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Ich hatte Gänsekeulen jahrelang gemieden. Zu viel Arbeit, zu viel Zeit, zu viel Drama für einen normalen Dienstagabend. Dann stand ich letzte Woche im Supermarkt, müde nach der Arbeit, und sah sie an der Fleischtheke liegen. Zwei einzelne Keulen. Fast schon verloren. Ich nahm sie mit, irgendwie aus Trotz. Drei Tage später aß ich die beste Gänsekeule meines Lebens – und mein Mann, der immer gesagt hatte, er mag keine Gans, fragte, ob wir am Wochenende nochmal welche machen könnten. Er hatte sich selbst beim zweiten Nachschlag erwischt. Genau so entsteht dieses Rezept für eine einfache knusprige Gänsekeule mit Orangen-Rotkohl. Es ist der Beweis, dass manchmal die Gerichte, vor denen man sich am meisten drückt, die größte Überraschung bereithalten. Vielleicht geht es dir ja ähnlich – du denkst, Gänsekeule ist nur was für Weihnachten oder Sonntage mit stundenlangem Aufwand. Aber lass mich dir zeigen, wie unkompliziert das Ganze sein kann. Ehrlich, ich war selbst überrascht, wie wenig Arbeit dahintersteckt. Die knusprige Haut, das zarte Fleisch, der süß-säuerliche Rotkohl mit der frischen Orangennote – das schmeckt nach einem echten Festessen, fühlt sich aber an wie ein normales Abendessen. Und genau deshalb mache ich dieses Rezept jetzt immer wieder. Es hat mich eines Besseren belehrt.
Warum du diese einfache knusprige Gänsekeule mit Orangen-Rotkohl lieben wirst
Dieses Rezept ist mein absoluter Geheimtipp für alle, die wenig Zeit haben, aber trotzdem etwas Besonderes auf den Tisch bringen wollen. Ich habe es über mehrere Versuche perfektioniert – und glaub mir, nicht jede Gänsekeule war am Anfang so knusprig. Hier sind die Gründe, warum du es lieben wirst:
- Zeitsparend und trotzdem festlich: Die Gänsekeule ist in unter 2 Stunden fertig, davon arbeitest du vielleicht 20 Minuten aktiv. Der Rest passiert im Ofen von allein. Perfekt für einen stressigen Mittwoch, an dem du dir trotzdem etwas gönnen willst.
- Knackig knusprige Haut ohne viel Aufwand: Der Trick ist eine hohe Anfangstemperatur und ein bisschen Geduld. Kein stundenlanges Übergießen, kein Spezialwerkzeug. Einfach salzen, einreiben und ab in den Ofen.
- Der Rotkohl wird zum Star: Mit Orangensaft und -schale bekommt er eine frische, fruchtige Note, die perfekt zur würzigen Gans passt. Und das Beste: Er gart einfach mit im Ofen, also kein zusätzlicher Topf.
- Minimaler Abwasch: Du brauchst ein Backblech oder eine große Auflaufform. Alles gart zusammen. Das spart Zeit und Nerven – genau das, was man nach einem langen Tag braucht.
- Garantiert zartes Fleisch: Die niedrige Temperatur nach dem Anbraten sorgt dafür, dass das Fleisch butterweich wird. Es fällt fast von selbst vom Knochen. Kein Trockenheitsrisiko, versprochen.
Was dieses Rezept von anderen unterscheidet? Es ist nicht diese übertrieben aufwendige Version mit 20 Zutaten und stundenlanger Vorbereitung. Es ist die ehrliche, alltagstaugliche Variante, die trotzdem schmeckt, als hättest du den ganzen Tag in der Küche gestanden. Die Kombination aus der salzigen, knusprigen Haut und dem süß-säuerlichen Rotkohl mit der leichten Bitterkeit der Orange – das ist einfach perfekt. Ich habe es für Freunde gekocht, die dachten, Gänsekeule sei kompliziert. Sie waren baff. Und ich hatte ein Glas Wein in der Hand, während der Ofen die Arbeit machte. Genau so sollte Kochen sein, findest du nicht?
Welche Zutaten du brauchst
Für dieses Rezept verwendest du einfache, aber hochwertige Zutaten. Die Kombination macht den Unterschied. Keine exotischen Gewürze, nichts Verrücktes – nur Klassiker, die perfekt harmonieren.
Für die Gänsekeule
- 2 Gänsekeulen (ca. 400-500 g pro Stück): Achte darauf, dass die Haut nicht eingerissen ist. Ich kaufe meine am liebsten beim Metzger meines Vertrauens, aber gut gekühlte aus dem Supermarkt funktionieren auch. Wichtig: Die Keulen sollten Zimmertemperatur haben, bevor sie in den Ofen kommen.
- 2 TL grobes Meersalz: Nicht zu fein, sonst zieht es zu schnell ins Fleisch. Das grobe Salz sorgt für die perfekte Kruste.
- 1 TL schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen: Frisch gemahlen ist hier wirklich besser – es gibt ein intensiveres Aroma.
- 2 Zweige frischer Rosmarin: Die Nadeln abzupfen und fein hacken. Rosmarin passt wunderbar zu Gans. Wenn du nur getrockneten hast, nimm 1 TL.
- 2 Zehen Knoblauch: In dünne Scheiben geschnitten. Nicht pressen, sonst verbrennt er im Ofen.
- 1 EL Butterschmalz oder neutrales Öl: Zum Beträufeln. Butterschmalz gibt mehr Geschmack, Öl ist leichter. Beides funktioniert.
Für den Orangen-Rotkohl
- 1 kleiner Rotkohl (ca. 600-700 g): In feine Streifen geschnitten oder gehobelt. Ich nehme dafür eine Mandoline, aber ein scharfes Messer tut es auch. Je feiner, desto schneller gart er.
- 1 große Orange, unbehandelt: Saft und Schale. Die Schale vor dem Auspressen abreiben – das gibt ein intensives Orangenaroma. Unbehandelt ist wichtig, weil du die Schale mitisst.
- 2 EL Apfelessig: Für die Säure. Er hellt den Rotkohl auf und balanciert die Süße der Orange aus.
- 1 EL brauner Zucker: Oder Honig, wenn du es lieber milder magst. Der Zucker karamellisiert leicht und gibt dem Rotkohl Tiefe.
- 1 TL Kümmel, ganz: Ein Muss zu Rotkohl! Er fördert die Verdauung und gibt ein typisches Aroma. Wenn du Kümmel nicht magst, lass ihn weg – aber probier es erstmal, er ist hier dezent.
- 1 Zimtstange: Sie liegt im Rotkohl mit und gibt eine warme, weihnachtliche Note. Kannst du auch weglassen, aber es lohnt sich.
- 2 EL Butter: Zum Andünsten. Butter und Rotkohl – eine unschlagbare Kombination.
- Salz und Pfeffer: Zum Abschmecken.
Für die Soße (optional, aber empfohlen)
- 200 ml Geflügelfond oder Hühnerbrühe: Ich nehme fertigen aus dem Glas, aber selbstgemachter ist natürlich besser. Der Fond löst die Bratreste vom Blech.
- 1 EL kalte Butter: Zum Montieren der Soße. Das macht sie schön sämig, ohne dass du sie binden musst.
Mein Tipp: Die Orange ist hier der heimliche Star. Nimm eine dickschalige, saftige Orange – keine dünnhäutige, die kaum Saft gibt. Ich hatte einmal eine, die fast trocken war, und der Rotkohl war dann etwas fad. Seitdem presse ich die Orange immer kurz aus, bevor ich sie verwende, um sicherzugehen.
Welche Ausrüstung du brauchst
Du brauchst keine Profi-Küche für dieses Rezept. Die meisten Dinge hast du wahrscheinlich schon zu Hause.
- Große Auflaufform oder Backblech mit Rand: Die Form sollte groß genug sein, dass die Keulen und der Rotkohl nebeneinander Platz haben. Ein Blech mit hohem Rand verhindert Spritzer im Ofen.
- Küchenpapier: Zum Trockentupfen der Gänsekeulen. Das ist wichtig für die Knusprigkeit.
- Messer und Schneidebrett: Ein scharfes Messer ist Gold wert, besonders für den Rotkohl.
- Reibe oder Zestenreißer: Für die Orangenschale. Eine feine Reibe ist am besten.
- Topf oder Pfanne: Zum Andünsten des Rotkohls, falls du ihn vorher kurz anbraten willst (optional, aber empfohlen).
- Schaumkelle oder Zange: Zum Wenden der Keulen.
Wenn du keine Auflaufform hast, tut es auch ein Bräter oder eine große Keramikform. Wichtig ist nur, dass alles dicht beieinander liegt, damit die Säfte nicht verdampfen. Ein Backblech mit Backpapier funktioniert auch, aber dann läuft der Saft vielleicht etwas aus. Ich persönlich mag meine alte, etwas verbeulte Auflaufform am liebsten – sie hat schon so viele Gänsekeulen gesehen.
So bereitest du die einfache knusprige Gänsekeule mit Orangen-Rotkohl zu
Los geht’s! Keine Sorge, es ist einfacher, als du denkst. Folge einfach diesen Schritten, und du wirst mit einem perfekten Gericht belohnt.
Schritt 1: Vorbereiten (15 Minuten)
- Heize den Ofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vor. Das ist wichtig, weil die hohe Temperatur die Haut knusprig macht.
- Nimm die Gänsekeulen aus dem Kühlschrank und tupfe sie mit Küchenpapier gründlich trocken. Das ist der wichtigste Schritt für eine knusprige Haut! Lass sie 10 Minuten bei Raumtemperatur stehen.
- Reibe die Keulen rundherum mit Salz, Pfeffer und dem gehackten Rosmarin ein. Massiere die Gewürze leicht ein – das Fleisch soll sie aufnehmen.
- Schneide den Knoblauch in dünne Scheiben und stecke sie unter die Haut der Keulen. Heb die Haut vorsichtig mit den Fingern an und schieb die Scheiben hinein. Verteile sie gleichmäßig.
- Beträufle die Keulen mit dem Butterschmalz oder Öl. Reib es mit den Händen ein.
Schritt 2: Rotkohl vorbereiten (10 Minuten)
- Halbiere den Rotkohl, entferne den Strunk und schneide ihn in feine Streifen. Je feiner, desto besser – er gart dann schneller und wird weicher.
- Reibe die Schale der Orange ab und presse sie aus. Du brauchst etwa 4-5 EL Saft und 1 TL Schale.
- In einer großen Pfanne oder einem Topf die Butter bei mittlerer Hitze schmelzen. Gib den Rotkohl hinein und schwenke ihn 2-3 Minuten, bis er etwas zusammenfällt. Er muss nicht weich sein, nur leicht angebraten.
- Füge den Orangensaft, die Orangenschale, Apfelessig, braunen Zucker, Kümmel und die Zimtstange hinzu. Rühre alles gut um und lass es kurz aufkochen. Dann nimm den Topf vom Herd.
Schritt 3: Zusammen in den Ofen (60-70 Minuten)
- Gib den vorgegarten Rotkohl in die Auflaufform und verteile ihn gleichmäßig. Lege die Gänsekeulen mit der Hautseite nach oben auf den Rotkohl. Sie sollten nicht komplett im Rotkohl versinken, sondern darauf liegen.
- Stelle die Form in den Ofen auf die mittlere Schiene. Backe die Keulen 20 Minuten bei 220 °C. Die Haut beginnt zu bräunen und wird langsam knusprig.
- Reduziere die Temperatur auf 160 °C. Gieße den Geflügelfond vorsichtig um die Keulen herum – nicht über die Haut, sonst wird sie weich. Backe weitere 40-50 Minuten.
- Nach 30 Minuten bei 160 °C: Nimm die Form kurz raus und wende die Keulen vorsichtig mit einer Zange. Der Rotkohl sollte jetzt weich sein und die Flüssigkeit sollte fast verdampft sein. Wenn er zu trocken aussieht, gieß noch 50 ml Wasser oder Fond dazu.
- Die letzten 10 Minuten: Schalte den Ofen wieder auf 220 °C (oder schalte die Grillfunktion ein) und backe die Keulen ohne Wenden, bis die Haut richtig knusprig ist. Pass auf, dass sie nicht verbrennt – sie sollte goldbraun und glänzend sein.
Schritt 4: Soße zubereiten (5 Minuten)
- Nimm die Keulen und den Rotkohl aus der Form und halte sie warm. Du kannst sie mit Alufolie abdecken.
- Stelle die Form auf den Herd bei mittlerer Hitze. Gieße den restlichen Fond dazu und löse die Bratreste mit einem Holzlöffel vom Boden. Lass die Soße 2-3 Minuten köcheln, bis sie etwas eindickt.
- Nimm die Form vom Herd und rühre die kalte Butter unter. Die Soße wird schön sämig. Schmecke mit Salz und Pfeffer ab.
Mein Tipp: Wenn der Rotkohl nach 40 Minuten noch zu fest ist, deck die Form mit Alufolie ab und backe weitere 10 Minuten. Die Feuchtigkeit bleibt dann drin und der Kohl wird butterweich. Das ist mir beim ersten Mal passiert – seitdem mach ich das immer so.
Tipps und Tricks für die perfekte Gänsekeule
Ich habe bei diesem Rezept einiges gelernt – manchmal durch Trial and Error. Hier sind meine wichtigsten Erkenntnisse, damit dir das auch gelingt.
- Die Haut muss richtig trocken sein: Das ist der häufigste Fehler. Wenn die Haut noch feucht ist, wird sie nicht knusprig, sondern zäh. Nimm dir Zeit beim Trockentupfen. Ich mach das sogar zweimal mit frischem Küchenpapier.
- Nicht zu viel Flüssigkeit in der Form: Der Rotkohl gibt selbst noch Wasser ab. Wenn du zu viel Fond zugießt, dünstet die Keule eher, als dass sie brät. Weniger ist mehr – du kannst später immer noch Flüssigkeit nachgießen.
- Die Temperatur richtig steuern: Der Wechsel von heiß auf niedrig und wieder heiß ist der Schlüssel. Die hohe Anfangstemperatur versiegelt die Haut, die niedrige Temperatur gart das Fleisch schonend, und die letzte Hitzewelle macht die Haut endgültig knusprig. Ich habs einmal vergessen, die Temperatur wieder hochzudrehen – die Haut war essbar, aber nicht knusprig. Seitdem stell ich mir einen Timer.
- Rotkohl nicht zu früh salzen: Salz entzieht dem Rotkohl Wasser, und er wird matschig, wenn er zu lange steht. Salz den Rotkohl erst kurz vor dem Servieren oder ganz am Ende der Garzeit. Ich hab den Fehler gemacht und der Kohl war eine einzige Pampe – never again.
- Die Keulen ruhen lassen: Nach dem Backen sollten die Keulen 5 Minuten ruhen, bevor du sie anschneidest. Das Fleisch entspannt sich und bleibt saftiger. Deck sie locker mit Alufolie ab, aber nicht fest, sonst kondensiert Wasser und die Haut wird weich.
- Multitasking ist dein Freund: Während die Keulen im Ofen sind, kannst du den Tisch decken, einen Salat vorbereiten oder einfach die Füße hochlegen. Der Ofen macht die Arbeit. Ich lese oft ein paar Seiten in einem Buch, während der Rotkohl vor sich hin köchelt.
Variationen und Anpassungen
Dieses Rezept ist ein toller Ausgangspunkt, aber du kannst es leicht an deine Vorlieben anpassen. Hier sind ein paar Ideen, die ich selbst ausprobiert habe.
- Für eine kohlenhydratarme Variante: Lass den braunen Zucker im Rotkohl weg und ersetze ihn durch einen Spritzer Flüssigsüße oder einen Teelöffel Erythrit. Der Rotkohl schmeckt dann etwas herber, aber die Orange gibt genug Süße. Ich habs für meine Schwester gemacht, die Low Carb lebt – sie war begeistert.
- Mit Apfel statt Orange: Wenn du keine Orange da hast, nimm einen säuerlichen Apfel (z.B. Boskop oder Granny Smith). Reib ihn grob und gib ihn mit in den Rotkohl. Der Apfel gibt eine ähnliche fruchtige Säure, aber milder. Ich mach das manchmal im Winter, wenn Orangen nicht so gut sind.
- Schärfere Note: Wer es etwas pikanter mag, kann eine halbe, entkernte Chili oder einen Teelöffel geräuchertes Paprikapulver in den Rotkohl geben. Das passt überraschend gut zur Gans. Ich habs einmal auf einer Party serviert und alle haben nach dem Rezept gefragt.
- Vegetarische Variante: Ersetze die Gänsekeulen durch große Portobello-Pilze oder eine dicke Scheibe Blumenkohl. Würze sie mit denselben Gewürzen und backe sie 30 Minuten bei 180 °C. Der Rotkohl bleibt gleich. Mein Freund, der kein Fleisch isst, liebt diese Version.
- Für den Schnellkochtopf: Wenn es noch schneller gehen muss, dünste den Rotkohl mit allen Zutaten im Schnellkochtopf 10 Minuten. Die Gänsekeulen brätst du separat in der Pfanne knusprig. Das spart etwa 20 Minuten, aber die Aromen sind nicht ganz so tief.
Tipps zum Servieren und Aufbewahren
Dieses Gericht schmeckt am besten frisch aus dem Ofen, aber es gibt ein paar Tricks, wie du das Beste daraus machst.
Servieren: Die Gänsekeule auf einem Teller anrichten, den Rotkohl daneben geben und mit der Soße beträufeln. Dazu passen hervorragend Kartoffelklöße, Semmelknödel oder einfach nur ein Stück gutes Brot, um die Soße aufzutunken. Ich serviere gern einen frischen Feldsalat mit einem leichten Zitronendressing dazu – die Säure balanciert die Reichhaltigkeit der Gans aus. Ein Glas Rotwein, zum Beispiel ein Spätburgunder oder ein kräftiger Dornfelder, rundet das Ganze ab. Aber auch ein Bier, ein dunkles Weizen, passt überraschend gut.
Aufbewahren: Übrig gebliebene Keulen und Rotkohl getrennt voneinander in luftdichten Behältern im Kühlschrank aufbewahren. So halten sie sich 3-4 Tage. Der Rotkohl schmeckt am nächsten Tag sogar noch besser, weil die Aromen durchziehen. Die Keule wird beim Aufwärmen nicht mehr ganz so knusprig, aber das Fleisch bleibt zart.
Einfrieren: Du kannst die fertigen Keulen und den Rotkohl problemlos einfrieren. Wickel die Keulen einzeln in Frischhaltefolie und dann in Gefrierbeutel. Der Rotkohl kommt in einen Gefrierbehälter. So hält sich alles 2-3 Monate. Zum Auftauen: Über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen und dann im Ofen bei 160 °C 20 Minuten erwärmen. Die Haut wird nicht mehr ganz knusprig, aber du kannst sie kurz unter dem Grill nachknuspern lassen.
Reheating: Der beste Weg, die Keule wieder knusprig zu bekommen: Im Ofen bei 200 °C 10-15 Minuten backen, ohne Abdeckung. In der Mikrowelle wird die Haut leider weich und gummiartig. Den Rotkohl erwärmst du am besten in einem Topf bei niedriger Hitze mit einem Schuss Wasser oder Brühe. Rühr ihn ab und zu um, damit er nicht anbrennt.
Nährwertangaben und gesundheitliche Vorteile
Gänsekeule ist kein Diätgericht, aber sie hat durchaus ihre Vorzüge. Hier eine ungefähre Nährwertangabe pro Portion (eine Keule mit Rotkohl):
- Kalorien: ca. 650-750 kcal (je nach Größe der Keule)
- Eiweiß: ca. 45 g
- Fett: ca. 45 g (davon etwa 15 g gesättigte Fettsäuren)
- Kohlenhydrate: ca. 25 g (davon Zucker: ca. 15 g)
- Ballaststoffe: ca. 6 g
Gänsefleisch ist reich an hochwertigem Eiweiß, Vitamin B12 und Eisen. Das Eisen aus der Gans wird besonders gut aufgenommen, wenn du gleichzeitig Vitamin C zu dir nimmst – und genau das liefert die Orange im Rotkohl. Clever, oder? Rotkohl ist ein echtes Superfood: Er steckt voller Antioxidantien, Vitamin C und K, und die Ballaststoffe fördern die Verdauung. Der Kümmel hilft zusätzlich, Blähungen zu vermeiden. Also, ja, das Gericht ist gehaltvoll, aber es hat auch echte Nährwerte. Ich esse es bewusst als besonderes Essen, nicht jeden Tag. Aber wenn ich es mir gönne, dann richtig – ohne schlechtes Gewissen.
Allergene: Dieses Rezept enthält Milchprodukte (Butter). Für eine laktosefreie Variante verwende laktosefreie Butter oder Öl. Die Gans selbst ist glutenfrei, aber achte bei Fertigfonds auf mögliche Glutenzusätze.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Kann ich auch Geflügelfond durch Hühnerbrühe ersetzen?
Ja, absolut. Hühnerbrühe funktioniert genauso gut. Sie ist etwas milder, aber das macht nichts. Ich nehme oft sogar einfach Wasser mit einem Brühwürfel, wenn ich nichts anderes da habe. Hauptsache, du löst die Bratreste vom Boden.
Muss der Rotkohl unbedingt vorgegart werden?
Nein, du kannst ihn auch roh in die Form geben. Er gart dann einfach länger im Ofen mit. Ich finde aber, dass das kurze Andünsten in Butter mehr Geschmack gibt. Wenn du Zeit sparen willst, lass es weg – der Rotkohl wird trotzdem weich, nur etwas weniger aromatisch.
Wie bekomme ich die Haut besonders knusprig?
Der wichtigste Trick: Die Haut muss absolut trocken sein, bevor sie in den Ofen kommt. Tupf sie gründlich mit Küchenpapier ab. Außerdem hilft die hohe Anfangstemperatur von 220 °C und die letzte Hitzewelle am Ende. Wenn du einen Heißluftofen hast, schalte am Ende auf Umluft – das macht die Haut noch knuspriger.
Kann ich das Rezept auch mit Entenkeulen machen?
Ja, das geht wunderbar. Entenkeulen sind etwas kleiner und haben weniger Fett, also passe die Garzeit an: Reduziere die Zeit bei 160 °C auf 30-35 Minuten. Der Rotkohl bleibt gleich. Ich habs schon oft gemacht und es schmeckt genauso lecker.
Wie verhindere ich, dass der Rotkohl zu sauer wird?
Der Apfelessig gibt Säure, aber die Orange und der Zucker balancieren das aus. Wenn du empfindlich auf Säure reagierst, reduziere den Essig auf 1 EL oder ersetze ihn durch Orangensaft. Probiere den Rotkohl während des Kochens und passe die Säure nach deinem Geschmack an. Ich mag es lieber etwas säuerlicher, also bleib ich bei 2 EL.
Fazit
Diese einfache knusprige Gänsekeule mit Orangen-Rotkohl ist der Beweis, dass Festtagsküche nicht kompliziert sein muss. Sie ist ehrlich, bodenständig und trotzdem etwas Besonderes – genau das, was ich an gutem Essen liebe. Du musst kein Profikoch sein, um dieses Gericht hinzubekommen. Ein bisschen Geduld, die richtige Temperatur und schon hast du ein Essen, das nach mehr schmeckt, als es Arbeit gemacht hat. Ich bin jedes Mal aufs Neue überrascht, wie gut die Kombination aus knuspriger Haut, zartem Fleisch und fruchtigem Rotkohl funktioniert. Und ehrlich? Es macht mich jedes Mal ein bisschen stolz, wenn ich den Teller serviere. Probier es aus – ich bin mir sicher, du wirst genauso begeistert sein wie ich. Und wenn du eine eigene Variante ausprobierst, lass es mich wissen! Ich freue mich immer über neue Ideen in den Kommentaren. Guten Appetit!
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Einfache knusprige Gänsekeule mit Orangen-Rotkohl
Dieses Rezept beweist, dass Festtagsküche nicht kompliziert sein muss. Mit knuspriger Haut, zartem Fleisch und fruchtigem Rotkohl gelingt ein besonderes Gericht, das nach mehr schmeckt, als es Arbeit macht.
- Prep Time: 15 Minuten
- Cook Time: 60-70 Minuten
- Total Time: 1 Stunde 30 Minuten
- Yield: 2 Portionen 1x
- Category: Hauptgericht
- Cuisine: Deutsch
Ingredients
- 2 Gänsekeulen (ca. 400–500 g pro Stück)
- 2 TL grobes Meersalz
- 1 TL schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
- 2 Zweige frischer Rosmarin (oder 1 TL getrocknet)
- 2 Zehen Knoblauch, in dünne Scheiben geschnitten
- 1 EL Butterschmalz oder neutrales Öl
- 1 kleiner Rotkohl (ca. 600–700 g), in feine Streifen geschnitten
- 1 große Orange, unbehandelt (Saft und Schale)
- 2 EL Apfelessig
- 1 EL brauner Zucker
- 1 TL Kümmel, ganz
- 1 Zimtstange
- 2 EL Butter
- Salz und Pfeffer nach Geschmack
- 200 ml Geflügelfond oder Hühnerbrühe
- 1 EL kalte Butter (für die Soße)
Instructions
- Ofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Gänsekeulen aus dem Kühlschrank nehmen, mit Küchenpapier gründlich trocken tupfen und 10 Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen.
- Keulen rundherum mit Salz, Pfeffer und gehacktem Rosmarin einreiben.
- Knoblauch in dünne Scheiben schneiden und unter die Haut der Keulen stecken.
- Keulen mit Butterschmalz oder Öl beträufeln und einreiben.
- Rotkohl halbieren, Strunk entfernen und in feine Streifen schneiden.
- Orangenschale abreiben und Orange auspressen (ca. 4-5 EL Saft und 1 TL Schale).
- Butter in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen, Rotkohl 2-3 Minuten anschwenken, bis er zusammenfällt.
- Orangensaft, Orangenschale, Apfelessig, braunen Zucker, Kümmel und Zimtstange zum Rotkohl geben, aufkochen und vom Herd nehmen.
- Rotkohl in eine Auflaufform geben und gleichmäßig verteilen. Gänsekeulen mit der Hautseite nach oben auf den Rotkohl legen.
- Form auf die mittlere Schiene in den Ofen stellen und 20 Minuten bei 220 °C backen.
- Temperatur auf 160 °C reduzieren, Geflügelfond um die Keulen herum gießen (nicht über die Haut) und weitere 40-50 Minuten backen.
- Nach 30 Minuten bei 160 °C die Keulen vorsichtig wenden. Bei Bedarf 50 ml Wasser oder Fond zugeben.
- Letzte 10 Minuten: Ofen wieder auf 220 °C (oder Grillfunktion) schalten und Keulen ohne Wenden knusprig backen, bis sie goldbraun sind.
- Keulen und Rotkohl aus der Form nehmen und warm halten (mit Alufolie abdecken).
- Form auf den Herd bei mittlerer Hitze stellen, restlichen Fond zugeben, Bratreste lösen und 2-3 Minuten köcheln lassen.
- Vom Herd nehmen, kalte Butter unterrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Gänsekeule auf Tellern anrichten, Rotkohl daneben geben und mit Soße beträufeln.
Notes
Die Haut muss vor dem Backen absolut trocken sein, um knusprig zu werden. Den Rotkohl erst kurz vor dem Servieren salzen, damit er nicht matschig wird. Die Keulen nach dem Backen 5 Minuten ruhen lassen.
Nutrition
- Serving Size: 1 Gänsekeule mit Rot
- Calories: 650750
- Sugar: 15
- Sodium: 0.8
- Fat: 45
- Saturated Fat: 15
- Carbohydrates: 25
- Fiber: 6
- Protein: 45
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