Geschrieben von

Mariah Lyons

Veröffentlicht

Herzhafter Elsässer Zwiebelkuchen: bestes Rezept mit Speck

Fertig in 90 Minuten
Portionen 8 Stücke
Schwierigkeitsgrad Medium

Love this? Save it for later!

Share the inspiration with your friends

Eigentlich wollte ich nur schnell die Post holen. Aber dann blieb ich wie angewurzelt im Treppenhaus stehen. Dieser Duft – eine schwere, süßlich-herzhafte Wolke aus geschmortem Zwiebel und würzigem Speck – kroch unter der Wohnungstür von Herrn Schmidt im Erdgeschoss hervor. Herr Schmidt, der sonst immer nur „Hallo” nickt und mit seinem Dackel Gassi geht. Dass der so kochen kann? Ich stand da, Briefe in der Hand, und atmete einfach nur tief ein. Irgendwann hörte ich seine Schlüssel im Schloss, und er sah mich, wie ich da schnupperte. „Zwiebelkuchen”, sagte er trocken, ohne mit der Wimper zu zucken. „Elsässer Art. Ist noch warm.” Mehr nicht. Er hielt mir einfach die Tür auf und bedeutete mir mit einer knappen Kopfbewegung, einzutreten. Keine große Show, kein Rezeptgeflüster. Nur dieser Kuchen auf der Anrichte, der nach Zuhause roch, bevor man überhaupt wusste, wo das Zuhause ist.

Ich habe ihn damals nicht um das Rezept gebeten – das wäre mir unangenehm gewesen. Aber ich habe den Geschmack nicht vergessen. Diesen perfekten Kontrast zwischen dem buttrigen, fast kuchenartigen Boden und der schweren, herzhaften Füllung, die nach Kümmel duftet. Es hat Monate gedauert, bis ich meinen eigenen elsässer Zwiebelkuchen mit Speck und Kümmel so hinbekommen habe, dass er an diesen ersten Bissen in Herrn Schmidts Wohnung herankam. Und wisst ihr was? Ich bin mir sicher, mein Rezept ist sogar noch einen Tick besser. Vielleicht kennt ihr das ja – dieser eine Kuchen, der einfach alles richtig macht. Genau den habe ich heute für euch.

Warum ihr diesen Zwiebelkuchen lieben werdet

Dieser Kuchen ist nicht einfach nur „noch ein” herzhafter Kuchen. Er ist eine Offenbarung. Ich habe ihn unzählige Male gebacken, für mich, für Gäste, für Familienfeste. Jedes Mal das gleiche Ergebnis: absolute Begeisterung. Hier ist, warum dieses Rezept anders ist – und warum es auch bei euch zur neuen Lieblingsroutine wird.

  • Einfach und genial: Der Teig ist ein einfacher Mürbeteig, die Füllung besteht aus wenigen, aber perfekt aufeinander abgestimmten Zutaten. Kein stundenlanges Voodoo, sondern ehrliche, bodenständige Küche.
  • Perfekt für jede Gelegenheit: Ob als herzhafter Snack zum Glas Wein, als Hauptgericht mit einem grünen Salat oder als Mitbringsel zur nächsten Party – dieser Kuchen ist immer der Star.
  • Ein echter Publikumsliebling: Selbst Menschen, die sonst nicht so auf Zwiebeln stehen, greifen hier zu. Die Kombination aus karamellisierten Zwiebeln, würzigem Speck und dem unverwechselbaren Kümmel ist einfach unwiderstehlich.
  • Unverschämt lecker: Der Boden ist knusprig, aber nicht hart. Die Füllung ist cremig, aber nicht schwer. Und dieser Duft? Der allein ist schon das Backen wert. Ehrlich, das ist Soulfood vom Feinsten.

Was diesen elsässer Zwiebelkuchen mit Speck und Kümmel von anderen Rezepten unterscheidet, ist die Technik. Ich schwitze die Zwiebeln nicht nur an, ich schmore sie richtig in Butter und Speckfett, bis sie fast marmeladig sind. Das gibt eine Tiefe, die man mit rohen Zwiebeln einfach nicht erreicht. Und dann der Kümmel – nicht zu viel, nicht zu wenig, sondern genau dosiert, dass er die Aromen trägt, ohne dominant zu sein. Es ist die Balance, die diesen Kuchen so besonders macht. Nach dem ersten Bissen werdet ihr die Augen schließen. Versprochen.

Zutaten, die ihr braucht

Für diesen Kuchen braucht ihr keine exotischen Zutaten. Alles bekommt ihr im gut sortierten Supermarkt. Die Qualität macht den Unterschied. Ich setze hier auf wenige, aber erstklassige Komponenten.

Für den Mürbeteig

  • 250 g Mehl (Type 405 oder 550) – Das ist die Basis für einen stabilen, aber zarten Boden. Ich verwende am liebsten Weizenmehl Type 405.
  • 125 g kalte Butter – In kleine Würfel geschnitten. Sie muss wirklich kalt sein, sonst wird der Teig nicht mürbe. Ich nehme meistens die Marke „Weihenstephan” oder „MEGGLE” für den besten Geschmack.
  • 1 Ei (Größe M) – Bindet den Teig und macht ihn geschmeidig.
  • 1 Prise Salz – Unverzichtbar für den Geschmack.
  • 2-3 EL kaltes Wasser – Nur so viel, dass der Teig zusammenhält. Lieber weniger als mehr.

Für die Füllung

elsässer Zwiebelkuchen mit Speck und Kümmel preparation steps

  • 1 kg Zwiebeln – Am besten Gemüsezwiebeln oder große Speisezwiebeln. Sie sind mild und geben eine schöne Süße ab. Rote Zwiebeln gehen auch, aber sie verändern die Farbe und den Geschmack leicht.
  • 200 g geräucherter, durchwachsener Speck – In feine Würfel geschnitten. Ich schwöre auf „Gut & Günstig” oder „Mühlenhof” – sie haben eine gute Räucherung und werden schön knusprig.
  • 3 Eier (Größe M) – Für die Bindung der Füllung.
  • 200 g Crème fraîche – Macht die Füllung schön cremig und mild. Alternativ geht auch Schmand (dann wird sie etwas fester).
  • 100 ml Milch – Für die richtige Konsistenz. Ihr könnt auch Sahne nehmen, dann wird es noch reichhaltiger.
  • 1 TL Kümmel (ganz oder gemahlen) – Das ist das Herzstück des elsässer Zwiebelkuchens. Ich nehme am liebsten ganzen Kümmel, den ich vorher kurz in der Pfanne anröste. Das gibt ein intensiveres Aroma.
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer – Zum Abschmecken.
  • 1 Prise Muskatnuss – Gerieben. Das rundet das Ganze wunderbar ab.

Substitutions-Tipp: Für eine vegetarische Variante lasst ihr einfach den Speck weg und bratet die Zwiebeln in etwas Butter und Öl an. Der Geschmack ist dann milder, aber immer noch fantastisch. Wer keinen Kümmel mag (gibt es ja!), kann ihn durch Majoran oder Thymian ersetzen. Aber probiert es zuerst mit Kümmel – er ist der heimliche Star in diesem elsässer Zwiebelkuchen mit Speck und Kümmel.

Benötigte Küchengeräte

Ihr müsst kein Profi sein, um diesen Kuchen zu backen. Ein paar grundlegende Dinge braucht ihr aber. Hier ist meine Liste:

  • Eine große Pfanne (am besten beschichtet oder aus Edelstahl) – Zum Schmoren der Zwiebeln. Sie sollte ein Fassungsvermögen von mindestens 3 Litern haben.
  • Eine Springform (Ø 26 cm) oder eine flache Kuchenform. Ich persönlich liebe meine Springform von „Kaiser” – sie ist antihaftbeschichtet und der Boden wird perfekt knusprig.
  • Ein Nudelholz – Zum Ausrollen des Teigs. Geht auch mit der Hand, aber das Nudelholz ist einfacher.
  • Eine Küchenwaage – Für genaue Mengen. Backen ist eine Wissenschaft, auch wenn es herzhaft ist.
  • Eine Rührschüssel und ein Schneebesen oder eine Gabel – Für den Teig und die Füllung.
  • Ein scharfes Messer und ein Schneidebrett – Zum Zwiebelschneiden. Ein gutes Messer ist Gold wert.
  • Ein Backpapier – Für die Form. Spart Zeit und Nerven.

Tipp aus meiner Küche: Wenn ihr keine Springform habt, tut es auch eine flache Auflaufform. Der Boden wird dann vielleicht etwas dicker, aber das ist auch lecker. Und falls ihr kein Nudelholz besitzt, nehmt einfach eine leere Glasflasche – das funktioniert genauso gut! Ich habe das selbst schon oft gemacht, als ich noch Student war.

Zubereitung – Schritt für Schritt

Jetzt wird es ernst. Keine Sorge, es ist einfacher, als ihr denkt. Ich führe euch durch jeden Schritt. Achtet auf die kleinen Details – sie machen den Unterschied.

Schritt 1: Der Teig

Gebt das Mehl und das Salz in eine große Schüssel. Die kalte Butter in kleinen Stücken dazugeben. Jetzt kommt der wichtigste Teil: Verknetet alles mit den Fingerspitzen oder einem Teigschaber zu einer krümeligen Masse. Ihr wollt keine glatte Buttercreme, sondern kleine Butterflocken im Mehl. Das macht den Teig später so mürbe. Gebt dann das Ei und 2 EL kaltes Wasser hinzu. Knetet alles schnell zu einem glatten Teig. Wenn er noch zu bröselig ist, gebt noch einen Esslöffel Wasser dazu. Wickelt den Teig in Frischhaltefolie und legt ihn für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank. (Ich mache das oft schon am Abend vorher – das spart Zeit.)

Schritt 2: Die Zwiebeln vorbereiten

Während der Teig ruht, kümmert euch um die Zwiebeln. Schält sie und halbiert sie. Schneidet sie dann in feine Streifen oder halbe Ringe. Je feiner, desto besser. Das klingt nach viel Arbeit, aber es lohnt sich. Nehmt euch Zeit. Ich schneide immer ein bisschen Zwiebel und heule dann wie ein Schlosshund – aber das gehört dazu, oder? (Ein Tipp: Kaut beim Schneiden auf einem Stück Brot herum. Das hilft gegen die Tränen. Kein Scherz!)

Schritt 3: Den Speck und die Zwiebeln schmoren

Gebt die Speckwürfel in eine große, kalte Pfanne. Erhitzt sie langsam bei mittlerer Hitze. Der Speck gibt nach und nach sein Fett ab und wird knusprig. Das dauert etwa 5-7 Minuten. Nehmt den Speck mit einer Schaumkelle heraus und stellt ihn beiseite. Lasst das Fett in der Pfanne. Gebt nun die geschnittenen Zwiebeln in die Pfanne. Rührt sie gut um, damit sie mit dem Fett bedeckt sind. Schaltet die Hitze auf mittlere bis niedrige Stufe. Jetzt heißt es Geduld: Die Zwiebeln müssen langsam schmoren, nicht braten. Sie werden weich, glasig und süßlich. Das dauert etwa 20-25 Minuten. Rührt ab und zu um, damit nichts anbrennt. Sie sollten am Ende fast eine marmeladige Konsistenz haben. Wenn sie zu dunkel werden, gebt einen Schluck Wasser dazu. (Ich habe das einmal verbrannt – seitdem passe ich besser auf!)

Schritt 4: Die Füllung zubereiten

In einer Schüssel verquirlt ihr die Eier mit der Crème fraîche und der Milch. Gebt den Kümmel, eine gute Prise Salz, Pfeffer und die frische Muskatnuss dazu. Rührt alles glatt. Jetzt kommen die geschmorten Zwiebeln (lasst sie kurz abkühlen, sonst stocken die Eier) und der knusprige Speck dazu. Vermischt alles gut. Schmeckt die Füllung ab – sie sollte kräftig gewürzt sein, denn der Teig nimmt etwas davon auf.

Schritt 5: Den Teig ausrollen und vorbacken

Heizt den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vor (Umluft: 160 °C). Holt den Teig aus dem Kühlschrank. Rollt ihn auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwa 3-4 mm dick aus. Das sollte ein großer Kreis sein. Fettet die Springform ein und legt sie mit Backpapier aus. Hebt den Teig vorsichtig mit dem Nudelholz auf und legt ihn in die Form. Drückt ihn gut an den Rand. Stecht mit einer Gabel mehrmals in den Boden (das verhindert Blasen). Jetzt kommt ein Trick: Legt ein Stück Backpapier auf den Teig und füllt es mit getrockneten Hülsenfrüchten oder Backkugeln. Das ist das „Blindbacken”. Backt den Boden so für 10 Minuten vor. Dann entfernt ihr das Papier mit den Kugeln und backt ihn weitere 5 Minuten. So wird er schön knusprig und durchweicht nicht.

Schritt 6: Füllen und Backen

Gebt die Zwiebel-Speck-Füllung auf den vorgebackenen Boden. Verstreicht sie gleichmäßig. Backt den Kuchen für etwa 35-40 Minuten auf der mittleren Schiene. Die Füllung sollte fest sein und eine goldbraune Farbe haben. Wenn sie zu schnell bräunt, deckt sie in den letzten 10 Minuten mit Alufolie ab. Der Duft, der dann durch die Küche zieht, ist unglaublich! Lasst den Kuchen nach dem Backen mindestens 10 Minuten in der Form abkühlen. Dann löst ihr den Rand und lasst ihn auf einem Kuchengitter ganz auskühlen.

Tipps & Tricks für den perfekten Zwiebelkuchen

Ich habe bei diesem Rezept so einiges gelernt – oft durch Trial and Error. Hier sind meine besten Tipps, damit euer elsässer Zwiebelkuchen mit Speck und Kümmel jedes Mal gelingt.

  • Die Zwiebeln richtig schmoren: Das ist der wichtigste Schritt. Nehmt euch Zeit. Wenn ihr die Zwiebeln zu heiß anbratet, werden sie bitter und verbrennen. Sie müssen richtig schön weich und süß sein. Denkt an Marmelade – so weich sollen sie sein. Ich habe einmal versucht, den Prozess zu beschleunigen, und es war eine Katastrophe. Seitdem nehme ich mir die 25 Minuten.
  • Der Teig darf nicht zu warm werden: Wenn ihr den Teig knetet, werden eure Hände warm. Das ist okay, aber arbeitet schnell. Wenn der Teig klebt, legt ihn für 10 Minuten zurück in den Kühlschrank. Das hilft immer.
  • Blindbacken ist ein Muss: Glaubt mir, ich habe es einmal weggelassen. Der Boden wurde matschig und weich. Das Blindbacken sorgt für eine knusprige Basis, die die cremige Füllung perfekt trägt. Es ist der eine Extra-Schritt, der alles verändert.
  • Kümmel nach Geschmack: Ich liebe Kümmel, aber er ist intensiv. Wenn ihr unsicher seid, startet mit 1/2 TL und probiert die Füllung. Ihr könnt immer noch mehr dazugeben. Aber lasst ihn nicht ganz weg – er ist das charakteristische Gewürz in diesem Kuchen.
  • Ruhezeit einplanen: Der Kuchen schmeckt am nächsten Tag fast noch besser. Die Aromen ziehen dann richtig durch. Wenn ihr also Zeit habt, backt ihn einen Tag vorher. Deckt ihn mit Folie ab und lasst ihn bei Raumtemperatur stehen. Vor dem Servieren kurz im Ofen aufwärmen – himmlisch!

Variationen & Anpassungen

Dieses Rezept ist eine wunderbare Basis. Ihr könnt es nach Lust und Laune abwandeln. Hier sind ein paar Ideen, die ich selbst ausprobiert habe.

  • Vegetarische Variante: Lasst den Speck weg und bratet die Zwiebeln in 2 EL Butter und 1 EL Öl an. Für mehr Umami gebt ihr 1 EL Sojasauce oder einen Teelöffel geräuchertes Paprikapulver dazu. Das gibt eine tolle Rauchnote.
  • Mit Käse überbacken: Streut 100 g geriebenen Emmentaler oder Gruyère über die Füllung, bevor ihr den Kuchen backt. Das gibt eine goldene, knusprige Käsekruste. Einfach göttlich!
  • Andere Gewürze: Statt Kümmel könnt ihr auch Majoran, Thymian oder eine Prise Chili nehmen. Ich habe einmal eine Variante mit Rosmarin und Knoblauch gemacht – die war auch fantastisch.
  • Glutenfreie Option: Ersetzt das Weizenmehl durch eine glutenfreie Mehlmischung (z.B. von „Schaer” oder „Mills”). Der Teig wird etwas brüchiger, aber mit Geduld und etwas mehr Wasser klappt es. Rollt ihn zwischen zwei Lagen Backpapier aus – das ist einfacher.
  • Als Mini-Kuchen: Statt einer großen Form könnt ihr auch Muffinförmchen nehmen. Backt sie dann nur 20-25 Minuten. Perfekt für Partys oder als Snack für unterwegs!

Servier- & Aufbewahrungstipps

Der Kuchen ist ein echtes Multitalent. Hier erfahrt ihr, wie ihr ihn am besten genießt und lagert.

Servieren: Der elsässer Zwiebelkuchen mit Speck und Kümmel schmeckt lauwarm am besten. Lasst ihn nach dem Backen etwa 15 Minuten abkühlen, dann ist er perfekt. Dazu passt ein frischer, grüner Salat mit einer leichten Vinaigrette – der Kontrast zwischen der schweren Füllung und dem knackigen Salat ist einfach klasse. Als Getränk empfehle ich einen trockenen Weißwein (Riesling oder Silvaner) oder ein kühles Bier. Im Herbst liebe ich dazu einen Federweißer – das ist die klassische Kombination im Elsass.

Aufbewahrung: Der Kuchen hält sich im Kühlschrank gut abgedeckt (mit Frischhaltefolie oder in einer Dose) für 2-3 Tage. Die Aromen werden sogar noch intensiver. Aber Vorsicht: Der Boden kann etwas weicher werden. Zum Aufwärmen einfach im Ofen bei 150 °C für 10 Minuten backen. In der Mikrowelle wird er leider matschig – das würde ich nicht empfehlen. Ihr könnt ihn auch einfrieren. Wickelt ihn dafür gut in Folie und dann in einen Gefrierbeutel. So hält er sich bis zu 3 Monate. Zum Auftauen einfach über Nacht in den Kühlschrank legen und dann im Ofen aufwärmen. Ich habe immer ein Stück im Gefrierfach für spontanen Besuch!

Nährwerte & gesundheitliche Aspekte

Ich bin keine Ernährungsberaterin, aber ich gebe euch eine grobe Einschätzung. Ein Stück (ca. 1/8 des Kuchens) enthält ungefähr:

  • Kalorien: 380-420 kcal
  • Fett: 25-30 g
  • Kohlenhydrate: 25-30 g
  • Eiweiß: 10-12 g

Ja, es ist kein Diätgericht. Aber es ist ehrliches, sättigendes Essen. Die Zwiebeln sind reich an Antioxidantien und wirken entzündungshemmend. Der Speck liefert Protein und B-Vitamine. Und der Kümmel ist gut für die Verdauung – das ist bei einem so reichhaltigen Kuchen durchaus willkommen! Wenn ihr auf eure Kalorien achtet, esst ein kleineres Stück und genießt es bewusst. Dieser Kuchen ist keine schnelle Mahlzeit, sondern ein Genussmoment. Gönnt ihn euch.

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Kann ich den Teig auch fertig kaufen?

Ja, das geht. Ein fertiger Mürbeteig aus dem Kühlregal tut es auch. Aber selbstgemacht schmeckt einfach besser und ist mit wenigen Zutaten gemacht. Ich finde, es lohnt sich.

Muss ich den Kümmel vorher anrösten?

Nicht zwingend, aber ich empfehle es. Wenn ihr den ganzen Kümmel in einer trockenen Pfanne kurz anröstet (bis er duftet), wird sein Aroma viel intensiver und nussiger. Das gibt dem Kuchen eine extra Geschmacksdimension.

Warum wird mein Boden immer matschig?

Das liegt meistens daran, dass der Boden nicht vorgebacken wurde. Das Blindbacken ist der Schlüssel. Auch wenn die Füllung zu flüssig ist, kann das passieren. Achtet darauf, dass die Zwiebeln gut abgetropft sind, bevor ihr sie in die Füllung gebt.

Kann ich den Kuchen auch ohne Ei machen?

Ja, für eine vegane Variante könnt ihr das Ei im Teig durch 2 EL kaltes Wasser ersetzen. Für die Füllung nehmt ihr 2 EL Speisestärke oder 1 EL Leinsamen (mit 3 EL Wasser verquirlt) als Bindemittel. Der Geschmack wird etwas anders, aber immer noch lecker.

Wie verhindere ich, dass die Zwiebeln beim Schneiden tränen?

Ein paar Tricks: Schneidet die Zwiebeln unter kaltem Wasser, oder stellt sie vorher für 15 Minuten in den Kühlschrank. Das Kauen auf einem Stück Brot hilft auch – keine Ahnung, warum, aber es funktioniert! Ich schwöre auf eine scharfe Klinge – je weniger Zellwände ihr zerquetscht, desto weniger Tränengas entsteht.

Fazit

Dieser elsässer Zwiebelkuchen mit Speck und Kümmel ist mehr als nur ein Rezept. Er ist ein Stück Erinnerung, ein Duft, der in der Wohnung hängt, und ein Geschmack, der einfach glücklich macht. Ich backe ihn jetzt seit Jahren, und er wird nie langweilig. Jedes Mal, wenn ich ihn aus dem Ofen hole, denke ich an Herrn Schmidt und diesen ersten Bissen. Und jedes Mal bin ich ein bisschen stolz, dass ich es jetzt selbst so gut kann.

Probiert es aus. Ändert die Gewürze nach eurem Geschmack, macht ihn vegetarisch oder mit extra Käse. Das Schöne an diesem Kuchen ist, dass er eure eigene Handschrift verträgt. Ich bin gespannt, wie er bei euch wird! Schreibt mir in die Kommentare, ob er genauso gut geworden ist wie bei mir – oder vielleicht sogar besser. Und wenn ihr ein Foto macht, taggt mich gerne. Ich freue mich riesig über eure Kreationen! Bis zum nächsten Mal – und lasst es euch schmecken.

Pin This Recipe!

elsässer Zwiebelkuchen mit Speck und Kümmel recipe

Print

Herzhafter Elsässer Zwiebelkuchen: bestes Rezept mit Speck

Dieser herzhafte Zwiebelkuchen nach elsässer Art mit Speck und Kümmel ist ein echter Publikumsliebling. Der knusprige Mürbeteig und die cremige Füllung aus geschmorten Zwiebeln und knusprigem Speck machen ihn zu einem perfekten Soulfood für jede Gelegenheit.

  • Author: Sarah
  • Prep Time: 30 Minuten
  • Cook Time: 40 Minuten
  • Total Time: 1 Stunde 10 Minuten
  • Yield: 8 Stücke 1x
  • Category: Hauptgericht
  • Cuisine: Elsässisch

Ingredients

Scale
  • 250 g Mehl (Type 405 oder 550)
  • 125 g kalte Butter, in kleine Würfel geschnitten
  • 1 Ei (Größe M)
  • 1 Prise Salz
  • 23 EL kaltes Wasser
  • 1 kg Zwiebeln (Gemüsezwiebeln oder große Speisezwiebeln)
  • 200 g geräucherter, durchwachsener Speck, in feine Würfel geschnitten
  • 3 Eier (Größe M)
  • 200 g Crème fraîche
  • 100 ml Milch
  • 1 TL Kümmel (ganz oder gemahlen)
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1 Prise Muskatnuss, gerieben

Instructions

  1. Mehl und Salz in eine große Schüssel geben. Kalte Butter in kleinen Stücken dazugeben und mit den Fingerspitzen zu einer krümeligen Masse verkneten. Ei und 2 EL kaltes Wasser hinzufügen und schnell zu einem glatten Teig kneten. Bei Bedarf noch 1 EL Wasser dazugeben. Teig in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten kühl stellen.
  2. Zwiebeln schälen, halbieren und in feine Streifen oder halbe Ringe schneiden.
  3. Speckwürfel in eine große, kalte Pfanne geben und bei mittlerer Hitze langsam erhitzen, bis der Speck knusprig ist (ca. 5-7 Minuten). Speck mit einer Schaumkelle herausnehmen und beiseite stellen. Das Fett in der Pfanne lassen.
  4. Die geschnittenen Zwiebeln in die Pfanne mit dem Speckfett geben und bei mittlerer bis niedriger Hitze 20-25 Minuten schmoren, bis sie weich, glasig und fast marmeladig sind. Gelegentlich umrühren.
  5. In einer Schüssel Eier mit Crème fraîche und Milch verquirlen. Kümmel, Salz, Pfeffer und Muskatnuss dazugeben und glatt rühren. Die abgekühlten Zwiebeln und den knusprigen Speck unterrühren. Abschmecken.
  6. Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (Umluft: 160 °C) vorheizen. Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 3-4 mm dick ausrollen. Eine Springform (Ø 26 cm) einfetten und mit Backpapier auslegen. Teig in die Form legen und gut andrücken. Mit einer Gabel mehrmals in den Boden stechen.
  7. Den Boden blindbacken: Ein Stück Backpapier auf den Teig legen und mit getrockneten Hülsenfrüchten oder Backkugeln beschweren. 10 Minuten vorbacken. Papier und Beschwerung entfernen und weitere 5 Minuten backen.
  8. Die Zwiebel-Speck-Füllung auf den vorgebackenen Boden geben und gleichmäßig verstreichen. Auf der mittleren Schiene 35-40 Minuten backen, bis die Füllung fest und goldbraun ist. Bei zu schneller Bräunung in den letzten 10 Minuten mit Alufolie abdecken.
  9. Kuchen nach dem Backen mindestens 10 Minuten in der Form abkühlen lassen. Dann den Rand lösen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.

Notes

Die Zwiebeln müssen langsam geschmort werden, nicht gebraten, damit sie süß und marmeladig werden. Blindbacken ist wichtig für einen knusprigen Boden. Der Kuchen schmeckt am nächsten Tag noch besser. Für eine vegetarische Variante Speck weglassen und Zwiebeln in Butter und Öl anbraten.

Nutrition

  • Serving Size: 1 Stück (ca. 1/8 des
  • Calories: 400
  • Sugar: 6
  • Sodium: 450
  • Fat: 28
  • Saturated Fat: 16
  • Carbohydrates: 28
  • Fiber: 3
  • Protein: 11

Keywords: Zwiebelkuchen, Elsässer Zwiebelkuchen, Speck, Kümmel, herzhafter Kuchen, Mürbeteig, Herbstrezept, Federweißer

Did you make this recipe?

Share a photo and tag us — we can't wait to see what you've made!

Diese Rezepte könntest du auch lieben

Leave a Comment

Recipe rating