Love this? Save it for later!
Share the inspiration with your friends
„Warum machst du eigentlich nicht einfach die Füllung vorher fertig und lässt sie über Nacht ziehen?”, fragte meine Nachbarin Greta, während ich hektisch Kastanien für den Erntedank-Braten hackte. Ich startete eine gut gemeinte Erklärung, warum das bei meinem Rezept nicht funktionieren würde – die Feuchtigkeit, die Aromen, die Konsistenz. Dann hielt ich inne. Greta kocht seit 50 Jahren mit ruhiger Hand und einem Lächeln. Wer war ich, um zu widersprechen?
Also probierte ich es. Ich bereitete die cremige Maronen-Füllung am Vorabend zu, ließ sie abgedeckt im Kühlschrank ruhen und stopfte sie am nächsten Morgen in den Braten. Und wissen Sie was? Es war der saftigste, aromatischste Erntedank-Braten meines Lebens. Die Füllung war nicht nur durchgezogen, sie hatte eine Tiefe, die ich mit meiner „Frisch-in-den-Ofen-Methode” nie erreicht hatte. Ich stand da, mit meinem teuren Fleischthermometer in der Hand, und musste zugeben: Die einfachste Idee war die beste.
Seit diesem Tag – es war übrigens ein verregneter Donnerstag im Oktober – mache ich die Füllung immer am Vortag. Der Braten selbst wird dadurch nicht nur saftiger, sondern die Aromen von Maronen, Thymian und einem Hauch Muskat verbinden sich zu etwas Magischem. Vielleicht haben Sie ja auch schon mal eine Küchenweisheit in Frage gestellt, die sich dann als goldrichtig herausstellte? Genau darum geht es bei diesem Rezept. Es ist nicht nur ein weiterer Braten – es ist der, der mich gelehrt hat, manchmal einfach loszulassen und auf die Stimme der Erfahrung zu hören. Und genau deshalb mache ich ihn jedes Jahr wieder.
Warum Sie diesen Erntedank-Braten lieben werden
Dieser saftige Erntedank-Braten mit cremiger Maronen-Füllung ist kein gewöhnliches Sonntagsessen. Er ist das Ergebnis von etwa 15 Testdurchläufen, etlichen verbratenen Nüssen und einer großen Portion Hartnäckigkeit. Ich habe ihn für meine Familie entwickelt, aber auch für alle, die denken, dass Braten trocken und Füllung langweilig sein muss. Falsch gedacht!
- Saftig bis zur letzten Scheibe: Dank einer speziellen Vorbereitung der Füllung und einer Niedrigtemperatur-Garmethode bleibt das Fleisch butterzart. Kein trockenes Stück mehr – versprochen.
- Cremige Füllung mit Biss: Die Maronen werden nicht püriert, sondern fein gehackt und mit Sahne, Ei und frischen Kräutern vermengt. So entsteht eine Füllung, die innen schön cremig ist, aber noch Struktur hat.
- Einfache, aber raffinierte Zutaten: Sie brauchen keine exotischen Gewürze. Die meisten Zutaten haben Sie zu Hause oder bekommen Sie im Supermarkt. Die Maronen gibt es vakuumiert oder im Glas – kein mühsames Schälen mehr.
- Perfekt für das Erntedankfest oder festliche Anlässe: Ob Weihnachten, Geburtstag oder einfach ein besonderer Sonntag – dieser Braten ist ein echter Hingucker und schmeckt nach mehr.
- Ein Rezept, das Ihnen Zeit schenkt: Durch die Vorbereitung der Füllung am Vortag haben Sie am Festtag mehr Zeit für Ihre Gäste. Und genau darum geht es doch, oder?
Was diesen Braten von anderen unterscheidet? Es ist die Kombination aus der saftigen Fleischstruktur und dieser unwiderstehlich cremigen, leicht süßlichen Maronenfüllung. Ich habe lange an der perfekten Würze getüftelt – ein Hauch Majoran, etwas frischer Thymian und eine Prise Muskatnuss. Das ist keine übertriebene Gewürzexplosion, sondern eine harmonische Begleitung, die den Eigengeschmack der Maronen wunderbar zur Geltung bringt.
Zutaten, die den Unterschied machen
Für dieses Rezept verwende ich bewusst Zutaten, die sowohl Qualität als auch einen unverwechselbaren Geschmack liefern. Die Maronen sind hier der Star – sie verleihen der Füllung eine natürliche Süße und eine samtige Textur. Hier ist die vollständige Liste, aufgeteilt nach Komponenten.
Für den Braten
- 1,5 kg Schweineschulter oder Rinderbrust (je nach Vorliebe; ich bevorzuge Schweineschulter für extra Saftigkeit)
- 2 EL Butterschmalz oder neutrales Öl (zum Anbraten)
- 2 Zwiebeln, grob gewürfelt
- 2 Möhren, in grobe Stücke geschnitten
- 1 Stange Lauch, in Ringe geschnitten
- 500 ml kräftige Brühe (Rinder- oder Gemüsebrühe)
- 200 ml Rotwein (optional, für mehr Tiefe – ich nehme gern einen trockenen Spätburgunder)
- Salz und frisch gemahlener Pfeffer
Für die cremige Maronen-Füllung
- 400 g vakuumierte oder gekochte Maronen (aus dem Glas – Marke „Seeberger” oder „Alnatura” finde ich besonders aromatisch)
- 1 kleine Zwiebel, fein gewürfelt
- 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
- 2 EL Butter
- 100 ml Sahne (oder pflanzliche Sahne für eine leichtere Variante)
- 1 Ei (Größe M)
- 2 EL frische Petersilie, gehackt
- 1 TL getrockneter Thymian
- ½ TL Majoran
- Eine Prise Muskatnuss, frisch gerieben
- Salz und Pfeffer
Für die Sauce
- Den Bratensatz aus dem Bräter
- 200 ml Sahne oder Crème fraîche
- 1 EL kalte Butter (zum Binden)
- 1 TL Speisestärke, in etwas kaltem Wasser angerührt (optional)
Tipp zur Zutatenauswahl: Achten Sie bei den Maronen darauf, dass sie nicht zu trocken sind. Vakuumierte Maronen aus dem Kühlregal sind oft saftiger als die aus der Dose. Ich persönlich greife gern zu den vorgekochten, vakuumierten von „Marengo” – sie haben eine wunderbar weiche Konsistenz und lassen sich leicht hacken. Wenn Sie frische Maronen verwenden möchten, müssen Sie sie vorher einschneiden, kochen und schälen – das ist zwar möglich, aber zeitaufwendig. Für den Alltag nehme ich die fertigen.
Substitutionen: Für eine glutenfreie Variante ersetzen Sie das Ei in der Füllung durch 2 EL gemahlene Leinsamen, die Sie mit 6 EL Wasser verrühren und 5 Minuten quellen lassen. Die Sahne können Sie durch Hafer- oder Sojasahne ersetzen. Wer keinen Rotwein mag, nimmt einfach mehr Brühe.
Benötigte Küchenausstattung
Für dieses Rezept brauchen Sie kein Profi-Equipment. Ein guter Bräter oder ein schwerer Schmortopf mit Deckel ist das A und O. Ich verwende einen gusseisernen Bräter von „Le Creuset”, aber ein einfacher Emaille-Bräter tut es auch. Wichtig ist, dass der Topf hitzebeständig ist und einen dicht schließenden Deckel hat.
- Einen Bräter oder Schmortopf (ca. 4-5 Liter Fassungsvermögen)
- Ein scharfes Messer und ein großes Schneidebrett
- Eine Küchenwaage
- Eine Schüssel für die Füllung
- Einen Kochlöffel oder eine Holzkelle
- Ein Fleischthermometer (optional, aber sehr empfehlenswert für perfekte Garstufen)
- Alufolie
Mein Geheimtipp: Investieren Sie in ein gutes Fleischthermometer. Es kostet nicht viel und nimmt Ihnen das Rätselraten. Ich hatte früher oft trockene Braten, weil ich sie zu lange im Ofen ließ. Seit ich ein Thermometer benutze, gelingt mir jeder Braten auf den Punkt. Budgetfreundliche Modelle gibt es schon ab 15 Euro – die sind völlig ausreichend.
Zubereitung – Schritt für Schritt zum perfekten Braten
Nehmen Sie sich Zeit für die Vorbereitung. Der Braten wird es Ihnen danken. Ich bereite die Füllung immer am Vortag zu – das spart Stress und die Aromen können wunderbar durchziehen. Aber auch am selben Tag funktioniert es natürlich.
Schritt 1: Die Maronen-Füllung vorbereiten (ca. 20 Minuten)
- Die Maronen grob hacken. Sie sollten noch Stückchen haben – kein Püree!
- Die Butter in einer kleinen Pfanne erhitzen und die fein gewürfelte Zwiebel sowie den Knoblauch darin glasig dünsten.
- Die gehackten Maronen dazugeben und 2-3 Minuten mitbraten, bis sie leicht duften.
- Die Pfanne vom Herd nehmen. Die Sahne, das Ei, die Petersilie, den Thymian, Majoran und die Muskatnuss unterrühren.
- Mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken. Die Füllung sollte würzig sein, da sie später vom Fleisch aufgesogen wird.
- Die Masse in eine Schüssel füllen, abdecken und über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen. Wichtig: Die Füllung muss komplett ausgekühlt sein, bevor Sie sie in den Braten geben.
Schritt 2: Das Fleisch vorbereiten (ca. 15 Minuten)
- Das Fleisch waschen und trocken tupfen. Mit einem scharfen Messer eine tiefe Tasche einschneiden – aber nicht ganz durchschneiden! Ich schneide von der schmalen Seite her ein, sodass eine Art „Brusttasche” entsteht.
- Die Innenseite der Tasche mit Salz und Pfeffer würzen.
- Die abgekühlte Füllung mit einem Löffel oder den Händen in die Tasche füllen. Nicht zu fest stopfen, sonst platzt der Braten beim Garen. Die Öffnung mit ein paar Zahnstochern oder Küchengarn verschließen.
- Den Braten von außen rundherum mit Salz und Pfeffer einreiben.
Schritt 3: Anbraten und Schmoren (ca. 2,5 Stunden)
- Den Ofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Das Butterschmalz im Bräter bei starker Hitze erhitzen. Den Braten von allen Seiten kräftig anbraten, bis er eine schöne braune Kruste hat. Das dauert etwa 8-10 Minuten. Nehmen Sie sich Zeit – die Kruste ist der Geschmacksträger!
- Den Braten aus dem Bräter nehmen und kurz beiseitelegen.
- Die grob gewürfelten Zwiebeln, Möhren und den Lauch im Bratensatz anbraten, bis sie Farbe annehmen.
- Mit der Brühe und dem Rotwein ablöschen. Den Braten zurück in den Bräter legen. Der Braten sollte etwa zur Hälfte im Flüssigkeit stehen.
- Den Deckel auflegen und den Bräter in den Ofen schieben. Den Braten für ca. 2 Stunden schmoren lassen. Nach der Hälfte der Zeit einmal wenden.
Schritt 4: Die Sauce vollenden (ca. 10 Minuten)
- Den fertigen Braten aus dem Bräter nehmen und in Alufolie wickeln. 10-15 Minuten ruhen lassen – das ist entscheidend für die Saftigkeit!
- Den Bratensatz durch ein feines Sieb in einen kleinen Topf gießen. Das Gemüse ausdrücken, damit die ganze Flüssigkeit erhalten bleibt.
- Die Sahne oder Crème fraîche einrühren. Die Sauce aufkochen lassen und mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken.
- Wenn die Sauce zu dünn ist, die angerührte Speisestärke einrühren und kurz aufkochen lassen. Zum Schluss die kalte Butter einrühren – das gibt der Sauce einen wunderbaren Glanz und Geschmack.
- Den Braten in Scheiben schneiden und mit der Sauce servieren.
Sensorische Hinweise: Der Braten ist fertig, wenn er eine Kerntemperatur von etwa 75 °C (für Schwein) oder 60-65 °C (für Rind, je nach gewünschtem Gargrad) erreicht hat. Das Fleisch sollte sich leicht mit einer Gabel einstechen lassen und der Bratensaft sollte klar austreten. Die Füllung fühlt sich fest, aber noch leicht cremig an.
Kochtipps & Techniken für den perfekten Braten
Ich habe bei diesem Rezept so einige Fehler gemacht – und daraus gelernt. Hier sind meine wichtigsten Erkenntnisse.
Das Anbraten nicht überstürzen: Die Kruste ist nicht nur für den Geschmack da, sondern versiegelt das Fleisch und hält die Feuchtigkeit im Inneren. Lassen Sie den Braten ruhig 4-5 Minuten pro Seite braten, bis er richtig Farbe hat. Wenn er am Topfboden klebt, ist er noch nicht fertig – einfach noch eine Minute warten.
Die Füllung nicht zu kalt einfüllen: Wenn Sie die Füllung direkt aus dem Kühlschrank in den Braten geben, verlängert sich die Garzeit erheblich. Lassen Sie sie daher vor dem Füllen etwa 20 Minuten bei Raumtemperatur stehen.
Nicht zu viel Flüssigkeit im Bräter: Der Braten soll schmoren, nicht kochen. Die Flüssigkeit sollte maximal bis zur Hälfte des Bratens reichen. Zu viel Flüssigkeit macht das Fleisch zäh und die Sauce wässrig.
Das Ruhen ist Pflicht: Ich weiß, es ist schwer, aber widerstehen Sie der Versuchung, den Braten sofort anzuschneiden! Das Fleisch muss sich entspannen, damit sich die Säfte wieder im Gewebe verteilen. Sonst läuft alles auf dem Teller aus und der Braten wird trocken. 15 Minuten in Alufolie sind ein Muss.
Mein größter Fail: Einmal habe ich vergessen, die Zahnstocher aus dem Braten zu entfernen, bevor ich ihn servierte. Mein Schwiegervater hat sich fast daran verschluckt. Seitdem zähle ich die Zahnstocher vor dem Servieren – klingt albern, aber es hat mir schon mehrfach die Blamage erspart!
Variationen & Anpassungen für jeden Geschmack
Dieses Grundrezept lässt sich wunderbar abwandeln. Hier sind meine liebsten Varianten, die ich im Laufe der Jahre ausprobiert habe.
Vegetarische Variante: Ersetzen Sie das Fleisch durch einen großen Blumenkohl oder einen Kürbis (Hokkaido eignet sich gut). Den Blumenkohl oder Kürbis aushöhlen, mit der Maronen-Füllung füllen und bei 180 °C etwa 45 Minuten backen. Die Sauce einfach aus Gemüsebrühe und Sahne zubereiten. Überraschend gut!
Mit Pilzen verfeinert: Geben Sie 200 g fein gehackte Champignons oder Pfifferlinge zur Füllung. Die Pilze vorher in Butter anbraten, bis die Flüssigkeit verdampft ist. Das gibt der Füllung eine erdige Note, die hervorragend zu den Maronen passt.
Süß-scharfe Note: Für eine asiatisch angehauchte Version fügen Sie der Füllung 1 EL frisch geriebenen Ingwer, eine Prise Chili und 2 EL Sojasauce hinzu. Dazu passt ein Braten aus Schweinebauch – einfach unglaublich!
Low-Carb / Keto: Lassen Sie das Ei in der Füllung weg und ersetzen Sie die Sahne durch eine Mischung aus Frischkäse und etwas Brühe. Die Maronen sind zwar kohlenhydrathaltig, aber in Maßen für eine Low-Carb-Ernährung geeignet. Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, nimmt stattdessen Blumenkohl-Röschen.
Meine persönliche Lieblingsvariante: Ich gebe manchmal 50 g fein gehackte getrocknete Aprikosen zur Füllung. Die Süße der Aprikosen harmoniert perfekt mit den Maronen und dem Rotwein in der Sauce. Klingt ungewöhnlich, aber probieren Sie es – es ist ein Gedicht!
Servieren & Aufbewahren – damit der Genuss bleibt
Der Erntedank-Braten schmeckt am besten, wenn er frisch aus dem Ofen kommt. Aber auch am nächsten Tag ist er noch wunderbar.
Serviertemperatur: Den Braten nach dem Ruhen in fingerdicke Scheiben schneiden und auf einer vorgewärmten Platte anrichten. Die Sauce separat dazu reichen. Dazu passen hervorragend Kartoffelknödel, Butterspätzle oder ein einfaches Ofengemüse. Ein kräftiger Rotwein wie ein Spätburgunder oder ein Dornfelder rundet das Mahl perfekt ab.
Aufbewahrung im Kühlschrank: Übrig gebliebenen Braten in einer luftdichten Dose im Kühlschrank aufbewahren. So hält er sich 3-4 Tage. Die Füllung saugt dabei noch mehr Geschmack auf – manche sagen, am zweiten Tag schmeckt er sogar noch besser!
Einfrieren: Der Braten lässt sich hervorragend einfrieren. Dazu in Scheiben schneiden, portionsweise in Gefrierbeutel packen und einfrieren. So hält er sich bis zu 3 Monate. Die Sauce am besten separat einfrieren.
Wiederaufwärmen: Den gefrorenen Braten über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen. Dann in einer Pfanne mit etwas Brühe oder Sauce bei schwacher Hitze erwärmen. Nicht in der Mikrowelle aufwärmen – das macht das Fleisch zäh und die Füllung matschig. Lieber langsam im Ofen bei 120 °C für 20-30 Minuten.
Mein Tipp für den nächsten Tag: Aus den Resten mache ich gerne eine herzhafte Füllung für Ofenkartoffeln. Einfach den Braten und die Füllung klein hacken, mit etwas Sahne vermengen und in die Kartoffeln füllen. Einfach genial!
Nährwerte & gesundheitliche Vorteile
Ein Festtagsbraten ist natürlich kein Diätgericht, aber er hat durchaus seine Vorzüge. Maronen sind echte Powerpakete: Sie enthalten viel Ballaststoffe, Kalium und Vitamin C. Außerdem sind sie von Natur aus glutenfrei und liefern komplexe Kohlenhydrate, die lange satt machen.
| Nährwert pro Portion (ca. 200 g Braten mit Sauce) | Menge |
|---|---|
| Kalorien | ca. 480 kcal |
| Eiweiß | 35 g |
| Fett | 28 g |
| Kohlenhydrate | 18 g |
| Ballaststoffe | 4 g |
Allergene: Dieses Rezept enthält Milchprodukte (Butter, Sahne) und Ei. Für eine laktosefreie Variante verwenden Sie laktosefreie Sahne und Butter. Die Füllung kann auch ohne Ei zubereitet werden – einfach weglassen oder durch etwas mehr Sahne ersetzen.
Meine Meinung: Ich finde, ein gutes Essen sollte nicht nur den Magen, sondern auch die Seele nähren. Dieser Braten ist genau das – ein Stück Wohlfühlen auf dem Teller. Und wenn ich ehrlich bin, ist die Portion Maronen-Füllung mit ihren Ballaststoffen sicherlich gesünder als manch anderer Festtagsschmaus.
Fazit – Warum Sie diesen Braten unbedingt ausprobieren sollten
Dieser saftige Erntedank-Braten mit cremiger Maronen-Füllung ist für mich mehr als nur ein Rezept. Er ist eine Erinnerung daran, dass die besten Dinge im Leben oft aus einem kleinen Perspektivwechsel entstehen. Hätte Greta mir nicht ihren Tipp gegeben, würde ich heute noch eine gute, aber nicht großartige Füllung machen. Stattdessen habe ich jetzt ein Rezept, das jedes Jahr aufs Neue begeistert.
Probieren Sie es aus! Nehmen Sie sich die Zeit, die Füllung am Vortag zuzubereiten, und lassen Sie sich von dem Ergebnis überraschen. Und wenn Sie mögen, passen Sie das Rezept ruhig an – ob mit Pilzen, Aprikosen oder einer ganz eigenen Idee. Das Schöne am Kochen ist doch, dass man immer dazulernt.
Ich würde mich riesig freuen, wenn Sie mir in den Kommentaren erzählen, wie Ihr Braten gelungen ist! Welche Variante haben Sie ausprobiert? Gab es einen besonderen Moment dabei? Teilen Sie Ihre Erfahrungen – und vergessen Sie nicht, das Rezept mit Ihren Freunden zu teilen. Denn gutes Essen will geteilt werden!
In diesem Sinne: Guten Appetit und ein herzliches Dankeschön an alle, die den Mut haben, in der Küche auch mal etwas anders zu machen. Es lohnt sich!
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Kann ich den Braten auch ohne Rotwein zubereiten?
Ja, absolut! Ersetzen Sie den Rotwein einfach durch die gleiche Menge kräftige Brühe. Für eine säuerliche Note können Sie einen Schuss Apfelessig oder Balsamico hinzufügen.
Die Füllung ist zu weich geworden – woran liegt das?
Das passiert oft, wenn die Füllung zu viel Flüssigkeit enthält oder der Braten zu lange gegart wurde. Achten Sie darauf, die Sahne nicht zu großzügig zu dosieren, und lassen Sie die Füllung vor dem Füllen gut abkühlen. Auch das Ruhen nach dem Garen hilft, die Konsistenz zu stabilisieren.
Kann ich den Braten auch im Slow Cooker zubereiten?
Ja, das funktioniert. Braten Sie das Fleisch wie beschrieben an, geben Sie es dann mit dem Gemüse und der Brühe in den Slow Cooker und lassen Sie es auf niedriger Stufe 6-8 Stunden garen. Die Füllung sollte aber vorher gut abgekühlt sein, damit sie nicht zerfällt.
Wie bekomme ich eine besonders knusprige Kruste?
Nach dem Schmoren den Deckel abnehmen und den Braten für die letzten 15-20 Minuten bei 200 °C im Ofen bräunen. Oder Sie braten ihn nach dem Ruhen nochmal kurz in einer heißen Pfanne mit etwas Butterschmalz von allen Seiten an.
Kann ich die Füllung auch für einen Truthahn verwenden?
Ja, die Maronen-Füllung passt hervorragend zu Truthahn. Beachten Sie aber, dass die Garzeit für einen Truthahn länger ist. Die Füllung sollte vor dem Füllen komplett ausgekühlt sein, und der Truthahn muss unbedingt durchgegart sein (Kerntemperatur mindestens 75 °C).
Pin This Recipe!

Saftiger Erntedank-Braten mit cremiger Maronen-Füllung
Dieser saftige Erntedank-Braten mit cremiger Maronen-Füllung ist das Ergebnis von etwa 15 Testdurchläufen und einer speziellen Vorbereitung der Füllung am Vortag. Dank Niedrigtemperatur-Garmethode bleibt das Fleisch butterzart und die Füllung unwiderstehlich cremig.
- Prep Time: 20 Minuten
- Cook Time: 2 Stunden 30 Minuten
- Total Time: 2 Stunden 50 Minuten (plus 8 Stunden Ruhezeit für die Füllung)
- Yield: 6 Portionen 1x
- Category: Hauptgericht
- Cuisine: Deutsch
Ingredients
- 1,5 kg Schweineschulter oder Rinderbrust
- 2 EL Butterschmalz oder neutrales Öl
- 2 Zwiebeln, grob gewürfelt
- 2 Möhren, in grobe Stücke geschnitten
- 1 Stange Lauch, in Ringe geschnitten
- 500 ml kräftige Brühe (Rinder- oder Gemüsebrühe)
- 200 ml Rotwein (optional)
- Salz und frisch gemahlener Pfeffer
- 400 g vakuumierte oder gekochte Maronen
- 1 kleine Zwiebel, fein gewürfelt
- 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
- 2 EL Butter
- 100 ml Sahne
- 1 Ei (Größe M)
- 2 EL frische Petersilie, gehackt
- 1 TL getrockneter Thymian
- ½ TL Majoran
- Eine Prise Muskatnuss, frisch gerieben
- 200 ml Sahne oder Crème fraîche
- 1 EL kalte Butter
- 1 TL Speisestärke, in etwas kaltem Wasser angerührt (optional)
Instructions
- Maronen grob hacken. Butter in einer kleinen Pfanne erhitzen und die fein gewürfelte Zwiebel sowie den Knoblauch darin glasig dünsten.
- Gehackte Maronen dazugeben und 2-3 Minuten mitbraten, bis sie leicht duften.
- Pfanne vom Herd nehmen. Sahne, Ei, Petersilie, Thymian, Majoran und Muskatnuss unterrühren. Mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken.
- Masse in eine Schüssel füllen, abdecken und über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen. Wichtig: Die Füllung muss komplett ausgekühlt sein, bevor Sie sie in den Braten geben.
- Fleisch waschen und trocken tupfen. Mit einem scharfen Messer eine tiefe Tasche einschneiden – aber nicht ganz durchschneiden.
- Innenseite der Tasche mit Salz und Pfeffer würzen. Abgekühlte Füllung mit einem Löffel oder den Händen in die Tasche füllen. Öffnung mit Zahnstochern oder Küchengarn verschließen.
- Braten von außen rundherum mit Salz und Pfeffer einreiben.
- Ofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Butterschmalz im Bräter bei starker Hitze erhitzen. Braten von allen Seiten kräftig anbraten, bis er eine schöne braune Kruste hat (ca. 8-10 Minuten).
- Braten aus dem Bräter nehmen und kurz beiseitelegen.
- Grob gewürfelte Zwiebeln, Möhren und Lauch im Bratensatz anbraten, bis sie Farbe annehmen.
- Mit Brühe und Rotwein ablöschen. Braten zurück in den Bräter legen. Braten sollte etwa zur Hälfte in der Flüssigkeit stehen.
- Deckel auflegen und Bräter in den Ofen schieben. Braten für ca. 2 Stunden schmoren lassen. Nach der Hälfte der Zeit einmal wenden.
- Fertigen Braten aus dem Bräter nehmen und in Alufolie wickeln. 10-15 Minuten ruhen lassen.
- Bratensatz durch ein feines Sieb in einen kleinen Topf gießen. Gemüse ausdrücken.
- Sahne oder Crème fraîche einrühren. Sauce aufkochen lassen und mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken.
- Wenn die Sauce zu dünn ist, angerührte Speisestärke einrühren und kurz aufkochen lassen. Zum Schluss kalte Butter einrühren.
- Braten in Scheiben schneiden und mit der Sauce servieren.
Notes
Die Füllung am besten am Vortag zubereiten und über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen. Vor dem Füllen 20 Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen. Den Braten nach dem Garen unbedingt 15 Minuten ruhen lassen. Zahnstocher vor dem Servieren entfernen.
Nutrition
- Serving Size: 200 g Braten mit Sau
- Calories: 480
- Sugar: 6
- Sodium: 800
- Fat: 28
- Saturated Fat: 12
- Carbohydrates: 18
- Fiber: 4
- Protein: 35
Keywords: Erntedank-Braten, Maronen-Füllung, Schweineschulter, Rinderbrust, Festtagsbraten, saftig, cremig, Niedrigtemperatur


