Geschrieben von

Lyla Curtis

Veröffentlicht

Einfache Linzer Plätzchen mit Johannisbeergelee – Bestes Rezept

Fertig in 60 Minuten
Portionen 30-35 Stück
Schwierigkeitsgrad Easy

Love this? Save it for later!

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Meine Nachbarin Frau Schuster machte gar kein großes Aufheben darum. Ich war an einem Dienstag im November kurz bei ihr vorbeigeschneit, um mir eine Springform für meinen Käsekuchen auszuleihen, und da traf mich dieser Duft. Es roch nach Vanille, nach Butter und nach etwas, das ich nicht sofort benennen konnte – nach Zuhause, aber einem besseren Zuhause, falls das Sinn ergibt. Auf der Küchentheke standen sie in Reih und Glied: diese perfekten, kleinen Linzer Plätzchen mit dem rubinroten Johannisbeergelee, das durch die Gucklöcher hindurchschimmerte. Ich hab sie angestarrt, bestimmt zehn Sekunden lang, ohne etwas zu sagen. Frau Schuster zuckte nur mit den Schultern. “Ach, die sind schnell gemacht”, meinte sie und wischte sich die Hände an der Schürze ab. Als hätte sie nicht gerade etwas gezaubert, das in jeder Bäckerei das Schaufenster zieren würde. Sie drückte mir eine Dose voller Plätzchen in die Hand, und auf dem Weg nach Hause aß ich drei Stück. Ehrlich, sie waren so butterzart, dass sie fast auf der Zunge zergingen. Und genau da wusste ich: Dieses Rezept musste ich haben. Nicht das komplizierte aus dem französischen Backbuch, sondern ihr Rezept. Das einfache. Das echte. Vielleicht kennen Sie das ja – wenn man etwas isst und sofort weiß, dass man es für den Rest des Lebens immer wieder backen wird.

Warum Sie Diese Linzer Plätzchen Lieben Werden

Diese einfachen Linzer Plätzchen mit Johannisbeergelee sind nicht nur unglaublich lecker – sie sind der Beweis, dass man für großartiges Gebäck kein stundenlanges Projekt braucht. Ich habe dieses Rezept in den letzten Jahren bestimmt zwanzig Mal gebacken, und es hat mich noch nie im Stich gelassen. Hier ist, warum es auch Ihr neues Lieblingsrezept wird:

  • Schnell & Unkompliziert: Der Teig ist in zehn Minuten zusammengerührt und muss nicht stundenlang kühlen. Eine halbe Stunde im Kühlschrank reicht völlig – perfekt für den hektischen Adventsalltag.
  • Einfache Zutaten: Sie brauchen keine exotischen Gewürze oder Spezialmehle. Mehl, Butter, Zucker, Eier, Mandeln – das haben Sie wahrscheinlich alles zu Hause. Das Johannisbeergelee gibt es in jedem Supermarkt.
  • Perfekt für die Weihnachtsbäckerei: Ob für den Adventskaffee, die Plätzchendose für die Kollegen oder als selbstgemachtes Geschenk – diese Linzer Plätzchen sind immer ein Volltreffer.
  • Garantierter Publikumsliebling: Ich habe noch niemanden getroffen, der nicht nach dem zweiten Plätzchen gegriffen hat. Kinder lieben die süße Füllung, Erwachsene den feinen Mandelgeschmack.
  • Unwiderstehlich lecker: Der Mürbteig ist butterzart, die Mandeln geben ein nussiges Aroma, und das Johannisbeergelee bringt genau die richtige säuerliche Note. Die Kombination ist einfach himmlisch.

Was dieses Rezept von anderen unterscheidet? Es ist der perfekte Mürbteig. Ich verwende gemahlene Mandeln statt eines Teils des Mehls, was den Plätzchen eine unglaublich zarte Textur gibt. Außerdem arbeite ich mit kalter Butter, die ich direkt in das Mehl einarbeite – so wird der Teig besonders mürbe und bröselt nicht beim Ausstechen. Und das Geheimnis für das schöne Aussehen? Ein Klecks Gelee in der Mitte, der beim Backen leicht verläuft und die Plätzchen wie kleine Kunstwerke aussehen lässt. Das ist kein Aufwand – das ist einfach nur clever.

Diese Linzer Plätzchen sind für mich der Inbegriff von Weihnachten. Sie erinnern mich an gemütliche Nachmittage mit einer Tasse Tee, an den Duft von Zimt und Vanille in der Wohnung und an das Gefühl, jemandem eine Freude zu machen. Denn selbstgebackene Plätzchen sind doch immer ein Stückchen Liebe, oder? Und mit diesem Rezept gelingt sie garantiert.

Was Sie an Zutaten Brauchen

Dieses Rezept für einfache Linzer Plätzchen mit Johannisbeergelee kommt mit überschaubaren Zutaten aus. Das meiste haben Sie wahrscheinlich schon im Vorratsschrank. Ich zeige Ihnen, worauf es bei jeder Zutat ankommt, damit Ihre Plätzchen perfekt werden.

Für den Mürbteig:

  • 250 g Weizenmehl (Type 405): Das helle Mehl sorgt für die feine, zarte Textur. Sie können auch Dinkelmehl Type 630 verwenden, dann werden die Plätzchen etwas nussiger im Geschmack.
  • 100 g gemahlene Mandeln (ohne Haut): Die Mandeln sind das Geheimnis für den buttrigen, mürben Teig. Sie ersetzen einen Teil des Mehls und geben den Plätzchen ein wunderbares Aroma. Achten Sie darauf, dass die Mandeln fein gemahlen sind – grobe Stücke stören später beim Ausstechen. Ich bevorzuge die von Seeberger, aber jede gute Marke tut es.
  • 180 g kalte Butter (in Würfeln): Die Butter muss wirklich kalt sein – das ist der Schlüssel zu einem mürben Teig. Wenn die Butter zu warm wird, klebt der Teig und die Plätzchen verlieren ihre Form. Nehmen Sie am besten Butter aus dem Kühlschrank und schneiden Sie sie direkt in kleine Würfel.
  • 100 g Puderzucker: Puderzucker löst sich besser im Teig auf als normaler Zucker und macht die Plätzchen feiner. Sie können auch feinen Backzucker verwenden, aber Puderzucker ist die bessere Wahl.
  • 1 Ei (Größe M): Das Ei bindet den Teig. Nehmen Sie es ebenfalls kalt aus dem Kühlschrank. Wenn Sie vegane Linzer Plätzchen backen möchten, können Sie das Ei durch 2 Esslöffel kaltes Wasser ersetzen – der Teig wird dann etwas brüchiger, aber das funktioniert auch.
  • 1 Päckchen Vanillezucker: Vanillezucker gibt den Plätzchen das typische weihnachtliche Aroma. Ich nehme selbstgemachten Vanillezucker, aber der aus dem Laden tut es auch. Wer mag, kann stattdessen das Mark einer halben Vanilleschote verwenden – das ist noch intensiver.
  • 1 Prise Salz: Das Salz hebt die Aromen hervor und balanciert die Süße aus. Klingt unscheinbar, aber es macht den Unterschied.
  • 1/2 TL Zimt (optional): Ich gebe gerne eine halbe Teelöffelspitze Zimt in den Teig. Das gibt den Plätzchen eine warme, weihnachtliche Note. Wenn Sie den reinen Mandelgeschmack bevorzugen, lassen Sie den Zimt einfach weg.

Für die Füllung und Dekoration:

Einfache Linzer Plätzchen mit Johannisbeergelee preparation steps

  • Ca. 150 g Johannisbeergelee (rot): Das Gelee ist die klassische Füllung für Linzer Plätzchen. Die roten Johannisbeeren haben eine wunderbare säuerliche Note, die perfekt mit dem süßen Mürbteig harmoniert. Achten Sie darauf, dass es sich um ein Gelee handelt, nicht um Marmelade mit Fruchtstücken. Das Gelee verläuft beim Backen gleichmäßig und gibt ein schönes, glänzendes Ergebnis. Mein Favorit ist das von Zentis, aber jedes gute Johannisbeergelee funktioniert.
  • Puderzucker zum Bestäuben: Zum Schluss werden die Plätzchen mit einer dünnen Schicht Puderzucker bestäubt. Das gibt ihnen den typischen, verschneiten Look und rundet den Geschmack ab.

Substitutions-Hinweise:

Sie haben eine Nussallergie? Dann ersetzen Sie die gemahlenen Mandeln durch die gleiche Menge Mehl. Der Teig wird dann etwas fester, aber die Plätzchen schmecken trotzdem wunderbar. Für eine glutenfreie Variante können Sie eine glutenfreie Mehlmischung verwenden – achten Sie darauf, dass sie für Mürbteig geeignet ist. Und wenn Sie kein Johannisbeergelee mögen? Dann nehmen Sie Himbeergelee oder Aprikosenkonfitüre. Letztere ist etwas süßer, aber auch sehr lecker.

Die Richtige Ausrüstung

Für diese einfachen Linzer Plätzchen brauchen Sie keine teure Spezialausrüstung. Die meisten Dinge haben Sie bestimmt schon in Ihrer Küche. Hier ist, was Sie benötigen:

  • Eine große Rührschüssel: Nehmen Sie eine Schüssel, in der Sie bequem mit den Händen arbeiten können. Eine Edelstahlschüssel ist ideal, weil sie kühl bleibt.
  • Ein Handrührgerät oder eine Küchenmaschine: Für den Teig können Sie beides verwenden. Mit der Küchenmaschine geht es schneller, aber ein Handrührgerät mit Knethaken tut es auch. Ich persönlich knete den Teig am liebsten mit den Händen – das gibt mir ein besseres Gefühl für die Konsistenz.
  • Ein Nudelholz: Zum Ausrollen des Teigs. Ein klassisches Holz-Nudelholz ist perfekt. Wenn Sie eines mit verstellbaren Ringen haben, können Sie den Teig auf eine gleichmäßige Dicke von etwa 4 mm ausrollen.
  • Ausstechförmchen: Sie brauchen zwei verschiedene Größen. Einmal runde Ausstechförmchen mit einem Durchmesser von etwa 5 cm für die Unterseite der Plätzchen. Und einmal kleinere Förmchen (oder denselben Ausstecher mit einer kleinen Ausstechform für das Loch) mit einem Durchmesser von etwa 2 cm für das “Guckloch” in der Mitte. Ich habe ein Set mit verschiedenen Größen von Amazon, das seit Jahren treu seinen Dienst tut.
  • Ein Backblech mit Backpapier: Normale Backbleche aus dem Ofen sind völlig ausreichend. Das Backpapier verhindert das Ankleben und macht die Reinigung zum Kinderspiel.
  • Ein Kuchengitter: Zum Abkühlen der Plätzchen. Wenn Sie kein Gitter haben, können Sie die Plätzchen auch auf einem Küchenhandtuch auskühlen lassen.
  • Ein kleiner Spatel oder ein Löffel: Zum Auftragen des Johannisbeergelees. Ein kleiner Teelöffel reicht völlig.
  • Ein feines Sieb: Zum Bestäuben der Plätzchen mit Puderzucker. Ein normales Küchensieb ist perfekt.

Ein Tipp von mir: Investieren Sie in gute Ausstechförmchen aus Edelstahl. Die billigen Plastikförmchen verbiegen sich schnell und die Ränder werden unsauber. Mit guten Förmchen gelingen die Plätzchen einfach schöner.

Die Zubereitung – Schritt für Schritt

Jetzt geht es ans Eingemachte. Ich zeige Ihnen, wie Sie diese einfachen Linzer Plätzchen mit Johannisbeergelee in weniger als einer Stunde auf dem Tisch haben. Keine Sorge, es ist wirklich einfach. Versprochen.

Schritt 1: Den Teig zubereiten (ca. 10 Minuten)

Geben Sie das Mehl, die gemahlenen Mandeln, den Puderzucker, den Vanillezucker, das Salz und den Zimt (falls verwendet) in eine große Rührschüssel. Vermischen Sie alles kurz mit einem Löffel. Jetzt kommen die kalten Butterwürfel dazu. Arbeiten Sie die Butter mit den Fingerspitzen oder mit dem Knethaken Ihres Handrührgeräts in die Mehlmischung ein, bis eine krümelige Masse entsteht. Es ist okay, wenn noch ein paar kleine Butterstückchen zu sehen sind. Geben Sie dann das Ei hinzu und kneten Sie alles schnell zu einem glatten Teig. Kneten Sie nicht zu lange – der Teig soll gerade so zusammenhalten. Wenn der Teig zu trocken ist, geben Sie einen Esslöffel kaltes Wasser dazu. Wenn er zu klebrig ist, geben Sie einen Esslöffel Mehl dazu. Der Teig sollte sich geschmeidig anfühlen, aber nicht an den Händen kleben.

Schritt 2: Den Teig kühlen (ca. 30 Minuten)

Formen Sie den Teig zu einer flachen Scheibe (so kühlt er schneller durch) und wickeln Sie ihn in Frischhaltefolie. Legen Sie ihn für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank. Dieser Schritt ist wichtig, denn der gekühlte Teig lässt sich viel besser ausrollen und klebt nicht an der Arbeitsfläche fest. Sie können den Teig auch einen Tag vorher zubereiten – dann schmecken die Plätzchen sogar noch besser, weil die Aromen durchziehen können.

Schritt 3: Den Backofen vorheizen (5 Minuten)

Heizen Sie den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) vor. Legen Sie zwei Backbleche mit Backpapier aus.

Schritt 4: Den Teig ausrollen und ausstechen (ca. 15 Minuten)

Bestäuben Sie Ihre Arbeitsfläche leicht mit Mehl. Nehmen Sie den Teig aus dem Kühlschrank und rollen Sie ihn mit dem Nudelholz gleichmäßig aus. Die ideale Dicke ist etwa 4 mm – das ist ungefähr die Dicke von zwei übereinandergelegten 1-Cent-Münzen. Wenn der Teig beim Ausrollen klebt, bestäuben Sie ihn leicht mit Mehl. Stechen Sie nun mit dem großen runden Ausstecher (5 cm Durchmesser) möglichst viele Plätzchen aus. Legen Sie die Hälfte der Plätzchen auf ein Backblech – das werden die Unterseiten. Bei der anderen Hälfte stechen Sie mit dem kleinen Ausstecher (2 cm Durchmesser) ein Loch in die Mitte – das werden die Deckel. Sammeln Sie die Teigreste ein, kneten Sie sie kurz zusammen, rollen Sie sie erneut aus und stechen Sie weitere Plätzchen aus. Wiederholen Sie das, bis der Teig aufgebraucht ist. Aus dieser Menge bekommen Sie etwa 30-35 fertige Linzer Plätzchen.

Schritt 5: Die Plätzchen backen (ca. 10-12 Minuten)

Schieben Sie die Bleche nacheinander in den vorgeheizten Ofen. Backen Sie die Plätzchen auf der mittleren Schiene etwa 10-12 Minuten. Sie sind fertig, wenn die Ränder ganz leicht goldbraun werden. Die Plätzchen sollen nicht zu dunkel werden – sie sind ja noch zart. Lassen Sie sie nach dem Backen etwa 2 Minuten auf dem Blech ruhen, dann heben Sie sie vorsichtig mit einem Spatel auf ein Kuchengitter. Lassen Sie sie vollständig auskühlen. Das ist wichtig, denn wenn Sie die Plätzchen zu früh mit dem Gelee bestreichen, wird das Gelee zu flüssig und läuft aus.

Schritt 6: Die Plätzchen füllen und dekorieren (ca. 10 Minuten)

Wenn die Plätzchen vollständig ausgekühlt sind, geht es ans Füllen. Erwärmen Sie das Johannisbeergelee in einem kleinen Topf oder in der Mikrowelle, bis es flüssig ist. Rühren Sie es glatt. Nehmen Sie die Plätzchen ohne Loch (die Unterseiten) und bestreichen Sie sie mit einem kleinen Teelöffel dünn mit dem Gelee. Lassen Sie dabei einen kleinen Rand von etwa 3 mm frei, damit das Gelee beim Zusammensetzen nicht herausquillt. Setzen Sie dann die Deckel (die Plätzchen mit dem Loch) vorsichtig auf die bestrichenen Unterseiten. Drücken Sie sie leicht an. Lassen Sie die gefüllten Plätzchen etwa 10 Minuten ruhen, damit das Gelee fest wird. Bestäuben Sie die Plätzchen dann mit einem feinen Sieb mit Puderzucker. Fertig!

Tipps & Tricks für Perfekte Linzer Plätzchen

Ich habe in den letzten Jahren einiges ausprobiert und auch so manchen Fehler gemacht. Hier sind meine besten Tipps, damit Ihre Linzer Plätzchen garantiert gelingen:

  • Die Butter muss kalt sein: Das ist der wichtigste Tipp überhaupt. Wenn die Butter zu warm wird, wird der Teig klebrig und die Plätzchen verlieren beim Backen ihre Form. Arbeiten Sie daher zügig und kneten Sie den Teig nicht zu lange.
  • Den Teig nicht zu dünn ausrollen: 4 mm sind ideal. Wenn der Teig zu dünn ist, werden die Plätzchen hart und brüchig. Wenn er zu dick ist, sind sie nicht mehr so zart.
  • Das Loch nicht zu groß stechen: Das kleine Loch in der Mitte sollte nicht größer als 2 cm sein. Sonst fällt das Gelee beim Backen heraus oder die Plätzchen sehen nicht mehr so hübsch aus.
  • Die Plätzchen auf dem Blech nicht zu dicht setzen: Linzer Plätzchen gehen beim Backen etwas auf. Lassen Sie daher etwa 2 cm Abstand zwischen den Plätzchen.
  • Nicht zu lange backen: Die Plätzchen sind fertig, wenn die Ränder ganz leicht goldbraun sind. Wenn Sie sie zu lange backen, werden sie trocken und hart. Lieber eine Minute zu früh aus dem Ofen holen als eine Minute zu spät.
  • Das Gelee nicht zu dick auftragen: Ein dünner Film reicht völlig. Wenn Sie zu viel Gelee nehmen, quillt es beim Zusammensetzen heraus und die Plätzchen sehen unordentlich aus.
  • Die Plätzchen vor dem Bestäuben abkühlen lassen: Wenn Sie die Plätzchen zu früh mit Puderzucker bestäuben, schmilzt der Zucker und die Plätzchen sehen nicht mehr schön aus. Warten Sie, bis das Gelee fest ist und die Plätzchen vollständig abgekühlt sind.

Ein Fehler, der mir selbst passiert ist: Ich hatte einmal den Teig nicht lange genug gekühlt. Das Ergebnis war eine klebrige Masse, die sich kaum ausrollen ließ. Die Plätzchen waren dann auch noch ungleichmäßig geformt. Seitdem nehme ich mir die 30 Minuten Kühlzeit immer – sie sind es wert.

Variationen & Abwandlungen

Dieses Grundrezept für einfache Linzer Plätzchen mit Johannisbeergelee lässt sich wunderbar abwandeln. Hier sind meine liebsten Variationen:

  • Mit anderen Geleesorten: Statt Johannisbeergelee können Sie auch Himbeergelee, Erdbeerkonfitüre oder Aprikosenkonfitüre verwenden. Jede Sorte gibt den Plätzchen eine andere Note. Ich mag besonders die Kombination von Mürbteig mit Aprikosenkonfitüre – das schmeckt fast wie eine kleine Linzer Torte.
  • Mit Schokolade: Für Schokoladenliebhaber: Tauchen Sie die fertigen Plätzchen zur Hälfte in geschmolzene Zartbitterschokolade. Das gibt einen wunderbaren Kontrast zum süßen Teig und zum fruchtigen Gelee. Lassen Sie die Schokolade auf einem Gitter fest werden.
  • Mit Zitronenabrieb: Geben Sie den Abrieb einer halben Bio-Zitrone in den Teig. Das verleiht den Plätzchen eine frische, zitronige Note, die besonders gut zu Johannisbeergelee passt.
  • Vegane Variante: Ersetzen Sie die Butter durch 180 g kalte Margarine und das Ei durch 2 Esslöffel kaltes Wasser. Der Teig wird etwas brüchiger, aber die Plätzchen schmecken trotzdem hervorragend. Achten Sie darauf, dass das Johannisbeergelee vegan ist (die meisten sind es).
  • Glutenfreie Variante: Verwenden Sie eine glutenfreie Mehlmischung (z.B. von Schär) anstelle des Weizenmehls. Die gemahlenen Mandeln sind bereits glutenfrei. Der Teig wird etwas krümeliger, aber die Plätzchen gelingen trotzdem. Rollen Sie den Teig am besten zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie aus, damit er nicht klebt.

Ich habe letztes Jahr eine Variante mit Orangenabrieb und Zartbitterschokolade ausprobiert – die war der absolute Hit auf dem Weihnachtsmarkt meiner Kinder. Probieren Sie einfach aus, was Ihnen schmeckt!

Servier- und Aufbewahrungstipps

Diese einfachen Linzer Plätzchen mit Johannisbeergelee schmecken am besten, wenn sie ein bis zwei Tage durchgezogen sind. Dann sind sie schön mürbe und die Aromen haben sich verbunden. Hier sind meine Tipps für Servieren und Aufbewahren:

  • Servieren: Servieren Sie die Plätzchen auf einer schönen Platte oder in einer Plätzchendose. Sie passen wunderbar zu einer Tasse Kaffee, Tee oder Glühwein. Ich mag sie besonders gerne zu einem heißen Kakao mit Sahne.
  • Raumtemperatur: In einer gut verschlossenen Plätzchendose halten sich die Linzer Plätzchen bei Raumtemperatur etwa 2-3 Wochen. Wichtig: Bewahren Sie sie an einem kühlen, trockenen Ort auf – nicht im Kühlschrank, da sie dort Feuchtigkeit ziehen und weich werden.
  • Einfrieren: Sie können die ungefüllten, gebackenen Plätzchen problemlos einfrieren. Legen Sie sie dazu in einen Gefrierbeutel oder eine Gefrierdose. So halten sie sich bis zu 3 Monate. Zum Servieren tauen Sie sie bei Raumtemperatur auf, erwärmen das Gelee und setzen die Plätzchen zusammen. Das ist perfekt, wenn Sie spontan Besuch bekommen.
  • Gefüllte Plätzchen einfrieren: Auch die fertig gefüllten Plätzchen können Sie einfrieren. Legen Sie sie dazu in einer Lage in eine Gefrierdose – nicht übereinander, sonst kleben sie fest. Eingefroren halten sie sich etwa 2 Monate. Vor dem Servieren bei Raumtemperatur auftauen lassen.
  • Haltbarkeit des Gelees: Das Johannisbeergelee in der Plätzchendose kann mit der Zeit etwas fest werden. Das ist kein Problem – die Plätzchen schmecken trotzdem. Wenn Sie sie länger aufbewahren möchten, können Sie die Plätzchen auch erst kurz vor dem Servieren füllen.

Nährwerte & Gesundheitliche Vorteile

Natürlich sind Linzer Plätzchen kein Diätgebäck, aber sie haben durchaus ihre positiven Seiten. Hier eine ungefähre Nährwertangabe pro Plätzchen (bei 35 Stück):

  • Kalorien: ca. 110 kcal
  • Fett: ca. 6 g
  • Kohlenhydrate: ca. 12 g
  • Eiweiß: ca. 2 g

Die gemahlenen Mandeln liefern wertvolle ungesättigte Fettsäuren, Vitamin E und Magnesium. Mandeln sind bekannt dafür, gut für Herz und Haut zu sein. Das Johannisbeergelee enthält Vitamin C und Antioxidantien aus den Beeren. Und der Puderzucker? Nun ja, der ist einfach nur lecker. Aber in Maßen genossen, ist ein Plätzchen am Tag eine schöne Belohnung in der Adventszeit.

Achtung: Dieses Rezept enthält Gluten (im Mehl) und Nüsse (in den Mandeln). Wenn Sie Allergien haben, passen Sie die Zutaten entsprechend an (siehe Variationsabschnitt).

Fazit – Warum Sie Diese Linzer Plätzchen Backen Sollten

Diese einfachen Linzer Plätzchen mit Johannisbeergelee sind für mich der Inbegriff von Weihnachtsbäckerei. Sie sind schnell gemacht, schmecken himmlisch und sehen auf jedem Teller wunderschön aus. Das Rezept ist so unkompliziert, dass es auch Backanfängern gelingt – und doch so gut, dass es erfahrene Bäcker immer wieder gerne backen. Ich liebe es, wie der Duft von Vanille und Mandeln durch die Wohnung zieht, wenn ich sie backe. Und ich liebe es, die Dose voller Plätzchen zu verschenken und die glücklichen Gesichter zu sehen. Probieren Sie es aus! Passen Sie das Rezept nach Ihren Wünschen an – mit anderem Gelee, mit Schokolade oder mit Zitrone. Backen Sie sie mit Ihren Kindern oder für sich selbst. Hauptsache, Sie genießen die Adventszeit und lassen es sich gut schmecken. Wenn Sie das Rezept ausprobieren, schreiben Sie mir doch einen Kommentar! Ich bin gespannt, wie Ihre Linzer Plätzchen geworden sind. Teilen Sie auch gerne Ihre eigenen Variationen – vielleicht entdecke ich ja eine neue Lieblingsvariante. Bis dahin: Frohes Backen und eine besinnliche Weihnachtszeit!

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Kann ich den Teig für Linzer Plätzchen auch ohne Kühlung verarbeiten?

Technisch gesehen ja, aber ich rate davon ab. Der gekühlte Teig lässt sich viel besser ausrollen, klebt nicht an der Arbeitsfläche und die Plätzchen behalten beim Backen besser ihre Form. Die 30 Minuten Kühlzeit sind wirklich wichtig für ein perfektes Ergebnis.

Mein Teig ist zu trocken / zu klebrig. Was kann ich tun?

Wenn der Teig zu trocken ist und bröselt, geben Sie einen Esslöffel kaltes Wasser hinzu und kneten Sie ihn kurz durch. Wenn er zu klebrig ist, geben Sie einen Esslöffel Mehl dazu. Die ideale Konsistenz ist geschmeidig und klebt nicht an den Händen.

Kann ich auch andere Geleesorten verwenden?

Ja, auf jeden Fall! Himbeergelee, Erdbeerkonfitüre, Aprikosenkonfitüre oder sogar Pflaumenmus schmecken wunderbar. Achten Sie darauf, dass es ein Gelee oder eine Konfitüre ohne Fruchtstücke ist, damit sie sich gleichmäßig verteilt.

Meine Linzer Plätzchen sind nach dem Backen hart. Was habe ich falsch gemacht?

Das kann mehrere Ursachen haben: Der Teig wurde zu lange geknetet (dann wird er zäh), die Plätzchen wurden zu lange gebacken (sie sollten nur leicht goldbraun sein) oder der Teig wurde zu dünn ausgerollt. Achten Sie beim nächsten Mal auf eine Dicke von 4 mm und backen Sie die Plätzchen nicht länger als 12 Minuten.

Kann ich die Linzer Plätzchen auch ohne Ausstechförmchen backen?

Ja, das geht! Rollen Sie den Teig aus und schneiden Sie mit einem Messer oder einem Pizzarädchen Quadrate oder Rechtecke aus. Für das Loch in der Mitte können Sie den Deckel einer kleinen Flasche oder eine Spritztülle verwenden. Die Plätzchen sehen dann rustikaler aus, schmecken aber genauso gut.

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Einfache Linzer Plätzchen mit Johannisbeergelee recipe

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Einfache Linzer Plätzchen mit Johannisbeergelee – Bestes Rezept

Diese einfachen Linzer Plätzchen mit Johannisbeergelee sind butterzart, nussig und mit einer fruchtigen Füllung – perfekt für die Weihnachtsbäckerei. Der Teig ist schnell gemacht und gelingt auch Backanfängern.

  • Author: Sarah
  • Prep Time: 15 Minuten
  • Cook Time: 12 Minuten
  • Total Time: 57 Minuten
  • Yield: 30-35 Plätzchen 1x
  • Category: Weihnachtsgebäck
  • Cuisine: Österreichisch

Ingredients

Scale
  • 250 g Weizenmehl (Type 405)
  • 100 g gemahlene Mandeln (ohne Haut)
  • 180 g kalte Butter (in Würfeln)
  • 100 g Puderzucker
  • 1 Ei (Größe M)
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 1/2 TL Zimt (optional)
  • Ca. 150 g Johannisbeergelee (rot)
  • Puderzucker zum Bestäuben

Instructions

  1. Mehl, gemahlene Mandeln, Puderzucker, Vanillezucker, Salz und Zimt in einer großen Rührschüssel vermischen. Kalte Butterwürfel dazugeben und mit den Fingerspitzen oder dem Knethaken zu einer krümeligen Masse verarbeiten. Ei hinzufügen und schnell zu einem glatten Teig kneten. Bei Bedarf 1 EL kaltes Wasser (bei Trockenheit) oder 1 EL Mehl (bei Klebrigkeit) zugeben.
  2. Teig zu einer flachen Scheibe formen, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank kühlen.
  3. Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.
  4. Arbeitsfläche leicht bemehlen. Teig auf etwa 4 mm Dicke ausrollen. Mit einem runden Ausstecher (5 cm Durchmesser) Plätzchen ausstechen. Bei der Hälfte der Plätzchen mit einem kleinen Ausstecher (2 cm Durchmesser) ein Loch in die Mitte stechen. Teigreste erneut ausrollen und wiederholen, bis der Teig aufgebraucht ist.
  5. Plätzchen auf die vorbereiteten Backbleche legen (etwa 2 cm Abstand). Nacheinander auf der mittleren Schiene 10-12 Minuten backen, bis die Ränder leicht goldbraun sind. Nach dem Backen 2 Minuten auf dem Blech ruhen lassen, dann auf ein Kuchengitter heben und vollständig auskühlen lassen.
  6. Johannisbeergelee in einem kleinen Topf oder in der Mikrowelle erwärmen, bis es flüssig ist. Die Plätzchen ohne Loch (Unterseiten) dünn mit Gelee bestreichen (ca. 3 mm Rand frei lassen). Die Deckel (Plätzchen mit Loch) vorsichtig aufsetzen und leicht andrücken. 10 Minuten ruhen lassen, damit das Gelee fest wird. Mit einem feinen Sieb mit Puderzucker bestäuben.

Notes

Die Butter muss kalt sein, damit der Teig mürbe wird. Den Teig nicht zu lange kneten. Die Plätzchen nicht zu lange backen – sie sind fertig, wenn die Ränder leicht goldbraun sind. Das Gelee dünn auftragen, damit es nicht herausquillt. Vor dem Bestäuben mit Puderzucker vollständig abkühlen lassen.

Nutrition

  • Serving Size: 1 Plätzchen
  • Calories: 110
  • Sugar: 6
  • Sodium: 30
  • Fat: 6
  • Saturated Fat: 3
  • Carbohydrates: 12
  • Fiber: 1
  • Protein: 2

Keywords: Linzer Plätzchen, Johannisbeergelee, Weihnachtsbäckerei, Mürbteig, einfaches Rezept

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