Love this? Save it for later!
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Es war 22:47 Uhr an einem verregneten Dienstag im Oktober, und ich hatte ein dringendes Verlangen nach etwas, das nach Zuhause schmeckt. Nicht nach dem Zuhause von heute mit seiner hektischen Routine, sondern nach dem von früher. Nach dem Geruch, der einem entgegenschlug, wenn man nach einem langen Schultag die Tür aufmachte. Ich hatte eigentlich keine Martinsgans im Ofen – wer hat das schon an einem Dienstagabend? – aber ich hatte einen prächtigen Rotkohl, der schon seit Tagen sehnsüchtig aus dem Gemüsefach lugte, und einen Beutel Äpfel, die langsam anfingen, weiche Stellen zu bekommen. Die Idee, die mir dann kam, war so einfach wie genial: Warum nicht genau das kombinieren, was die Seele wärmt, ohne den ganzen Aufwand einer Gans?
Ich muss zugeben, ich war müde. Der Tag war lang gewesen, die Laune durchwachsen. Aber irgendetwas an dieser späten Stunde, an der Stille in der Küche, ließ mich einfach weitermachen. Ich schnitt den Rotkohl in feine Streifen – ein bisschen ungleichmäßig, zugegeben, denn die Müdigkeit machte sich bemerkbar – und ließ die Apfelscheiben in Butter und Zucker karamellisieren. Der Duft, der sich dann in der Küche ausbreitete, war genau das, was ich brauchte. Es roch nach Geborgenheit, nach Sonntag, nach genau diesem einen Gefühl, das man nicht kaufen kann. Und wisst ihr was? Manchmal sind es genau diese improvisierten, ein bisschen schlampigen Abende, die die besten Rezepte hervorbringen. Dieser wohlige Rotkohl mit Äpfeln und Zimt ist seitdem mein absoluter Seelenwärmer, egal ob zur Martinsgans oder einfach so aus der Not heraus an einem Dienstagabend.
Warum du diesen Rotkohl lieben wirst
Dieser Rotkohl ist nicht einfach nur eine Beilage – er ist der heimliche Star auf dem Teller. Ich habe ihn unzählige Male gekocht, für Familienfeiern, für gemütliche Abende zu zweit und ja, auch für mich allein an genau solchen Abenden wie damals. Und jedes Mal bestätigt sich: Dieses Rezept ist etwas Besonderes.
- Schnell & einfach: Anders als der klassische Rotkohl, der stundenlang vor sich hin köchelt, ist diese Version in unter einer Stunde fertig. Perfekt für den Stress vor dem Martinsfest oder für ein Last-Minute-Wochenendessen.
- Einfache Zutaten: Du brauchst keinen ausgefallenen Asia-Laden oder Spezialitäten aus der Feinkostabteilung. Die meisten Zutaten hast du sowieso zu Hause – Rotkohl, Äpfel, Zimt, ein bisschen Essig und Zucker. Das war’s im Grunde schon.
- Perfekt zur Martinsgans (und mehr): Klar, zu einer knusprigen Gans ist dieser Rotkohl ein Traum. Aber er schmeckt genauso gut zu einem saftigen Braten, zu Kartoffelklößen oder sogar zu einem deftigen Veggie-Schnitzel. Er ist ein Allrounder für die kalte Jahreszeit.
- Garantierter Publikumsliebling: Ich habe noch nie jemanden getroffen, der diesen Rotkohl nicht mochte. Nicht einmal Kinder, die sonst die Nase über „dieses lila Zeug” rümpfen. Die Süße der Äpfel und die Wärme des Zimts machen ihn unwiderstehlich.
- Unglaublich lecker: Die Kombination aus der leichten Säure des Rotkohls, der Süsse der karamellisierten Äpfel und der würzigen Note des Zimts ist einfach perfekt. Es ist kein schreiendes Gewürz, es ist eine Umarmung auf dem Teller.
Was dieses Rezept von anderen unterscheidet? Es ist die Reduktion auf das Wesentliche. Kein stundenlanges Marinieren, kein kompliziertes Würzen. Der Geschmack entsteht aus der Qualität der Zutaten und dem richtigen Timing. Die Äpfel werden nicht einfach untergehoben, sondern separat angeröstet, bis sie karamellisieren. Das gibt eine Tiefe, die man sonst nicht bekommt. Und der Zimt? Der kommt nicht erst am Ende dazu, sondern zieht ganz sanft mit dem Rotkohl mit. Das ist meine beste Version – ehrlich und direkt.
Dieser Rotkohl ist mehr als nur ein Rezept. Er ist das Gefühl, wenn man nach einem kalten Spaziergang nach Hause kommt und der Duft einen schon an der Tür empfängt. Er ist die Erinnerung an gemütliche Abende mit Kerzenschein und einem Glas Rotwein. Und er beweist, dass man nicht stundenlang am Herd stehen muss, um etwas wirklich Seelenwärmendes zu zaubern.
Was du an Zutaten brauchst
Für diesen wohlig-warmen Rotkohl brauchst du wirklich nicht viel. Die Zutaten sind bewusst einfach gehalten, denn der Geschmack soll für sich sprechen. Hier ist meine persönliche Einkaufsliste, die genau so funktioniert:
- 1 mittelgroßer Kopf Rotkohl (ca. 800g – 1 kg): Achte darauf, dass der Kopf fest ist und keine welken Blätter hat. Ich kaufe meinen Rotkohl am liebsten auf dem Wochenmarkt, der schmeckt einfach intensiver. Du kannst ihn aber auch gut im Supermarkt bekommen. (Tipp: Ein frischer Rotkohl sollte beim Anschneiden leicht knacken.)
- 2 säuerliche Äpfel (z.B. Boskop, Elstar oder Granny Smith): Die Säure der Äpfel ist der perfekte Gegenpart zur Süße des Rotkohls. Boskop-Äpfel sind mein Favorit, weil sie beim Kochen nicht zerfallen, aber trotzdem schön weich werden. (Für eine mildere Variante nimmst du süßere Äpfel wie Gala oder Jonagold.)
- 1 große Zwiebel: Eine einfache gelbe oder rote Zwiebel. Sie gibt dem Ganzen eine herzhafte Basis. Ich schwöre auf rote Zwiebeln, weil sie etwas milder sind und eine schöne Farbe abgeben.
- 2 EL Butter oder Butterschmalz: Butter für den Geschmack, Butterschmalz, wenn es etwas hitzebeständiger sein soll. Beide sind perfekt. Für eine vegane Variante nimmst du einfach ein hochwertiges Pflanzenöl, am besten Rapsöl oder Kokosöl.
- 2 EL brauner Zucker: Der braune Zucker gibt eine leichte Karamellnote, die wunderbar mit dem Zimt harmoniert. Du kannst auch normalen Haushaltszucker nehmen, aber der braune Zucker macht den Unterschied. (Ahornsirup oder Honig gehen auch, dann aber die Flüssigkeitsmenge etwas reduzieren.)
- 3 EL Apfelessig: Der Essig ist wichtig für die Säure und dafür, dass der Rotkohl seine schöne lila Farbe behält. Apfelessig ist mild und fruchtig, aber du kannst auch einen guten Rotweinessig nehmen. (Einen Schuss Balsamico finde ich auch klasse, aber das ist dann eine ganz eigene Note.)
- 1 TL Zimt (gemahlen): Hier gilt: Qualität vor Quantität. Ein guter Ceylon-Zimt ist milder und aromatischer als der günstige Cassia-Zimt. Ich verwende am liebsten eine ganze Zimtstange, die ich mitkochen und vor dem Servieren wieder entferne. Das gibt ein feineres Aroma. (Falls du nur gemahlenen Zimt hast, nimm etwa 1 TL.)
- 1 Lorbeerblatt: Klingt unscheinbar, aber das Lorbeerblatt gibt eine unvergleichliche Tiefe. Es ist der heimliche Held in vielen Schmorgerichten. Vergiss nicht, es vor dem Servieren wieder zu entfernen!
- 2 Nelken: Auch sie sind dezent, aber sie machen den Geschmack rund und weihnachtlich. Du kannst sie entweder im Ganzen mitkochen oder, falls du den Geschmack intensiver magst, eine halbe Stunde vor Ende herausfischen.
- Salz und Pfeffer: Zum Abschmecken. Ein guter Rotkohl braucht eine Prise Salz, um die Aromen zu wecken, und etwas frisch gemahlenen Pfeffer für eine leichte Schärfe.
- Optional: 100 ml Apfelsaft oder Rotwein: Für eine extra fruchtige oder herzhafte Note. Ich gebe gerne einen Schuss trockenen Rotwein dazu, das gibt dem Rotkohl eine schöne Farbe und Komplexität. Apfelsaft macht ihn etwas süßer und kindgerechter. (Wenn du nichts davon da hast, reicht auch ein wenig Wasser oder Gemüsebrühe.)
Das ist wirklich alles! Keine exotischen Gewürze, keine komplizierten Saucen. Nur ehrliche, gute Zutaten, die zusammen etwas Wunderbares ergeben.
Welche Küchengeräte du benötigst
Für dieses Rezept brauchst du keine Profi-Küche. Die meisten Dinge hast du garantiert zu Hause. Hier ist meine Liste, die ich mir im Laufe der Jahre zusammengestellt habe:
- Ein großes Schneidebrett und ein scharfes Messer: Ein gutes Messer ist die halbe Miete. Der Rotkohl lässt sich damit viel leichter in feine Streifen schneiden. (Ich habe mir vor Jahren ein gutes Kochmesser gekauft, und es war eine der besten Investitionen in meiner Küche. Ein scharfes Messer verhindert auch, dass man abrutscht.)
- Einen großen Topf oder einen Schmortopf mit Deckel: Der Topf sollte groß genug sein, dass der ganze Rotkohl Platz hat. Ein Schmortopf aus Gusseisen ist ideal, weil er die Wärme gleichmäßig verteilt und hält. Aber ein normaler Edelstahltopf tut es auch. (Mein alter Emaille-Topf von Oma ist mein absoluter Liebling für solche Gerichte.)
- Eine Pfanne: Zum Anbraten der Zwiebeln und Äpfel. Eine beschichtete Pfanne ist gut, aber eine Edelstahlpfanne gibt ein schöneres Brataroma.
- Einen Holzlöffel oder einen Pfannenwender: Zum Umrühren. Ich mag Holzlöffel, weil sie die Töpfe nicht zerkratzen und sich gut anfühlen.
- Eine Küchenwaage und Messbecher: Für die genauen Mengenangaben. Gerade bei den Flüssigkeiten ist es gut, ein Gefühl für die richtige Menge zu haben. (Ich gebe die Zutaten oft nach Gefühl dazu, aber für den Anfang sind genaue Maße Gold wert.)
Das war’s schon. Du siehst, es ist keine Zauberei. Einfach loslegen!
Die Zubereitung – Schritt für Schritt

Jetzt geht es ans Eingemachte. Keine Sorge, es ist einfacher, als du denkst. Ich habe die Schritte so aufgeschrieben, wie ich sie selbst mache. Nimm dir Zeit und genieße den Prozess. Der Duft, der sich nach und nach in deiner Küche ausbreitet, ist die beste Belohnung.
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Vorbereitung ist alles: Zuerst den Rotkohl putzen. Entferne die äußeren, welken Blätter und schneide den Strunk großzügig heraus. Dann den Rotkohl halbieren und in feine Streifen hobeln oder schneiden. (Ich mache das immer mit dem Messer, aber eine Küchenmaschine mit Hobelscheibe tut es auch. Achte nur darauf, dass die Streifen nicht zu dick sind, sonst brauchen sie ewig zum Garen.) Die Äpfel waschen, vierteln, das Kerngehäuse entfernen und in dünne Spalten schneiden. Die Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden.
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Die Basis anbraten: In deinem großen Topf die Butter bei mittlerer Hitze schmelzen lassen. Gib die Zwiebelwürfel dazu und schwitze sie glasig an. Das dauert etwa 3-4 Minuten. Sie sollten Farbe bekommen, aber nicht verbrennen. (Ich habe schon oft erlebt, dass die Zwiebeln angebrannt sind, weil ich die Hitze zu hoch eingestellt hatte. Lieber etwas weniger Hitze und mehr Geduld.)
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Die Äpfel karamellisieren: Jetzt kommt der braune Zucker dazu. Rühre ihn gut unter die Zwiebeln, bis er geschmolzen ist. Dann gib die Apfelspalten dazu und brate sie unter gelegentlichem Rühren an, bis sie leicht karamellisiert sind. Das dauert etwa 5 Minuten. Die Äpfel sollen weich werden, aber nicht zerfallen. (Dieser Schritt ist der Schlüssel zu dem besonderen Geschmack. Die karamellisierten Äpfel geben eine Süße, die man nicht durch einfaches Zuckern erreicht.)
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Den Rotkohl anschwitzen: Gib die Rotkohlstreifen in den Topf und rühre alles gut um. Der Rotkohl fällt schnell zusammen. Lass ihn für etwa 2-3 Minuten unter Rühren mitbraten. (Du wirst sehen, wie die Menge im Topf plötzlich viel kleiner wird. Das ist normal.)
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Die Aromen hinzufügen: Jetzt kommen der Apfelessig, der Zimt (oder die Zimtstange), das Lorbeerblatt, die Nelken, eine gute Prise Salz und etwas Pfeffer dazu. Gieße alles mit dem Apfelsaft oder Rotwein (oder Wasser) auf, bis der Rotkohl knapp bedeckt ist. (Ich gebe die Flüssigkeit lieber etwas sparsamer dazu, denn der Rotkohl zieht beim Kochen noch Wasser. Lieber später noch etwas nachgießen.)
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Schmoren lassen: Den Deckel auf den Topf setzen und die Hitze auf niedrige Stufe reduzieren. Lass den Rotkohl nun für etwa 45-60 Minuten sanft vor sich hin köcheln. Rühre gelegentlich um, damit nichts anbrennt. (Die genaue Zeit hängt von der Feinheit der Streifen und deinem persönlichen Geschmack ab. Ich mag ihn gerne noch mit etwas Biss, andere mögen ihn lieber ganz weich. Nach 45 Minuten probiere ich zum ersten Mal.)
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Abschmecken und verfeinern: Nach der Garzeit das Lorbeerblatt und die Nelken (falls du sie im Ganzen verwendet hast) entfernen. Schmecke den Rotkohl gründlich ab. Fehlt etwas Säure? Dann gib noch einen Spritzer Apfelessig dazu. Ist er zu sauer? Ein kleines Stück Butter oder eine Prise Zucker helfen. Soll er fruchtiger sein? Dann lass ihn noch etwas einkochen. (Ich gebe oft am Ende noch einen kleinen Schuss Rotwein dazu, das gibt die letzte Würze. Aber das ist Geschmackssache.)
Und schon ist dein wohliger Rotkohl fertig! Er schmeckt am besten, wenn er etwas durchgezogen ist. Du kannst ihn also gut einen Tag vorher zubereiten und am nächsten Tag einfach wieder aufwärmen.
Tipps und Tricks aus meiner Küche
Im Laufe der Jahre habe ich so einige Fehler gemacht und daraus gelernt. Hier sind meine besten Tipps, damit dein Rotkohl perfekt gelingt:
- Nicht zu viel Flüssigkeit: Der Rotkohl gibt beim Kochen selbst viel Wasser ab. Deshalb lieber sparsam mit der Flüssigkeit umgehen. Wenn der Rotkohl am Ende noch zu flüssig ist, einfach den Deckel abnehmen und kurz einkochen lassen. (Ich habe früher immer zu viel Wasser dazu gegeben und dann eine stundenlange, wässrige Suppe gehabt. Seitdem mache ich es lieber trockener.)
- Die richtige Säure: Der Apfelessig ist nicht nur für den Geschmack da, sondern auch für die Farbe. Ein Schuss Essig sorgt dafür, dass der Rotkohl seine leuchtend lila Farbe behält. Ohne Essig wird er schnell grau-braun und sieht nicht mehr so appetitlich aus. (Ein guter Rotwein oder ein Schuss Zitronensaft tun es auch.)
- Geduld beim Karamellisieren: Lass die Äpfel und den Zucker wirklich schön karamellisieren. Das ist der Moment, in dem die Magie passiert. Wenn du sie zu früh aus der Pfanne nimmst, fehlt dem Rotkohl die Tiefe. (Ich habe einmal die Äpfel nur kurz angeschwitzt, weil ich es eilig hatte, und der Rotkohl schmeckte einfach nur fad. Seitdem nehme ich mir die Zeit dafür.)
- Die richtige Temperatur: Der Rotkohl sollte nur sanft köcheln, nicht kochen. Ein wildes Blubbern macht die Äpfel matschig und der Rotkohl verliert seinen Biss. Stell die Hitze so ein, dass es gerade so vor sich hin simmern.
- Vorbereiten ist erlaubt: Du kannst den Rotkohl wunderbar am Vortag zubereiten. Er schmeckt sogar noch besser, wenn er durchgezogen ist. Einfach abkühlen lassen, in den Kühlschrank stellen und am nächsten Tag langsam wieder erwärmen. (Das ist mein Geheimnis für entspannte Weihnachtsessen: Alles, was sich vorbereiten lässt, wird vorbereitet.)
Ein kleiner Fail von mir: Ich habe einmal vergessen, die Nelken vor dem Servieren zu entfernen. Mein Schwager hat dann auf eine Nelke gebissen – das war ein Erlebnis! Seitdem zähle ich die Nelken, die ich reinwerfe, und entferne sie konsequent. Merk dir das!
Variationen und Anpassungen
Dieses Rezept ist ein fantastischer Grundbaustein, den du nach Herzenslust abwandeln kannst. Hier sind ein paar Ideen, die ich selbst schon ausprobiert habe:
- Die vegane Variante: Ersetze die Butter einfach durch hochwertiges Pflanzenöl (Raps-, Oliven- oder Kokosöl). Für die Süße nimmst du Ahornsirup oder Agavendicksaft statt braunem Zucker. Der Rest bleibt gleich – und schmeckt genauso gut!
- Die fruchtige Variante: Gib zusätzlich zu den Äpfeln eine Handvoll getrocknete Cranberries oder Rosinen mit in den Topf. Sie quellen auf und geben eine wunderbar süß-säuerliche Note. (Ich liebe diese Variante zu Wildgerichten.)
- Die herzhafte Variante: Brate vor den Zwiebeln ein paar Speckwürfel oder gewürfelten Schinken mit an. Das gibt dem Rotkohl eine rauchige, deftige Note, die perfekt zu Kartoffelklößen passt. (Mein Opa hat das immer so gemacht, und ich denke gerne an seine Version zurück.)
- Die orientalische Variante: Ersetze den Zimt durch eine Mischung aus Kreuzkümmel, Koriander und einer Prise Chili. Gib einen Schuss Granatapfelsirup dazu. Das ist eine überraschende, aber köstliche Abwechslung.
- Die Low-Carb-Variante: Für eine kohlenhydratärmere Version lässt du den Zucker einfach weg oder ersetzt ihn durch ein Low-Carb-Süßungsmittel wie Erythrit. Die Äpfel geben auch so genug Süße. (Ich habe das mal für eine Freundin gemacht, und es hat super geklappt.)
Probiere einfach aus, was dir schmeckt. Kochen ist ja kein strenges Regelwerk, sondern ein kreativer Prozess!
Servieren und Aufbewahren
Wie servierst du diesen wohlig-warmen Rotkohl am besten? Hier sind meine Empfehlungen:
- Serviertemperatur: Am besten schmeckt er warm, aber nicht kochend heiß. Er sollte so sein, dass er den Teller wärmt, aber nicht verbrennt. (Ich lasse ihn nach dem Kochen oft noch 10 Minuten bei geschlossenem Deckel ruhen, damit sich die Aromen setzen.)
- Die perfekte Begleitung: Klassisch passt er natürlich zur Martinsgans, aber auch zu einem saftigen Rinderbraten, zu Schweinebraten, zu Kassler, zu Frikadellen oder zu einem herzhaften Kartoffelgratin. Ich liebe ihn auch einfach zu einem Stück Bauernbrot mit Butter – das ist ein einfaches, aber unglaublich leckeres Abendessen.
- Was dazu passt: Ein Glas kräftiger Rotwein (z.B. ein Spätburgunder oder ein Dornfelder) oder ein dunkles Bier sind perfekte Begleiter. Für Kinder oder als alkoholfreie Variante passt ein guter Apfelsaft mit etwas Zimt.
- Aufbewahren: Den Rest des Rotkohls füllst du in ein luftdichtes Gefäß und stellst ihn in den Kühlschrank. Dort hält er sich problemlos 4-5 Tage. (Er schmeckt, wie gesagt, am zweiten oder dritten Tag oft sogar noch besser.)
- Einfrieren: Rotkohl lässt sich auch hervorragend einfrieren. Einfach in Gefrierbeutel oder -dosen abfüllen und für bis zu 3 Monate einfrieren. Zum Auftauen über Nacht in den Kühlschrank legen und dann langsam erwärmen.
- Wieder aufwärmen: Zum Aufwärmen gibst du den Rotkohl in einen Topf und erhitzt ihn bei niedriger Hitze. Rühre gelegentlich um und gib bei Bedarf einen kleinen Schuss Wasser oder Apfelsaft dazu, damit er nicht austrocknet. (In der Mikrowelle geht es auch, aber der Geschmack ist im Topf einfach besser.)
Nährwerte und gesundheitliche Vorteile
Dieser Rotkohl ist nicht nur ein Genuss für die Seele, sondern auch richtig gesund. Hier ein kurzer Überblick über die wichtigsten Nährwerte pro Portion (ca. 200g):
- Kalorien: ca. 120-150 kcal (je nach Fett- und Zuckermenge)
- Kohlenhydrate: ca. 20-25g
- Ballaststoffe: ca. 5-7g
- Vitamin C: Rotkohl ist eine wahre Vitamin-C-Bombe. Eine Portion deckt fast den gesamten Tagesbedarf!
- Vitamin K: Wichtig für die Blutgerinnung und die Knochengesundheit.
- Anthocyane: Das sind die Farbstoffe, die dem Rotkohl seine lila Farbe geben. Sie wirken als starke Antioxidantien und schützen unsere Zellen vor freien Radikalen.
- Ballaststoffe: Die Äpfel und der Rotkohl liefern viele Ballaststoffe, die die Verdauung fördern und lange satt machen.
Aus meiner Sicht ist dieser Rotkohl ein perfektes Beispiel dafür, dass gesundes Essen nicht langweilig sein muss. Er ist voller Vitamine, schmeckt fantastisch und wärmt von innen. Was will man mehr?
Fazit – Warum du diesen Rotkohl unbedingt ausprobieren solltest
Ich könnte noch stundenlang von diesem Rotkohl schwärmen, aber ich fasse mich kurz: Er ist einfach, unglaublich lecker und wärmt die Seele. Egal, ob du ihn zur Martinsgans, zu einem Sonntagsbraten oder einfach so an einem kalten Abend genießt – er wird dich nicht enttäuschen. Dieses Rezept ist aus einer spontanen Eingebung heraus entstanden und hat sich zu einem meiner liebsten Gerichte entwickelt. Es beweist, dass die besten Dinge im Leben oft die einfachsten sind.
Probiere es aus und lass mich wissen, wie es dir schmeckt! Ich bin gespannt auf deine Variationen und Erfahrungen. Hinterlasse gerne einen Kommentar unter diesem Beitrag oder teile dein Foto auf Pinterest mit dem Hashtag #WohligerRotkohl. Ich freue mich riesig darauf, deine Kreationen zu sehen!
Also, ran an den Rotkohl und losgekocht! Deine Küche wird es dir danken – und deine Seele sowieso.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Kann ich den Rotkohl auch im Slow Cooker zubereiten?
Ja, absolut! Brate die Zwiebeln und Äpfel wie beschrieben in einer Pfanne an und gib sie dann zusammen mit dem Rotkohl und den restlichen Zutaten in den Slow Cooker. Lass ihn auf niedriger Stufe für 4-6 Stunden oder auf hoher Stufe für 2-3 Stunden garen. Das ist perfekt für entspannte Tage.
Kann ich den Zucker weglassen?
Ja, du kannst den Zucker reduzieren oder ganz weglassen. Die Äpfel geben von Natur aus genug Süße. Falls dir der Rotkohl dann zu sauer ist, kannst du etwas mehr Apfelsaft oder einen Schuss Ahornsirup hinzufügen. Probiere einfach, was dir schmeckt.
Warum wird mein Rotkohl grau statt lila?
Das passiert, wenn die Säure fehlt. Der Apfelessig oder der Rotwein sind nicht nur für den Geschmack da, sondern auch für die Farbe. Ein Schuss Essig oder Zitronensaft stabilisiert die lila Farbe. Also nicht sparen mit der Säure!
Kann ich den Rotkohl auch mit fertig gehobeltem Rotkohl aus der Tüte machen?
Klar, das geht auch. Das spart Zeit, aber der Geschmack ist meiner Meinung nach nicht ganz so intensiv wie bei einem frischen Rotkohl. Wenn du fertigen nimmst, achte darauf, dass er nicht zu fein gehobelt ist, sonst wird er schnell matschig.
Wie lange ist der Rotkohl haltbar?
Im Kühlschrank hält er sich in einem luftdichten Behälter etwa 4-5 Tage. Du kannst ihn auch sehr gut einfrieren. Einfach abkühlen lassen, in Gefrierbeutel füllen und für bis zu 3 Monate einfrieren. So hast du immer eine Portion Seelenwärmer parat.
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Wohliger Rotkohl mit Äpfeln und Zimt – perfekt zur Martinsgans
Dieser wohlige Rotkohl mit Äpfeln und Zimt ist der heimliche Star auf dem Teller. Er ist schnell zubereitet, braucht nur einfache Zutaten und schmeckt wunderbar wärmend – perfekt zur Martinsgans oder einfach so an kalten Abenden.
- Prep Time: 15 Minuten
- Cook Time: 45-60 Minuten
- Total Time: 1 Stunde 15 Minuten
- Yield: 4 Portionen 1x
- Category: Beilage
- Cuisine: Deutsch
Ingredients
- 1 mittelgroßer Kopf Rotkohl (ca. 800 g – 1 kg)
- 2 säuerliche Äpfel (z.B. Boskop, Elstar oder Granny Smith)
- 1 große Zwiebel
- 2 EL Butter oder Butterschmalz
- 2 EL brauner Zucker
- 3 EL Apfelessig
- 1 TL Zimt (gemahlen) oder 1 Zimtstange
- 1 Lorbeerblatt
- 2 Nelken
- Salz und Pfeffer nach Geschmack
- Optional: 100 ml Apfelsaft oder Rotwein
Instructions
- Rotkohl putzen, äußere Blätter entfernen, Strunk herausschneiden. Rotkohl halbieren und in feine Streifen hobeln oder schneiden. Äpfel waschen, vierteln, Kerngehäuse entfernen und in dünne Spalten schneiden. Zwiebel schälen und fein würfeln.
- In einem großen Topf die Butter bei mittlerer Hitze schmelzen. Zwiebelwürfel darin glasig anschwitzen (ca. 3-4 Minuten).
- Braunen Zucker zu den Zwiebeln geben und unter Rühren schmelzen lassen. Apfelspalten dazugeben und unter gelegentlichem Rühren anbraten, bis sie leicht karamellisiert sind (ca. 5 Minuten).
- Rotkohlstreifen in den Topf geben und alles gut umrühren. 2-3 Minuten unter Rühren mitbraten, bis der Rotkohl zusammenfällt.
- Apfelessig, Zimt (oder Zimtstange), Lorbeerblatt, Nelken, eine gute Prise Salz und etwas Pfeffer hinzufügen. Mit Apfelsaft oder Rotwein (oder Wasser) aufgießen, bis der Rotkohl knapp bedeckt ist.
- Deckel aufsetzen, Hitze auf niedrige Stufe reduzieren und den Rotkohl 45-60 Minuten sanft köcheln lassen. Gelegentlich umrühren.
- Nach der Garzeit Lorbeerblatt und Nelken (falls im Ganzen verwendet) entfernen. Rotkohl abschmecken und bei Bedarf mit etwas Apfelessig (für mehr Säure) oder einer Prise Zucker (für mehr Süße) verfeinern. Nach Belieben noch einen Schuss Rotwein zugeben.
Notes
Der Rotkohl schmeckt am besten, wenn er etwas durchgezogen ist. Er kann gut einen Tag vorher zubereitet und am nächsten Tag wieder aufgewärmt werden. Für eine vegane Variante Butter durch Pflanzenöl ersetzen und braunen Zucker durch Ahornsirup oder Agavendicksaft. Die Äpfel sollten schön karamellisiert werden, das gibt dem Gericht Tiefe. Nicht zu viel Flüssigkeit verwenden, da der Rotkohl selbst Wasser abgibt.
Nutrition
- Serving Size: ca. 200 g
- Calories: 120150
- Sugar: 1215
- Sodium: 200300
- Fat: 57
- Saturated Fat: 34
- Carbohydrates: 2025
- Fiber: 57
- Protein: 23
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