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Ich stand letzten Dienstag in der Schlange an der Käsetheke meines Supermarkts, als mich dieser Duft traf. Jemand hatte wohl eine Zitrone ausgepresst, und der frische, fast schon scharfe Geruch hing in der Luft. Und plötzlich war ich vielleicht acht Jahre alt, in der kleinen, immer etwas zu warmen Küche meiner Nachbarin Frau Dröscher. Sie hatte diese blauen Blumen auf ihrer Schürze und ließ mich immer den Teig für ihr Spritzgebäck aus der Spritztüte drücken. Meine Hände waren viel zu klein, und die Masse quetschte sich meist oben raus, aber sie lachte nur, wischte mir mit dem Handrücken eine Mehlspur von der Nase und sagte: „Macht nichts, Schatz, das wird trotzdem das beste Gebäck der Welt.” Frau Dröscher ist vor ein paar Jahren gestorben, und ich habe ewig gebraucht, um ihr Rezept zu finden. Dieses hier ist mein Versuch, diesen einen perfekten Moment wieder einzufangen – den Geschmack von knusprigem Mürbeteig, der auf der Zunge zergeht, und dieser ganz besonderen, zitronigen Frische, die einfach nach Frühling schmeckt. Ehrlich, ich habe es so oft probiert, bis es genau so war, wie ich es in Erinnerung hatte. Und vielleicht ist das ja genau das Gebäck, das ihr schon lange sucht.
Warum ihr dieses Rezept lieben werdet
Dieses Spritzgebäck ist nicht einfach nur ein weiteres Plätzchenrezept. Es ist das Ergebnis von unzähligen Testdurchläufen in meiner Küche, bis die perfekte Balance zwischen buttrigem Mürbeteig und intensiver Zitrusnote gefunden war. Ich habe gelernt, dass es auf die kleinen Details ankommt.
- Schnell & einfach: Der Teig ist in 15 Minuten gemacht und muss nicht lange kühlen. Perfekt, wenn die Lust aufs Backen spontan kommt.
- Einfache Zutaten: Bis auf die frische Zitrone habt ihr wahrscheinlich alles zuhause. Keine exotischen Gewürze oder Spezialmehle nötig.
- Perfekt für den Frühling: Ob zum Osterbrunch, als Mitbringsel zum Picknick oder einfach so zum Kaffee – die frische Zitrone passt einfach perfekt in die Jahreszeit.
- Ein echter Publikumsliebling: Ich habe sie schon zu Geburtstagen, Grillabenden und sogar zur Taufe mitgebracht. Kein Krümel blieb je übrig.
- Unwiderstehlich lecker: Die Kombination aus dem mürben, buttrigen Gebäck und dem knackigen, glänzenden Zuckerguss mit der frischen Zitrone ist einfach himmlisch.
Was dieses Rezept anders macht? Es ist die Technik, die Zitronenschale direkt mit dem Zucker zu verreiben. Das klingt unspektakulär, ist aber der Gamechanger. So werden die ätherischen Öle freigesetzt, und der Zitronengeschmack verteilt sich gleichmäßig im ganzen Teig, nicht nur als Aroma oben drauf. Das ist kein „auch ganz gut”-Gebäck. Das ist das Gebäck, bei dem man die Augen schließt und denkt: „Ja, genau so muss das schmecken.” Es ist Komfortessen in seiner elegantesten Form.
Was ihr an Zutaten braucht
Für dieses Rezept braucht ihr wirklich keine Zauberei. Es sind die ganz normalen Zutaten, die in jeder gut sortierten Küche zu finden sind. Die Hauptrolle spielt aber eindeutig die Zitrone. Hier ist meine Liste, die ich für euch aufgeschlüsselt habe.
Für den Spritzgebäckteig:
- 250 g weiche Butter (Ich nehme am liebsten die von Meggle oder einer anderen Markenbutter, weil sie einfach den besten Geschmack gibt. Sie muss wirklich weich sein, sonst wird der Teig bröselig.)
- 100 g Puderzucker (gesiebt, damit der Teig schön glatt wird. Normaler Zucker würde den Teig zu sehr auflockern.)
- 1 Päckchen Vanillezucker (selbstgemacht oder gekauft, beides ist fein)
- 1 Prise Salz (das hebt den Geschmack ungemein)
- 2 Eigelb (Größe M, am besten Zimmertemperatur, dann binden sie den Teig besser)
- Abrieb von 2 Bio-Zitronen (unbedingt Bio, denn wir essen die Schale mit! Achtet darauf, nur die gelbe Schale zu reiben, das Weiße ist bitter.)
- 1 EL Zitronensaft (frisch gepresst, aus der Flasche schmeckt man hier leider raus)
- 300 g Mehl (Type 405, ganz normales Weizenmehl)
Für den glänzenden Zuckerguss:
- 150 g Puderzucker (gesiebt, für eine klumpenfreie Glasur)
- 2-3 EL Zitronensaft (frisch gepresst, je nachdem wie flüssig ihr den Guss haben wollt)
- Optional: 1 TL Zitronenabrieb (für extra Frische und ein bisschen Textur im Guss)
Seht ihr? Das ist alles. Keine geheime Zutat, kein teures Importprodukt. Die Qualität der Zitrone ist aber wirklich entscheidend. Wenn die Schale dünn und duftend ist, habt ihr die richtige erwischt. Und ein Tipp von mir: Kauft immer eine Zitrone mehr, als ihr denkt. Es ist so ärgerlich, wenn man beim Reiben ausrutscht und die Hälfte auf dem Boden landet. Glaubt mir, ich spreche aus Erfahrung.
Benötigte Küchenausrüstung
Bevor wir loslegen, sammeln wir kurz alles, was wir brauchen. Das meiste habt ihr sicherlich schon in der Schublade. Für das Spritzgebäck ist ein Spritzbeutel mit einer Sterntülle (ca. 10-12 mm Durchmesser) wirklich das A und O. Ich habe früher immer versucht, die Masse mit einem Gefrierbeutel zu spritzen – das war eine Katastrophe. Die Naht ist geplatzt, und der Teig war überall, nur nicht auf dem Blech. Investiert also lieber in einen guten, wiederverwendbaren Spritzbeutel aus Silikon oder Nylon. Die billigen Plastikdinger reißen auch gern mal.
- Große Rührschüssel
- Handrührgerät oder Küchenmaschine
- Spritzbeutel mit Sterntülle (mittelgroß)
- Zwei Backbleche mit Backpapier
- Zitronenreibe oder Microplane
- Zitronenpresse
- Feines Sieb
- Kleine Schüssel für den Guss
- Kuchengitter zum Auskühlen und Glasieren
Falls ihr keinen Spritzbeutel habt, könnt ihr den Teig auch mit zwei Teelöffeln zu kleinen Häufchen formen. Das sieht dann etwas rustikaler aus, schmeckt aber genauso gut. Oder ihr rollt den Teig zu einer Rolle, kühlt ihn und schneidet Scheiben ab. Die Sterntülle macht aber das typische Spritzgebäck-Muster, das so schön aussieht und für die gleichmäßige Bräune sorgt.
Die Zubereitung – Schritt für Schritt
Okay, jetzt wird es ernst. Ich zeige euch genau, wie ich vorgehe, damit das Gebäck perfekt wird. Keine Sorge, das ist einfacher, als es sich vielleicht anhört. Ich habe auch beim ersten Mal einiges falsch gemacht, aber daraus lernt man ja.
- Den Ofen vorheizen: Heizt den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze (160°C Umluft) vor. Legt zwei Backbleche mit Backpapier aus. Das ist wichtig, denn der Teig sollte nicht warten müssen.
- Zitronenzucker herstellen: Gebt den Puderzucker und den Vanillezucker in eine große Rührschüssel. Wascht die Bio-Zitronen heiß ab, trocknet sie und reibt die Schale fein ab. Gebt den Abrieb direkt zum Zucker. Jetzt kommt der wichtigste Schritt: Verreibt die Mischung mit den Fingerspitzen oder der Rückseite eines Löffels kräftig, bis der Zucker feucht riecht und eine hellgelbe Farbe annimmt. Das dauert etwa eine Minute, aber es lohnt sich! So entfaltet sich das volle Zitronenaroma.
- Butter und Eigelb unterrühren: Gebt die weiche Butter in die Schüssel und schlagt alles mit dem Handrührgerät auf höchster Stufe cremig auf, bis die Masse hell und luftig ist. Das dauert etwa 3-4 Minuten. Dann gebt ihr die beiden Eigelbe und den Esslöffel Zitronensaft dazu und rührt nochmal kurz unter, bis alles gut vermischt ist. Die Masse riecht jetzt schon unglaublich gut.
- Das Mehl einarbeiten: Siebt das Mehl über die Buttermischung. Ja, sieben ist wichtig, denn es verhindert Klümpchen und macht den Teig luftiger. Jetzt rührt ihr alles mit einem Holzlöffel oder Teigschaber nur so lange unter, bis sich das Mehl gerade verbunden hat. Nicht zu lange rühren, sonst wird der Teig zäh! Er sollte weich und geschmeidig sein, aber nicht kleben. Wenn er noch zu weich ist, stellt ihn für 15 Minuten in den Kühlschrank.
- Den Spritzbeutel füllen: Dreht die Tülle nach unten und klappt den oberen Rand des Beutels weit über eure Hand. Füllt den Teig mit einem Teelöffel oder Spatel hinein. Drückt ihn gut nach unten, damit keine Luftlöcher entstehen. Dreht dann das obere Ende des Beutels zu und schiebt den Teig mit der Hand zur Tülle hin.
- Das Gebäck spritzen: Haltet den Spritzbeutel senkrecht über das Backblech. Drückt gleichmäßig, bis eine kleine Rosette oder ein Streifen von etwa 4-5 cm Länge entsteht. Hört dann kurz vor dem Ende mit dem Druck auf und zieht die Tülle mit einer schnellen Bewegung nach oben weg. Lasst zwischen den Stücken genug Platz (ca. 3 cm), da sie beim Backen etwas auseinanderlaufen. Ich spritze gerne kleine S-Formen oder einfache Tupfen. Keine Angst vor „schiefen” Stücken – die sehen am Ende am authentischsten aus!
- Backen: Schiebt die Bleche nacheinander in den Ofen (oder backt auf zwei Schienen mit Umluft). Backt das Spritzgebäck für 10-12 Minuten, bis die Ränder ganz leicht goldbraun sind. Die Mitte sollte noch hell sein. Sie sind direkt nach dem Backen noch weich, werden aber beim Abkühlen fest. Achtung: Sie verbrennen schnell! Lieber eine Minute früher rausnehmen als zu spät.
- Auskühlen lassen: Lasst das Gebäck für etwa 5 Minuten auf dem Blech ruhen. Dann hebt ihr es vorsichtig mit einem Pfannenwender ab und legt es auf ein Kuchengitter, um vollständig auszukühlen. Das ist wichtig, denn der Guss würde auf warmen Plätzchen verlaufen und nicht glänzen.
- Den Zuckerguss zubereiten: Während das Gebäck abkühlt, macht ihr den Guss. Siebt den Puderzucker in eine kleine Schüssel. Gebt nach und nach den frischen Zitronensaft dazu und rührt mit einem Löffel, bis eine glatte, dickflüssige Masse entsteht. Der Guss sollte so dick sein, dass er langsam vom Löffel läuft, aber nicht zu dünn. Wenn er zu fest ist, gebt noch einen Tropfen Saft dazu. Wenn er zu flüssig ist, noch etwas Puderzucker. Rührt zum Schluss den optionalen Zitronenabrieb unter.
- Das Gebäck glasieren: Taucht die Oberseite jedes abgekühlten Plätzchens vorsichtig in den Guss oder beträufelt sie mit einem Löffel. Lasst den überschüssigen Guss kurz abtropfen und legt die Plätzchen dann wieder auf das Gitter. Der Guss wird beim Trocknen glänzend und fest. Das dauert etwa 30-60 Minuten.
Seht ihr? Das war doch gar nicht so schwer! Und der Duft, der jetzt in eurer Küche hängt, ist einfach unbeschreiblich.
Tipps und Tricks für perfektes Spritzgebäck
Ich habe in den Jahren so einige Fehler gemacht, damit ihr sie nicht wiederholen müsst. Hier sind meine besten Tipps, die den Unterschied zwischen „ganz gut” und „unvergesslich” ausmachen.
- Die Butter muss wirklich weich sein: Das ist der häufigste Fehler. Kalte Butter lässt sich nicht cremig aufschlagen und der Teig wird bröselig. Holt sie mindestens eine Stunde vor dem Backen aus dem Kühlschrank. Ein Trick: Schneidet sie in kleine Würfel und lasst sie 15 Minuten bei 40°C im Ofen (bei ausgeschaltetem Ofen!) weich werden.
- Nicht zu viel Mehl: Der Teig sollte weich und geschmeidig sein, nicht bröselig. Wenn er zu trocken ist, gebt noch einen Esslöffel Zitronensaft dazu. Wenn er zu klebrig ist, stellt ihn für 15 Minuten in den Kühlschrank. Weicher Teig lässt sich besser spritzen als trockener.
- Die richtige Technik beim Spritzen: Übt den Druck gleichmäßig aus. Wenn ihr zu fest drückt, wird das Gebäck zu dick und backt nicht durch. Wenn ihr zu sanft drückt, werden die Stücke zu klein. Mit etwas Übung bekommt ihr ein Gefühl dafür. Und keine Sorge, wenn die ersten Stücke nicht perfekt aussehen – die sind für den Bäcker!
- Den Ofen nicht überladen: Backt immer nur ein Blech auf mittlerer Schiene, wenn ihr Ober-/Unterhitze verwendet. Bei Umluft könnt ihr zwei Bleche backen, aber tauscht sie nach der Hälfte der Zeit. So werden alle Plätzchen gleichmäßig braun.
- Der Guss muss dick sein: Wenn der Guss zu dünn ist, läuft er vom Gebäck herunter und hinterlässt nur einen matten Film. Er sollte so dick sein, dass er langsam, aber stetig vom Löffel fließt. Dann wird er auch schön glänzend.
Ein letzter Tipp aus meiner Küche: Wenn ihr den Guss mit einem kleinen Spritzer roter Lebensmittelfarbe einfärbt, bekommt ihr wunderschöne rosa Spritzgebäck für den Frühling oder den Muttertag. Das sieht einfach zauberhaft aus!
Variationen und Anpassungen
Dieses Grundrezept ist fantastisch, aber man kann es auch wunderbar abwandeln. Ich liebe es, mit verschiedenen Aromen zu experimentieren. Hier sind ein paar Ideen, die ich schon ausprobiert habe.
- Limetten-Version: Ersetzt den Zitronenabrieb und den Saft durch Limetten. Der Geschmack ist etwas herber und noch fruchtiger. Dazu passt ein Guss mit einem Hauch Minze.
- Orangen-Spritzgebäck: Verwendet Orangenabrieb und -saft. Das schmeckt wunderbar weihnachtlich, besonders wenn ihr noch einen Teelöffel Orangenblütenwasser in den Teig gebt.
- Schoko-Zitronen-Kombi: Taucht die Hälfte des fertigen Gebäcks in dunkle Kuvertüre statt in den Zuckerguss. Die bittere Schokolade und die frische Zitrone sind ein Traum.
- Glutenfreie Variante: Ersetzt das Weizenmehl durch eine glutenfreie Mehlmischung (z.B. von Schär). Der Teig wird etwas bröseliger, aber mit einem Esslöffel mehr Butter wird er geschmeidig genug.
- Vegane Variante: Ersetzt die Butter durch vegane Margarine (z.B. Alsan) und die Eigelbe durch 2 EL Apfelmus oder Sojamehl mit Wasser (1 EL Sojamehl + 2 EL Wasser pro Ei). Der Teig wird etwas weicher, also kühlt ihn unbedingt vor dem Spritzen.
Meine persönliche Lieblingsvariation ist die mit einem Hauch Lavendel. Ich gebe einen halben Teelöffel getrocknete Lavendelblüten (fein gemörsert) mit in den Zitronenzucker. Das klingt vielleicht komisch, aber der Lavendel harmoniert perfekt mit der Zitrone und macht das Gebäck zu etwas ganz Besonderem. Probiert es mal aus!
Tipps zum Servieren und Aufbewahren
Dieses Spritzgebäck schmeckt am besten, wenn der Guss vollständig getrocknet ist. Das ist nach etwa einer Stunde der Fall. Ihr könnt es aber auch schon vorher knabbern – der Guss ist dann noch etwas weicher, aber auch lecker.
- Servieren: Richtet die Plätzchen auf einer hübschen Platte an. Sie sind der Star jeder Kaffeetafel. Dazu passt ein frischer Espresso, ein Glas kalte Milch oder ein fruchtiger Tee. Für eine elegante Note könnt ihr die Platte mit ein paar essbaren Blüten oder frischen Minzblättern dekorieren.
- Aufbewahren: In einer luftdichten Keksdose halten sich die Spritzgebäck problemlos 2-3 Wochen. Wichtig: Die Dose sollte kühl und trocken stehen, aber nicht im Kühlschrank, da sie dort Feuchtigkeit ziehen. Legt ein Stück Küchenpapier auf den Boden der Dose, das die Feuchtigkeit aufnimmt.
- Einfrieren: Ihr könnt den Teig roh einfrieren! Formt ihn zu einer Rolle, wickelt ihn in Frischhaltefolie und friert ihn ein. Bei Bedarf taut ihr ihn im Kühlschrank auf und spritzt ihn dann direkt aufs Blech. Oder ihr friert die fertigen, unglasierten Plätzchen ein. Nach dem Auftauen werden sie einfach frisch glasiert. So habt ihr immer ein schnelles Mitbringsel parat.
- Flavorentwicklung: Ehrlich gesagt, schmecken die Plätzchen am zweiten oder dritten Tag fast noch besser. Die Aromen von Butter und Zitrone haben dann Zeit, sich richtig zu verbinden. Wenn ihr sie also am Vortag backt, seid ihr am nächsten Tag der Held der Kaffeetafel.
Nährwertangaben und gesundheitliche Aspekte
Gebäck ist natürlich kein Diätessen, aber ein bewusster Genuss ist völlig in Ordnung. Hier sind die ungefähren Nährwerte pro Stück (bei ca. 30 Stück):
- Kalorien: ca. 110 kcal
- Fett: ca. 7 g
- Kohlenhydrate: ca. 11 g
- Eiweiß: ca. 1 g
Der Hauptvorteil dieses Gebäcks liegt in der frischen Zitrone. Sie liefert Vitamin C und sekundäre Pflanzenstoffe, die das Immunsystem unterstützen. Die Butter liefert wertvolle fettlösliche Vitamine, und das Mehl gibt schnelle Energie. Wenn ihr auf eure Ernährung achtet, könnt ihr die Zuckermenge im Guss reduzieren oder ihn weglassen. Auch ohne Guss schmeckt das Spritzgebäck wunderbar zitronig-frisch.
Für Allergiker: Dieses Rezept enthält Gluten, Milcheiweiß und Eier. Mit den oben genannten glutenfreien und veganen Varianten könnt ihr es aber anpassen. Achtet bei der Wahl der Margarine darauf, dass sie laktosefrei ist, falls nötig.
Fazit
Dieses Rezept für zitronig-frisches Spritzgebäck mit glänzendem Zuckerguss ist mehr als nur ein weiteres Plätzchenrezept. Es ist eine kleine Zeitreise in eine unbeschwerte Kindheit, ein Stück Frühling auf der Zunge und der Beweis, dass die einfachsten Zutaten die schönsten Momente schaffen können. Ich liebe es, wie der Duft von Butter und Zitrone meine Küche erfüllt, während die kleinen Kunstwerke im Ofen goldbraun werden. Es ist so einfach, dass ihr es an jedem Wochenende backen könnt, und so besonders, dass ihr es zu jedem Fest mitbringen könnt.
Ich lade euch ein, dieses Rezept zu eurem zu machen. Ändert die Zitrusfrucht, probiert die Schokoladenvariante oder lasst den Guss einfach weg – wichtig ist, dass es euch schmeckt und ihr Freude daran habt. Habt ihr eine eigene Variante ausprobiert? Oder einen Tipp, wie man den Teig noch besser spritzen kann? Schreibt es mir in die Kommentare! Ich bin schon sehr gespannt auf eure Kreationen und freue mich auf den Austausch mit euch. Jetzt lasst uns den Ofen anheizen und die Welt ein bisschen zitroniger machen!
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Warum wird mein Spritzgebäck beim Backen zu flach?
Das liegt meistens daran, dass die Butter zu weich oder der Teig zu warm war. Stellt den Teig nach dem Spritzen für 10-15 Minuten in den Kühlschrank, bevor ihr ihn backt. Auch zu wenig Mehl kann die Ursache sein. Achtet darauf, dass ihr die Mengen genau abwiegt.
Kann ich den Teig auch ohne Spritzbeutel verarbeiten?
Ja, auf jeden Fall! Ihr könnt den Teig zu einer Rolle formen, in Frischhaltefolie wickeln und für 30 Minuten kalt stellen. Dann schneidet ihr einfach Scheiben ab und legt sie aufs Blech. Oder ihr formt kleine Kugeln und drückt sie mit einer Gabel flach.
Wie bekomme ich den Zuckerguss besonders glänzend?
Der Schlüssel zu einem glänzenden Guss ist die richtige Konsistenz. Er sollte dickflüssig sein, aber noch vom Löffel laufen. Ein Spritzer Zitronensaft und ein Teelöffel heller Mais- oder Agavendicksaft im Guss verleihen ihm einen extra schönen Glanz.
Kann ich das Spritzgebäck auch mit normalem Zucker statt Puderzucker machen?
Ich würde davon abraten. Puderzucker löst sich viel besser auf und macht den Teig glatter und mürber. Normaler Zucker würde den Teig körnig machen und die typische, feine Textur des Spritzgebäcks zerstören. Für den Guss ist Puderzucker ohnehin ein Muss.
Wie lagere ich das Spritzgebäck am besten, damit es knusprig bleibt?
In einer gut verschlossenen Keksdose an einem kühlen, trockenen Ort. Ein Stück Küchenpapier auf dem Boden der Dose hilft, überschüssige Feuchtigkeit aufzunehmen. Auf keinen Fall im Kühlschrank lagern, da werden sie weich. Wenn sie doch mal weich geworden sind, einfach für 3-4 Minuten bei 150°C im Ofen aufbacken – dann sind sie wieder knusprig.
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Zitronig-frisches Spritzgebäck mit Zuckerguss – einfaches Rezept
Dieses Spritzgebäck vereint buttrigen Mürbeteig mit intensiver Zitrusnote und einem glänzenden Zuckerguss. Ein einfaches Rezept, das an unbeschwerte Kindheitstage erinnert und perfekt in den Frühling passt.
- Prep Time: 15 Minuten
- Cook Time: 12 Minuten
- Total Time: 27 Minuten (plus Abkühl- und Trockenzeit)
- Yield: 30 Stück 1x
- Category: Kekse & Plätzchen
- Cuisine: Deutsch
Ingredients
- 250 g weiche Butter (1 Tasse + 2 EL)
- 100 g Puderzucker (gesiebt, 3/4 Tasse)
- 1 Päckchen Vanillezucker (ca. 8 g oder 2 TL)
- 1 Prise Salz
- 2 Eigelb (Größe M, Zimmertemperatur)
- Abrieb von 2 Bio-Zitronen
- 1 EL Zitronensaft (frisch gepresst)
- 300 g Mehl (Type 405, 2 1/4 Tassen)
- 150 g Puderzucker (für den Guss, gesiebt, 1 1/4 Tassen)
- 2–3 EL Zitronensaft (für den Guss, frisch gepresst)
- Optional: 1 TL Zitronenabrieb (für den Guss)
Instructions
- Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze (160°C Umluft) vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.
- Puderzucker und Vanillezucker in eine große Rührschüssel geben. Die Bio-Zitronen heiß abwaschen, trocknen und die Schale fein abreiben. Den Abrieb zum Zucker geben und die Mischung mit den Fingerspitzen oder der Rückseite eines Löffels kräftig verreiben, bis der Zucker feucht riecht und eine hellgelbe Farbe annimmt (ca. 1 Minute).
- Die weiche Butter in die Schüssel geben und alles mit dem Handrührgerät auf höchster Stufe cremig aufschlagen, bis die Masse hell und luftig ist (ca. 3-4 Minuten). Die beiden Eigelbe und den Esslöffel Zitronensaft dazugeben und kurz unterrühren.
- Das Mehl über die Buttermischung sieben. Mit einem Holzlöffel oder Teigschaber nur so lange unterrühren, bis sich das Mehl gerade verbunden hat. Der Teig sollte weich und geschmeidig sein, aber nicht kleben. Bei Bedarf für 15 Minuten in den Kühlschrank stellen.
- Den Spritzbeutel mit der Sterntülle (10-12 mm Durchmesser) vorbereiten. Den Teig mit einem Teelöffel oder Spatel in den Beutel füllen, dabei Luftlöcher vermeiden. Das obere Ende des Beutels zudrehen und den Teig zur Tülle hin schieben.
- Den Spritzbeutel senkrecht über das Backblech halten. Gleichmäßig drücken, bis eine kleine Rosette oder ein Streifen von etwa 4-5 cm Länge entsteht. Kurz vor dem Ende den Druck stoppen und die Tülle mit einer schnellen Bewegung nach oben wegziehen. Zwischen den Stücken ca. 3 cm Platz lassen.
- Die Bleche nacheinander in den Ofen schieben (oder auf zwei Schienen mit Umluft backen). Das Spritzgebäck für 10-12 Minuten backen, bis die Ränder ganz leicht goldbraun sind. Die Mitte sollte noch hell sein.
- Das Gebäck für etwa 5 Minuten auf dem Blech ruhen lassen. Dann vorsichtig mit einem Pfannenwender abheben und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.
- Für den Zuckerguss den Puderzucker in eine kleine Schüssel sieben. Nach und nach den frischen Zitronensaft dazugeben und mit einem Löffel rühren, bis eine glatte, dickflüssige Masse entsteht. Der Guss sollte langsam vom Löffel laufen, aber nicht zu dünn sein. Optional den Zitronenabrieb unterrühren.
- Die Oberseite jedes abgekühlten Plätzchens vorsichtig in den Guss tauchen oder mit einem Löffel beträufeln. Den überschüssigen Guss kurz abtropfen lassen und die Plätzchen wieder auf das Gitter legen. Den Guss vollständig trocknen lassen (ca. 30-60 Minuten).
Notes
Die Butter muss wirklich weich sein, damit der Teig cremig wird. Den Zitronenzucker gut verreiben, um das volle Aroma freizusetzen. Den Teig nicht zu lange rühren, sonst wird er zäh. Der Guss sollte dickflüssig sein, damit er schön glänzt. Das Gebäck hält sich in einer luftdichten Dose 2-3 Wochen. Der Teig kann auch roh eingefroren werden.
Nutrition
- Serving Size: 1 Stück
- Calories: 110
- Sugar: 6
- Sodium: 50
- Fat: 7
- Saturated Fat: 4
- Carbohydrates: 11
- Protein: 1
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