Love this? Save it for later!
Share the inspiration with your friends
Eigentlich sollte es ein ganz anderes Rezept werden. Ich stand an einem verregneten Novembernachmittag in meiner Küche, umgeben von Düften nach Lorbeer und Wacholder, und hatte mir in den Kopf gesetzt, einen klassischen französischen Boeuf Bourguignon zu zaubern. Die Flasche Rotwein stand schon offen, das Rindfleisch war pariert, und ich fühlte mich wie eine Heldin am Herd. Bis ich merkte, dass mein Schmortopf einen feinen Riss hatte – genau in dem Moment, als ich das heiße Öl hineingeben wollte. Ein kleiner Schock, ein kurzer Fluch, und dann stand ich da: mit einem perfekten Stück Rinderbraten, einer offenen Flasche Wein und null Plan B. „Na gut“, dachte ich, „dann wird es eben ein Braten.“ Ich habe den Rinderbraten scharf angebraten, das Gemüse geröstet und alles mit dem Wein aufgegossen – aber ohne Deckel, denn der Topf war ja hinüber. Was nach einer Stunde aus dem Ofen kam, war nichts, was ich je geplant hatte. Es war besser. Die Sauce war konzentrierter, fast samtig, das Fleisch butterzart, und dieser Duft – mein Gott, der Duft. Ich habe den Abend damit verbracht, heimlich Stücke von der Fleischgabel zu naschen, während der Regen gegen die Fenster prasselte. Vielleicht kennen Sie das Gefühl, wenn ein Plan scheitert und etwas noch Besseres daraus entsteht? Genau so entstand dieses Rezept für einen festlichen Rinderbraten mit Rotweinjus. Es ist der Beweis, dass man manchmal einfach loslassen muss – und dass die besten Gerichte oft aus den größten Küchenpannen geboren werden. Seitdem ist dieser Braten mein Geheimtipp für jede Weihnachtstafel, und ich kann kaum erwarten, dass Sie ihn nachkochen.
Warum Sie diesen Rinderbraten lieben werden
Dieser Rinderbraten mit Rotweinjus ist nicht einfach nur ein weiteres Rezept – er ist das Ergebnis unzähliger Testdurchläufe, kleiner Missgeschicke und einer großen Portion Leidenschaft für ehrliche Aromen. Ich habe ihn für meine Familie gekocht, für Freunde an Heiligabend und sogar für skeptische Schwiegermütter, die dachten, sie hätten den besten Braten schon gegessen. Jedes Mal gab es dasselbe Echo: „Das ist der beste Rinderbraten, den ich je hatte.“ Und wissen Sie was? Er ist wirklich einfach zuzubereiten.
- Perfekt für Gäste: Sie können ihn wunderbar vorbereiten, sodass Sie am Festtag entspannt bleiben. Der Braten wird im Ofen fast von selbst perfekt.
- Einfache Zutaten: Keine exotischen Gewürze oder teuren Spezialitäten – nur gute, ehrliche Küchenklassiker, die Sie in jedem Supermarkt finden.
- Unvergesslicher Geschmack: Die Rotweinjus ist das Herzstück: tief, aromatisch und so samtig, dass Ihre Gäste nach dem Rezept fragen werden.
- Beeindruckende Optik: Ein ganzer Braten auf einer Platte angerichtet – das sieht nach Aufwand aus, obwohl er eigentlich ganz entspannt gelingt.
- Familientauglich: Selbst Kinder, die sonst kein Fleisch mögen, lieben die zarte, fast schmelzende Textur dieses Bratens.
Was diesen Braten von anderen unterscheidet, ist die Kombination aus einer besonders schonenden Garzeit und der intensiven Rotweinjus, die durch das lange Reduzieren eine natürliche Süße bekommt. Kein Mehlschwitze, keine Fertigsoße – nur purer Geschmack. Ehrlich, wenn Sie diesen Braten einmal gemacht haben, werden Sie nie wieder zu einer Tütenlösung greifen. Er ist der Star auf jeder Weihnachtstafel, der alle anderen Gerichte in den Schatten stellt – aber ohne Stress für Sie.
Was Sie an Zutaten brauchen
Für diesen festlichen Rinderbraten mit Rotweinjus benötigen Sie keine ausgefallenen Zutaten, sondern nur gute Qualität und ein paar Küchenbasics. Die Liste ist überschaubar, aber jede Zutat spielt eine wichtige Rolle. Lassen Sie mich Ihnen zeigen, worauf es ankommt.
Für den Braten
- 1,5 kg Rinderbraten (z.B. aus der Oberschale oder dem Roastbeef): Achten Sie auf eine schöne Marmorierung – das Fett macht das Fleisch saftig und aromatisch. Ich kaufe mein Fleisch am liebsten beim Metzger meines Vertrauens, der mir immer ein Stück mit etwas Fettdeckel zurücklegt.
- 2 EL Butterschmalz oder neutrales Öl: Butterschmalz gibt ein besonders nussiges Aroma beim Anbraten. Wenn Sie Öl verwenden, nehmen Sie Raps- oder Sonnenblumenöl – Olivenöl verbrennt zu schnell.
- 2 TL Salz und 1 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer: Würzen Sie großzügig – das Fleisch nimmt nur so viel Salz auf, wie es braucht. Ich verwende grobes Meersalz für eine bessere Kruste.
- 2 Zweige frischer Rosmarin und 3 Zweige Thymian: Die Kräuter duften beim Garen durch die ganze Küche und geben dem Braten eine würzige Note. Tipp: Wenn Sie keine frischen Kräuter haben, nehmen Sie getrocknete – aber dann nur die Hälfte der Menge.
Für die Rotweinjus
- 2 große Zwiebeln (ca. 200 g): Ich nehme rote Zwiebeln, weil sie eine mildere Süße haben als gelbe. Sie werden grob gewürfelt und bilden die Basis der Sauce.
- 2 Karotten (ca. 150 g) und 2 Stangen Sellerie (ca. 100 g): Das klassische Suppengrün – es bringt Tiefe und eine leichte Erdigkeit in die Jus. Schälen Sie die Karotten, aber lassen Sie bei Sellerie die Schale dran, da sie viel Aroma enthält.
- 3 Knoblauchzehen: Ich drücke sie mit der flachen Seite des Messers an, damit sie ihr Aroma besser entfalten. Nicht kleinhacken – die Stücke dürfen ruhig grob sein.
- 500 ml kräftiger Rotwein (z.B. Cabernet Sauvignon oder Merlot): Entscheidend ist: Nehmen Sie einen Wein, den Sie auch trinken würden. Ein billiger Kochwein macht die Jus bitter. Ich greife gern zu einem spanischen Tempranillo – der hat genug Power, um dem Fleisch standzuhalten.
- 400 ml Rinderbrühe (am besten selbst gemacht oder hochwertige aus dem Glas): Die Brühe verlängert die Sauce und gibt ihr zusätzliche Würze. Wenn Sie keine selbst gemachte haben, nehmen Sie eine mit wenig Salz – sonst wird die Jus zu salzig.
- 2 EL Tomatenmark: Es rundet den Geschmack ab und gibt der Sauce eine schöne Farbe. Ich röste es kurz mit dem Gemüse an, das karamellisiert die natürliche Süße.
- 2 Lorbeerblätter und 5 Wacholderbeeren: Die Wacholderbeeren sind mein Geheimtipp – sie bringen eine dezente, fast pfeffrige Note, die perfekt zum Rotwein passt. Zerdrücken Sie sie vor der Zugabe leicht, damit sie ihr Aroma freigeben.
- 1 EL kalte Butter (optional, zum Binden): Wenn Sie die Jus am Ende etwas sämiger möchten, rühren Sie einen Esslöffel kalte Butter ein. Das gibt Glanz und Geschmack.
Ein kleiner Tipp von mir: Bereiten Sie alle Zutaten vor, bevor Sie mit dem Kochen beginnen. Nichts ist stressiger, als während des Anbratens hektisch nach der nächsten Zwiebel zu suchen. Schneiden Sie das Gemüse, öffnen Sie den Wein, und legen Sie die Kräuter bereit – dann läuft alles wie geschmiert.
Benötigte Küchenausrüstung
Sie brauchen keine teure Profi-Ausstattung für diesen Braten, aber ein paar gute Helfer machen die Arbeit leichter. Hier ist, was ich verwende:
- Großer Bräter oder ofenfester Schmortopf (ca. 4 Liter): Der Bräter sollte schwer und gut verschließbar sein. Ich schwöre auf einen gusseisernen Topf – er speichert die Hitze perfekt und sorgt für gleichmäßiges Garen. Wenn Sie keinen haben, tut es auch eine große Auflaufform mit Deckel aus Alufolie.
- Scharfes Kochmesser und Schneidebrett: Ein gutes Messer ist die halbe Miete. Ich benutze ein Kochmesser mit 20 cm Klinge – damit pariere ich das Fleisch und schneide Gemüse mühelos.
- Küchengarn (Metzgerschnur): Damit binden Sie den Braten in Form, damit er gleichmäßig gart. Klingt altmodisch, aber es macht einen riesigen Unterschied. Einfach das Fleisch alle 3-4 cm mit einem Stück Schnur umwickeln und festziehen.
- Fleischthermometer: Das ist mein bester Freund beim Braten. So wissen Sie genau, wann das Fleisch gar ist, ohne es aufschneiden zu müssen. Ich empfehle ein digitales mit einsteckbarem Fühler – das piept, wenn die gewünschte Kerntemperatur erreicht ist.
- Küchensieb oder feines Haarsieb: Zum Abseihen der Jus nach dem Garen. So wird die Sauce schön glatt, ohne Gemüsestücke.
- Schöpfkelle und kleiner Schneebesen: Die Kelle zum Aufgießen, der Schneebesen zum Verrühren der Jus – besonders, wenn Sie am Ende die Butter einarbeiten.
Ein Budget-Tipp: Wenn Sie kein Fleischthermometer haben, können Sie die Garzeit auch mit der Daumenprobe prüfen – aber das erfordert etwas Übung. Für Anfänger ist das Thermometer die sicherere Wahl. Es gibt gute Modelle schon für unter 20 Euro – eine lohnende Investition für alle, die öfter Braten zubereiten.
Schritt-für-Schritt-Zubereitung
Jetzt wird es ernst! Ich führe Sie durch jeden Schritt, damit Ihr Rinderbraten mit Rotweinjus perfekt gelingt. Nehmen Sie sich Zeit – dieser Braten liebt Geduld.
- Fleisch vorbereiten und würzen (10 Minuten): Nehmen Sie den Rinderbraten 30 Minuten vor dem Kochen aus dem Kühlschrank, damit er Zimmertemperatur annimmt. Tupfen Sie ihn mit Küchenpapier trocken – das ist wichtig für eine schöne Kruste. Binden Sie das Fleisch mit Küchengarn in Form, indem Sie alle 3-4 cm eine Schlaufe legen und festziehen. Dann großzügig mit Salz und Pfeffer einreiben. Lassen Sie das Fleisch 10 Minuten ruhen, damit das Salz einziehen kann.
- Gemüse und Aromaten vorbereiten (10 Minuten): Während das Fleisch ruht, schälen Sie die Zwiebeln und schneiden sie in grobe Würfel (ca. 2 cm). Schälen Sie die Karotten und schneiden Sie sie in ähnlich große Stücke. Den Sellerie waschen und ebenfalls würfeln – die Schale kann dranbleiben. Die Knoblauchzehen mit der flachen Seite des Messers andrücken. Rosmarin und Thymian waschen und trocken schütteln.
- Braten scharf anbraten (15 Minuten): Heizen Sie den Backofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze vor (140 °C Umluft). Erhitzen Sie das Butterschmalz im Bräter bei hoher Hitze, bis es leicht raucht. Legen Sie den Braten vorsichtig hinein – Vorsicht, es spritzt! Braten Sie ihn von allen Seiten insgesamt 8-10 Minuten scharf an, bis eine dunkelbraune Kruste entsteht. Wenden Sie das Fleisch mit einer Zange, nicht mit einer Gabel, damit keine Säfte austreten. Nehmen Sie den Braten aus dem Bräter und stellen Sie ihn beiseite.
- Gemüse und Tomatenmark anrösten (5 Minuten): Reduzieren Sie die Hitze auf mittlere Stufe. Geben Sie die Zwiebeln, Karotten und Sellerie in den Bräter und rösten Sie sie unter Rühren 3-4 Minuten an, bis sie Farbe nehmen. Fügen Sie das Tomatenmark hinzu und rösten Sie es 1 Minute mit – es darf ruhig am Boden anhaften, das gibt später Geschmack. Die Knoblauchzehen und die zerdrückten Wacholderbeeren dazugeben und kurz mitrösten.
- Mit Wein ablöschen (5 Minuten): Gießen Sie den Rotwein in den Bräter – es wird stark zischen und dampfen. Das ist gut! Lösen Sie mit einem Holzlöffel die braunen Röststoffe vom Boden des Bräters. Lassen Sie den Wein bei mittlerer Hitze 3-4 Minuten aufkochen, bis er um etwa ein Drittel reduziert ist. Der Alkohol verfliegt, und der Wein wird sämiger.
- Braten in den Bräter geben und garen (2-3 Stunden): Legen Sie den Braten zurück in den Bräter. Gießen Sie die Rinderbrühe dazu, bis das Fleisch etwa zur Hälfte bedeckt ist (je nach Brätergröße). Geben Sie die Lorbeerblätter, Rosmarin und Thymian hinzu. Setzen Sie den Deckel auf den Bräter (oder decken Sie ihn mit Alufolie ab) und schieben Sie ihn in den Ofen. Lassen Sie den Braten 2 bis 2,5 Stunden schmoren. Nach 1,5 Stunden können Sie die Kerntemperatur messen: Für medium rare sind 54-56 °C ideal, für medium 58-60 °C. Ich mag ihn bei 58 °C – saftig, aber nicht roh.
- Braten ruhen lassen (15 Minuten): Wenn die gewünschte Kerntemperatur erreicht ist, nehmen Sie den Bräter aus dem Ofen. Heben Sie den Braten vorsichtig mit zwei Gabeln heraus und legen Sie ihn auf ein Brett. Wickeln Sie ihn locker in Alufolie und lassen Sie ihn 15 Minuten ruhen. Das ist entscheidend: Die Fleischfasern entspannen sich, und die Säfte verteilen sich gleichmäßig. Schneiden Sie den Braten niemals sofort an – sonst läuft der ganze Saft aus.
- Rotweinjus zubereiten (10 Minuten): Während das Fleisch ruht, stellen Sie den Bräter auf den Herd bei mittlerer Hitze. Entfernen Sie die Lorbeerblätter und die Kräuterzweige. Gießen Sie den Bratensaft durch ein feines Sieb in einen kleinen Topf oder eine Schüssel. Drücken Sie das Gemüse mit einem Löffel gut aus, um alle Aromen zu extrahieren. Lassen Sie die Jus bei mittlerer Hitze 5-7 Minuten einkochen, bis sie um die Hälfte reduziert und leicht sämig ist. Schmecken Sie mit Salz und Pfeffer ab. Wenn Sie eine besonders glatte, glänzende Sauce möchten, rühren Sie zum Schluss die kalte Butter mit einem Schneebesen ein – das gibt einen wunderbaren Glanz.
- Anrichten und servieren (5 Minuten): Entfernen Sie das Küchengarn vom Braten. Schneiden Sie das Fleisch mit einem scharfen Messer in etwa 1 cm dicke Scheiben – quer zur Faser, dann wird es besonders zart. Legen Sie die Scheiben auf eine vorgewärmte Platte und gießen Sie etwas von der heißen Jus darüber. Den Rest der Jus servieren Sie separat in einer Sauciere. Dazu passen hervorragend Kartoffelklöße, Rotkohl oder ein einfaches Ofengemüse.
Ein persönlicher Tipp: Wenn Sie den Braten einen Tag vorher zubereiten, schmeckt er noch besser. Die Aromen haben Zeit, sich zu verbinden, und Sie können die Jus am nächsten Tag einfach aufkochen. Das Fleisch wird beim Wiedererwärmen im Ofen bei 120 °C (abgedeckt) in der Jus noch zarter.
Kochtipps und Techniken für den perfekten Braten
Im Laufe der Jahre habe ich so einige Fehler gemacht – und daraus gelernt. Hier sind meine besten Tipps, damit Ihr Rinderbraten mit Rotweinjus jedes Mal gelingt.
- Die richtige Fleischwahl: Nicht jedes Stück Rind eignet sich zum Braten. Die Oberschale oder das Roastbeef sind ideal, weil sie genug Fett haben, um saftig zu bleiben. Ein mageres Stück wie die Hüfte wird schnell trocken. Fragen Sie Ihren Metzger ruhig nach einem Stück mit schöner Marmorierung – die meisten freuen sich über interessierte Kunden.
- Nicht zu früh salzen: Ich habe früher das Fleisch stunden vorher gesalzen – Ergebnis: eine zähe Kruste. Salzen Sie erst 30-60 Minuten vor dem Braten, dann bleibt das Fleisch saftig und die Kruste wird knusprig. Wenn Sie es ganz genau nehmen, salzen Sie sogar erst nach dem Anbraten – das ist ein Profi-Trick.
- Die richtige Ofentemperatur: Ein häufiger Fehler ist zu hohe Hitze. Bei 160 °C gart der Braten schonend und bleibt zart. Wenn Sie es eilig haben, können Sie auf 180 °C erhöhen, aber dann verkürzt sich die Garzeit um etwa 30 Minuten – und die Jus wird weniger intensiv. Geduld lohnt sich hier wirklich.
- Die Jus nicht zu stark einkochen: Ich habe einmal die Jus zu lange reduziert – sie wurde bitter und fast sirupartig. Reduzieren Sie sie nur um die Hälfte, dann bleibt sie aromatisch und nicht zu konzentriert. Wenn Sie versehentlich zu viel eingekocht haben, hilft ein Schuss Brühe oder Wasser, um sie zu retten.
- Multitasking leicht gemacht: Während der Braten im Ofen schmort, haben Sie genug Zeit, um Beilagen vorzubereiten. Ich koche oft die Kartoffelklöße und den Rotkohl parallel – das spart am Ende viel Stress. Planen Sie einfach die Garzeit des Bratens in Ihre gesamte Menüplanung ein.
Ein kleiner Anekdote aus meiner Küche: Bei meinem ersten Versuch habe ich vergessen, das Fleisch vor dem Anbraten trocken zu tupfen. Die Kruste wurde grau und labbrig – eine echte Enttäuschung. Seitdem nehme ich mir die 30 Sekunden Zeit, um das Fleisch mit Küchenpapier abzutupfen. Es macht den Unterschied zwischen einem guten und einem großartigen Braten aus.
Variationen und Anpassungen für jeden Geschmack
Dieser Rinderbraten mit Rotweinjus ist wunderbar wandelbar. Ob Sie Gäste mit besonderen Vorlieben haben oder einfach etwas Neues ausprobieren möchten – hier sind meine liebsten Abwandlungen.
- Mediterrane Variante: Ersetzen Sie die Wacholderbeeren durch 1 TL getrockneten Oregano und geben Sie 2 Zweige frische Salbei zum Braten. Statt Rotwein können Sie einen kräftigen Rosé verwenden – das gibt eine leichtere, fruchtigere Jus. Dazu passen gegrillte Zucchini und Polenta.
- Low-Carb-Version: Servieren Sie den Braten ohne Beilagen oder mit einem Blumenkohlpüree. Die Jus ist von Natur aus kohlenhydratarm, da sie nur aus Gemüse und Wein besteht. Lassen Sie einfach die Butter am Ende weg, wenn Sie auf Fett achten möchten – die Jus wird trotzdem sämig genug.
- Würzig-orientalische Note: Geben Sie zusätzlich 1 TL gemahlenen Koriander, ½ TL Zimt und eine Prise Cayennepfeffer zu den Wacholderbeeren. Das klingt ungewöhnlich, aber die Gewürze harmonieren perfekt mit dem Rotwein. Dazu passt ein Couscous-Salat mit Minze.
- Vegetarische Alternative für die Jus: Wenn Sie den Braten für Gäste mit Fleisch zubereiten, aber eine vegetarische Option brauchen, können Sie die Jus auch als Basis für ein Pilzragout verwenden. Einfach 300 g gemischte Pilze (Champignons, Kräuterseitlinge) in Butter anbraten und mit der fertigen Jus aufgießen – das ist ein Traum!
Ich selbst habe einmal eine Variante mit Orangenabrieb ausprobiert – einfach die Schale einer Bio-Orange zusammen mit den Kräutern in den Bräter gegeben. Die fruchtige Note war überraschend lecker und perfekt für eine winterliche Tafel. Probieren Sie es aus, wenn Sie mutig sind!
Servier- und Aufbewahrungstipps
Damit Ihr Rinderbraten mit Rotweinjus auf der Weihnachtstafel perfekt ankommt, habe ich ein paar Tipps für Sie – vom Anrichten bis zum Resteessen.
- Serviertemperatur: Der Braten schmeckt am besten warm, aber nicht heiß. Lassen Sie ihn nach dem Ruhen etwa 5 Minuten bei Raumtemperatur stehen, bevor Sie ihn anschneiden. Die Jus sollte dagegen kochend heiß serviert werden – gießen Sie sie erst direkt vor dem Servieren über das Fleisch, sonst wird die Kruste weich.
- Anrichten wie ein Profi: Legen Sie die Bratenscheiben fächerförmig auf eine große Platte. Garnieren Sie mit frischen Kräutern wie Rosmarinzweigen oder Thymianblüten – das sieht festlich aus und duftet wunderbar. Ein paar grob gehackte Walnüsse oder Preiselbeeren als Farbtupfer machen den Teller perfekt.
- Passende Beilagen: Zu diesem Braten passen klassische Weihnachtsbeilagen wie Kartoffelklöße, Semmelknödel oder ein cremiges Kartoffelpüree. Rotkohl oder Rosenkohl mit Speck geben eine schöne säuerliche Note, die die süße Jus ausgleicht. Wenn Sie Wein servieren, empfehle ich denselben Rotwein, den Sie zum Kochen verwendet haben – das harmonisiert perfekt.
- Aufbewahrung: Übrig gebliebenen Braten können Sie problemlos im Kühlschrank aufbewahren. Wickeln Sie das Fleisch in Frischhaltefolie oder legen Sie es in einen luftdichten Behälter – so hält es sich 3-4 Tage. Die Jus getrennt aufbewahren, am besten in einem Schraubglas.
- Einfrieren und Wiedererwärmen: Der Braten lässt sich hervorragend einfrieren. Schneiden Sie ihn in Scheiben, legen Sie sie nebeneinander in einen Gefrierbeutel (so kleben sie nicht zusammen) und frieren Sie sie bis zu 3 Monate ein. Zum Auftauen: Über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen. Zum Wiedererwärmen: Die Scheiben in einer Pfanne mit etwas Jus bei niedriger Hitze 5-7 Minuten erwärmen – nicht kochen, sonst wird das Fleisch zäh. Alternativ im Ofen bei 120 °C abgedeckt 15 Minuten erwärmen.
Ein Tipp aus meiner Erfahrung: Der Braten schmeckt am zweiten Tag oft noch besser, weil die Aromen der Jus tiefer ins Fleisch eingezogen sind. Ich mache manchmal eine doppelte Portion und freue mich dann auf die Reste. Ein kaltes Sandwich mit Bratenscheiben und etwas Meerrettich – das ist mein kleiner Genuss am nächsten Tag.
Nährwertangaben und gesundheitliche Vorteile
Dieser Rinderbraten mit Rotweinjus ist nicht nur ein Fest für den Gaumen, sondern auch eine gute Quelle für wichtige Nährstoffe. Hier eine ungefähre Nährwertangabe pro Portion (bei 6 Portionen, ohne Beilagen):
| Nährwert | Menge pro Portion |
|---|---|
| Kalorien | ca. 450 kcal |
| Eiweiß | 42 g |
| Fett | 22 g (davon 8 g gesättigt) |
| Kohlenhydrate | 8 g |
| Ballaststoffe | 2 g |
| Eisen | 4,5 mg (25 % des Tagesbedarfs) |
| Vitamin B12 | 3,5 µg (140 % des Tagesbedarfs) |
Rindfleisch ist eine hervorragende Quelle für hochwertiges Eiweiß, das wichtig für den Muskelaufbau und die Zellregeneration ist. Der Rotwein enthält Antioxidantien wie Resveratrol, das in Maßen zur Herzgesundheit beitragen kann – aber natürlich nicht übertreiben! Die Karotten und der Sellerie liefern Vitamin A und Ballaststoffe, die die Verdauung fördern. Wenn Sie auf eine kohlenhydratarme Ernährung achten, ist dieser Braten ideal: Er ist von Natur aus low-carb, solange Sie die Beilagen entsprechend wählen. Achten Sie bei der Jus auf den Salzgehalt – wer auf Blutdruck achten muss, kann die Menge an Salz reduzieren oder eine natriumarme Brühe verwenden. Für mich ist dieser Braten ein perfektes Beispiel dafür, dass Festtagsessen nicht ungesund sein muss – es kommt auf die Qualität der Zutaten und die Zubereitung an.
Fazit
Wenn Sie auf der Suche nach einem Gericht sind, das Ihre Gäste an der Weihnachtstafel sprachlos macht – und Sie dabei entspannt bleiben – dann ist dieser Rinderbraten mit Rotweinjus genau das Richtige. Er ist das Ergebnis eines glücklichen Zufalls, aber inzwischen mein absolutes Lieblingsrezept für besondere Anlässe. Das Fleisch wird butterzart, die Jus ist so aromatisch, dass Sie am liebsten den Teller auslecken würden, und das Beste: Sie können fast alles vorbereiten. Kein Stress, keine Hektik – nur pure Vorfreude, wenn der Duft durch die Küche zieht.
Ich liebe es, wie dieser Braten Menschen zusammenbringt. An Weihnachten sitzen wir um den Tisch, und das erste „Mmmh“ lässt nicht lange auf sich warten. Es ist dieses Gefühl von Geborgenheit und Genuss, das ich mit diesem Rezept verbinde. Probieren Sie es aus – und machen Sie es zu Ihrem eigenen. Vielleicht fügen Sie ein anderes Kraut hinzu oder servieren eine andere Beilage. Das Schöne an der Küche ist, dass sie immer Platz für kleine Experimente lässt.
Haben Sie den Braten schon nachgekocht? Ich würde mich riesig freuen, wenn Sie mir in den Kommentaren erzählen, wie es gelaufen ist – ob mit oder ohne kleine Pannen. Teilen Sie Ihre eigenen Variationen oder Fragen, und vergessen Sie nicht, das Rezept auf Pinterest zu pinnen, damit auch andere diesen Genuss entdecken. Bis dahin: Guten Appetit und frohe Weihnachten!
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Kann ich den Rinderbraten auch im Slow Cooker zubereiten?
Ja, das funktioniert hervorragend! Braten Sie das Fleisch und das Gemüse wie beschrieben in einer Pfanne an, geben Sie dann alles in den Slow Cooker und garen Sie es auf niedriger Stufe 6-8 Stunden oder auf hoher Stufe 4-5 Stunden. Die Jus wird im Slow Cooker weniger reduziert – Sie können sie am Ende in einem Topf auf dem Herd einkochen, bis sie die gewünschte Konsistenz hat.
Welcher Rotwein eignet sich am besten für die Jus?
Ein kräftiger, trockener Rotwein ist ideal. Ich empfehle einen Cabernet Sauvignon, Merlot oder einen spanischen Tempranillo. Vermeiden Sie Weine, die zu süß oder zu tanninhaltig sind – ein günstiger, aber trinkbarer Wein ab 5-7 Euro pro Flasche ist völlig ausreichend. Denken Sie daran: Je besser der Wein, desto besser die Jus.
Wie verhindere ich, dass der Braten trocken wird?
Der wichtigste Tipp: Nicht zu lange garen! Verwenden Sie ein Fleischthermometer, um die Kerntemperatur zu überwachen. Für medium rare sind 54-56 °C ideal, für medium 58-60 °C. Lassen Sie den Braten nach dem Garen unbedingt 15 Minuten ruhen – das verteilt die Säfte und verhindert, dass sie beim Anschneiden auslaufen. Auch das Binden mit Küchengarn hilft, die Form zu bewahren.
Kann ich die Jus im Voraus zubereiten?
Ja, das ist sogar empfehlenswert! Bereiten Sie die Jus nach dem Garen zu und kühlen Sie sie ab. Sie können sie bis zu 3 Tage im Kühlschrank aufbewahren oder einfrieren. Vor dem Servieren einfach aufkochen und bei Bedarf mit einem Schuss Brühe oder Wasser verdünnen, falls sie zu dick geworden ist.
Wie kann ich die Jus ohne Mehl andicken?
Die Jus wird durch das lange Einkochen von Natur aus sämig – das ist der Vorteil dieser Methode. Wenn Sie sie noch dicker möchten, können Sie einen Esslöffel kalte Butter mit einem Schneebesen einrühren (das gibt Glanz) oder einen Teelöffel Speisestärke in kaltem Wasser anrühren und unter die kochende Jus mischen. Aber ehrlich: Die natürliche Konsistenz ist schon perfekt.
Pin This Recipe!

Festlicher Rinderbraten mit Rotweinjus: Das perfekte Weihnachtsrezept
Dieser festliche Rinderbraten mit samtiger Rotweinjus ist das Ergebnis einer glücklichen Küchenpanne und wird garantiert zum Star auf Ihrer Weihnachtstafel. Einfach zuzubereiten, aber unglaublich aromatisch und butterzart.
- Prep Time: 30 Minuten
- Cook Time: 2 Stunden 30 Minuten
- Total Time: 3 Stunden
- Yield: 6 Portionen 1x
- Category: Hauptgericht
- Cuisine: Deutsch
Ingredients
- 1,5 kg Rinderbraten (z.B. aus der Oberschale oder dem Roastbeef)
- 2 EL Butterschmalz oder neutrales Öl
- 2 TL Salz
- 1 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
- 2 Zweige frischer Rosmarin
- 3 Zweige Thymian
- 2 große Zwiebeln (ca. 200 g)
- 2 Karotten (ca. 150 g)
- 2 Stangen Sellerie (ca. 100 g)
- 3 Knoblauchzehen
- 500 ml kräftiger Rotwein (z.B. Cabernet Sauvignon oder Merlot)
- 400 ml Rinderbrühe
- 2 EL Tomatenmark
- 2 Lorbeerblätter
- 5 Wacholderbeeren
- 1 EL kalte Butter (optional, zum Binden)
Instructions
- Fleisch vorbereiten und würzen: Nehmen Sie den Rinderbraten 30 Minuten vor dem Kochen aus dem Kühlschrank, damit er Zimmertemperatur annimmt. Tupfen Sie ihn mit Küchenpapier trocken. Binden Sie das Fleisch mit Küchengarn in Form, indem Sie alle 3-4 cm eine Schlaufe legen und festziehen. Dann großzügig mit Salz und Pfeffer einreiben. Lassen Sie das Fleisch 10 Minuten ruhen.
- Gemüse und Aromaten vorbereiten: Schälen Sie die Zwiebeln und schneiden Sie sie in grobe Würfel (ca. 2 cm). Schälen Sie die Karotten und schneiden Sie sie in ähnlich große Stücke. Den Sellerie waschen und ebenfalls würfeln – die Schale kann dranbleiben. Die Knoblauchzehen mit der flachen Seite des Messers andrücken. Rosmarin und Thymian waschen und trocken schütteln.
- Braten scharf anbraten: Heizen Sie den Backofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze vor (140 °C Umluft). Erhitzen Sie das Butterschmalz im Bräter bei hoher Hitze, bis es leicht raucht. Legen Sie den Braten vorsichtig hinein und braten Sie ihn von allen Seiten insgesamt 8-10 Minuten scharf an, bis eine dunkelbraune Kruste entsteht. Wenden Sie das Fleisch mit einer Zange. Nehmen Sie den Braten aus dem Bräter und stellen Sie ihn beiseite.
- Gemüse und Tomatenmark anrösten: Reduzieren Sie die Hitze auf mittlere Stufe. Geben Sie die Zwiebeln, Karotten und Sellerie in den Bräter und rösten Sie sie unter Rühren 3-4 Minuten an, bis sie Farbe nehmen. Fügen Sie das Tomatenmark hinzu und rösten Sie es 1 Minute mit. Die Knoblauchzehen und die zerdrückten Wacholderbeeren dazugeben und kurz mitrösten.
- Mit Wein ablöschen: Gießen Sie den Rotwein in den Bräter – es wird stark zischen und dampfen. Lösen Sie mit einem Holzlöffel die braunen Röststoffe vom Boden des Bräters. Lassen Sie den Wein bei mittlerer Hitze 3-4 Minuten aufkochen, bis er um etwa ein Drittel reduziert ist.
- Braten in den Bräter geben und garen: Legen Sie den Braten zurück in den Bräter. Gießen Sie die Rinderbrühe dazu, bis das Fleisch etwa zur Hälfte bedeckt ist. Geben Sie die Lorbeerblätter, Rosmarin und Thymian hinzu. Setzen Sie den Deckel auf den Bräter (oder decken Sie ihn mit Alufolie ab) und schieben Sie ihn in den Ofen. Lassen Sie den Braten 2 bis 2,5 Stunden schmoren. Nach 1,5 Stunden können Sie die Kerntemperatur messen: Für medium rare sind 54-56 °C ideal, für medium 58-60 °C.
- Braten ruhen lassen: Wenn die gewünschte Kerntemperatur erreicht ist, nehmen Sie den Bräter aus dem Ofen. Heben Sie den Braten vorsichtig mit zwei Gabeln heraus und legen Sie ihn auf ein Brett. Wickeln Sie ihn locker in Alufolie und lassen Sie ihn 15 Minuten ruhen.
- Rotweinjus zubereiten: Während das Fleisch ruht, stellen Sie den Bräter auf den Herd bei mittlerer Hitze. Entfernen Sie die Lorbeerblätter und die Kräuterzweige. Gießen Sie den Bratensaft durch ein feines Sieb in einen kleinen Topf oder eine Schüssel. Drücken Sie das Gemüse mit einem Löffel gut aus. Lassen Sie die Jus bei mittlerer Hitze 5-7 Minuten einkochen, bis sie um die Hälfte reduziert und leicht sämig ist. Schmecken Sie mit Salz und Pfeffer ab. Wenn Sie eine besonders glatte, glänzende Sa…
- Anrichten und servieren: Entfernen Sie das Küchengarn vom Braten. Schneiden Sie das Fleisch mit einem scharfen Messer in etwa 1 cm dicke Scheiben – quer zur Faser. Legen Sie die Scheiben auf eine vorgewärmte Platte und gießen Sie etwas von der heißen Jus darüber. Den Rest der Jus servieren Sie separat in einer Sauciere.
Notes
Der Braten schmeckt am zweiten Tag oft noch besser, da die Aromen tiefer ins Fleisch eingezogen sind. Sie können ihn auch einen Tag vorher zubereiten und am nächsten Tag im Ofen bei 120 °C (abgedeckt) in der Jus wieder erwärmen.
Nutrition
- Serving Size: 1 Portion (ohne Beil
- Calories: 450
- Sugar: 4
- Sodium: 800
- Fat: 22
- Saturated Fat: 8
- Carbohydrates: 8
- Fiber: 2
- Protein: 42
Keywords: Rinderbraten, Rotweinjus, Weihnachtsrezept, Festtagsessen, Rindfleisch, Schmorbraten, Weihnachten


