Love this? Save it for later!
Share the inspiration with your friends
Eigentlich sollte es an Martinstag ganz klassisch eine gebratene Gans geben. Ich hatte den Plan, das Rezept meiner Oma nachzukochen – mit viel Liebe, einer ganzen Menge Fett und stundenlangem Betreuen im Ofen. Doch dann kam alles anders. Der Tag war chaotisch, die Kinder quengelig, und ich hatte schlichtweg vergessen, die Gans rechtzeitig aus dem Kühlschrank zu nehmen. Als ich sie endlich in den Ofen schob, war sie noch kalt – ein absolutes No-Go für eine knusprige Haut.
Ich stand da, die Hände voller Fett, und dachte mir nur: „Das wird nichts.“ Die Gans war zu kalt, der Ofen zu heiß eingestellt, und die Zeit rannte mir davon. Ich hatte schon die Idee, einfach auf Hähnchen umzusteigen, aber nein – ich wollte diesen Festtagsschmaus. Also improvisierte ich: niedrigere Temperatur, länger garen, und ein Trick mit kaltem Wasser, den mir mal ein Koch verraten hatte. Was dabei herauskam, war nicht das, was ich geplant hatte – aber ehrlich, es war besser. Die Haut wurde nicht knusprig, sondern butterzart, das Fleisch fiel vom Knochen, und der Duft, der sich in der Küche ausbreitete, war einfach himmlisch.
Meine Familie staunte nicht schlecht, als ich die Gans auf den Tisch stellte. Mein Mann meinte: „Die schmeckt ja noch besser als bei Oma!“ und die Kinder haben sich die Teller zweimal vollgehäuft. Seitdem mache ich die familienfreundliche Martinsgans mit Rotkohl und Knödeln jedes Jahr genau so – günstig, festlich und vor allem ohne Stress. Vielleicht kennst du das ja: Du planst etwas Großartiges, und dann rettet dich ein kleiner Fehler. Genau so ist dieses Rezept entstanden – aus einem Chaos, das sich in ein Festmahl verwandelte.
Warum du dieses Rezept lieben wirst
- Günstig & familienfreundlich: Keine teuren Gänse aus dem Feinkostladen – wir nutzen bezahlbare Stücke, die trotzdem festlich schmecken. Perfekt für den Geldbeutel einer Familie.
- Einfach & zeitsparend: Die Gans gart fast von allein, während du dich um den Rotkohl und die Knödel kümmerst. Kein ständiges Begießen oder Überwachen – ideal für einen entspannten Martinstag.
- Resteverwertung leicht gemacht: Die Gans schmeckt am nächsten Tag noch besser. Die Reste lassen sich wunderbar für Suppen, Salate oder belegte Brote verwenden – kein Gramm landet im Müll.
- Picky-Eater-geprüft: Meine Kinder sind sonst keine großen Fleischesser, aber bei dieser Gans langen sie richtig zu. Das Geheimnis? Die langsame Garzeit macht das Fleisch so zart, dass es fast auf der Zunge zergeht.
- Festlich ohne Stress: Du kannst die Knödel und den Rotkohl am Vortag vorbereiten. Am Martinstag selbst musst du nur noch die Gans in den Ofen schieben und dich zurücklehnen.
Was dieses Rezept von anderen unterscheidet? Es ist nicht die perfekte, knusprige Gans aus dem Gourmet-Restaurant. Es ist die ehrliche, bodenständige Version, die nach Heimat schmeckt – mit einem Hauch von improvisiertem Glück. Die Kombination aus butterzartem Fleisch, süß-saurem Rotkohl und fluffigen Knödeln ist einfach unschlagbar. Und das Beste: Du musst kein Profikoch sein, um es hinzubekommen. Versprochen.
Was du an Zutaten brauchst
Für diese familienfreundliche Martinsgans mit Rotkohl und Knödeln setze ich auf einfache, bezahlbare Zutaten, die du in jedem Supermarkt findest. Keine exotischen Gewürze oder teuren Spezialitäten – nur das, was eine gute Hausmannskost ausmacht.
Für die Gans
- 1 Gänsekeule oder Gänsebrust pro Person (ca. 400-500 g pro Stück) – ich nehme oft Keulen, weil sie günstiger sind und saftiger bleiben
- 2 EL Butterschmalz oder Gänseschmalz (für den extra Geschmack)
- 1 große Zwiebel, geviertelt
- 2 Äpfel (z.B. Boskop), geviertelt – sie geben dem Fleisch eine fruchtige Note
- 2 Zweige frischer Thymian (oder 1 TL getrockneten)
- 2 Zweige Rosmarin
- Salz und Pfeffer aus der Mühle
- 250 ml Geflügelfond oder Hühnerbrühe (selbst gemacht oder aus dem Glas)
- 1 EL Honig oder Ahornsirup (für die Glasur – optional, aber lecker)
Tipp von mir: Ich kaufe die Gänsekeulen immer vakuumiert im Angebot und friere sie ein. So habe ich sie immer parat, wenn mich der Martinstag-Lust überkommt. Mein Favorit ist die Marke „Gut & Günstig“ vom Discounter – die Qualität ist absolut in Ordnung für den Preis.
Für den Rotkohl
- 1 Kopf Rotkohl (ca. 800 g), fein gehobelt
- 2 EL Butterschmalz
- 1 Zwiebel, fein gewürfelt
- 2 Äpfel, gerieben
- 3 EL Rotweinessig (oder Apfelessig)
- 2 EL brauner Zucker
- 1 TL Salz
- 1/2 TL Pfeffer
- 2 Nelken
- 1 Lorbeerblatt
- 200 ml Apfelsaft (oder Rotwein für die Erwachsenen-Version)
Substitutionstipp: Wenn du keinen Rotweinessig magst, nimm einfach Balsamico – das gibt eine mildere Säure. Und für eine vegane Variante ersetzt du das Butterschmalz durch Rapsöl. Funktioniert genauso gut.
Für die Knödel
- 500 g altbackene Brötchen oder Semmeln (vom Vortag)
- 250 ml warme Milch
- 2 Eier
- 1 Zwiebel, fein gewürfelt
- 2 EL Butter
- 1 Bund Petersilie, gehackt
- Salz, Pfeffer, Muskatnuss
- Mehl zum Formen (ca. 2-3 EL)
Mein Geheimtipp: Für besonders fluffige Knödel weiche ich die Brötchen nicht zu lange ein – nur 5 Minuten reichen. Und ich füge immer eine Prise Muskatnuss hinzu, das gibt diesen typischen „Oma-Geschmack“. Wenn du wenig Zeit hast, nimm fertige Knödel aus dem Kühlregal – aber ehrlich, selbst gemachte sind einfach besser und günstiger.
Was du an Küchengeräten brauchst
Du brauchst keine teure Profiausrüstung für diese Martinsgans mit Rotkohl und Knödeln. Die meisten Dinge hast du bestimmt schon zu Hause.
- Bratenreine oder großer Schmortopf: Ich benutze eine gusseiserne Pfanne von meiner Oma – die hält die Hitze super und gibt dem Fleisch ein besonderes Aroma. Wenn du keine hast, tut es auch jede ofenfeste Form.
- Großer Topf für den Rotkohl: Ein einfacher Kochtopf mit Deckel reicht völlig. Ich schwöre auf einen alten Emailletopf – der verteilt die Hitze gleichmäßig.
- Küchenmesser und Schneidebrett: Ein scharfes Messer ist Gold wert – besonders beim Hobeln des Rotkohls. Ich habe ein günstiges von Ikea, das seit Jahren treu seinen Dienst tut.
- Kochlöffel aus Holz: Zum Rühren des Rotkohls – Metall könnte den Topf zerkratzen.
- Backpapier: Für die Knödel, falls du sie im Ofen machst. Spart Zeit und Nerven.
Budget-Tipp: Keine gusseiserne Pfanne? Kein Problem! Eine einfache Glasform aus dem Supermarkt tut es auch. Ich habe meine für 5 Euro gekauft und sie funktioniert einwandfrei. Wichtig ist nur, dass sie ofenfest ist und einen Rand hat, damit der Fond nicht ausläuft.
So bereitest du die Gans zu – Schritt für Schritt
1. Die Gans vorbereiten (15 Minuten)
Hol die Gänsekeulen eine Stunde vor dem Braten aus dem Kühlschrank – sie sollen Zimmertemperatur haben. Das ist mein größter Fehler damals gewesen! Tupfe sie trocken mit Küchenpapier. Das ist wichtig, damit die Haut schön knusprig wird. Reibe sie dann rundherum mit Salz und Pfeffer ein. Stecke die Apfelviertel und die Kräuter in eine kleine ofenfeste Form oder lege sie direkt um das Fleisch – sie geben Geschmack ab, während die Gans gart.
2. Die Gans anbraten (10 Minuten)
Erhitze das Butterschmalz in deiner Bratenreine bei mittlerer Hitze. Lege die Keulen mit der Hautseite nach unten hinein und brate sie 4-5 Minuten, bis sie goldbraun ist. Wende sie dann und brate die andere Seite ebenfalls 3-4 Minuten an. Gieße den Geflügelfond dazu und bringe ihn kurz zum Kochen. Jetzt kommt der Trick: Statt die Gans bei 200 Grad zu braten, reduziere die Temperatur auf 160 Grad Ober-/Unterhitze. So wird das Fleisch butterzart, ohne auszutrocknen.
3. Die Gans im Ofen garen (ca. 2 Stunden)
Schiebe die Form in den Ofen und lass die Gans bei 160 Grad für etwa 1 Stunde und 45 Minuten garen. Nach der Hälfte der Zeit kannst du sie einmal mit dem Fond begießen – aber das ist nicht zwingend nötig. Wenn du magst, pinselst du in den letzten 15 Minuten etwas Honig auf die Haut – das gibt eine leichte Süße und eine schöne Farbe. Die Gans ist fertig, wenn das Fleisch sich leicht vom Knochen löst und die Innentemperatur mindestens 75 Grad beträgt. Ich nutze dafür ein einfaches Fleischthermometer für 10 Euro – eine lohnende Investition.
4. Den Rotkohl zubereiten (30 Minuten)
Während die Gans im Ofen ist, kümmerst du dich um den Rotkohl. Schmelze das Butterschmalz in einem großen Topf und dünste die Zwiebel darin glasig. Gib den geriebenen Apfel und den gehobelten Rotkohl dazu – lass alles kurz zusammenfallen. Lösche mit dem Essig und dem Apfelsaft ab, füge Zucker, Salz, Pfeffer, Nelken und Lorbeerblatt hinzu. Rühre gut um, decke den Topf ab und lass den Rotkohl bei kleiner Hitze 20-25 Minuten köcheln. Er sollte weich, aber noch bissfest sein. Schmecke ab – ein Spritzer mehr Essig oder eine Prise Zucker machen den Unterschied.
5. Die Knödel formen und garen (20 Minuten)
Jetzt kommen die Knödel. Schneide die altbackenen Brötchen in kleine Würfel – je kleiner, desto besser. Erwärme die Milch leicht (nicht kochen!) und gieße sie über die Brötchenwürfel. Lass alles 5 Minuten ziehen, bis die Milch aufgesogen ist. In der Zwischenzeit schmelze die Butter in einer Pfanne und dünste die Zwiebel darin glasig. Gib die Zwiebel, die Eier, die gehackte Petersilie, Salz, Pfeffer und eine Prise Muskatnuss zu den Brötchen. Vermische alles gut – am besten mit den Händen, das gibt das beste Gefühl für die Konsistenz. Wenn die Masse zu feucht ist, streue etwas Mehl dazu. Forme mit feuchten Händen 8-10 gleichmäßige Knödel.
Bringe einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen und reduziere die Hitze dann auf mittlere Stufe – das Wasser soll nur noch leicht simmern, nicht kochen. Lege die Knödel vorsichtig hinein und lass sie 12-15 Minuten ziehen. Sie sind fertig, wenn sie an die Oberfläche steigen. Heb sie mit einem Schaumlöffel heraus und lass sie kurz abtropfen.
6. Alles anrichten und servieren (5 Minuten)
Nimm die Gans aus dem Ofen und lass sie 5 Minuten ruhen – das verteilt die Säfte im Fleisch. Währenddessen kannst du den Rotkohl noch einmal abschmecken und die Knödel auf einer Platte anrichten. Lege die Gänsekeulen auf ein Bett aus Rotkohl, dazu die Knödel. Gieße etwas vom Bratenfond über das Fleisch – das gibt extra Saftigkeit. Fertig!
Tipps & Tricks für die perfekte Gans
Ich habe bei diesem Rezept so viele Fehler gemacht, dass ich dir jetzt die besten Tipps mitgeben kann. Mein erster Versuch war eine Katastrophe – die Gans war trocken wie Schuhsohle, weil ich sie bei zu hoher Temperatur gebraten habe. Seitdem schwöre ich auf die niedrige Temperatur und die lange Garzeit. Das ist der Schlüssel zu zartem Fleisch.
Das größte Problem: Die Haut wird nicht knusprig. Mein Trick dagegen: Die Gans vor dem Braten wirklich gut trocken tupfen und dann mit etwas Salz einreiben. Das Salz entzieht der Haut Feuchtigkeit und macht sie knuspriger. Und wenn du Zeit hast, lass die Gans nach dem Würzen noch 30 Minuten offen im Kühlschrank liegen – das trocknet die Haut zusätzlich.
Ein weiterer Fehler, den ich gemacht habe: Den Rotkohl zu lange gekocht. Er wird dann matschig und verliert sein Aroma. 20 Minuten sind völlig ausreichend – er sollte noch leichten Biss haben. Und denk daran: Der Rotkohl schmeckt am nächsten Tag noch besser, weil die Aromen durchziehen. Also koch ruhig eine größere Portion.
Zeitmanagement für den Martinstag: Mach den Rotkohl und die Knödel am Vortag. Dann hast du am Festtag nur noch die Gans im Ofen und kannst dich um die Kinder oder die Dekoration kümmern. Ich stelle immer eine große Schüssel mit Knödeln und Rotkohl in den Kühlschrank und wärme sie dann kurz in der Mikrowelle oder im Ofen auf – das spart enorm Zeit.
Mein persönlicher Fail: Einmal habe ich vergessen, die Milch für die Knödel zu erwärmen – sie war eiskalt. Die Knödel wurden trotzdem gut, aber sie waren etwas fester. Also kein Weltuntergang, aber warme Milch macht sie fluffiger. Lerne aus meinen Fehlern!
Variationen & Anpassungen für deine Familie
Dieses Rezept ist wunderbar anpassbar – ich habe es schon in den verschiedensten Varianten ausprobiert.
1. Die vegetarische Version: Statt der Gans nimmst du große Portobello-Pilze oder eine gefüllte Kürbishälfte. Die Pilze werden mit Honig, Thymian und Rosmarin mariniert und dann im Ofen gebraten – sie saugen den Geschmack des Fonds auf und schmecken unglaublich herzhaft. Meine Schwiegermutter, die Vegetarierin ist, liebt diese Version.
2. Die glutenfreie Variante: Ersetze die Brötchen für die Knödel durch glutenfreies Brot oder verwende fertige Knödel aus dem Reformhaus. Der Rotkohl ist von Natur aus glutenfrei, also kein Problem. Achte nur darauf, dass der Fond keine Gluten enthält.
3. Die schnelle Version für den Alltag: Wenn du keine Zeit für die lange Garzeit hast, nimm Gänsebrust statt Keulen. Die brätst du in der Pfanne an und gart sie dann nur 30-40 Minuten im Ofen. Der Rotkohl und die Knödel bleiben gleich – so hast du in einer Stunde ein festliches Essen auf dem Tisch.
4. Die süße Note: Ich gebe manchmal eine Handvoll getrockneter Cranberries oder Feigen in den Rotkohl – das passt perfekt zur Gans und bringt eine fruchtige Süße. Meine Kinder lieben diese Version, weil sie an Weihnachten erinnert.
Servieren & Aufbewahren – damit nichts verloren geht
Die Martinsgans mit Rotkohl und Knödeln schmeckt am besten warm, direkt aus dem Ofen. Serviere sie auf einer großen Platte, damit jeder sich nehmen kann, was er mag. Ein Klecks Preiselbeermarmelade dazu ist optional, aber ich finde, es rundet das Gericht perfekt ab – die Säure der Beeren bricht die Fettigkeit der Gans.
Was dazu passt: Ein kräftiger Rotwein oder ein dunkles Bier. Für die Kinder gibt es Apfelschorle – das passt auch wunderbar. Als Beilage reicht ein einfacher grüner Salat mit einem leichten Dressing, um die Mahlzeit abzurunden.
Aufbewahren: Die Reste halten sich im Kühlschrank gut verpackt 3-4 Tage. Der Rotkohl wird sogar noch besser, weil die Aromen durchziehen. Die Knödel kannst du in einer Dose einfrieren – sie halten sich bis zu 3 Monate. Zum Auftauen einfach in der Mikrowelle oder im Ofen erwärmen.
Reheating-Tipp: Die Gans am besten im Ofen bei 150 Grad für 10-15 Minuten erwärmen – so bleibt sie saftig. Die Mikrowelle macht das Fleisch trocken, also vermeide das lieber. Den Rotkohl erwärme ich im Topf bei kleiner Hitze, die Knödel kommen für 5 Minuten in kochendes Wasser.
Meine Erfahrung: Die Gans schmeckt am zweiten Tag fast noch besser – das Fleisch ist dann noch zarter, und die Gewürze haben sich richtig entfaltet. Ich mache oft eine größere Portion, damit wir am nächsten Tag noch Gänsebrötchen essen können – einfach das Fleisch vom Knochen lösen, auf ein Brötchen legen und mit Rotkohl belegen. Ein Traum!
Nährwerte & gesundheitliche Aspekte
Eine Portion dieser familienfreundlichen Martinsgans mit Rotkohl und Knödeln (ca. 200 g Fleisch, 150 g Rotkohl, 2 Knödel) enthält ungefähr:
- Kalorien: 650-750 kcal
- Eiweiß: 45 g
- Fett: 35 g (davon 12 g gesättigte Fettsäuren)
- Kohlenhydrate: 45 g
- Ballaststoffe: 8 g
Die Gans ist reich an Eiweiß und liefert wichtige B-Vitamine, besonders B12, das für die Nervenfunktion wichtig ist. Der Rotkohl steckt voller Vitamin C und Antioxidantien – übrigens mehr als Weißkohl! Die Knödel sind eine gute Quelle für komplexe Kohlenhydrate, die lange satt machen.
Gesundheitlicher Hinweis: Dieses Gericht ist nicht gerade leicht, aber es ist ein Festtagsschmaus – und den darf man genießen. Wer auf seine Linie achten möchte, kann die Portionsgröße reduzieren oder die Knödel durch Kartoffelpüree ersetzen. Die Gans enthält viel Fett, aber es ist größtenteils ungesättigtes Fett, das in Maßen sogar gesund sein kann.
Allergene: Dieses Rezept enthält Gluten (Brötchen), Milchprodukte (Butter, Milch) und Eier. Für eine allergenfreie Version siehe die Variationen oben.
Fazit – Warum du dieses Rezept unbedingt ausprobieren solltest
Diese familienfreundliche Martinsgans mit Rotkohl und Knödeln ist mehr als nur ein Rezept – sie ist eine Erinnerung daran, dass die besten Dinge im Leben oft aus kleinen Fehlern entstehen. Ich hätte damals fast aufgegeben, aber zum Glück habe ich weitergemacht. Heute ist dieses Gericht aus unserer Martinstag-Tradition nicht mehr wegzudenken.
Es ist günstig, einfach zuzubereiten und schmeckt der ganzen Familie – selbst den Kleinen, die sonst so wählerisch sind. Du kannst es nach deinen eigenen Vorlieben anpassen, ob vegetarisch, glutenfrei oder mit einer süßen Note. Und das Beste: Die Reste schmecken am nächsten Tag noch besser, also koch gleich eine größere Portion.
Ich lade dich ein, dieses Rezept auszuprobieren und deine eigene Geschichte dazu zu schreiben. Vielleicht entdeckst du ja auch einen neuen Lieblingsfehler? Probier es aus und lass mich in den Kommentaren wissen, wie es gelaufen ist – ich bin gespannt auf deine Version! Und wenn du Fragen hast, schreib mir einfach. Ich helfe dir gern weiter.
In diesem Sinne: Einen wunderschönen Martinstag und genießt das Festmahl mit euren Liebsten!
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Kann ich die Gans auch im Schnellkochtopf zubereiten?
Ja, das geht! Brate die Gans im Schnellkochtopf an, gib den Fond dazu und koche sie bei hohem Druck 30-40 Minuten. Die Haut wird dann nicht knusprig, aber das Fleisch ist super zart. Für eine knusprige Haut müsstest du sie danach noch kurz im Ofen oder unter dem Grill bräunen.
Wie lange hält sich der Rotkohl im Kühlschrank?
Der Rotkohl hält sich gut verpackt im Kühlschrank bis zu 5 Tage. Er wird sogar besser, weil die Aromen durchziehen. Du kannst ihn auch einfrieren – dann hält er sich 3 Monate. Einfach langsam im Topf auftauen und erwärmen.
Kann ich die Knödel auch ohne Ei machen?
Ja, du kannst das Ei durch 2 EL Leinsamenmehl gemischt mit 6 EL Wasser ersetzen. Lass die Mischung 5 Minuten quellen, bevor du sie unter die Brötchenmasse rührst. Die Knödel werden dann etwas fester, aber sie halten gut zusammen. Alternativ nimm fertige Knödel aus dem Kühlregal – die sind meist ohne Ei.
Welche Beilagen passen noch zur Martinsgans?
Neben Rotkohl und Knödeln passen auch Kartoffelpüree, Bratkartoffeln oder ein einfacher grüner Salat. Ich mag auch gerne Apfelkompott oder Preiselbeeren dazu – die Süße passt perfekt zum herzhaften Fleisch. Für eine leichtere Variante serviere ich manchmal gedünstetes Gemüse wie Möhren oder Rosenkohl.
Kann ich die Gans auch im Voraus zubereiten?
Ja, du kannst die Gans einen Tag vorher braten und dann im Kühlschrank aufbewahren. Am Martinstag erwärmst du sie im Ofen bei 150 Grad für 20 Minuten. Der Rotkohl und die Knödel lassen sich ebenfalls gut vorbereiten – so hast du am Festtag kaum Arbeit und kannst dich auf die Familie konzentrieren.
Pin This Recipe!

Familienfreundliche Martinsgans mit Rotkohl und Knödeln: Günstig & Festlich
Ein herzhaftes Festtagsgericht mit butterzarter Gans, süß-saurem Rotkohl und fluffigen Knödeln – einfach zuzubereiten und ideal für die ganze Familie.
- Prep Time: 15 Minuten
- Cook Time: 2 Stunden 30 Minuten
- Total Time: 2 Stunden 45 Minuten
- Yield: 4 Portionen 1x
- Category: Hauptgericht
- Cuisine: Deutsch
Ingredients
- 1 Gänsekeule oder Gänsebrust pro Person (ca. 400–500 g pro Stück)
- 2 EL Butterschmalz oder Gänseschmalz
- 1 große Zwiebel, geviertelt
- 2 Äpfel (z.B. Boskop), geviertelt
- 2 Zweige frischer Thymian (oder 1 TL getrockneten)
- 2 Zweige Rosmarin
- Salz und Pfeffer aus der Mühle
- 250 ml Geflügelfond oder Hühnerbrühe
- 1 EL Honig oder Ahornsirup (optional)
- 1 Kopf Rotkohl (ca. 800 g), fein gehobelt
- 2 EL Butterschmalz
- 1 Zwiebel, fein gewürfelt
- 2 Äpfel, gerieben
- 3 EL Rotweinessig (oder Apfelessig)
- 2 EL brauner Zucker
- 1 TL Salz
- 1/2 TL Pfeffer
- 2 Nelken
- 1 Lorbeerblatt
- 200 ml Apfelsaft (oder Rotwein)
- 500 g altbackene Brötchen oder Semmeln (vom Vortag)
- 250 ml warme Milch
- 2 Eier
- 1 Zwiebel, fein gewürfelt
- 2 EL Butter
- 1 Bund Petersilie, gehackt
- Salz, Pfeffer, Muskatnuss
- Mehl zum Formen (ca. 2-3 EL)
Instructions
- Die Gans vorbereiten: Gänsekeulen eine Stunde vor dem Braten aus dem Kühlschrank nehmen, trocken tupfen und mit Salz und Pfeffer einreiben. Apfelviertel und Kräuter in eine ofenfeste Form legen.
- Die Gans anbraten: Butterschmalz in einer Bratenreine bei mittlerer Hitze erhitzen. Keulen mit der Hautseite nach unten 4-5 Minuten goldbraun braten, dann wenden und weitere 3-4 Minuten braten. Geflügelfond dazugießen und kurz aufkochen. Temperatur auf 160 °C Ober-/Unterhitze reduzieren.
- Die Gans im Ofen garen: Form in den Ofen schieben und bei 160 °C etwa 1 Stunde 45 Minuten garen. Nach der Hälfte der Zeit einmal mit Fond begießen. In den letzten 15 Minuten optional Honig auf die Haut pinseln. Fleisch ist fertig, wenn es sich leicht vom Knochen löst und die Innentemperatur mindestens 75 °C beträgt.
- Den Rotkohl zubereiten: Butterschmalz in einem großen Topf schmelzen, Zwiebel glasig dünsten. Geriebenen Apfel und gehobelten Rotkohl dazugeben und kurz zusammenfallen lassen. Mit Essig und Apfelsaft ablöschen, Zucker, Salz, Pfeffer, Nelken und Lorbeerblatt hinzufügen. Umrühren, abdecken und bei kleiner Hitze 20-25 Minuten köcheln lassen, bis der Rotkohl weich, aber noch bissfest ist. Abschmecken.
- Die Knödel formen und garen: Altbackene Brötchen in kleine Würfel schneiden. Warme Milch darüber gießen und 5 Minuten ziehen lassen. Butter in einer Pfanne schmelzen, Zwiebel glasig dünsten. Zwiebel, Eier, Petersilie, Salz, Pfeffer und Muskatnuss zu den Brötchen geben und gut vermischen. Bei Bedarf Mehl hinzufügen. Mit feuchten Händen 8-10 Knödel formen. In einem großen Topf Salzwasser zum Kochen bringen, dann Hitze reduzieren, sodass das Wasser nur noch simmert. Knödel vorsichtig hineingeben un…
- Alles anrichten und servieren: Gans aus dem Ofen nehmen und 5 Minuten ruhen lassen. Rotkohl abschmecken. Gänsekeulen auf einem Bett aus Rotkohl anrichten, Knödel danebenlegen und etwas Bratenfond über das Fleisch gießen.
Notes
Die Gans vor dem Braten gut trocken tupfen und mit Salz einreiben, um die Haut knuspriger zu machen. Rotkohl und Knödel können am Vortag zubereitet werden. Die Gans schmeckt am nächsten Tag noch besser.
Nutrition
- Serving Size: 1 Portion (ca. 200 g
- Calories: 650750
- Sugar: 15
- Sodium: 1.2
- Fat: 35
- Saturated Fat: 12
- Carbohydrates: 45
- Fiber: 8
- Protein: 45
Keywords: Martinsgans, Gans, Rotkohl, Knödel, Festtag, Familienrezept, günstig, einfach


