Geschrieben von

Mariah Lyons

Veröffentlicht

Knusprige Martinsgans mit Beifuß-Apfel-Füllung: einfaches Rezept

Fertig in 4 Stunden
Portionen 8-10 Portionen
Schwierigkeitsgrad Mittel

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Das große Martinsfest bei meiner Freundin Clara stand vor der Tür und ich hatte mich – mal wieder – völlig überschätzt. Drei Tage Vorbereitung, hatte ich mir gedacht, das reicht locker. Tja, bis ich dann am Morgen des Festes feststellte, dass ich die Gans zwar gekauft, aber null Rezept parat hatte. Und die anderen? Die brachten aufwendig gefüllte Pasteten, selbst gemachte Terrinen und einen Braten, der wohl zwei Tage im Rotwein baden durfte. Ich stand da mit meiner 5-Kilo-Gans, einem Strauß Beifuß vom Markt und der vagen Erinnerung, dass irgendjemand mal was von Äpfeln und Gans gesagt hatte. Die Panik war echt, das muss ich zugeben. Ich hab dann einfach angefangen, zu improvisieren – Beifuß, Äpfel, Zwiebeln, alles rein in den Vogel. Und dann? Dann hat genau diese Gans, die ich unter Zeitdruck und mit zittrigen Händen zusammengeschustert hatte, den Abend gerockt. Claras Onkel, ein echter Gourmet, hat nach dem ersten Bissen die Augen geschlossen und gemeint, das sei die beste Martinsgans seit Jahren. Ich hab nur genickt und so getan, als wäre alles Teil des Plans. Aber ganz ehrlich? Diese knusprige Haut, das saftige Fleisch, diese fruchtig-herbe Füllung – das war einfach Glück mit Methode. Seitdem ist dieses Rezept mein Geheimtipp für jeden Herbst, und ich schwöre, es funktioniert jedes Mal. Vielleicht habt ihr ja auch so einen Moment, wo ihr denkt: „Das wird nix“, und dann wird es einfach perfekt. Genau das ist dieses Rezept.

Warum ihr diese Gans lieben werdet

Diese Martinsgans ist nicht einfach nur ein weiteres Herbstrezept. Sie ist der Moment, auf den alle warten, wenn der Duft durchs Haus zieht. Glaubt mir, ich habe dieses Rezept in den letzten Jahren unzählige Male getestet – für Familie, für Freunde, für kritische Schwiegermütter. Es funktioniert immer.

  • Perfekt fürs Fest: Ob Martinstag, Erntedank oder einfach ein großes Abendessen mit Freunden – diese Gans ist der Star auf jedem Tisch. Sieht aus wie vom Profi, schmeckt wie vom Himmel.
  • Knusprig garantiert: Das Geheimnis liegt in der Zubereitung. Ich verrate euch den Trick, damit die Haut wirklich knusprig wird – kein labberiges Gefühl, sondern ein richtiges Knacken beim Schneiden.
  • Füllung mit Pfiff: Beifuß und Apfel – das klingt erstmal ungewöhnlich, aber zusammen mit den Zwiebeln und etwas Majoran entsteht eine Füllung, die so aromatisch ist, dass ihr sie am liebsten pur essen würdet.
  • Unkompliziert für den Gastgeber: Ja, eine Gans braucht Zeit. Aber die Vorbereitung ist einfacher, als ihr denkt. Und während sie im Ofen ist, habt ihr die Hände frei für Beilagen und eure Gäste.
  • Immer ein Erfolg: Ich hab noch nie erlebt, dass jemand diese Gans nicht mochte. Sie ist saftig, würzig und einfach unvergesslich. Das perfekte Gericht, um zu zeigen, dass ihr kochen könnt – ohne stundenlang in der Küche zu stehen.

Die Zutaten – was ihr braucht

Für dieses Rezept braucht ihr keine exotischen Zutaten. Alles bekommt ihr auf dem Wochenmarkt oder im gut sortierten Supermarkt. Die Qualität der Gans ist natürlich entscheidend – investiert ruhig ein bisschen mehr, ihr schmeckt den Unterschied.

Für die Gans und die Füllung:

  • 1 küchenfertige Martinsgans (ca. 4–5 kg), am besten vom Bauern oder Bio-Geflügel
  • 4 säuerliche Äpfel (z.B. Boskoop oder Elstar), geviertelt und entkernt (nicht schälen, die Schale gibt Geschmack)
  • 2 große Zwiebeln, in grobe Stücke geschnitten
  • 4–5 frische Zweige Beifuß (oder 2 EL getrockneter Beifuß, ich empfehle aber frischen für das Aroma)
  • 3 Zweige frischer Majoran (oder 1 TL getrockneter)
  • Salz und Pfeffer aus der Mühle
  • 2 EL Butterschmalz oder Gänseschmalz zum Bestreichen

Für die Kruste und den Bratensatz:

  • 1 Liter kräftige Geflügelbrühe (selbst gemacht oder gute Qualität aus dem Glas)
  • 200 ml trockener Weißwein (optional, aber ich liebe ihn für die Sauce)
  • 2 EL Honig oder Ahornsirup (für die Glasur, die die Haut so schön braun macht)
  • 2 Karotten, 1 Stange Lauch, 1 Stück Sellerie (für den Bratensatz, grob geschnitten)
  • 2 Lorbeerblätter
  • Etwas Speisestärke zum Binden der Sauce

Tipp von mir: Kauft die Gans am besten einen Tag vorher und lasst sie unverpackt im Kühlschrank offen liegen. Das trocknet die Haut ein bisschen an – das ist der erste Schritt zur perfekten Knusprigkeit. Klingt komisch, ist aber so. Und sucht nach Äpfeln, die nicht zu süß sind. Boskoop sind ideal, weil sie beim Garen schön zerfallen und eine leichte Säure mitbringen, die perfekt zum kräftigen Gänsefett passt.

Falls ihr keinen Beifuß bekommt – das passiert häufiger, als man denkt –, könnt ihr ihn durch Thymian ersetzen. Aber ganz ehrlich: Beifuß ist das Herz dieser Füllung. Er hat diese leicht bittere, würzige Note, die so wunderbar mit dem Apfel harmoniert. Ein kleiner Tipp: Wenn ihr getrockneten Beifuß verwendet, reibt ihr ihn zwischen den Fingern, bevor er in die Füllung kommt. So entfaltet sich das Aroma besser.

Was ihr an Equipment braucht

Keine Sorge, ihr müsst keine Profiküche haben. Aber ein paar Dinge machen das Leben leichter:

  • Ein großer Bräter: Die Gans muss Platz haben. Mein Bräter ist aus emailliertem Gusseisen – der hält die Hitze super und die Sauce brennt nicht so leicht an. Ein günstigerer aus Edelstahl tut es aber auch.
  • Ein scharfes Messer: Zum Tranchen der Gans. Nichts ist frustrierender als ein stumpfes Messer, das die Haut zerreißt. Ich schwöre auf mein Wüsthof.
  • Eine Küchengarn oder Rouladennadeln: Damit die Füllung drin bleibt. Ich nehme immer einfaches Baumwollgarn, das gibt es in jedem Supermarkt.
  • Ein Fleischthermometer: Das ist mein bester Freund beim Gänsebraten. So wird sie garantiert nicht trocken. Kostet nicht viel und nimmt die ganze Raterei raus.
  • Ein großer Topf: Für die Brühe und das spätere Abgießen des Bratensatzes.
  • Ein Sieb: Zum Abseihen der Sauce.

Falls ihr keinen Bräter habt, geht auch eine große, ofenfeste Form. Aber achtet darauf, dass sie hoch genug ist – die Gans gibt ordentlich Flüssigkeit ab.

So wird die Martinsgans zubereitet – Schritt für Schritt

Knusprige Martinsgans mit Beifuß-Apfel-Füllung preparation steps

Okay, jetzt wird es ernst. Ich nehme euch mit durch den ganzen Prozess, von der Vorbereitung bis zum Servieren. Keine Angst, es hört sich aufwendiger an, als es ist.

  1. Die Gans vorbereiten (am Vortag oder 2 Stunden vorher):
    Nehmt die Gans aus dem Kühlschrank und tupft sie innen und außen gründlich mit Küchenpapier trocken. Das ist der wichtigste Schritt für die Knusprigkeit! Dann salzt ihr sie großzügig von innen und außen – etwa 1 EL Salz pro Kilo, aber nicht übertreiben. Lasst sie dann offen im Kühlschrank stehen, wenn ihr Zeit habt, oder bei Zimmertemperatur eine Stunde ruhen.
  2. Die Füllung vorbereiten:
    Vermengt die Apfelviertel, die Zwiebelstücke, den Beifuß und den Majoran in einer Schüssel. Würzt mit etwas Pfeffer, aber nicht mit Salz – das kommt später über die Gans. Die Füllung sollte nicht zu fein sein, grobe Stücke sind okay. Sie gibt später ihr Aroma ans Fleisch ab.
  3. Die Gans füllen und verschließen:
    Füllt die Apfel-Zwiebel-Mischung in die Bauchhöhle der Gans. Nicht zu fest stopfen, die Füllung braucht Platz zum Dämpfen. Verschließt die Öffnung mit Küchengarn oder Rouladennadeln. Steckt auch die Flügelspitzen unter den Rücken – das verhindert, dass sie verbrennen.
  4. Die Gans in den Bräter setzen:
    Legt die Karotten, den Lauch und den Sellerie grob gehackt in den Bräter. Das ist das „Bratenbett“ – es verhindert, dass die Gans direkt auf dem Boden liegt, und gibt der Sauce später Geschmack. Setzt die Gans mit der Brustseite nach oben darauf. Gießt die Brühe und den Weißwein (falls verwendet) um die Gans herum, aber nicht über sie – die Haut soll trocken bleiben!
  5. Das erste Anbraten:
    Heizt den Ofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vor. Schiebt die Gans auf die mittlere Schiene und brat sie 30 Minuten lang an. Dann nehmt sie raus, bestreicht sie mit dem Butterschmalz und dreht die Temperatur auf 160 °C runter. Das ist der Moment, in dem die Magie beginnt.
  6. Das Schmoren:
    Jetzt kommt der lange Teil. Lasst die Gans bei 160 °C für etwa 2,5 bis 3 Stunden schmoren. Alle 30 Minuten solltet ihr sie mit dem Bratensatz übergießen – das hält sie saftig. Wenn die Haut zu dunkel wird (das passiert manchmal), deckt ihr sie locker mit Alufolie ab.
  7. Die Knusprigkeit am Ende:
    Nach den 2,5 Stunden nehmt ihr die Folie ab (falls ihr eine drauf hattet). Bestreicht die Gans mit dem Honig oder Ahornsirup und stellt die Temperatur wieder auf 220 °C hoch. Jetzt brat sie nochmal 15–20 Minuten, bis die Haut goldbraun und richtig knusprig ist. Achtung, das geht schnell – nicht aus den Augen lassen!
  8. Die Kerntemperatur prüfen:
    Stecht das Fleischthermometer in die dickste Stelle der Keule, ohne den Knochen zu berühren. Die Temperatur sollte 80–85 °C betragen. Wenn sie erreicht ist, ist die Gans perfekt. Wenn nicht, gebt ihr ihr noch 15 Minuten.
  9. Die Ruhezeit:
    Nehmt die Gans aus dem Ofen und lasst sie mindestens 15 Minuten ruhen, bevor ihr sie anschneidet. Das ist wichtig, damit sich die Fleischsäfte setzen. Deckt sie locker mit Alufolie ab – nicht zu fest, sonst wird die Haut wieder weich.
  10. Die Sauce zubereiten:
    Während die Gans ruht, gießt ihr den Bratensatz durch ein Sieb in einen Topf. Drückt das Gemüse gut aus – da steckt viel Geschmack drin. Lasst die Sauce aufkochen, schmeckt sie mit Salz, Pfeffer und etwas Honig ab. Wenn sie zu dünn ist, rührt ihr 1 EL Speisestärke mit kaltem Wasser an und gebt sie dazu. Lasst sie nochmal kurz aufkochen, bis sie bindet.
  11. Die Gans tranchieren:
    Setzt die Gans auf ein Brett. Schneider zuerst die Keulen ab, dann die Flügel. Dann löst ihr das Brustfleisch in dicken Scheiben vom Knochen. Das klingt schwerer, als es ist – übt euch einfach. Und keine Sorge, wenn nicht alles perfekt aussieht, der Geschmack macht alles wett.

Meine besten Tipps für die perfekte Gans

Ich hab bei diesem Rezept so viel gelernt – oft durch Fehler. Hier sind die Dinge, die ich gerne vorher gewusst hätte:

  • Die Haut trocken halten: Das ist das A und O. Wenn ihr die Gans vor dem Braten nicht gut trockentupft, wird die Haut labberig. Ich mach das sogar zweimal – einmal nach dem Auspacken, einmal kurz vor dem Salzen.
  • Nicht zu oft aufmachen: Jedes Mal, wenn ihr den Ofen öffnet, entweicht Hitze. Das verlängert die Garzeit. Versucht, die Gans nur zum Übergießen zu öffnen, und macht das schnell.
  • Die Füllung nicht überladen: Ich hab einmal zu viel Apfel rein gestopft – die Gans ist geplatzt. Das war nicht schön. Lieber etwas weniger, die Füllung soll nur Aroma abgeben, nicht den Vogel sprengen.
  • Die Ruhezeit ist heilig: Ich weiß, es ist schwer, wenn der Duft durch die Küche zieht. Aber schneidet die Gans nicht zu früh an. Das Fleisch wird sonst trocken und die Haut weich. Glaubt mir, die 15 Minuten lohnen sich.
  • Multitasking ist Trumpf: Während die Gans im Ofen ist, könnt ihr die Beilagen vorbereiten. Klöße, Rotkohl, Grünkohl – alles passt perfekt. Ich mach oft die Klöße schon am Vortag und wärme sie nur auf.

Variationen – so wird die Gans eure Gans

Dieses Rezept ist ein Klassiker, aber ihr könnt es leicht anpassen. Hier sind ein paar Ideen, die ich selbst ausprobiert habe:

  • Mit Orangen und Rosmarin: Ersetzt die Äpfel durch Orangen (mit Schale, aber ohne Kerne) und den Beifuß durch Rosmarin. Das gibt eine mediterrane Note, die überraschend gut zur Gans passt. Ich hab das mal für einen Weihnachtsbraten gemacht – war ein voller Erfolg.
  • Low-Carb-Variante: Lasst die Äpfel weg und füllt die Gans stattdessen mit einer Mischung aus Zwiebeln, Knoblauch, Fenchel und viel Beifuß. Das ist weniger süß, aber genauso aromatisch. Perfekt für alle, die auf Zucker achten.
  • Schärfe für Mutige: Gebt eine entkernte, fein gehackte Chili zu den Äpfeln in die Füllung. Das klingt verrückt, aber die Schärfe bricht das Fett der Gans wunderbar. Ich hab das für einen Freund gemacht, der scharfes Essen liebt – er war begeistert.
  • Mit Birnen und Thymian: Im Herbst gibt es oft auch tolle Birnen. Ersetzt die Äpfel durch feste Birnen (z.B. Conference) und nehmt Thymian statt Majoran. Das ist etwas süßer und milder, aber sehr elegant.

Falls ihr die Gans im Dutch Oven zubereiten wollt: Funktioniert auch, aber die Haut wird nicht ganz so knusprig. Dafür ist das Fleisch noch saftiger. Einfach die letzten 20 Minuten den Deckel abnehmen und bei 220 °C knusprig braten.

Servieren und Aufbewahren – damit die Gans ein zweites Mal glänzt

Die Gans schmeckt am besten direkt aus dem Ofen, aber sie ist auch am nächsten Tag noch fantastisch. Hier meine Erfahrungen:

Servieren: Ich serviere die Gans immer auf einer großen Platte, umgeben von den Beilagen. Die Sauce reiche ich separat in einer Sauciere. Dazu passen perfekt Kartoffelklöße (ich nehme halb und halb – Kartoffeln und Mehl), Rotkohl mit Apfel und etwas Grünkohl mit Speck. Ein kräftiger Rotwein, z.B. ein Spätburgunder, rundet das Ganze ab. Die Gans sollte heiß serviert werden – die Haut ist dann am knusprigsten.

Aufbewahren: Übrig gebliebenes Gänsefleisch könnt ihr problemlos 2–3 Tage im Kühlschrank aufbewahren. Wickelt es in Frischhaltefolie oder legt es in eine Dose mit etwas Sauce – so bleibt es saftig. Die Füllung solltet ihr separat lagern, sie wird sonst matschig. Zum Aufwärmen: Legt die Scheiben in eine ofenfeste Form, gebt etwas Brühe dazu und wärmt sie bei 150 °C für 10–15 Minuten auf. Die Mikrowelle ist nicht ideal, sie macht das Fleisch zäh.

Einfrieren: Ja, Gans lässt sich einfrieren! Am besten in Portionen ohne Sauce. Hält sich 3 Monate. Zum Auftauen über Nacht in den Kühlschrank legen und dann wie oben aufwärmen. Die Haut wird nach dem Auftauen nie wieder so knusprig sein, aber das Fleisch bleibt saftig.

Mein Tipp: Die Gans schmeckt am zweiten Tag fast noch besser, weil die Aromen durchgezogen sind. Ich mach oft extra eine größere Gans, damit ich am nächsten Tag Gänsebraten-Sandwiches mit etwas Meerrettich machen kann – ein Traum!

Nährwerte und gesundheitliche Aspekte

Ja, Gans ist kein Diätgericht, aber sie hat auch ihre guten Seiten. Hier ein Überblick (pro Portion, ohne Beilagen, ca. 200 g Fleisch):

  • Kalorien: ca. 450–550 kcal
  • Eiweiß: ca. 35 g
  • Fett: ca. 40 g (davon viel ungesättigte Fettsäuren)
  • Kohlenhydrate: ca. 5 g (durch die Füllung)
  • Eisen: ca. 3 mg (deckt 20% des Tagesbedarfs)
  • Zink: ca. 4 mg
  • Vitamin B12: ca. 2 µg

Gänsefleisch ist reich an hochwertigem Eiweiß und wichtigen Mineralstoffen wie Eisen und Zink – perfekt fürs Immunsystem. Das Fett der Gans besteht zu einem großen Teil aus einfach ungesättigten Fettsäuren, die sogar gut fürs Herz sein können (in Maßen, versteht sich). Die Äpfel in der Füllung liefern Ballaststoffe und Pektin, das die Verdauung unterstützt. Beifuß ist übrigens bekannt für seine verdauungsfördernde Wirkung – kein Wunder, dass er so gut zu fettem Fleisch passt.

Für alle mit Allergien: Die Gans ist glutenfrei (wenn ihr die Sauce ohne Mehl bindet) und laktosefrei, solange ihr Butterschmalz verwendet. Achtet bei der Brühe auf versteckte Zutaten. Wer auf Pektin reagiert (selten), sollte die Äpfel durch Birnen ersetzen.

Mein Fazit – warum ihr diese Gans machen müsst

Ich sag euch ganz ehrlich: Dieses Rezept hat mich gerettet. Nicht nur an jenem Martinsfest, sondern auch bei vielen anderen Gelegenheiten. Es ist einfach so verlässlich. Die Kombination aus knuspriger Haut, saftigem Fleisch und der fruchtig-herben Füllung ist einfach unschlagbar. Und das Beste? Es sieht aus, als hättet ihr stundenlang geschuftet, dabei ist es mit ein bisschen Vorbereitung ganz entspannt.

Ich liebe es, wie die Gans den Raum füllt – mit Duft, mit Wärme, mit diesem Gefühl von Fest. Wenn ihr sie das erste Mal macht, werdet ihr verstehen, was ich meine. Sie ist mehr als nur ein Gericht, sie ist ein Erlebnis. Also traut euch, probiert es aus. Passt die Füllung an, experimentiert mit den Gewürzen, macht sie zu eurer Gans. Und wenn ihr sie dann auf den Tisch stellt und alle verstummen, weil sie einfach nur genießen – dann wisst ihr, warum sich die Mühe gelohnt hat.

Habt ihr das Rezept ausprobiert? Oder habt ihr eine eigene Variante? Schreibt es mir in die Kommentare – ich bin schon gespannt! Und wenn euch der Beitrag gefällt, teilt ihn gerne mit euren Freunden. Vielleicht rettet ihr damit ja auch jemandem das nächste Fest. Bis zum nächsten Mal und guten Appetit!

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Kann ich die Gans auch ohne Füllung zubereiten?

Ja, absolut! Die Füllung gibt Aroma, aber die Gans wird auch ohne saftig. Gebt dann einfach ein paar Apfelstücke und Zwiebeln in den Bräter – das reicht für den Geschmack.

Wie bekomme ich die Haut besonders knusprig?

Das Geheimnis ist Trockenheit. Tupft die Gans gut ab, salzt sie rechtzeitig und lasst sie offen im Kühlschrank trocknen. Die Honigglasur am Ende gibt den letzten Knusper-Kick.

Kann ich die Gans im Voraus zubereiten?

Ja, aber nicht komplett. Ihr könnt die Gans am Vortag füllen und vorbereiten. Das Braten solltet ihr aber am Tag des Servierens machen. Die Sauce könnt ihr einen Tag vorher zubereiten und im Kühlschrank aufbewahren.

Welche Beilagen passen am besten zur Martinsgans?

Klassiker sind Kartoffelklöße, Rotkohl und Grünkohl. Aber auch Kartoffelgratin oder Ofengemüse passen super. Wichtig ist, dass die Beilagen nicht zu dominant sind – die Gans soll im Mittelpunkt stehen.

Wie lange muss die Gans im Ofen bleiben?

Rechnet mit etwa 25–30 Minuten pro Kilo bei 160 °C. Bei einer 4-Kilo-Gans sind das etwa 2 Stunden plus die Anfangs- und Endphase. Das Fleischthermometer gibt euch die Sicherheit: 80–85 °C in der Keule sind perfekt.

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Knusprige Martinsgans mit Beifuß-Apfel-Füllung recipe

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Knusprige Martinsgans mit Beifuß-Apfel-Füllung: einfaches Rezept

Eine saftige, knusprige Martinsgans mit einer fruchtig-herben Füllung aus Äpfeln, Zwiebeln und Beifuß. Dieses Rezept ist perfekt für festliche Anlässe und gelingt auch unter Zeitdruck.

  • Author: Sarah
  • Prep Time: 30 Minuten
  • Cook Time: 3 Stunden 30 Minuten
  • Total Time: 4 Stunden
  • Yield: 8 Portionen 1x
  • Category: Hauptgericht
  • Cuisine: Deutsch

Ingredients

Scale
  • 1 küchenfertige Martinsgans (ca. 4–5 kg), am besten vom Bauern oder Bio-Geflügel
  • 4 säuerliche Äpfel (z.B. Boskoop oder Elstar), geviertelt und entkernt (nicht schälen)
  • 2 große Zwiebeln, in grobe Stücke geschnitten
  • 4–5 frische Zweige Beifuß (oder 2 EL getrockneter Beifuß)
  • 3 Zweige frischer Majoran (oder 1 TL getrockneter)
  • Salz und Pfeffer aus der Mühle
  • 2 EL Butterschmalz oder Gänseschmalz zum Bestreichen
  • 1 Liter kräftige Geflügelbrühe
  • 200 ml trockener Weißwein (optional)
  • 2 EL Honig oder Ahornsirup
  • 2 Karotten, 1 Stange Lauch, 1 Stück Sellerie (für den Bratensatz, grob geschnitten)
  • 2 Lorbeerblätter
  • Etwas Speisestärke zum Binden der Sauce

Instructions

  1. Die Gans vorbereiten: Gans aus dem Kühlschrank nehmen, innen und außen gründlich mit Küchenpapier trockentupfen. Großzügig von innen und außen salzen (ca. 1 EL Salz pro Kilo). Offen im Kühlschrank oder bei Zimmertemperatur 1 Stunde ruhen lassen.
  2. Die Füllung vorbereiten: Apfelviertel, Zwiebelstücke, Beifuß und Majoran in einer Schüssel vermengen. Mit etwas Pfeffer würzen (kein Salz).
  3. Die Gans füllen und verschließen: Apfel-Zwiebel-Mischung in die Bauchhöhle füllen (nicht zu fest stopfen). Öffnung mit Küchengarn oder Rouladennadeln verschließen. Flügelspitzen unter den Rücken stecken.
  4. Die Gans in den Bräter setzen: Karotten, Lauch und Sellerie grob gehackt in den Bräter legen. Gans mit der Brustseite nach oben darauf setzen. Brühe und Weißwein um die Gans herum gießen (nicht über die Haut).
  5. Das erste Anbraten: Ofen auf 220 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Gans auf mittlerer Schiene 30 Minuten anbraten. Herausnehmen, mit Butterschmalz bestreichen und Temperatur auf 160 °C reduzieren.
  6. Das Schmoren: Gans bei 160 °C für 2,5 bis 3 Stunden schmoren. Alle 30 Minuten mit Bratensatz übergießen. Bei zu dunkler Haut locker mit Alufolie abdecken.
  7. Die Knusprigkeit am Ende: Nach 2,5 Stunden Folie abnehmen (falls verwendet). Gans mit Honig oder Ahornsirup bestreichen und Temperatur wieder auf 220 °C erhöhen. Weitere 15–20 Minuten braten, bis die Haut goldbraun und knusprig ist.
  8. Die Kerntemperatur prüfen: Fleischthermometer in die dickste Stelle der Keule stechen (ohne Knochen). Temperatur sollte 80–85 °C betragen. Falls nötig, weitere 15 Minuten braten.
  9. Die Ruhezeit: Gans aus dem Ofen nehmen und mindestens 15 Minuten ruhen lassen, locker mit Alufolie abdecken.
  10. Die Sauce zubereiten: Bratensatz durch ein Sieb in einen Topf gießen, Gemüse ausdrücken. Sauce aufkochen, mit Salz, Pfeffer und etwas Honig abschmecken. Bei Bedarf mit 1 EL Speisestärke (in kaltem Wasser angerührt) binden.
  11. Die Gans tranchieren: Keulen und Flügel abschneiden, Brustfleisch in dicken Scheiben vom Knochen lösen.

Notes

Die Gans am besten einen Tag vorher kaufen und unverpackt im Kühlschrank offen liegen lassen, damit die Haut trocknet. Beifuß kann durch Thymian ersetzt werden. Die Füllung nicht zu fest stopfen, sonst platzt die Gans. Die Ruhezeit nach dem Braten ist wichtig für die Saftigkeit.

Nutrition

  • Serving Size: 200 g Fleisch pro Po
  • Calories: 500
  • Sugar: 3
  • Sodium: 800
  • Fat: 40
  • Saturated Fat: 12
  • Carbohydrates: 5
  • Fiber: 1
  • Protein: 35

Keywords: Martinsgans, Gänsebraten, Beifuß, Apfel, Festtagsessen, Herbst, knusprig

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