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Es gab einmal ein kleines Gasthaus im Odenwald, direkt an einer kurvigen Landstraße, das machte das beste Hirschgulasch weit und breit. „Zur Hirschruh” hieß es, und der Wirt, ein älterer Herr mit einer tiefen, rauchigen Stimme, kochte nur an drei Abenden in der Woche. Wenn die Tür aufging, schlug einem der Duft von Rotwein, Wacholder und langsam geschmortem Fleisch entgegen – ein Geruch, der sich in die Kleidung fraß und den man noch am nächsten Morgen in der Nase hatte. Vor zwei Jahren dann schloss „Zur Hirschruh” für immer. Der Wirt ging in Rente, und mit ihm verschwand dieses Gulasch. Ehrlich, ich habe mich monatelang durch Rezepte gekocht, die alle irgendwie daneben waren – zu trocken, zu säuerlich, oder einfach nicht „dieses” Gulasch. Nach sieben Versuchen – sieben! – und einer verpatzten Soße, die nach Pappe schmeckte, habe ich es endlich geknackt. Und das Beste: Meine Kinder, die sonst bei Wild die Nase rümpfen, haben sich die Teller zweimal nachgeholt. Vielleicht kennen Sie das ja, wenn ein bestimmtes Gericht einfach nicht mehr loslässt, bis man es selbst perfektioniert hat. Hier ist es – mein Familien-Hirschgulasch, das an die Magie der „Hirschruh” erinnert und dabei den Geldbeutel schont.
Warum Sie Dieses Rezept Lieben Werden
Dieses Hirschgulasch ist nicht einfach nur ein weiteres Wildgericht. Es ist das Ergebnis von viel Geduld und ein paar cleveren Tricks, die ich über die Jahre gelernt habe. Als Mutter von zwei Kindern und leidenschaftliche Hobbyköchin weiß ich, dass ein gutes Abendessen mehr kann, als nur satt zu machen – es muss die Familie an einen Tisch bringen.
- Schnell & Einfach: Klingt verrückt für ein Schmorgericht, oder? Aber die aktive Vorbereitungszeit beträgt nur 30 Minuten. Der Rest passiert von alleine im Topf. Perfekt für einen stressigen Dienstag.
- Einfache Zutaten: Keine Jagd nach exotischen Gewürzen. Die meisten Zutaten haben Sie ohnehin im Vorratsschrank oder bekommen Sie im Supermarkt um die Ecke.
- Perfekt für die Familie: Dieses Gulasch ist mild im Wildgeschmack, die Preiselbeeren geben eine fruchtige Süße, die selbst wählerische Esser überzeugt. Es ist ein Gericht, das Groß und Klein verbindet.
- Absolut Publikumsliebling: Ich habe es schon auf Geburtstagen und beim Sonntagsessen serviert – jedes Mal leere Teller und die Frage nach dem Rezept. Es ist einfach dieser eine Topf, der alle glücklich macht.
- Unglaublich Lecker: Die Kombination aus zartem Hirschfleisch, tiefem Rotwein und den süß-sauren Preiselbeeren ist einfach himmlisch. Der erste Bissen – da schließen Sie die Augen, das verspreche ich Ihnen.
Was dieses Rezept von anderen unterscheidet? Es ist die Technik. Statt das Fleisch nur anzubraten und dann stundenlang zu köcheln, habe ich einen kleinen Trick vom Wirt der „Hirschruh” übernommen: Das Fleisch wird vor dem Schmoren in einer Mischung aus Rotwein und Wacholderbeeren mariniert. Das macht es unglaublich zart und nimmt ihm jede Wildheit. Und dann die Soße – sie wird nicht mit Mehl, sondern mit einem Püree aus gegartem Gemüse angedickt. Das spart Kalorien, ist glutenfrei und schmeckt einfach tausendmal besser. Es ist kein Gulasch zum Abendessen, es ist ein Erlebnis.
Welche Zutaten Sie Brauchen
Dieses Rezept lebt von der Qualität seiner Zutaten, aber Sie müssen dafür kein Vermögen ausgeben. Die meisten Dinge haben Sie wahrscheinlich schon zu Hause. Lassen Sie mich Ihnen zeigen, was in den Topf kommt und warum.
- 800 g Hirschgulasch (aus der Schulter oder Keule): Das ist das Herzstück. Achten Sie darauf, dass das Fleisch schön marmoriert ist, also feine Fettäderchen hat. Das sorgt für Saftigkeit. Ich kaufe mein Hirschgulasch oft beim Metzger meines Vertrauens oder in der Tiefkühltruhe vom Discounter – beides funktioniert prima. Lassen Sie es vor der Verarbeitung langsam im Kühlschrank auftauen.
- 2 große Zwiebeln: Sie bilden die Basis der Soße. Gelbe Zwiebeln sind perfekt, sie werden beim Schmoren süßlich und geben eine wunderbare Tiefe. Schälen und in grobe Würfel schneiden – kein Stress mit feiner Würfelarbeit hier.
- 2 Möhren: Sie bringen eine natürliche Süße in die Soße und sorgen dafür, dass sie später schön sämig wird. Schälen und in grobe Stücke schneiden.
- 1 Stück Sellerie (ca. 100 g): Klingt unscheinbar, aber Sellerie ist der heimliche Star. Er gibt dem Gulasch eine erdige Note, die perfekt zum Wild passt. In grobe Würfel schneiden.
- 2 Knoblauchzehen: Fein gehackt oder durch die Presse gedrückt. Knoblauch darf bei keinem Schmorgericht fehlen.
- 500 ml kräftiger Rotwein (trocken): Hier gilt: Je besser der Wein, desto besser die Soße. Aber Sie müssen keine Flasche für 20 Euro öffnen. Ein guter, trockener Rotwein aus dem Discounter für 4-5 Euro tut es auch. Ich nehme gerne einen Spätburgunder oder einen Dornfelder. Der Alkohol verkocht übrigens fast vollständig, also keine Sorge wegen der Kinder.
- 500 ml Wildfond oder Rinderbrühe: Wildfond gibt natürlich den intensivsten Geschmack, aber Rinderbrühe aus dem Glas oder selbstgemacht funktioniert genauso gut. Achten Sie auf einen reduzierten Salzgehalt, damit Sie die Würze später selbst bestimmen können.
- 2 EL Preiselbeeren (aus dem Glas): Die süß-sauren Beeren sind das i-Tüpfelchen. Sie brechen die Schwere des Fleisches und des Rotweins und sorgen für dieses besondere Etwas. Greifen Sie zu der Sorte mit wenig Zucker, wenn Sie es lieber herber mögen.
- 1 EL Tomatenmark: Gibt der Soße eine schöne Farbe und eine leichte Umami-Note. Unverzichtbar.
- 2 Lorbeerblätter: Klassiker für Schmorgerichte. Einfach mitkochen und vor dem Servieren wieder entfernen.
- 4 Wacholderbeeren: Das typische Wildgewürz. Leicht zerdrücken, damit sich das Aroma besser entfalten kann. Sie geben dem Gulasch diese unverwechselbare, harzige Note.
- 1 TL getrockneter Thymian: Oder 2-3 frische Zweige. Thymian und Wild sind ein Traumpaar.
- 2 EL Butterschmalz oder neutrales Öl: Zum scharfen Anbraten des Fleisches. Butterschmalz verträgt hohe Temperaturen besonders gut und gibt einen nussigen Geschmack.
- Salz und Pfeffer: Zum Würzen. Nehmen Sie frisch gemahlenen Pfeffer, das macht einen Unterschied.
- 1 EL Speisestärke (optional): Falls Sie die Soße noch etwas binden möchten. Ich persönlich mag sie lieber etwas dünnflüssiger, aber das ist Geschmackssache.
Benötigte Küchenausstattung
Sie brauchen keine Profi-Küche für dieses Gulasch, aber ein paar gute Helfer erleichtern die Arbeit ungemein.
- Ein großer Schmortopf (ca. 4-5 Liter) mit Deckel: Das ist das A und O. Ein Gusseisentopf ist ideal, weil er die Hitze gleichmäßig speichert und verteilt. Aber ein schwerer Edelstahltopf tut es auch. Der Topf muss groß genug sein, damit das Fleisch nicht zu dicht liegt und schön bräunen kann.
- Ein scharfes Messer: Zum Zerkleinern von Fleisch und Gemüse. Ein stumpfes Messer ist gefährlich und macht die Arbeit zur Qual.
- Ein großes Schneidebrett: Am besten aus Holz oder Kunststoff. Bitte nicht zu klein, sonst haben Sie Gemüse auf der ganzen Arbeitsfläche verteilt.
- Ein Holzlöffel oder ein Pfannenwender: Zum Umrühren und zum Ablöschen des Bratensatzes. Ein Metallpfannenwender kann bei beschichteten Töpfen Kratzer hinterlassen, also lieber Holz oder Silikon nehmen.
- Eine kleine Schüssel: Zum Mischen der Marinade oder zum Bereitstellen der Gewürze.
- Ein Sieb: Falls Sie das Fleisch vor dem Marinieren abtropfen lassen möchten.
Mein persönlicher Tipp: Investieren Sie in einen guten Schmortopf. Ich habe meinen vor Jahren auf dem Flohmarkt für 15 Euro gekauft – ein alter, emaillierter Gusseisentopf. Er ist schwer, sieht nicht schön aus, aber er macht die beste Soße der Welt. Manchmal ist das Alte einfach das Beste.
Zubereitungsmethode
Jetzt wird gekocht! Keine Sorge, es ist einfacher, als Sie denken. Folgen Sie einfach diesen Schritten, und Sie werden mit einem Gulasch belohnt, das alle an den Tisch ruft.
- Das Fleisch vorbereiten (am besten am Vortag): Das Hirschgulasch in einem Sieb kurz unter kaltem Wasser abspülen und mit Küchenpapier trocken tupfen. In eine große Schüssel geben. Die Wacholderbeeren leicht zerdrücken und zusammen mit 200 ml des Rotweins über das Fleisch gießen. Alles gut vermischen, abdecken und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Das macht das Fleisch unglaublich zart und nimmt ihm den intensiven Wildgeschmack. Wenn es mal schnell gehen muss, reichen auch 2 Stunden – aber über Nacht ist besser.
- Das Gemüse vorbereiten: Am nächsten Tag das Fleisch aus der Marinade nehmen und gut abtropfen lassen. Die Marinade nicht wegschütfen! Die Zwiebeln, Möhren und den Sellerie schälen und in grobe, etwa 2 cm große Würfel schneiden. Den Knoblauch fein hacken.
- Das Fleisch scharf anbraten: Das Butterschmalz im Schmortopf bei hoher Hitze erhitzen. Das Fleisch portionsweise (nicht zu viel auf einmal, sonst fällt die Temperatur) von allen Seiten kräftig anbraten, bis es eine schöne braune Kruste hat. Das dauert pro Portion etwa 3-4 Minuten. Das angebratene Fleisch auf einen Teller legen. Dieser Schritt ist entscheidend für den Geschmack – der Bratensatz am Boden des Topfes ist reine Geschmackskonzentration.
- Das Gemüse anschwitzen: Die Hitze etwas reduzieren. Die Zwiebelwürfel in den Topf geben und unter Rühren 3-4 Minuten glasig dünsten. Dann die Möhren- und Selleriewürfel sowie den Knoblauch dazugeben und weitere 2 Minuten mitbraten. Das Tomatenmark einrühren und kurz mitrösten, bis es leicht bräunlich wird – das nimmt die Säure.
- Ablöschen und Schmoren: Jetzt kommt der wichtige Moment: Den Bratensatz mit dem restlichen Rotwein (300 ml) und der aufbewahrten Marinade ablöschen. Mit einem Holzlöffel kräftig den Boden des Topfes abkratzen, damit sich alle gebräunten Röstaromen lösen. Die Brühe, die Preiselbeeren, die Lorbeerblätter und den Thymian dazugeben. Das Fleisch zurück in den Topf geben. Alles gut umrühren und bei mittlerer Hitze kurz aufkochen lassen.
- Die Schmorzeit: Die Hitze auf die niedrigste Stufe reduzieren, den Deckel auflegen und das Gulasch 1,5 bis 2 Stunden sanft köcheln lassen. Zwischendurch immer mal umrühren. Die Soße sollte nur leise blubbern, nicht sprudelnd kochen. Nach etwa einer Stunde den Deckel abnehmen, damit die Soße etwas einkochen und eindicken kann. Das Fleisch ist fertig, wenn es sich leicht mit einer Gabel zerteilen lässt.
- Abschmecken und Verfeinern: Die Lorbeerblätter und die Thymianzweige (falls verwendet) aus der Soße fischen. Das Gulasch mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer kräftig abschmecken. Wenn die Soße noch zu dünn ist, die Speisestärke mit 2 EL kaltem Wasser glatt rühren und unter Rühren in die kochende Soße geben. Noch einmal kurz aufkochen lassen, bis sie sämig wird. Noch einen Schuss Rotwein oder einen Klecks Preiselbeeren mehr dazugeben, wenn Sie es fruchtiger mögen.
- Ruhen lassen (optional, aber genial): Schmeckt das Gulasch am nächsten Tag noch besser? Ja! Lassen Sie es abkühlen und stellen Sie es über Nacht in den Kühlschrank. Die Aromen verbinden sich und das Ganze schmeckt am zweiten Tag einfach sagenhaft. Das ist der Trick für stressfreie Familienessen – am Sonntag kochen, am Montag genießen.
Kochtipps & Techniken
Hier sind ein paar Geheimnisse, die ich auf dem Weg zur Perfektion gelernt habe – manche durch Erfolg, manche durch grandioses Scheitern.
- Niemals zu viel auf einmal anbraten: Das ist der häufigste Fehler. Wenn Sie das Fleisch in den Topf werfen und der Topf ist voll, kocht es, statt zu braten. Es wird grau und zäh. Lieber in zwei bis drei Portionen arbeiten. Geduld zahlt sich aus.
- Der Bratensatz ist Gold wert: Dieses braune Zeug am Topfboden ist kein Anbrennen, es ist konzentrierter Geschmack. Löschen Sie ihn unbedingt mit Flüssigkeit ab und kratzen Sie ihn los. Das ist die Seele der Soße.
- Die richtige Hitze beim Schmoren: Ein Schmorgericht liebt die niedrige Temperatur. Wenn es zu stark kocht, wird das Fleisch zäh und die Soße verkocht. Ein leichtes Blubbern ist perfekt. Mein Tipp: Nach dem Aufkochen den Topf vom Herd nehmen und im vorgeheizten Backofen bei 160 Grad Ober-/Unterhitze weiterschmoren lassen. Das ist gleichmäßiger und Sie müssen weniger umrühren.
- Das Fleisch nicht zu früh salzen: Salz entzieht dem Fleisch Wasser. Wenn Sie das Fleisch vor dem Anbraten salzen, wird es trocken und die Kruste wird nicht knusprig. Erst nach dem Schmoren, beim Abschmecken, kommt das Salz dazu.
- Mein persönlicher Fail: Bei meinem dritten Versuch habe ich vergessen, den Deckel aufzulegen. Nach einer Stunde war die gesamte Flüssigkeit verdampft, das Fleisch lag trocken im Topf und die Soße war eine schwarze Kruste. Seitdem habe ich einen Küchenwecker, der mich nach 45 Minuten an den Topf erinnert. Aus Fehlern wird man klug – und das Gulasch besser.
Variationen & Anpassungen
Dieses Grundrezept ist eine wunderbare Basis, die Sie nach Lust und Laune abwandeln können. Hier sind ein paar Ideen, die ich selbst ausprobiert habe.
- Für die Pilzliebhaber: Braten Sie 250 g gemischte Waldpilze (Champignons, Kräuterseitlinge, Pfifferlinge) in einer separaten Pfanne an und geben Sie sie 15 Minuten vor Ende der Garzeit zum Gulasch. Das gibt eine unglaubliche erdige Tiefe.
- Die Schokoladen-Variante: Klingt verrückt, oder? Ein Freund aus Österreich hat mir diesen Trick verraten: Ein kleines Stück dunkle Schokolade (ca. 10 g, mindestens 70% Kakao) am Ende in die Soße rühren. Sie schmeckt nicht nach Schokolade, sondern wird nur samtiger und bekommt eine ganz leichte Bitterkeit, die perfekt zum Wild passt.
- Für die Low-Carb-Fraktion: Lassen Sie die Speisestärke einfach weg. Die Soße wird durch das pürierte Gemüse von Natur aus sämig. Servieren Sie das Gulasch mit Blumenkohlreis oder einem grünen Salat statt mit Nudeln oder Knödeln.
- Die schnelle Variante für den Alltag: Wenn es mal ganz fix gehen muss, verwenden Sie fertig gewürfeltes Suppengemüse aus der Kühltheke und lassen Sie die Marinierzeit auf 30 Minuten verkürzen. Es schmeckt dann nicht ganz so tiefgründig, aber immer noch fantastisch.
- Meine persönliche Lieblingsvariante: Ich gebe manchmal einen Schuss Himbeeressig oder einen Spritzer Orangensaft in die Soße. Das klingt unkonventionell, aber die fruchtige Säure hebt die Aromen auf ein neues Level. Probieren Sie es aus!
Servier- & Aufbewahrungsvorschläge
Die Art, wie Sie das Gulasch servieren, macht den Unterschied. Hier sind meine besten Tipps.
Servieren: Das Hirschgulasch schmeckt am besten heiß, direkt aus dem Topf. Traditionell passt es hervorragend zu Spätzle, Kartoffelknödeln oder einem cremigen Kartoffelpüree. Die Spätzle oder der Kartoffelbrei nehmen die Soße wunderbar auf. Ein Klecks Preiselbeeren und etwas frische Petersilie obendrauf – das ist nicht nur hübsch, sondern auch ein Geschmackskontrast. Dazu ein grüner Salat mit einem leichten Essig-Dressing, das die Reichhaltigkeit des Gulaschs ausgleicht. Für die Kinder serviere ich die Spätzle oft pur, das Gulasch daneben – so kann jeder selbst entscheiden, wie viel Soße er möchte.
Aufbewahrung: Das Gulasch lässt sich hervorragend aufbewahren. Lassen Sie es vollständig abkühlen und füllen Sie es in luftdichte Behälter. Im Kühlschrank hält es sich problemlos 3-4 Tage. Der Geschmack wird sogar noch besser! Zum Einfrieren eignet es sich auch perfekt. Frieren Sie es portionsweise in Gefrierbeuteln oder -dosen ein. So haben Sie immer ein schnelles Abendessen parat. Hält sich im Gefrierfach bis zu 3 Monaten.
Wiederaufwärmen: Tauen Sie das Gulasch über Nacht im Kühlschrank auf. Erhitzen Sie es dann langsam in einem Topf bei mittlerer Hitze. Geben Sie bei Bedarf einen Schuss Wasser oder Brühe dazu, falls die Soße zu dick geworden ist. In der Mikrowelle geht es auch, aber der Topf ist besser, weil die Soße gleichmäßiger warm wird. Ein Tipp: Wenn Sie das Gulasch am nächsten Tag essen, schmeckt es fast immer besser als am ersten Tag. Die Aromen haben Zeit, sich richtig zu verbinden.
Nährwertangaben & Gesundheitliche Vorteile
Gulasch ist nicht nur ein Seelentröster, es hat auch durchaus gesundheitliche Vorteile. Hier eine grobe Einschätzung pro Portion (basierend auf 4 Portionen, ohne Beilage):
- Kalorien: ca. 450-550 kcal
- Eiweiß: ca. 40-45 g (Hirschfleisch ist sehr proteinreich)
- Fett: ca. 15-20 g (davon wenig gesättigte Fettsäuren)
- Kohlenhydrate: ca. 15-20 g (hauptsächlich aus dem Gemüse)
Warum Hirschfleisch so wertvoll ist: Hirschfleisch ist mageres Wildbret, das wenig Cholesterin und viel Eisen enthält. Eisen ist wichtig für die Blutbildung und den Sauerstofftransport im Körper. Es ist auch reich an B-Vitaminen, die für den Energiestoffwechsel unverzichtbar sind. Die Preiselbeeren liefern Antioxidantien und Vitamin C. Das Gemüse in der Soße – Möhren, Sellerie, Zwiebeln – ist voller Ballaststoffe und sekundärer Pflanzenstoffe, die das Immunsystem stärken. Dieses Gericht ist also nicht nur lecker, sondern auch ein echtes Nährstoffpaket. Für eine glutenfreie Ernährung ist es geeignet, wenn Sie die Speisestärke weglassen oder durch Maisstärke ersetzen.
Fazit
Dieses Hirschgulasch ist mehr als nur ein Rezept. Es ist eine Erinnerung an gemütliche Abende, an den Duft, der durch die Küche zieht, und an das Gefühl, wenn alle satt und glücklich vom Tisch aufstehen. Es beweist, dass Wildgerichte nicht kompliziert oder teuer sein müssen, sondern dass sie mit ein paar einfachen Tricks und viel Liebe zu etwas ganz Besonderem werden. Ich liebe es, wie sich die Aromen entwickeln, wie das Fleisch butterweich wird und wie die Preiselbeeren dem Ganzen diese unerwartete Frische geben. Es ist mein absolutes Lieblingsessen für kalte Tage, wenn man einfach etwas Wärmendes braucht.
Probieren Sie es aus! Passen Sie die Gewürze an Ihren Geschmack an, experimentieren Sie mit den Beilagen und machen Sie es zu Ihrem eigenen Gulasch. Ich bin mir sicher, es wird auch in Ihrer Familie schnell zum Lieblingsgericht werden. Hinterlassen Sie mir doch einen Kommentar, wie es Ihnen geschmeckt hat oder ob Sie eine besondere Variante ausprobiert haben. Ich freue mich riesig auf Ihre Geschichten! Bis zum nächsten Mal – und guten Appetit!
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Kann ich auch Rindfleisch statt Hirsch verwenden?
Ja, absolut! Wenn Sie keinen Hirsch bekommen oder der Wildgeschmack Ihrer Familie zu intensiv ist, können Sie problemlos Rindergulasch (z.B. aus der Schulter oder Wade) verwenden. Die Garzeit bleibt etwa gleich. Lassen Sie dann aber die Wacholderbeeren weg, sie passen besser zu Wild.
Muss der Rotwein unbedingt trocken sein?
Ja, das empfehle ich. Ein trockener Rotwein gibt die nötige Säure und Tiefe, ohne das Gericht zu süß zu machen. Ein halbtrockener Wein kann funktionieren, aber die Soße könnte dann etwas zu lieblich werden. Lieber einen guten, trockenen Tropfen wählen – der Rest der Flasche passt übrigens hervorragend zum Essen.
Kann ich das Gulasch auch im Schnellkochtopf zubereiten?
Ja, das geht! Braten Sie das Fleisch und das Gemüse wie beschrieben im offenen Schnellkochtopf an. Löschen Sie ab, geben Sie alle Zutaten hinein, verschließen Sie den Topf und kochen Sie bei vollem Druck etwa 30-35 Minuten. Der Geschmack ist etwas weniger intensiv als beim langsamen Schmoren, aber es ist eine tolle Option für einen stressigen Tag.
Die Soße ist mir zu dünn – was tun?
Kein Problem! Das passiert manchmal, wenn das Gemüse viel Wasser abgegeben hat. Rühren Sie einfach 1-2 EL Speisestärke mit etwas kaltem Wasser glatt und geben Sie es unter Rühren in die kochende Soße. Lassen Sie sie kurz aufkochen, bis sie sämig wird. Alternativ können Sie die Soße auch ohne Deckel einkochen lassen, bis sie die gewünschte Konsistenz hat.
Kann ich das Gulasch auch einfrieren?
Ja, und das ist sogar eine meiner Lieblingsmethoden! Es eignet sich hervorragend zum Einfrieren. Füllen Sie es portionsweise in Gefrierbeutel oder -dosen. So haben Sie immer ein schnelles, hausgemachtes Abendessen parat. Im Kühlschrank auftauen und langsam erhitzen – fertig. Hält sich bis zu drei Monaten.
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Bestes Hirschgulasch mit Rotwein und Preiselbeeren für die ganze Familie
Dieses Hirschgulasch ist zart, aromatisch und wird durch eine Marinade aus Rotwein und Wacholderbeeren besonders mild. Mit Preiselbeeren und einer samtigen Soße aus püriertem Gemüse wird es zum Familienliebling – perfekt für kalte Tage.
- Prep Time: 30 Minuten
- Cook Time: 1,5 bis 2 Stunden
- Total Time: 2 bis 2,5 Stunden (plus Marinierzeit über Nacht)
- Yield: 4 Portionen 1x
- Category: Hauptgericht
- Cuisine: Deutsch
Ingredients
- 800 g Hirschgulasch (aus der Schulter oder Keule)
- 2 große Zwiebeln
- 2 Möhren
- 1 Stück Sellerie (ca. 100 g)
- 2 Knoblauchzehen
- 500 ml kräftiger Rotwein (trocken), z. B. Spätburgunder oder Dornfelder
- 500 ml Wildfond oder Rinderbrühe
- 2 EL Preiselbeeren (aus dem Glas)
- 1 EL Tomatenmark
- 2 Lorbeerblätter
- 4 Wacholderbeeren
- 1 TL getrockneter Thymian (oder 2–3 frische Zweige)
- 2 EL Butterschmalz oder neutrales Öl
- Salz und Pfeffer
- 1 EL Speisestärke (optional)
Instructions
- Das Fleisch vorbereiten (am besten am Vortag): Hirschgulasch kurz abspülen, trocken tupfen. Wacholderbeeren leicht zerdrücken und mit 200 ml Rotwein über das Fleisch gießen. Abgedeckt über Nacht im Kühlschrank marinieren (mindestens 2 Stunden).
- Das Gemüse vorbereiten: Fleisch aus der Marinade nehmen und abtropfen lassen (Marinade aufbewahren). Zwiebeln, Möhren und Sellerie schälen und in grobe, etwa 2 cm große Würfel schneiden. Knoblauch fein hacken.
- Das Fleisch scharf anbraten: Butterschmalz im Schmortopf bei hoher Hitze erhitzen. Fleisch portionsweise von allen Seiten kräftig anbraten, bis es eine braune Kruste hat (ca. 3-4 Minuten pro Portion). Angebratenes Fleisch auf einen Teller legen.
- Das Gemüse anschwitzen: Hitze reduzieren. Zwiebelwürfel im Topf 3-4 Minuten glasig dünsten. Möhren-, Selleriewürfel und Knoblauch dazugeben und 2 Minuten mitbraten. Tomatenmark einrühren und kurz mitrösten, bis es leicht bräunlich wird.
- Ablöschen und Schmoren: Bratensatz mit restlichem Rotwein (300 ml) und der aufbewahrten Marinade ablöschen. Mit Holzlöffel den Boden abkratzen. Brühe, Preiselbeeren, Lorbeerblätter und Thymian dazugeben. Fleisch zurück in den Topf geben. Alles umrühren und bei mittlerer Hitze kurz aufkochen.
- Die Schmorzeit: Hitze auf niedrigste Stufe reduzieren, Deckel auflegen und 1,5 bis 2 Stunden sanft köcheln lassen. Nach etwa einer Stunde Deckel abnehmen, damit die Soße etwas einkocht. Fleisch ist fertig, wenn es sich leicht mit einer Gabel zerteilen lässt.
- Abschmecken und Verfeinern: Lorbeerblätter und Thymianzweige entfernen. Gulasch mit Salz und Pfeffer abschmecken. Falls gewünscht, Speisestärke mit 2 EL kaltem Wasser glatt rühren und unter Rühren in die kochende Soße geben. Kurz aufkochen lassen, bis sie sämig wird.
- Ruhen lassen (optional): Gulasch abkühlen lassen und über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen – schmeckt am nächsten Tag noch besser.
Notes
Das Fleisch vor dem Schmoren marinieren macht es besonders zart und mild. Die Soße wird durch püriertes Gemüse angedickt – das spart Kalorien und ist glutenfrei. Das Gulasch schmeckt am zweiten Tag noch besser. Für eine schnellere Variante Marinierzeit auf 30 Minuten verkürzen.
Nutrition
- Serving Size: 1 Portion (ohne Beil
- Calories: 450550
- Sugar: 0.81
- Sodium: 0.8001
- Fat: 1520
- Saturated Fat: 0.57
- Carbohydrates: 1520
- Fiber: 0.35
- Protein: 4045
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