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Meine Nachbarin Anna fragte mich letzte Woche, warum ich die Laugenbrezeln nicht einfach vor dem Backen ins kochende Wasser legen könnte, anstatt sie damit zu bestreichen. Ich startete eine meiner Standarderklärungen – etwas über die richtige Laugenbildung, die Chemie des Backens, warum das so nicht funktioniert. Dann hielt ich inne. Ich hatte nämlich keine Ahnung, ob sie recht hatte.
Ehrlich gesagt, ich backe seit Jahren Brezeln. Ich habe meine Methode. Bestreichen mit Natronlauge, ab in den Ofen. Fertig. Aber Annas Frage nagte an mir. Also probierte ich es an einem verregneten Dienstagabend einfach aus. Ich tauchte die geformten Teiglinge kurz in kochendes Natronwasser – so wie sie es vorgeschlagen hatte. Und was soll ich sagen? Die Dinger wurden knuspriger als je zuvor. Die Kruste bekam diesen tiefbraunen Glanz, von dem ich immer dachte, den kriegt man nur in der Bäckerei hin. Ich stand in meiner Küche, die Hände voller Mehl, und musste zugeben: Ich lag völlig falsch.
Seitdem backe ich meine knusprigen Laugenbrezeln nur noch so. Der kleine Umweg über Annas Idee hat mein Rezept komplett verändert. Vielleicht geht es dir ja ähnlich – du hast deine eingespielte Methode und denkst, besser geht’s nicht. Aber manchmal kommt die beste Inspiration von jemandem, der einfach mal eine blöde Frage stellt. Dieses Rezept ist das Ergebnis davon. Und ich bin so froh, dass ich meinen Starrsinn für einen Moment über Bord geworfen habe.
Warum du dieses Rezept lieben wirst
Dieses Rezept für knusprige Laugenbrezeln ist nicht einfach nur ein weiteres Brezelrezept. Es ist das Ergebnis von etwa zwölf Fehlversuchen, einer hartnäckigen Nachbarin und der Erkenntnis, dass man manchmal einfach aufhören muss, es besser zu wissen. Ich habe es so lange getestet, bis es wirklich idiotensicher war.
- Schnell & einfach: Klar, Hefeteig braucht Zeit zum Gehen. Aber die aktive Arbeitszeit liegt bei etwa 20 Minuten. Der Rest ist Wartezeit, in der du nichts tun musst.
- Einfache Zutaten: Mehl, Wasser, Hefe, Salz, Natron. Mehr brauchst du nicht. Keine ausgefallenen Backzutaten, die du extra kaufen musst.
- Perfekt für gemütliche Abende: Ob zum Filmabend, zur Brotzeit oder einfach nur so – frische Brezeln machen alles besser.
- Garantiert knusprig: Durch die kurze Kochzeit in Natronwasser entsteht diese unwiderstehlich knusprige Kruste, die innen weich und fluffig bleibt.
- Immer ein Hit: Ich habe diese Brezeln schon zu Geburtstagen, Grillabenden und sogar zum Frühstück mitgebracht. Sie waren immer als erstes weg.
Was dieses Rezept von anderen unterscheidet? Es ist die Kombination aus der kurzen Kochzeit und der richtigen Ofentemperatur. Viele Rezepte lassen die Brezeln zu lange im Wasserbad oder backen sie bei zu niedriger Temperatur. Das Ergebnis ist eine matschige Kruste. Meine Methode liefert jedes Mal diese perfekte Spannung zwischen knuspriger Außenschicht und weichem Inneren. Ich habe wirklich viele Brezeln gegessen, die eher an Kaugummi erinnerten – das hier ist definitiv die beste Version.
Welche Zutaten du brauchst
Die Zutatenliste für diese knusprigen Laugenbrezeln ist angenehm kurz. Du hast vermutlich fast alles daheim. Das Schöne ist: Es sind keine exotischen Backhelfer nötig. Nur gute Grundzutaten, die zusammen etwas Zauberhaftes ergeben.
- 500 g Weizenmehl Type 550: Das ist das Standardmehl für Hefeteig. Es hat genug Klebereiweiß für eine schöne Krume. Ich verwende am liebsten Mehl von der lokalen Mühle, aber jedes Supermarktmehl funktioniert. Für eine rustikalere Note kannst du auch 100 g durch Dinkelmehl ersetzen – die Brezeln werden dann etwas kompakter.
- 1 Päckchen Trockenhefe (7 g) oder ½ Würfel frische Hefe (21 g): Trockenhefe ist praktisch und hält sich ewig. Frische Hefe gibt ein etwas feineres Aroma. Beide funktionieren gleich gut. Wenn du frische Hefe nimmst, löst du sie in lauwarmem Wasser mit einer Prise Zucker auf und wartest 5 Minuten, bis sie schäumt.
- 300 ml lauwarmes Wasser: Nicht zu heiß! Wenn das Wasser über 40 Grad ist, stirbt die Hefe ab. Lauwarm bedeutet: Es fühlt sich angenehm auf der Handinnenfläche an.
- 1 TL Salz: Ich nehme feines Meersalz. Es löst sich besser im Teig auf. Grobes Salz kann man vorher kurz im Mörser zerkleinern.
- 1 EL Butter oder Öl: Ein kleines Stück weiche Butter macht den Teig geschmeidiger und die Brezeln bleiben länger frisch. Du kannst auch neutrales Öl wie Rapsöl nehmen.
- Für das Natronbad:
- 1 Liter Wasser
- 3 EL Natron (Speisenatron): Ja, Natron! Keine echte Lauge. Das ist viel ungefährlicher für zu Hause. Das Natronbad gibt den Brezeln diese typische braune Farbe und den unverwechselbaren Geschmack. Achte darauf, dass es Speisenatron ist – Backpulver funktioniert nicht, weil es Säure enthält.
- Zum Bestreuen:
- Grobes Salz (Meersalz oder Brezelsalz): Ich mag das grobe Salz, das schön knirscht. Streue es direkt nach dem Natronbad auf die feuchten Brezeln, dann bleibt es haften.
Eine Sache noch zum Natron: Ich habe schon oft gelesen, dass man das Natron vorher im Ofen rösten soll, um eine dunklere Farbe zu bekommen. Hab ich ausprobiert. Ehrlich gesagt, der Unterschied ist minimal. Für den Hausgebrauch reicht es völlig, das Natron einfach ins kochende Wasser zu geben. Spart Zeit und eine zusätzliche schmutzige Schüssel.
Welche Küchengeräte du brauchst
Du brauchst keine Spezialausrüstung für diese knusprigen Laugenbrezeln. Die meisten Dinge hast du sicher in der Küche. Ein paar Helfer machen die Arbeit aber leichter.
- Große Rührschüssel: Für den Teig. Eine Schüssel aus Edelstahl oder Keramik ist ideal, weil sie die Wärme gut hält.
- Küchenmaschine mit Knethaken (oder deine Hände): Ich knete den Teig gerne mit der Maschine, weil es sauberer ist. Aber mit der Hand geht es genauso gut – dauert nur etwas länger und ist ein gutes Armtraining.
- Küchenwaage: Für genaue Mengen. Mehl nach Volumen zu messen ist ungenau. Eine Waage kostet nicht viel und lohnt sich bei Hefeteig wirklich.
- Großer Topf: Für das Natronbad. Er sollte breit genug sein, dass eine Brezel bequem hineinpasst.
- Schaumlöffel oder Abseiher: Damit du die Brezeln aus dem heißen Natronwasser heben kannst, ohne dich zu verbrennen.
- Backblech mit Backpapier: Normales Backpapier reicht. Ich lege immer ein neues Blatt auf, wenn ich ein zweites Blech backe.
- Küchentuch oder Frischhaltefolie: Zum Abdecken des Teigs während der Gehzeit. Ein feuchtes Tuch verhindert, dass der Teig austrocknet.
Ein Tipp von mir: Investiere in ein gutes Backpapier. Die billigen Sorten kleben manchmal an den Brezeln fest. Ich habe schon ganze Brezeln ruiniert, weil die Kruste am Papier hängen geblieben ist. Seitdem nehme ich das etwas teurere, beschichtete Backpapier – das ist den Aufpreis wert.
Zubereitung: Schritt für Schritt zu knusprigen Laugenbrezeln

Hier kommt der wichtigste Teil. Folge diesen Schritten genau, dann werden deine knusprigen Laugenbrezeln garantiert ein Erfolg. Ich habe alle Fehler schon gemacht, damit du sie nicht machen musst.
- Hefeteig zubereiten (10 Minuten): Gib das Mehl in eine große Schüssel. Mische die Trockenhefe und das Salz unter. Füge das lauwarme Wasser und die weiche Butter hinzu. Knete alles mit der Küchenmaschine auf niedriger Stufe für etwa 5 Minuten, bis ein glatter, geschmeidiger Teig entsteht. Wenn du mit der Hand knetest, brauchst du etwa 8-10 Minuten. Der Teig sollte nicht mehr kleben, sondern sich elastisch anfühlen. Wenn er zu trocken ist, gib einen Schluck Wasser dazu. Ist er zu klebrig, etwas Mehl.
- Teig gehen lassen (45-60 Minuten): Forme den Teig zu einer Kugel. Lege sie zurück in die Schüssel und decke sie mit einem feuchten Küchentuch ab. Stelle die Schüssel an einen warmen Ort – zum Beispiel in die Nähe der Heizung oder in den ausgeschalteten Backofen mit eingeschaltetem Licht. Der Teig sollte sich in der Zeit mindestens verdoppeln. Wenn er nach 60 Minuten noch klein ist, hat die Hefe vielleicht nicht richtig gearbeitet. Das passiert, wenn das Wasser zu heiß oder zu kalt war.
- Teig portionieren und formen (10 Minuten): Stürze den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche. Teile ihn in 8 gleich große Stücke (je etwa 100 g). Forme jedes Stück zu einer Kugel. Dann rollst du die Kugel mit den Handflächen zu einer langen Rolle aus – etwa 40-50 cm lang. Die Mitte sollte etwas dicker sein als die Enden. Lege die Rolle dann zu einer Brezel: Die Enden überkreuzen, dann nach oben klappen und auf die dicke Mitte drücken. Klingt kompliziert, ist aber nach der zweiten Brezel ganz einfach.
- Brezeln ruhen lassen (15 Minuten): Lege die geformten Brezeln auf ein mit Backpapier belegtes Blech. Decke sie locker ab und lass sie 15 Minuten ruhen. In dieser Zeit entspannt sich der Teig und die Brezeln gehen noch etwas auf.
- Natronbad vorbereiten (5 Minuten): Bringe in einem großen Topf 1 Liter Wasser zum Kochen. Gib die 3 EL Natron hinzu – Achtung, es schäumt kurz auf! Rühre um, bis sich das Natron vollständig aufgelöst hat. Reduziere die Hitze auf mittlere Stufe, sodass das Wasser leicht simmern, aber nicht mehr stark kochen.
- Brezeln baden (je 30 Sekunden pro Seite): Jetzt kommt der entscheidende Schritt. Hebe vorsichtig eine Brezel mit dem Schaumlöffel an und lege sie in das heiße Natronwasser. Lass sie 30 Sekunden auf einer Seite baden. Dann drehst du sie vorsichtig um und lässt sie weitere 30 Sekunden auf der anderen Seite baden. Die Brezel wird dabei leicht aufquellen und eine glasige Oberfläche bekommen. Nimm sie mit dem Schaumlöffel heraus und lass sie kurz abtropfen. Lege sie dann zurück auf das Backblech. Wiederhole das mit allen Brezeln. Wichtig: Das Wasser nicht zu stark kochen lassen, sonst werden die Brezeln ungleichmäßig.
- Brezeln bestreuen: Solange die Brezeln noch feucht sind, bestreust du sie großzügig mit grobem Salz. Drücke das Salz leicht an. Jetzt kannst du auch noch andere Körner wie Kümmel oder Sesam aufstreuen – wenn du magst.
- Backen (12-15 Minuten): Heize den Backofen auf 220 Grad Ober-/Unterhitze vor (Umluft 200 Grad). Backe die Brezeln auf der mittleren Schiene für 12-15 Minuten. Sie sollten eine tiefbraune, fast schon kastanienbraune Farbe haben. Achte darauf, dass sie nicht zu dunkel werden – das passiert schnell, weil das Natron die Bräunung beschleunigt. Nach 10 Minuten lohnt sich ein Blick durch die Ofentür.
- Auskühlen lassen: Nimm die fertigen Brezeln aus dem Ofen und lass sie auf einem Kuchengitter abkühlen. Wenn du kein Gitter hast, geht auch ein Brett. Aber lege sie nicht auf einen Teller, sonst werden sie unten feucht. Am besten schmecken sie lauwarm – etwa 10 Minuten nach dem Backen.
Tipps & Tricks für die perfekte Brezel
Ich habe bei diesem Rezept für knusprige Laugenbrezeln so ziemlich alles falsch gemacht, was man falsch machen kann. Hier sind meine wichtigsten Erkenntnisse – in der Hoffnung, dass du dir die eine oder andere Enttäuschung ersparst.
- Die richtige Wassertemperatur: Das Wasser für den Teig sollte wirklich nur lauwarm sein. Ich habe einmal versehentlich heißes Wasser aus dem Hahn genommen – die Hefe ist gestorben, der Teig ging nicht auf, und ich hatte einen kompakten Stein im Ofen. Fühle das Wasser mit dem Handgelenk: Es sollte sich angenehm warm anfühlen, aber nicht heiß.
- Nicht zu viel Mehl beim Formen: Die Brezeln sollen eine glatte Oberfläche haben. Wenn du zu viel Mehl verwendest, wird die Kruste mehlig und die Lauge kann nicht richtig einwirken. Lieber die Hände leicht einölen, dann klebt der Teig nicht.
- Das Natronbad nicht überspringen: Ich habe es einmal eilig gehabt und die Brezeln nur mit Natronwasser bestrichen. Der Unterschied war enorm. Die gekochten Brezeln hatten eine viel kräftigere Farbe und eine knusprigere Kruste. Das Bad ist der Schlüssel zum Erfolg.
- Die Kochzeit einhalten: 30 Sekunden pro Seite sind genug. Länger und die Brezeln werden matschig. Kürzer und die Farbe bleibt blass. Ich habe eine Küchenuhr neben dem Herd stehen – so vergesse ich nicht, sie zu wenden.
- Backpapier nicht vergessen: Die Brezeln kleben nach dem Backen gerne auf dem Blech fest. Backpapier ist Pflicht. Ich hatte schon einmal eine Brezel, die so festklebte, dass die ganze Unterseite abgerissen ist. Seitdem bin ich vorsichtig.
Variationen & Abwandlungen
Das Grundrezept für knusprige Laugenbrezeln ist schon perfekt. Aber manchmal will man etwas Neues ausprobieren. Hier sind ein paar Ideen, die ich selbst getestet habe.
- Käsebrezeln: Kurz vor dem Ende der Backzeit (nach etwa 10 Minuten) streue ich gerne geriebenen Emmentaler oder Gouda über die Brezeln. Dann noch 3-4 Minuten weiterbacken, bis der Käse schmilzt und goldbraun wird. Das ist der absolute Liebling meiner Kinder.
- Vollkornbrezeln: Ersetze 150 g des Weizenmehls durch Dinkelvollkornmehl oder Roggenvollkornmehl. Der Teig wird etwas fester, also gib einen Schuss mehr Wasser dazu (etwa 20-30 ml). Die Brezeln schmecken dann nussiger und sind etwas herzhafter.
- Süße Brezeln: Nach dem Natronbad bestreue ich die Brezeln nicht mit Salz, sondern mit einer Mischung aus Zimt und Zucker. Dazu schmelze ich etwas Butter und bestreiche die fertigen Brezeln damit. Einfach himmlisch zum Kaffee!
- Knoblauch-Kräuter-Brezeln: Mische 1 TL Knoblauchpulver und 1 TL getrocknete Kräuter (Rosmarin, Thymian) unter das grobe Salz. Das gibt den Brezeln eine mediterrane Note. Ich liebe diese Variante zu einer kräftigen Suppe.
- Glutenfreie Option: Es gibt fertige glutenfreie Mehlmischungen für Hefeteig. Die funktionieren oft überraschend gut. Achte darauf, dass die Mischung Xanthan oder Guarkernmehl enthält – das sorgt für die nötige Bindung. Der Teig wird etwas klebriger, also forme die Brezeln mit geölten Händen.
Servieren & Aufbewahren
Frische knusprige Laugenbrezeln sind ein Erlebnis für sich. Aber auch am nächsten Tag können sie noch schmecken – wenn du sie richtig behandelst.
Servieren: Am besten schmecken die Brezeln lauwarm, etwa 10 Minuten nach dem Backen. Dann ist die Kruste noch knusprig und das Innere schön weich. Ich serviere sie gerne mit einem Klecks Butter und etwas grobem Salz obendrauf. Dazu passt eine herzhafte Brezelbrettljause mit Aufschnitt, Käse und Senf. Oder einfach nur eine Tasse heiße Schokolade zum Dippen – meine Kinder lieben das.
Aufbewahren: Bleiben Brezeln übrig (was selten vorkommt), bewahre ich sie in einer Papiertüte auf. Plastiktüten sind der Feind der Knusprigkeit – darin werden die Brezeln schnell weich und gummiartig. In der Papiertüte halten sie sich etwa 1-2 Tage.
Einfrieren: Du kannst die Brezeln auch einfrieren. Wickele sie einzeln in Frischhaltefolie und lege sie in einen Gefrierbeutel. So halten sie sich etwa 3 Monate. Zum Auftauen nimmst du sie einfach bei Raumtemperatur aus der Folie und wärmst sie im Ofen bei 150 Grad für etwa 5-7 Minuten auf. Sie schmecken dann fast wie frisch gebacken!
Reheating: Der Toaster ist eine unterschätzte Methode für Brezeln. Schneide die Brezel in der Mitte durch und toast sie leicht an. Das gibt eine extra knusprige Kruste. Mikrowelle ist keine gute Idee – die Brezeln werden darin weich und verlieren ihre Textur.
Nährwertinformationen & gesundheitliche Vorteile
Eine knusprige Laugenbrezel ist kein Diätgericht, aber sie hat durchaus ihre Vorzüge. Hier eine ungefähre Nährwertangabe pro Brezel (ohne Butter und zusätzliche Beläge):
- Kalorien: ca. 220-250 kcal
- Kohlenhydrate: ca. 45 g
- Eiweiß: ca. 7 g
- Fett: ca. 3 g (durch die Butter im Teig)
- Ballaststoffe: ca. 2 g (bei Verwendung von Vollkornmehl mehr)
Der Hauptvorteil einer selbstgemachten Brezel liegt in den Zutaten. Du weißt genau, was drin ist – keine Konservierungsstoffe, keine Geschmacksverstärker, keine künstlichen Aromen. Das Natronbad ist eine traditionelle Methode, die den Brezeln ihren typischen Geschmack verleiht, ohne dass du chemische Zusätze brauchst. Außerdem ist eine Brezel eine gute Quelle für komplexe Kohlenhydrate, die langanhaltende Energie liefern – ideal vor einem langen Spaziergang oder einer Wanderung.
Aus meiner Sicht ist eine selbstgemachte Brezel einfach ein Stück Lebensqualität. Sie macht glücklich, sie verbindet Menschen, und sie ist ein Beweis dafür, dass gutes Essen nicht kompliziert sein muss. Ich sehe das so: Wenn ich schon Kohlenhydrate esse, dann in ihrer besten Form – handgemacht, mit Liebe und ohne Schnickschnack.
Fazit: Warum du diese Brezeln sofort backen solltest
Ich habe in den letzten Jahren viele Brezeln gebacken. Manche waren okay, manche waren enttäuschend, und ein paar waren richtig gut. Dieses Rezept für knusprige Laugenbrezeln ist das Ergebnis all dieser Versuche. Es ist einfach, es ist zuverlässig, und es liefert jedes Mal ein Ergebnis, das sich sehen und vor allem schmecken lassen kann.
Was ich an diesem Rezept am meisten liebe? Es ist diese Kombination aus einem einfachen Hefeteig und dem kleinen Extra – dem Natronbad. Es fühlt sich fast wie Zauberei an, wenn die blassen Teiglinge nach dem Bad im Ofen diese tiefbraune, glänzende Kruste bekommen. Und dann der erste Biss: die Knusprigkeit, die Weiche, das Salz. Es ist einfach perfekt.
Probier es aus. Hab keine Angst vor dem Natronbad – es ist wirklich einfacher, als es klingt. Und wenn du einmal den Dreh raus hast, wirst du nie wieder Brezeln aus dem Supermarkt kaufen wollen. Du kannst das Rezept nach Herzenslust anpassen: mit Käse, mit Kräutern, mit Zimt und Zucker. Mach es zu deinem eigenen Rezept.
Ich bin gespannt, wie deine Brezeln geworden sind. Schreib mir in den Kommentaren, ob sie so knusprig waren wie versprochen. Oder ob du eine noch bessere Variante gefunden hast. Ich freue mich auf deine Geschichten – und vielleicht hast du ja auch eine Nachbarin, die dir eine blöde Frage stellt, die alles verändert.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Kann ich die Brezeln auch ohne Natronbad backen?
Ja, du kannst sie auch nur mit Natronwasser bestreichen. Sie werden dann aber heller und die Kruste wird nicht so knusprig. Der typische Brezelgeschmack kommt erst durch das Bad richtig zur Geltung. Ich empfehle, es mindestens einmal mit Bad zu probieren.
Warum werden meine Brezeln nicht braun?
Das liegt meistens an der Temperatur oder der Konzentration des Natronbads. Stelle sicher, dass der Ofen auf 220 Grad vorgeheizt ist und das Natronbad die richtige Menge Natron enthält (3 EL auf 1 Liter Wasser). Auch zu kurzes Baden kann zu blassen Brezeln führen.
Kann ich den Teig auch über Nacht im Kühlschrank gehen lassen?
Ja, das funktioniert sehr gut. Bereite den Teig am Abend zu, lasse ihn 30 Minuten bei Raumtemperatur gehen und stelle ihn dann abgedeckt über Nacht in den Kühlschrank. Am nächsten Tag formst du die Brezeln und lässt sie vor dem Baden noch 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen.
Meine Brezeln sind nach dem Backen hart geworden. Was habe ich falsch gemacht?
Das passiert meistens, wenn die Brezeln zu lange gebacken wurden. Backe sie nur 12-15 Minuten und nimm sie heraus, sobald sie eine schöne braune Farbe haben. Auch zu wenig Flüssigkeit im Teig kann zu harten Brezeln führen. Achte auf die richtige Mehl-Wasser-Menge.
Kann ich die Brezeln auch mit Dinkelmehl backen?
Ja, Dinkelmehl funktioniert gut. Verwende am besten Dinkelmehl Type 630. Der Teig wird etwas fester, also gib einen Schuss mehr Wasser dazu (etwa 20-30 ml). Die Brezeln werden etwas kompakter, schmecken aber wunderbar nussig.
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Selbstgemachte knusprige Laugenbrezel – Das beste einfache Rezept
Dieses Rezept für knusprige Laugenbrezeln ist einfach, zuverlässig und liefert jedes Mal eine perfekte Kombination aus knuspriger Kruste und weichem Inneren. Der kleine Umweg über ein Natronbad macht den Unterschied.
- Prep Time: 20 Minuten
- Cook Time: 15 Minuten
- Total Time: 1 Stunde 35 Minuten (inkl. Gehzeiten)
- Yield: 8 Brezeln 1x
- Category: Brot & Gebäck
- Cuisine: Deutsch
Ingredients
- 500 g Weizenmehl Type 550
- 1 Päckchen Trockenhefe (7 g) oder ½ Würfel frische Hefe (21 g)
- 300 ml lauwarmes Wasser
- 1 TL Salz
- 1 EL Butter oder Öl
- 1 Liter Wasser (für das Natronbad)
- 3 EL Natron (Speisenatron)
- Grobes Salz (Meersalz oder Brezelsalz) zum Bestreuen
Instructions
- Hefeteig zubereiten: Mehl in eine große Schüssel geben. Trockenhefe und Salz untermischen. Lauwarmes Wasser und weiche Butter hinzufügen. Mit der Küchenmaschine auf niedriger Stufe etwa 5 Minuten kneten, bis ein glatter, geschmeidiger Teig entsteht. Bei Handknetung 8-10 Minuten.
- Teig gehen lassen: Teig zu einer Kugel formen, in die Schüssel legen und mit einem feuchten Küchentuch abdecken. An einem warmen Ort 45-60 Minuten gehen lassen, bis sich der Teig verdoppelt hat.
- Teig portionieren und formen: Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche stürzen. In 8 gleich große Stücke teilen (je etwa 100 g). Jedes Stück zu einer Kugel formen, dann mit den Handflächen zu einer langen Rolle von etwa 40-50 cm ausrollen. Die Enden überkreuzen, nach oben klappen und auf die dickere Mitte drücken, um eine Brezel zu formen.
- Brezeln ruhen lassen: Geformte Brezeln auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, locker abdecken und 15 Minuten ruhen lassen.
- Natronbad vorbereiten: In einem großen Topf 1 Liter Wasser zum Kochen bringen. 3 EL Natron hinzufügen (Vorsicht, es schäumt auf!). Umrühren, bis sich das Natron vollständig aufgelöst hat. Hitze auf mittlere Stufe reduzieren, sodass das Wasser leicht simmern, aber nicht stark kochen.
- Brezeln baden: Eine Brezel vorsichtig mit einem Schaumlöffel in das heiße Natronwasser legen. 30 Sekunden auf einer Seite baden, dann umdrehen und weitere 30 Sekunden baden. Mit dem Schaumlöffel herausnehmen, kurz abtropfen lassen und zurück auf das Backblech legen. Mit allen Brezeln wiederholen.
- Brezeln bestreuen: Solange die Brezeln noch feucht sind, großzügig mit grobem Salz bestreuen und leicht andrücken.
- Backen: Backofen auf 220 Grad Ober-/Unterhitze (Umluft 200 Grad) vorheizen. Brezeln auf der mittleren Schiene 12-15 Minuten backen, bis sie eine tiefbraune Farbe haben.
- Auskühlen lassen: Fertige Brezeln aus dem Ofen nehmen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen. Am besten lauwarm servieren, etwa 10 Minuten nach dem Backen.
Notes
Das Natronbad ist der Schlüssel zur knusprigen Kruste. Die Kochzeit von 30 Sekunden pro Seite sollte eingehalten werden. Für eine dunklere Farbe kann das Natron vorher im Ofen geröstet werden, der Unterschied ist jedoch minimal. Brezeln am besten in einer Papiertüte aufbewahren, um die Knusprigkeit zu erhalten.
Nutrition
- Serving Size: 1 Brezel
- Calories: 220250
- Sugar: 1
- Sodium: 500
- Fat: 3
- Saturated Fat: 1
- Carbohydrates: 45
- Fiber: 2
- Protein: 7
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