Geschrieben von

Mariah Lyons

Veröffentlicht

Klassische Rinderrouladen mit Speck: einfaches Rezept für kalte Tage

Fertig in 150 Minuten
Portionen 4 Portionen
Schwierigkeitsgrad Mittel

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Eigentlich sollte das ein ganz anderes Gericht werden. Ich hatte mir in den Kopf gesetzt, einen leichten Rinderschmorbraten mit mediterranen Kräutern zu machen – so eine Art Sonnenaufgang auf dem Teller, verstehen Sie? Der Metzger hatte mir ein wunderschönes Stück aus der Oberschale eingepackt, und ich stand in der Küche, die Zutaten für die Marinade schon bereit. Dann klingelte das Telefon, meine Schwester war dran, und während ich mit ihr über den anstehenden Familiengeburtstag diskutierte, griff ich – völlig in Gedanken – nach dem falschen Messerblock und schnitt das Fleisch in dünne, breite Scheiben. Als ich auflegte und die vier flachen Lappen vor mir auf der Arbeitsplatte liegen sah, fluchte ich leise. Das war kein Braten mehr. Das war eine Katastrophe. Oder? Der Kühlschrank war voll mit Speck, Gewürzgurken und Senf – den Rest kennen Sie vielleicht. Was an diesem verregneten Novembernachmittag aus einem Missgeschick entstand, war nichts Geringeres als die perfekte Mahlzeit für genau diesen Moment. Die Rinderrouladen wurden zart, die Sauce wurde samtig, und der Duft, der sich in der Wohnung ausbreitete, war genau das, was man braucht, wenn die Heizung noch nicht richtig zieht. Seitdem mache ich sie jedes Jahr, wenn die Blätter fallen und die Tage kürzer werden. Es ist, als ob das Rezept selbst wüsste, wann es an der Reihe ist.

Warum Sie diese klassischen Rinderrouladen lieben werden

Ich habe dieses Rezept in den letzten Jahren unzählige Male gekocht – für meine Familie, für Freunde und ja, auch für mich allein an einem Sonntag. Es hat mich nie enttäuscht. Und hier ist, warum es auch Sie überzeugen wird:

  • Perfekt für die kalte Jahreszeit: Dieses Gericht wärmt von innen. Es ist der kulinarische Gegenpol zu Graupelschauern und eisigem Wind. Genau das, wonach man sich sehnt.
  • Einfache Zutaten: Sie brauchen keine exotischen Gewürze oder teuren Importwaren. Speck, Senf, Zwiebeln und Gewürzgurken – das haben Sie entweder da oder bekommen es im nächsten Supermarkt.
  • Unvergesslicher Geschmack: Die Kombination aus herzhaftem Rindfleisch, rauchigem Speck und der leicht säuerlichen Note der Gurken ist einfach unschlagbar. Es schmeckt nach Geborgenheit.
  • Ideale Sonntagsmahlzeit: Die Rouladen schmoren vor sich hin, während Sie sich entspannen. Kein ständiges Umrühren, keine Hektik. Perfekt für einen gemütlichen Nachmittag.
  • Ein echter Klassiker: Das ist kein moderner Trend. Das ist deutsche Hausmannskost, wie sie Generationen vor uns schon gekocht haben. Und das merkt man beim ersten Bissen.

Was dieses Rezept von anderen unterscheidet? Der Trick liegt im Anbraten. Ich nehme mir Zeit, die Rouladen richtig scharf von allen Seiten zu bräunen. Das gibt nicht nur Farbe, sondern auch diese tiefe, fast nussige Note, die die Sauce später so unwiderstehlich macht. Und ich schwöre auf einen Schuss Rotwein zum Ablöschen – das hebt den Geschmack auf ein ganz anderes Level. Vertrauen Sie mir, das macht den Unterschied.

Was Sie an Zutaten benötigen

Die Liste ist kurz, aber jede Zutat hat ihre Aufgabe. Keine überflüssigen Schnörkel, nur solide Basis für ein großartiges Gericht. Ich zeige Ihnen, worauf es ankommt.

Für die Rouladen

  • 4 große Rinderrouladen (ca. 150-200 g pro Stück): Fragen Sie Ihren Metzger nach dünn geschnittenen Scheiben aus der Oberschale oder der dicken Schulter. Das Fleisch sollte nicht zu dick sein, damit es sich gut rollen lässt. Ich persönlich bevorzuge Fleisch vom Weiderind – es hat mehr Geschmack.
  • 8 Scheiben Frühstücksspeck (ca. 100 g): Nehmen Sie einen guten, geräucherten Speck. Nicht zu mager, denn das Fett gibt Geschmack und hält die Roulade saftig. Ich verwende am liebsten Bauchspeck.
  • 4 kleine Gewürzgurken (Cornichons): Die Säure der Gurken durchbricht die Fülle des Fleisches und des Specks. Schneiden Sie sie der Länge nach in Viertel. Ein Marken-Tipp: Die Gurken von Kühne oder Hengstenberg finde ich persönlich am besten.
  • 4 Teelöffel mittelscharfer Senf: Der Senf ist der geschmackliche Kleber. Er verbindet die Aromen und gibt eine feine Schärfe. Ich mag den klassischen Löwensenf, aber ein guter Dijon-Senf tut es auch.
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer: Selbstverständlich. Geizen Sie nicht mit dem Pfeffer.

Für die Sauce

Klassische Rinderrouladen mit Speck preparation steps

  • 2 große Zwiebeln: In feine Würfel geschnitten. Sie bilden die Basis der Sauce und werden beim Schmoren fast cremig.
  • 2 Karotten: In kleine Würfel geschnitten. Sie geben eine natürliche Süße und Farbe.
  • 2 Stangen Sellerie: Auch gewürfelt. Der Sellerie bringt eine erdige Tiefe, die man nicht weglassen sollte.
  • 2 Esslöffel Tomatenmark: Für die herzhafte Note und eine schöne Farbe.
  • 250 ml kräftiger Rotwein (z. B. Spätburgunder oder Dornfelder): Der Alkohol verkocht, aber das Aroma bleibt. Wenn Sie keinen Wein mögen, nehmen Sie einfach Rinderbrühe.
  • 500 ml Rinderbrühe (am besten selbst gemacht oder gute Qualität aus dem Glas): Die Basis der Sauce. Ich schwöre auf die Brühe von Rügenwalder oder auf einen guten Fond.
  • 2 Lorbeerblätter
  • 4 Wacholderbeeren
  • 2 Esslöffel Butterschmalz oder neutrales Öl: Zum scharfen Anbraten. Butterschmalz verträgt hohe Hitze ohne zu verbrennen.
  • Optional: 1 Esslöffel kalte Butter und 1 Teelöffel Speisestärke: Zum Binden der Sauce am Ende.

Substitutionstipp: Für eine glutenfreie Variante ersetzen Sie die Speisestärke durch Maisstärke oder Kartoffelstärke. Achten Sie darauf, dass der Speck und die Brühe ebenfalls glutenfrei sind – das steht meist auf der Verpackung.

Die richtige Ausrüstung

Sie brauchen kein Profi-Equipment, aber ein paar gute Helfer machen die Arbeit leichter. Hier ist, was Sie bereitstellen sollten:

  • Ein schwerer Schmortopf oder Bräter (ca. 3-4 Liter Fassungsvermögen): Gusseisen ist ideal, weil es die Hitze gleichmäßig verteilt und speichert. Mein alter Topf von Le Creuset ist mein treuer Begleiter für solche Gerichte – aber ein günstigerer aus emailliertem Gusseisen tut es genauso.
  • Scharfe Küchengarn oder Zahnstocher: Zum Fixieren der Rouladen. Küchengarn ist sicherer, aber Zahnstocher gehen im Notfall auch – passen Sie nur auf, dass Sie sie vor dem Servieren entfernen.
  • Ein großes scharfes Messer: Zum Schneiden von Gemüse und Fleisch. Ein Kochmesser mit 20 cm Klinge reicht völlig.
  • Ein Holzbrett: Zum Vorbereiten. Bitte kein Glas – das stumpft die Messer ab.
  • Ein Schneebesen: Zum Einrühren der Stärke in die Sauce, falls Sie sie binden möchten.
  • Küchenpapier: Zum Trockentupfen des Fleisches. Das ist wichtig für eine schöne Bräunung.

Wenn Sie keinen Schmortopf haben, tut es auch ein breiter Topf mit dickem Boden. Decken Sie ihn dann einfach gut mit einem Deckel ab, damit die Flüssigkeit nicht verdunstet.

Die Zubereitung – Schritt für Schritt

Nehmen Sie sich Zeit. Das ist kein 20-Minuten-Gericht, und das soll es auch nicht sein. Gute Rinderrouladen brauchen Geduld – aber sie belohnen Sie dafür.

  1. Das Fleisch vorbereiten (5 Minuten): Tupfen Sie die Rinderrouladen mit Küchenpapier trocken. Das ist wichtig, denn feuchtes Fleisch bräunt nicht richtig. Legen Sie die Scheiben flach auf das Brett und klopfen Sie sie mit der flachen Hand etwas flacher, falls sie noch zu dick sind. Aber Vorsicht – nicht zu dünn, sonst reißen sie beim Rollen.
  2. Die Rouladen füllen (10 Minuten): Bestreichen Sie jede Scheibe dünn mit Senf. Lassen Sie einen Rand von etwa 1 cm frei. Legen Sie dann zwei Scheiben Speck nebeneinander auf das Fleisch. Verteilen Sie die Gurkenviertel gleichmäßig darauf. Würzen Sie alles mit einer Prise Salz und reichlich Pfeffer. Jetzt kommt der knifflige Teil: Klappen Sie die beiden schmalen Seiten der Roulade nach innen, damit die Füllung nicht herausfällt. Dann rollen Sie das Fleisch von der breiten Seite her fest auf. Die Naht sollte unten liegen. Fixieren Sie die Rolle mit Küchengarn oder zwei Zahnstochern. Machen Sie das bei allen vier Rouladen.
  3. Scharf anbraten (10 Minuten): Erhitzen Sie das Butterschmalz im Schmortopf bei hoher Hitze. Legen Sie die Rouladen mit der Nahtseite nach unten hinein. Achtung – sie dürfen sich nicht berühren, sonst braten sie nur, statt zu bräunen. Lassen Sie sie 2-3 Minuten pro Seite anbraten, bis sie rundherum eine dunkelbraune Kruste haben. Das gibt den Geschmack! Nehmen Sie die Rouladen heraus und stellen Sie sie beiseite.
  4. Das Gemüse anschwitzen (5 Minuten): Reduzieren Sie die Hitze auf mittlere Stufe. Geben Sie die Zwiebelwürfel in den Topf und braten Sie sie unter Rühren an, bis sie glasig sind. Fügen Sie dann die Karotten- und Selleriewürfel hinzu und braten Sie alles für weitere 2 Minuten an. Das Gemüse sollte etwas Farbe bekommen, aber nicht verbrennen.
  5. Ablöschen und würzen (2 Minuten): Geben Sie das Tomatenmark zum Gemüse und rühren Sie es gut ein. Lassen Sie es eine Minute mitbraten, bis es dunkler wird. Dann gießen Sie den Rotwein an. Kratzen Sie mit einem Holzlöffel den Bratensatz vom Boden des Topfes los – das ist reine Geschmackskonzentration. Lassen Sie den Wein fast vollständig einkochen.
  6. Schmoren (90-120 Minuten): Legen Sie die Rouladen zurück in den Topf. Gießen Sie die Rinderbrühe an, bis die Rouladen etwa zur Hälfte bedeckt sind. Fügen Sie die Lorbeerblätter und die Wacholderbeeren hinzu. Bringen Sie alles zum Kochen, reduzieren Sie dann die Hitze auf niedrige Stufe, decken Sie den Topf ab und lassen Sie die Rouladen 1,5 bis 2 Stunden sanft köcheln. Die Flüssigkeit sollte nur leicht blubbern. Nach etwa einer Stunde können Sie die Rouladen einmal wenden.
  7. Die Sauce verfeinern (10 Minuten): Nehmen Sie die fertigen Rouladen vorsichtig aus dem Topf und halten Sie sie warm. Entfernen Sie die Lorbeerblätter und Wacholderbeeren. Pürieren Sie das Gemüse mit einem Stabmixer fein – oder passieren Sie die Sauce durch ein Sieb, wenn Sie eine besonders glatte Konsistenz wünschen. Stellen Sie die Sauce wieder auf den Herd. Wenn sie zu dünn ist, verrühren Sie die Speisestärke mit etwas kaltem Wasser und rühren Sie sie ein. Lassen Sie die Sauce kurz aufkochen. Zum Schluss die kalte Butter einrühren – das gibt Glanz und bindet die Sauce zusätzlich. Schmecken Sie mit Salz und Pfeffer ab.
  8. Servieren (2 Minuten): Entfernen Sie das Küchengarn oder die Zahnstocher von den Rouladen. Legen Sie sie auf eine Platte und übergießen Sie sie mit etwas Sauce. Dazu passen perfekt Kartoffelpüree, Rotkohl oder einfach nur ein gutes Stück Brot zum Auftunken.

Tipps und Tricks aus meiner Küche

Ich habe bei diesem Rezept so ziemlich jeden Fehler gemacht, den man machen kann. Lassen Sie mich Ihnen ein paar davon ersparen.

  • Das Fleisch trocken tupfen: Das ist kein Luxus, es ist ein Muss. Nasses Fleisch bräunt nicht – es dämpft. Und wir wollen doch diese schöne Kruste, oder?
  • Nicht zu viel Fleisch in den Topf: Wenn die Rouladen zu eng liegen, sinkt die Temperatur im Topf, und sie ziehen Wasser, statt zu braten. Lieber in zwei Portionen anbraten, wenn nötig.
  • Geduld beim Schmoren: Ich weiß, es riecht unglaublich, und Sie haben Hunger. Aber die Rouladen werden erst nach mindestens 1,5 Stunden richtig zart. Garen Sie sie zu kurz, werden sie zäh. Der Test: Eine Gabel sollte mühelos hineingleiten.
  • Die Sauce nicht salzen, bevor sie reduziert ist: Wenn die Sauce einkocht, konzentriert sich das Salz. Lieber am Ende abschmecken. Ich habe schon so manche Sauce versalzen, weil ich zu früh gewürzt habe.
  • Der Wein muss nicht teuer sein: Aber er sollte trinkbar sein. Ein Wein, den Sie nicht mögen, wird auch in der Sauce nicht besser. Ein guter Spätburgunder für etwa 5-6 Euro tut es völlig.

Variationen und Anpassungen

Dieses Rezept ist eine solide Basis, aber Sie können es ganz nach Ihrem Geschmack verändern. Hier sind ein paar Ideen, die ich selbst ausprobiert habe.

  • Klassische Variante mit Zwiebeln und Speck: Bleiben Sie beim Original. Manchmal ist weniger mehr.
  • Mit einer Füllung aus Schinken und Käse: Ersetzen Sie den Speck durch dünne Scheiben Kochschinken und legen Sie einen Streifen Emmentaler oder Gouda mit in die Roulade. Der Käse schmilzt beim Schmoren und gibt eine wunderbar cremige Füllung.
  • Für eine leichtere Version: Verwenden Sie mageren Speck oder lassen Sie ihn ganz weg. Die Füllung kann dann aus fein gehackten Champignons und Kräutern bestehen. Die Sauce wird mit Gemüsebrühe anstelle von Rinderbrühe zubereitet.
  • Mit einer orientalischen Note: Würzen Sie die Füllung mit einer Prise Zimt, Kreuzkümmel und etwas Harissa. Das klingt ungewöhnlich, aber die Gewürze harmonieren überraschend gut mit dem Rindfleisch.
  • Für Vegetarier: Ja, das geht auch! Ersetzen Sie das Rindfleisch durch große, dünne Scheiben Aubergine oder Zucchini. Die Füllung bleibt gleich, und die Schmorzeit verkürzt sich auf etwa 20 Minuten. Ein ganz anderes Gericht, aber auch sehr lecker.

Servieren und Aufbewahren

Die Rouladen schmecken am besten, wenn sie etwas durchgezogen sind. Deshalb mache ich sie oft schon am Vortag – das spart Zeit und der Geschmack wird noch intensiver.

Servieren: Legen Sie die Rouladen auf vorgewärmte Teller. Gießen Sie reichlich Sauce darüber. Dazu passt klassisch Kartoffelpüree, aber auch Semmelknödel, Spätzle oder einfach nur ein kräftiges Bauernbrot. Ein Klecks Preiselbeermarmelade auf dem Teller gibt einen wunderbaren süß-säuerlichen Kontrast. Glauben Sie mir, das ist der Hit.

Aufbewahren: Lassen Sie die Rouladen vollständig abkühlen. Geben Sie sie in einen luftdichten Behälter und stellen Sie sie in den Kühlschrank. Dort halten sie sich 3-4 Tage. Die Sauce können Sie separat aufbewahren.

Einfrieren: Rinderrouladen lassen sich hervorragend einfrieren. Wickeln Sie jede Roulade einzeln in Frischhaltefolie und legen Sie sie in einen Gefrierbeutel. So halten sie sich bis zu 3 Monate. Zum Auftauen einfach über Nacht in den Kühlschrank legen.

Wieder aufwärmen: Der beste Weg ist, die Rouladen langsam im Topf mit der Sauce zu erwärmen. Bei niedriger Hitze etwa 15-20 Minuten, bis sie durch sind. In der Mikrowelle werden sie schnell trocken – also lieber nicht.

Nährwerte und gesundheitliche Aspekte

Ich bin kein Ernährungsberater, aber ich weiß, dass dieses Gericht mit Bedacht genossen werden sollte. Hier sind die ungefähren Nährwerte pro Portion (eine Roulade mit Sauce, ohne Beilage):

Nährwert Pro Portion
Kalorien ca. 450-550 kcal
Eiweiß 35-40 g
Fett 30-35 g
Kohlenhydrate 10-15 g

Die Rouladen sind reich an Eiweiß und Eisen aus dem Rindfleisch, was besonders in der kalten Jahreszeit wichtig ist. Der Speck liefert zwar Fett, aber auch Geschmack – und ein bisschen Genuss muss sein. Wenn Sie auf Ihre Linie achten, essen Sie eine Roulade statt zwei und dazu viel Gemüse. Die Karotten und der Sellerie in der Sauce liefern immerhin noch ein paar Ballaststoffe und Vitamine.

Allergenhinweis: Dieses Rezept enthält Senf und möglicherweise Gluten (im Speck und in der Brühe). Achten Sie bei Bedarf auf entsprechende Kennzeichnungen.

Unser Fazit

Ich mache diese Rinderrouladen jetzt seit über fünf Jahren, und sie haben mich nie enttäuscht. Sie sind mehr als nur ein Rezept – sie sind ein Stück Heimat, ein Geruch von Kindheit und ein Versprechen auf einen gemütlichen Abend. Ja, sie brauchen Zeit. Aber genau diese Zeit ist es, die sie so besonders macht. Wenn Sie das nächste Mal an einem kalten Tag in der Küche stehen und sich nach etwas Wärmendem sehnen, dann denken Sie an diesen Artikel. Rollen Sie das Fleisch, braten Sie es an, lassen Sie es schmoren. Und dann setzen Sie sich hin, atmen den Duft ein und genießen jeden einzelnen Bissen. Sie haben es sich verdient.

Haben Sie das Rezept ausprobiert? Oder haben Sie eine eigene Variante? Ich bin wirklich gespannt! Hinterlassen Sie mir gerne einen Kommentar unten – ich lese jeden einzelnen. Und wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, teilen Sie ihn doch mit Ihren Freunden. Vielleicht freut sich ja jemand anderes auch über ein bisschen Wärme auf dem Teller.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Kann ich die Rinderrouladen auch im Slow Cooker zubereiten?

Ja, das geht wunderbar. Braten Sie die Rouladen wie beschrieben an und geben Sie sie dann mit dem Gemüse und der Brühe in den Slow Cooker. Lassen Sie sie 6-8 Stunden auf niedriger Stufe garen. Die Sauce wird dann etwas dünner – binden Sie sie am Ende mit etwas Stärke.

Muss ich die Rouladen mit Küchengarn binden?

Es ist sicherer. Zahnstocher funktionieren auch, aber sie können beim Schmoren herausfallen oder sich lösen. Küchengarn hält die Roulade fest in Form. Schneiden Sie es vor dem Servieren einfach durch.

Kann ich den Rotwein weglassen?

Auf jeden Fall. Ersetzen Sie ihn durch die gleiche Menge Rinderbrühe oder sogar durch einen Schuss Balsamico-Essig für eine säuerliche Note. Der Wein gibt Tiefe, aber die Rouladen schmecken auch ohne hervorragend.

Warum werden meine Rouladen manchmal zäh?

Das passiert, wenn sie entweder zu kurz geschmort werden oder die Hitze zu hoch war. Rindfleisch aus der Oberschale braucht Zeit, um zart zu werden. Niedrige Hitze und Geduld sind der Schlüssel. Ein Fleischthermometer kann helfen – die Kerntemperatur sollte etwa 85-90°C betragen.

Kann ich die Rouladen auch mit Hackfleisch füllen?

Das wäre dann eine andere Art von Roulade – eine gefüllte. Klassische Rinderrouladen werden mit Speck und Gurken gefüllt. Hackfleisch würde beim Schmoren austrocknen. Wenn Sie Hackfleisch verwenden möchten, mischen Sie es mit Ei und Paniermehl und braten Sie es vorher an.

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Klassische Rinderrouladen mit Speck recipe

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Klassische Rinderrouladen mit Speck: einfaches Rezept für kalte Tage

Ein herzhaftes, wärmendes Gericht für kalte Tage: Zarte Rinderrouladen gefüllt mit Speck, Senf und Gewürzgurken, geschmort in einer samtigen Rotwein-Sauce. Perfekt für einen gemütlichen Sonntag.

  • Author: Sarah
  • Prep Time: 25 Minuten
  • Cook Time: 2 Stunden
  • Total Time: 2 Stunden 25 Minuten
  • Yield: 4 Portionen 1x
  • Category: Hauptgericht
  • Cuisine: Deutsch

Ingredients

Scale
  • 4 große Rinderrouladen (ca. 150–200 g pro Stück)
  • 8 Scheiben Frühstücksspeck (ca. 100 g)
  • 4 kleine Gewürzgurken (Cornichons)
  • 4 Teelöffel mittelscharfer Senf
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 2 große Zwiebeln
  • 2 Karotten
  • 2 Stangen Sellerie
  • 2 Esslöffel Tomatenmark
  • 250 ml kräftiger Rotwein (z. B. Spätburgunder oder Dornfelder)
  • 500 ml Rinderbrühe
  • 2 Lorbeerblätter
  • 4 Wacholderbeeren
  • 2 Esslöffel Butterschmalz oder neutrales Öl
  • Optional: 1 Esslöffel kalte Butter und 1 Teelöffel Speisestärke

Instructions

  1. Das Fleisch vorbereiten: Tupfen Sie die Rinderrouladen mit Küchenpapier trocken. Legen Sie die Scheiben flach auf das Brett und klopfen Sie sie mit der flachen Hand etwas flacher, falls sie noch zu dick sind.
  2. Die Rouladen füllen: Bestreichen Sie jede Scheibe dünn mit Senf. Lassen Sie einen Rand von etwa 1 cm frei. Legen Sie dann zwei Scheiben Speck nebeneinander auf das Fleisch. Verteilen Sie die Gurkenviertel gleichmäßig darauf. Würzen Sie alles mit einer Prise Salz und reichlich Pfeffer. Klappen Sie die beiden schmalen Seiten der Roulade nach innen, damit die Füllung nicht herausfällt. Dann rollen Sie das Fleisch von der breiten Seite her fest auf. Die Naht sollte unten liegen. Fixieren Sie die Rol…
  3. Scharf anbraten: Erhitzen Sie das Butterschmalz im Schmortopf bei hoher Hitze. Legen Sie die Rouladen mit der Nahtseite nach unten hinein. Achtung – sie dürfen sich nicht berühren, sonst braten sie nur, statt zu bräunen. Lassen Sie sie 2-3 Minuten pro Seite anbraten, bis sie rundherum eine dunkelbraune Kruste haben. Nehmen Sie die Rouladen heraus und stellen Sie sie beiseite.
  4. Das Gemüse anschwitzen: Reduzieren Sie die Hitze auf mittlere Stufe. Geben Sie die Zwiebelwürfel in den Topf und braten Sie sie unter Rühren an, bis sie glasig sind. Fügen Sie dann die Karotten- und Selleriewürfel hinzu und braten Sie alles für weitere 2 Minuten an.
  5. Ablöschen und würzen: Geben Sie das Tomatenmark zum Gemüse und rühren Sie es gut ein. Lassen Sie es eine Minute mitbraten, bis es dunkler wird. Dann gießen Sie den Rotwein an. Kratzen Sie mit einem Holzlöffel den Bratensatz vom Boden des Topfes los. Lassen Sie den Wein fast vollständig einkochen.
  6. Schmoren: Legen Sie die Rouladen zurück in den Topf. Gießen Sie die Rinderbrühe an, bis die Rouladen etwa zur Hälfte bedeckt sind. Fügen Sie die Lorbeerblätter und die Wacholderbeeren hinzu. Bringen Sie alles zum Kochen, reduzieren Sie dann die Hitze auf niedrige Stufe, decken Sie den Topf ab und lassen Sie die Rouladen 1,5 bis 2 Stunden sanft köcheln. Nach etwa einer Stunde können Sie die Rouladen einmal wenden.
  7. Die Sauce verfeinern: Nehmen Sie die fertigen Rouladen vorsichtig aus dem Topf und halten Sie sie warm. Entfernen Sie die Lorbeerblätter und Wacholderbeeren. Pürieren Sie das Gemüse mit einem Stabmixer fein – oder passieren Sie die Sauce durch ein Sieb. Stellen Sie die Sauce wieder auf den Herd. Wenn sie zu dünn ist, verrühren Sie die Speisestärke mit etwas kaltem Wasser und rühren Sie sie ein. Lassen Sie die Sauce kurz aufkochen. Zum Schluss die kalte Butter einrühren. Schmecken Sie mit Salz un…
  8. Servieren: Entfernen Sie das Küchengarn oder die Zahnstocher von den Rouladen. Legen Sie sie auf eine Platte und übergießen Sie sie mit etwas Sauce.

Notes

Das Fleisch vor dem Anbraten gut trocken tupfen, um eine schöne Bräunung zu erzielen. Die Rouladen nicht zu eng im Topf platzieren, sonst sinkt die Temperatur. Geduld beim Schmoren – mindestens 1,5 Stunden, bis das Fleisch zart ist. Die Sauce erst am Ende salzen, da sie beim Einkochen konzentrierter wird. Der Wein muss nicht teuer sein, aber trinkbar.

Nutrition

  • Serving Size: 1 Roulade mit Sauce
  • Calories: 450550
  • Sugar: 57
  • Sodium: 8001000
  • Fat: 3035
  • Saturated Fat: 1012
  • Carbohydrates: 1015
  • Fiber: 23
  • Protein: 3540

Keywords: Rinderrouladen, Speck, Gewürzgurken, Senf, Schmorgericht, Hausmannskost, Wintergericht, Sonntagsessen

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