf jedes Stück geben Sie etwa einen Esslöffel der abgekühlten Vanillecreme an die breite Seite. Verteilen Sie dann etwas von der Nussmischung darauf. Rollen Sie die Stücke von der breiten Seite her zur Spitze hin auf. Die Spitze leicht andrücken, damit sie sich nicht löst. Die Enden der Hörnchen leicht nach innen biegen – so entsteht die typische Halbmondform.
Legen Sie die geformten Hörnchen mit etwas Abstand auf das vorbereitete Backblech. Decken Sie sie erneut mit dem Tuch ab und lassen Sie sie weitere 20 Minuten gehen. Sie werden merken, wie sie noch einmal schön aufgehen.
5. Backen – der Duft des Herbstes
Heizen Sie den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vor. Bestreichen Sie die Hörnchen vor dem Backen mit der geschmolzenen Butter. Das gibt ihnen eine wunderbar goldene Farbe. Backen Sie sie auf der mittleren Schiene für 18-22 Minuten, bis sie goldbraun sind. Die Backzeit kann je nach Ofen variieren – behalten Sie sie im Auge. Wenn die Unterseite zu dunkel wird, legen Sie ein zweites Blech darunter.
Nehmen Sie die Hörnchen aus dem Ofen und lassen Sie sie auf einem Kuchengitter abkühlen. Bestreuen Sie sie noch warm mit Puderzucker oder Hagelzucker. Der Duft, der jetzt durch Ihre Küche zieht, ist einfach unbeschreiblich. Genießen Sie diesen Moment!
Backtipps & Techniken
Im Laufe der Jahre habe ich ein paar Tricks gelernt, die Ihnen das Leben leichter machen. Hier sind meine wichtigsten Erkenntnisse:
- Der Teig darf nicht zu fest sein: Ein weicher, geschmeidiger Hefeteig ist das A und O. Wenn er zu fest ist, werden die Hörnchen trocken. Lieber etwas mehr Butter oder Milch nehmen, wenn er sich zu hart anfühlt.
- Die Füllung muss kalt sein: Wenn Sie die Vanillecreme noch warm in den Teig geben, wird er matschig und die Hörnchen fallen auseinander. Geduld lohnt sich! Bereiten Sie die Creme am besten am Abend vorher zu und lassen Sie sie über Nacht im Kühlschrank fest werden.
- Nicht zu viel füllen: Ich weiß, es ist verlockend, aber weniger ist mehr. Ein gehäufter Esslöffel pro Hörnchen reicht völlig. Sonst läuft die Füllung beim Backen aus und verbrennt auf dem Blech. Das ist mir beim ersten Mal passiert – die Küche sah aus wie ein Schlachtfeld.
- Die Gehzeit ist kein Vorschlag: Lassen Sie den Teig wirklich aufgehen. Wenn Sie ungeduldig sind, werden die Hörnchen schwer und kompakt. Planen Sie genug Zeit ein. Ein guter Tipp: Machen Sie den Teig am Morgen, lassen Sie ihn gehen, und formen Sie die Hörnchen am Nachmittag.
- Multitasking ist erlaubt: Während der Teig geht, können Sie schon die Nüsse rösten und die Vanillecreme zubereiten. So nutzen Sie die Wartezeit optimal. Ich mache oft die ganze Vorbereitung, während der Teig sein erstes Mal geht.
Variationen & Anpassungen
Dieses Rezept ist wunderbar wandelbar. Hier sind ein paar Ideen, die ich selbst ausprobiert habe:
- Schokoladen-Variante: Geben Sie 50 g gehackte Zartbitterschokolade zur Nussmischung. Die Kombination aus Vanille, Nüssen und Schokolade ist einfach himmlisch. Perfekt für alle, die es etwas sündiger mögen.
- Vegane Version: Tauschen Sie die Butter gegen vegane Margarine, die Milch gegen Hafer- oder Mandelmilch und das Ei gegen einen Esslöffel Apfelmus. Für die Vanillecreme verwenden Sie veganes Puddingpulver und lassen das Eigelb weg. Das funktioniert erstaunlich gut – ich habe es für eine Freundin gemacht, die sich vegan ernährt, und sie war begeistert.
- Glutenfrei: Ersetzen Sie das Weizenmehl durch eine glutenfreie Mehlmischung, die für Hefeteig geeignet ist. Achten Sie darauf, dass die Mischung Xanthan oder Guarkernmehl enthält, sonst wird der Teig bröselig. Der Teig wird etwas empfindlicher, aber die Hörnchen schmecken trotzdem fantastisch.
- Fruchtige Note: Geben Sie kleine Stücke von sautierten Äpfeln oder Birnen zur Nussmischung. Das bringt eine frische, fruchtige Säure, die wunderbar mit der süßen Vanillecreme harmoniert. Einfach einen Apfel schälen, in kleine Würfel schneiden und kurz in Butter andünsten.
- Gewürzvariante: Ersetzen Sie den Zimt durch Lebkuchengewürz oder Spekulatiusgewürz. Das gibt den Hörnchen eine weihnachtliche Note und passt perfekt in die Adventszeit.
Servier- & Aufbewahrungstipps
Die Hörnchen schmecken am besten, wenn sie noch leicht warm sind. Die Vanillecreme ist dann schön weich und der Teig fluffig. Servieren Sie sie zu einer Tasse Kaffee, Tee oder einem Glas Glühwein. Sie sind auch ein toller Begleiter für den Laternenumzug am Martinstag – einfach ein paar in eine Tasche packen und unterwegs genießen.
Falls etwas übrig bleibt (was selten vorkommt), bewahren Sie die Hörnchen in einer luftdichten Dose auf. So halten sie sich 2-3 Tage. Allerdings werden sie mit der Zeit etwas weicher. Sie können sie auch einfrieren: Legen Sie die ungebackenen, geformten Hörnchen auf ein Blech und frieren Sie sie ein. Sobald sie fest sind, kommen sie in einen Gefrierbeutel. Zum Backen einfach auftauen lassen und wie gewohnt backen – die Backzeit verlängert sich um etwa 5 Minuten.
Ein persönlicher Tipp: Die Hörnchen schmecken am nächsten Tag auch kalt, aber wenn Sie sie für 5 Minuten bei 150 Grad im Ofen aufwärmen, werden sie fast wie frisch gebacken. Einfach genial!
Nährwerte & gesundheitliche Aspekte
Ein herbstliches Martinshörnchen (pro Stück, ca. 80 g) enthält ungefähr:
| Nährwert | Menge |
|---|---|
| Kalorien | 280 kcal |
| Fett | 14 g |
| davon gesättigte Fettsäuren | 6 g |
| Kohlenhydrate | 32 g |
| davon Zucker | 14 g |
| Eiweiß | 6 g |
| Ballaststoffe | 2 g |
Die Hörnchen sind ein Genussmittel, aber sie haben auch ihre guten Seiten. Die Nüsse liefern wertvolle ungesättigte Fettsäuren, Vitamin E und Magnesium. Die Vanille enthält Vanillin, das beruhigend wirken kann. Und der Hefeteig ist leichter verdaulich als mancher Rührteig. Alles in Maßen genossen, ist das ein wunderbares Herbstgebäck, das die Seele wärmt. Ich selbst sehe diese Hörnchen als eine Art kleines Ritual – sie sind nicht für jeden Tag, aber für die besonderen Momente, in denen man sich etwas Gutes tun möchte.
Fazit: Ein Stück Herbst zum Genießen
Diese herbstlichen Martinshörnchen mit cremiger Vanillefüllung sind für mich mehr als nur ein Rezept. Sie sind eine Erinnerung an ein Gespräch an einem Marktstand, an die Wärme einer fremden Frau, die ihre Kindheitserinnerungen mit mir teilte. Sie sind der Duft von Zimt und Vanille, der durch die Wohnung zieht, wenn draußen der Wind ums Haus pfeift. Sie sind die kleinen, goldenen Halbmonde, die auf dem Teller liegen und darauf warten, mit einer Tasse Kaffee genossen zu werden.
Ich lade Sie ein, dieses Rezept zu Ihrer eigenen Geschichte zu machen. Ändern Sie die Nüsse, probieren Sie andere Gewürze, füllen Sie sie mit Ihrer Lieblingsmarmelade – machen Sie sie zu Ihren Hörnchen. Denn das Schönste am Backen ist doch, dass man ein Rezept niemals perfekt kopieren muss. Es lebt von den kleinen Abweichungen, den eigenen Ideen und den Menschen, mit denen man es teilt.
Haben Sie die Hörnchen ausprobiert? Dann schreiben Sie mir doch einen Kommentar! Ich bin gespannt, wie sie bei Ihnen gelungen sind und ob Sie vielleicht eine eigene Variante entdeckt haben. Teilen Sie Ihre Fotos auf Pinterest und markieren Sie mich – ich liebe es, Ihre Kreationen zu sehen. Bis dahin: Lassen Sie es sich schmecken und genießen Sie den Herbst in vollen Zügen!
Häufig gestellte Fragen
Kann ich die Hörnchen auch ohne Hefe zubereiten?
Ja, aber dann wird der Teig eher wie ein Mürbeteig. Sie können stattdessen Backpulver verwenden, aber die typisch fluffige Konsistenz der Martinshörnchen geht dann verloren. Für das authentische Erlebnis empfehle ich die Hefe.
Die Vanillecreme ist zu flüssig geworden. Was habe ich falsch gemacht?
Wahrscheinlich haben Sie die Creme nicht lange genug gekocht oder das Puddingpulver nicht richtig eingearbeitet. Sie können die Creme noch einmal aufkochen und etwas mehr Puddingpulver einrühren. Oder sie einfach als Sauce zu den Hörnchen servieren – das ist auch lecker!
Kann ich die Hörnchen auch am Vortag vorbereiten?
Absolut! Sie können den Teig am Abend vorbereiten und über Nacht im Kühlschrank gehen lassen. Am nächsten Tag formen und backen Sie die Hörnchen dann frisch. Die Vanillecreme hält sich im Kühlschrank problemlos 2-3 Tage.
Warum sind meine Hörnchen nach dem Backen so trocken?
Das kann passieren, wenn der Teig zu lange gebacken wurde oder die Ofentemperatur zu hoch war. Backen Sie sie nur, bis sie goldbraun sind, und nehmen Sie sie dann sofort heraus. Auch ein zu fester Teig kann zu Trockenheit führen – achten Sie auf die richtige Konsistenz.
Kann ich die Nüsse durch andere ersetzen?
Ja, sehr gerne! Walnüsse, Pecannüsse oder sogar Pinienkerne passen wunderbar. Auch eine Mischung aus verschiedenen Nüssen ist toll. Einfach nach Ihrem Geschmack oder dem, was Sie im Haus haben, variieren.
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Herbstliche Martinshörnchen mit cremiger Vanillefüllung
Diese herbstlichen Martinshörnchen mit cremiger Vanillefüllung sind ein einfaches Rezept für fluffigen Hefeteig mit einer feinen Vanillecreme und knackigen Nüssen. Perfekt für den Martinstag oder gemütliche Herbstnachmittage.
- Prep Time: 30 Minuten
- Cook Time: 20 Minuten
- Total Time: 2 Stunden 30 Minuten (inkl. Gehzeiten)
- Yield: 16 Hörnchen 1x
- Category: Gebäck
- Cuisine: Deutsch
Ingredients
- 500 g Weizenmehl (Type 550)
- 1 Würfel frische Hefe (42 g)
- 250 ml lauwarme Milch
- 80 g Zucker
- 80 g weiche Butter
- 1 Ei (Größe M)
- 1 Prise Salz
- 500 ml Milch (für die Füllung)
- 2 Päckchen Vanillepuddingpulver (zum Kochen)
- 80 g Zucker (für die Füllung)
- 1 Vanilleschote
- 1 Eigelb
- 150 g gemahlene Haselnüsse
- 100 g gehackte Mandeln
- 1 TL Zimt
- 50 g geschmolzene Butter (zum Bestreichen)
- Puderzucker oder Hagelzucker (zum Bestreuen)
Instructions
- Milch auf etwa 37°C erwärmen, Hefe hineinbröseln und mit 1 TL Zucker glatt rühren. 10 Minuten abgedeckt stehen lassen, bis die Mischung schäumt.
- Mehl, restlichen Zucker und Salz in einer großen Schüssel vermengen. Hefemilch, Ei und weiche Butter dazugeben und mit dem Knethaken 8 Minuten zu einem glatten Teig kneten.
- Teig zu einer Kugel formen, in die Schüssel legen, abdecken und an einem warmen Ort 60 Minuten gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat.
- Währenddessen die Vanilleschote längs aufschneiden, das Mark herauskratzen. Mark und Schote mit der Milch in einen Topf geben, langsam erhitzen (nicht kochen). Vom Herd nehmen und 15 Minuten ziehen lassen, dann die Schote entfernen.
- Vanillepuddingpulver mit Zucker und Eigelb verrühren. 100 ml der warmen Milch dazugeben und zu einer glatten Paste rühren. Die Paste unter Rühren in den Topf mit der restlichen Milch geben. Bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren aufkochen, bis die Creme eindickt (2-3 Minuten). Vom Herd nehmen, in eine Schüssel umfüllen, Oberfläche mit Frischhaltefolie abdecken und komplett abkühlen lassen.
- Gemahlene Haselnüsse in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze 2-3 Minuten rösten, bis sie duften. Mit gehackten Mandeln und Zimt vermischen.
- Den aufgegangenen Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche kurz durchkneten, in zwei Hälften teilen. Jede Hälfte zu einem Kreis von etwa 30 cm Durchmesser und 0,5 cm Dicke ausrollen.
- Den Kreis in 8 gleichmäßige Tortenstücke schneiden. Auf jedes Stück an die breite Seite etwa 1 EL abgekühlte Vanillecreme geben, etwas Nussmischung darauf verteilen. Von der breiten Seite zur Spitze hin aufrollen, Spitze leicht andrücken. Enden nach innen biegen.
- Hörnchen mit Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, abdecken und 20 Minuten gehen lassen.
- Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Hörnchen vor dem Backen mit geschmolzener Butter bestreichen. Auf der mittleren Schiene 18-22 Minuten goldbraun backen.
- Hörnchen auf einem Kuchengitter abkühlen lassen, noch warm mit Puderzucker oder Hagelzucker bestreuen.
Notes
Die Vanillecreme sollte komplett abgekühlt sein, bevor sie in den Teig gegeben wird, sonst wird der Teig matschig. Die Hörnchen schmecken am besten frisch, können aber in einer luftdichten Dose 2-3 Tage aufbewahrt werden. Zum Aufwärmen 5 Minuten bei 150°C im Ofen backen.
Nutrition
- Serving Size: 1 Hörnchen (ca. 80 g
- Calories: 280
- Sugar: 14
- Sodium: 0.1
- Fat: 14
- Saturated Fat: 6
- Carbohydrates: 32
- Fiber: 2
- Protein: 6
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