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Meine Nachbarin Frau Schuster machte keine große Sache daraus. Ich war an einem Dienstagmorgen kurz bei ihr vorbeigeschneit, um mir eine Springform auszuleihen – meine war beim Umzug irgendwo im Keller verschollen – und der Duft von Hefe und Zimt traf mich, bevor ich überhaupt die Türschwelle überquert hatte. Sie stand in der Küche, ganz lässig, mit einer Schürze, die schon bessere Tage gesehen hatte, und zog ein Blech mit den goldbraunsten Zimtschnecken aus dem Ofen, die ich je gesehen hatte. „Ach, die sind nichts Besonderes”, winkte sie ab, während ich wie angewurzelt stehen blieb. „Nur ein schnelles Rezept für die Enkelkinder.” Aber ich wusste sofort: Das war eine Lüge. Na ja, keine richtige Lüge – aber eine Untertreibung. Denn diese Dinger waren etwas ganz und gar Besonderes.
Ich hab ihr dann quasi beim Zusehen das Rezept abgeschaut – nicht, weil sie es mir nicht geben wollte, sondern weil sie selbst keins hatte. Sie machte es einfach aus dem Kopf, so wie sie alles kochte. Eine Prise hiervon, ein Schuss davon, ein bisschen Bauchgefühl. Ich stand daneben, notierte mir heimlich im Handy, was ich sah, und fragte mich, ob ich das jemals so locker hinbekommen würde. Ehrlich gesagt, habe ich ihr Rezept dann zu Hause bestimmt viermal nachgebaut, bis ich meinen eigenen Dreh raus hatte. Denn mal ehrlich: Wenn die Oma nebenan so was mühelos hinkriegt, will man das doch auch können, oder?
Das Tolle an diesen saftigen Zimtschnecken ist, dass sie nicht diesen typischen, trockenen Hefeteig haben, der einem im Hals stecken bleibt. Nein, die sind fluffig, weich und schmelzen fast auf der Zunge. Und die Frischkäse-Glasur? Die ist der absolute Hammer – nicht zu süß, schön cremig und genau die richtige Menge, um jede einzelne Schnecke zu umhüllen. Seit jenem Dienstag backe ich sie für meine Familie, für Geburtstage im Kindergarten, für gemütliche Sonntagnachmittage oder einfach, wenn ich das Gefühl habe, dass die Woche eine Portion Glück vertragen kann. Vielleicht kennen Sie das ja auch – dieses eine Rezept, das einfach immer passt.
Warum Sie dieses Rezept lieben werden
Ich habe dieses Rezept in den letzten Jahren bestimmt drei Dutzend Mal gebacken – für meine Kinder, für den Schulbasar, für den Kaffeeklatsch mit den Nachbarn. Und jedes Mal wurde es besser. Nicht, weil ich ein Profi bin, sondern weil ich genau die Fehler gemacht habe, die Sie jetzt nicht mehr machen müssen. Dieses Rezept ist durchgetestet, familiengeprüft und vor allem: es funktioniert wirklich.
- Einfach & schnell: Der Teig geht nur einmal – das spart Zeit und Nerven. In unter zwei Stunden haben Sie ein Blech voller Glück auf dem Tisch.
- Alltags-tauglich: Die Zutaten haben Sie wahrscheinlich schon zu Hause. Mehl, Butter, Milch, Zucker – das sind keine exotischen Dinge, für die Sie extra in den Bioladen rennen müssen.
- Perfekt für die Familie: Meine Kinder lieben sie, mein Mann liebt sie, und selbst meine Schwiegermutter, die sonst an allem etwas auszusetzen hat, hat sich nachgegeben. Das will was heißen.
- Zimtschnecken, die saftig bleiben: Das ist der Knackpunkt, oder? Nichts ist schlimmer als trockene, bröselige Zimtschnecken. Dieses Rezept bleibt dank eines kleinen Tricks (ich verrate ihn gleich) tagelang schön saftig.
- Budgetfreundlich: Keine teuren Spezialzutaten. Ein Kilo Mehl, ein Päckchen Hefe, etwas Zimt – das reicht für ein ganzes Blech voller Freude. Und die Reste schmecken am nächsten Tag fast noch besser.
Was dieses Rezept von anderen unterscheidet? Es ist die Kombination aus einem besonders weichen Hefeteig – ich verwende einen Schuss Sahne im Teig, das ist mein kleiner Trick – und einer Frischkäse-Glasur, die nicht nur obendrauf klebt, sondern richtig in die Schnecken einzieht. Das macht sie so unglaublich saftig. Und wissen Sie was? Sie müssen kein Bäckermeister sein, um das hinzukriegen. Versprochen.
Zutaten, die Sie brauchen
Für dieses Rezept brauchen Sie keine ausgefallenen Zutaten. Alles, was Sie brauchen, bekommen Sie im normalen Supermarkt – und wahrscheinlich haben Sie das meiste sogar schon zu Hause. Ich habe die Zutaten in zwei Gruppen eingeteilt: erst den Teig, dann die Füllung und die Glasur. So behalten Sie den Überblick.
Für den Hefeteig:
- 500 g Weizenmehl (Type 405 oder 550) – Ich nehme am liebsten Type 550, weil der Teig etwas stabiler wird. Aber Type 405 geht auch prima.
- 1 Päckchen Trockenhefe (7 g) – Trockenhefe ist einfach praktischer. Falls Sie frische Hefe verwenden wollen: nehmen Sie 21 g (ein halber Würfel) und lösen Sie sie in der lauwarmen Milch auf.
- 80 g Zucker – Nicht zu viel, nicht zu wenig. Genau richtig, um den Teig leicht zu süßen.
- 1 Päckchen Vanillezucker – Oder 1 TL Vanilleextrakt. Das gibt dem Teig eine feine, warme Note.
- 1 Prise Salz – Klingt komisch in einem süßen Gebäck, aber Salz hebt den Geschmack unglaublich.
- 250 ml Milch, lauwarm – Die Milch sollte nicht heiß sein, sonst stirbt die Hefe. Lauwarm heißt: etwa Körpertemperatur, also 37 Grad. Fühlt sich auf der Innenseite Ihres Handgelenks angenehm an.
- 60 g weiche Butter – Die Butter sollte wirklich weich sein, nicht geschmolzen. Ich lasse sie vorher eine Stunde bei Raumtemperatur stehen.
- 1 Ei (Größe M) – Das Ei bindet den Teig und macht ihn geschmeidig. Am besten auch Zimmertemperatur.
- 2 EL Sahne (optional, aber mein Geheimtipp!) – Ein kleiner Schuss Sahne macht den Teig besonders zart und saftig. Wenn Sie keine Sahne da haben, nehmen Sie einfach einen EL mehr Milch.
Für die Zimtfüllung:
- 100 g weiche Butter – Die Butter muss wirklich weich sein, damit sie sich gut verstreichen lässt.
- 150 g brauner Zucker – Brauner Zucker gibt eine tiefere, karamellige Note. Wenn Sie nur weißen Zucker haben, geht das auch, aber der braune ist besser.
- 2 EL Zimt – Ich nehme Ceylon-Zimt, der ist milder und feiner. Aber normaler Cassia-Zimt tut es auch. Seien Sie ruhig großzügig – Zimt ist schließlich der Star.
- 1 Prise Salz – Klingt seltsam, aber eine winzige Prise Salz in der Füllung balanciert die Süße perfekt aus.
Für die Frischkäse-Glasur:
- 150 g Frischkäse (Doppelrahmstufe) – Bitte nehmen Sie den aus dem Kühlregal, nicht den light. Der fettarme wird zu flüssig und läuft von den Schnecken runter. Philadelphia oder die Eigenmarke – beides funktioniert.
- 80 g Puderzucker – Gesiebt, damit keine Klümpchen entstehen.
- 2 EL weiche Butter – Die Butter sollte wirklich weich sein, sonst wird die Glasur nicht schön cremig.
- 1 TL Vanilleextrakt oder das Mark einer halben Vanilleschote – Vanille und Zimt sind ein Traumpaar. Lassen Sie das nicht weg.
- 1-2 EL Milch – Zum Andicken oder Verdünnen, je nachdem, wie flüssig Sie die Glasur mögen.
Benötigte Küchengeräte
Sie brauchen keine teure Profi-Ausstattung für diese Zimtschnecken. Ein paar grundlegende Dinge reichen völlig:
- Eine große Rührschüssel – Aus Edelstahl oder Keramik, Hauptsache groß genug, damit der Teig Platz zum Gehen hat.
- Ein Handrührgerät mit Knethaken – Oder eine Küchenmaschine, falls Sie eine haben. Mit der Hand geht es auch, aber dann brauchen Sie etwas Geduld und Muskelkraft.
- Ein Nudelholz – Zum Ausrollen des Teigs. Ein einfaches Holz-Nudelholz tut es völlig.
- Ein scharfes Messer oder Zahnseide – Klingt verrückt, aber Zahnseide (ungeschmackt!) ist der beste Trick, um Zimtschnecken zu schneiden, ohne sie zu quetschen. Einfach ein langes Stück unter den Teig legen, über Kreuz ziehen und durchschneiden. Funktioniert perfekt.
- Ein Backblech (ca. 30×40 cm) – Oder eine große Auflaufform. Das Blech sollte nicht zu klein sein, sonst gehen die Schnecken nicht richtig auf.
- Backpapier – Spart das Einfetten und die Reinigung.
- Ein sauberes Geschirrtuch – Zum Abdecken des Teigs während der Gehzeit.
Falls Sie kein Nudelholz haben: Eine saubere Glasflasche tut es auch. Und wenn Sie keine Küchenmaschine besitzen, kneten Sie den Teig einfach mit der Hand – das dauert etwa 10 Minuten, aber es ist fast meditativ. Ehrlich.
Zubereitung – Schritt für Schritt
Ich hab dieses Rezept so oft gemacht, dass ich es im Schlaf könnte. Aber für Sie hab ich mir extra Mühe gegeben, jeden Schritt genau zu beschreiben. Keine Sorge, es ist einfacher, als es klingt.
- Den Hefeteig vorbereiten (ca. 15 Minuten): Geben Sie das Mehl in eine große Schüssel. Mischen Sie die Trockenhefe, den Zucker, den Vanillezucker und das Salz darunter. Machen Sie eine Mulde in die Mitte. Geben Sie die lauwarme Milch, die weiche Butter, das Ei und die Sahne (falls Sie sie verwenden) hinein. Jetzt kommt der wichtige Teil: Kneten Sie alles mit den Knethaken Ihres Handrührgeräts oder mit der Küchenmaschine für etwa 5-7 Minuten zu einem glatten, geschmeidigen Teig. Der Teig sollte sich vom Schüsselrand lösen und nicht mehr kleben. Falls er noch klebt, geben Sie einen Esslöffel Mehl dazu. Falls er zu trocken ist, einen Schluck Milch. Der Teig fühlt sich am Ende weich und elastisch an – wie ein Baby-Popo. Klingt komisch, ist aber so.
- Den Teig gehen lassen (ca. 45 Minuten): Formen Sie den Teig zu einer Kugel und legen Sie ihn zurück in die Schüssel. Decken Sie die Schüssel mit einem sauberen Geschirrtuch ab und stellen Sie sie an einen warmen Ort, der nicht zieht. Ich stelle meine Schüssel oft in die Nähe der Heizung oder in den ausgeschalteten Backofen mit eingeschaltetem Licht. Dort ist es schön warm. Lassen Sie den Teig etwa 45 Minuten gehen, bis er sich sichtbar vergrößert hat – er sollte etwa doppelt so groß sein. Ein kleiner Test: Drücken Sie mit einem Finger hinein. Bleibt die Delle, ist der Teig fertig. Federt sie zurück, braucht er noch etwas Zeit.
- Die Zimtfüllung zubereiten (ca. 5 Minuten): Während der Teig geht, machen Sie die Füllung. Vermischen Sie in einer kleinen Schüssel die weiche Butter, den braunen Zucker und den Zimt zu einer streichfähigen Paste. Die Prise Salz nicht vergessen! Die Füllung sollte schön cremig sein, nicht bröselig. Wenn sie zu fest ist, stellen Sie die Schüssel für 10 Sekunden in die Mikrowelle.
- Den Teig ausrollen und füllen (ca. 10 Minuten): Bestäuben Sie Ihre Arbeitsfläche leicht mit Mehl. Kneten Sie den Teig noch einmal kurz durch, um die Luft herauszudrücken. Rollen Sie ihn dann mit einem Nudelholz zu einem großen Rechteck aus – etwa 40×30 cm und etwa 1 cm dick. Versuchen Sie, die Ecken einigermaßen gerade hinzubekommen, aber es muss nicht perfekt sein. Jetzt kommt der beste Teil: Streichen Sie die Zimt-Butter-Mischung gleichmäßig auf dem Teigrechteck verteilen. Lassen Sie am oberen Rand einen schmalen Streifen von etwa 2 cm frei – das ist die Klebekante. Rollen Sie den Teig von der langen Seite her fest auf. Rollen Sie nicht zu fest, sonst werden die Schnecken später zu dicht – aber auch nicht zu locker, sonst fallen sie auseinander. Die Naht sollte unten liegen.
- Die Schnecken schneiden (ca. 5 Minuten): Jetzt wird es ein bisschen knifflig. Schneiden Sie die Teigrolle in etwa 12 gleich große Stücke. Mein Trick: Schneiden Sie zuerst die Enden ab (die können Sie direkt naschen, wenn niemand hinsieht) und dann die Rolle in der Mitte durch. Dann jede Hälfte noch einmal in der Mitte, und so weiter. So werden die Stücke gleichmäßig. Verwenden Sie ein scharfes Messer oder – mein absoluter Lieblingstrick – Zahnseide. Legen Sie ein langes Stück unter die Rolle, kreuzen Sie die Enden über der Rolle und ziehen Sie sie durch. Zack, perfekte Schnecke ohne gequetschte Seiten.
- Die Schnecken gehen lassen (ca. 20 Minuten): Legen Sie ein Backblech mit Backpapier aus. Setzen Sie die Schnecken mit etwas Abstand darauf – sie gehen noch einmal auf und werden größer. Decken Sie das Blech mit einem Geschirrtuch ab und lassen Sie die Schnecken weitere 20 Minuten ruhen. In der Zwischenzeit heizen Sie den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze (160 Grad Umluft) vor.
- Backen (ca. 18-22 Minuten): Schieben Sie das Blech in den vorgeheizten Ofen auf die mittlere Schiene. Backen Sie die Zimtschnecken für 18-22 Minuten, bis sie goldbraun sind. Die Backzeit hängt von Ihrem Ofen ab – also behalten Sie sie im Auge. Sie sollten schön gebräunt sein, aber nicht zu dunkel, sonst werden sie trocken. Ein kleiner Tipp: Wenn die Schnecken nach 15 Minuten schon zu dunkel werden, legen Sie einfach ein Stück Alufolie locker darüber.
- Die Glasur zubereiten und die Schnecken glasieren (ca. 5 Minuten): Während die Schnecken backen, bereiten Sie die Glasur zu. Geben Sie den Frischkäse, den gesiebten Puderzucker, die weiche Butter und den Vanilleextrakt in eine Schüssel. Rühren Sie alles mit einem Schneebesen oder dem Handrührgerät glatt. Die Glasur sollte dickflüssig sein, aber noch vom Löffel fallen. Wenn sie zu dick ist, geben Sie einen Esslöffel Milch dazu. Wenn sie zu dünn ist, etwas mehr Puderzucker. Lassen Sie die fertigen Zimtschnecken etwa 5-10 Minuten auf dem Blech abkühlen. Dann verteilen Sie die Glasur großzügig mit einem Löffel oder einem Spatel auf den noch warmen Schnecken. Die Wärme lässt die Glasur leicht schmelzen und in die Schnecken einziehen – das macht sie so unglaublich saftig.
Kochtipps & Techniken für perfekte Zimtschnecken
Ich hab in den Jahren so einige Fehler gemacht, damit Sie sie nicht machen müssen. Hier sind meine besten Tipps:
- Der Teig geht nicht hoch? Das passiert, wenn die Milch zu heiß war und die Hefe abgetötet hat. Fühlen Sie die Milch immer mit dem Finger – sie sollte sich warm, aber nicht heiß anfühlen. Ein weiterer Grund: Der Teig stand an einem zugigen Ort. Stellen Sie ihn in die Nähe der Heizung oder in den ausgeschalteten Ofen mit einer Tasse heißem Wasser.
- Die Schnecken sind trocken? Das liegt meistens an der Backzeit. Nehmen Sie die Schnecken heraus, sobald sie goldbraun sind, auch wenn Sie denken, sie könnten noch etwas vertragen. Sie garen in der Hitze des Blechs noch nach. Mein Tipp: Backen Sie sie lieber eine Minute zu kurz als eine Minute zu lang.
- Die Glasur wird klumpig? Dann war der Frischkäse zu kalt. Lassen Sie ihn vorher 20 Minuten bei Raumtemperatur stehen. Und der Puderzucker muss unbedingt gesiebt werden – das ist keine Spielerei, das verhindert wirklich Klümpchen.
- Multitasking-Tipp: Während der Teig das erste Mal geht, können Sie die Füllung zubereiten und die Glasur vorbereiten (dann aber kalt stellen). Während die Schnecken im Ofen sind, räumen Sie schon mal die Küche auf – dann haben Sie nach dem Essen weniger Arbeit.
- Der Zahnseiden-Trick: Ich schwöre darauf. Normale Messer quetschen die weiche Teigrolle zusammen. Mit Zahnseide bekommen Sie perfekte, runde Schnecken. Probieren Sie es einmal aus – Sie werden es nie wieder anders machen.
Variationen & Anpassungen
Dieses Grundrezept ist schon fantastisch, aber manchmal möchte man etwas Abwechslung. Hier sind ein paar Ideen, die ich selbst ausprobiert habe:
- Apfel-Zimt-Schnecken: Geben Sie einen fein gewürfelten Apfel (am besten Boskop oder Elstar) zur Zimtfüllung. Den Apfel vorher kurz in etwas Butter andünsten, damit er nicht zu viel Feuchtigkeit abgibt. Das gibt eine fruchtige Note und macht die Schnecken noch saftiger.
- Schoko-Zimt-Schnecken: Streuen Sie nach dem Bestreichen mit der Zimtbutter noch eine Handvoll Zartbitterschokoladen-Stückchen (ca. 50 g) auf den Teig. Die Schokolade schmilzt beim Backen und verteilt sich in den Schnecken. Ein Traum für alle Schokofans.
- Vegane Variante: Ersetzen Sie die Butter durch vegane Margarine, die Milch durch Hafer- oder Mandelmilch, das Ei durch einen Esslöffel Apfelmus oder Leinsamen-Ei (1 EL gemahlene Leinsamen + 3 EL Wasser, 5 Minuten quellen lassen). Für die Glasur nehmen Sie veganen Frischkäse. Ich habe das selbst ausprobiert – es funktioniert überraschend gut, die Schnecken werden nur etwas weniger fluffig.
- Nüsse-Liebhaber: Streuen Sie 50 g gehackte Walnüsse oder Pekannüsse über die Zimtfüllung. Das gibt einen herrlichen Crunch. Meine Kinder mögen das besonders gern.
- Weniger süß: Reduzieren Sie den Zucker im Teig auf 50 g und in der Füllung auf 100 g. Die Glasur können Sie auch mit nur 50 g Puderzucker machen – dann wird sie weniger süß, aber immer noch cremig.
Serviervorschläge & Aufbewahrung
Die Zimtschnecken schmecken am besten, wenn sie noch lauwarm sind – die Glasur ist dann noch leicht geschmolzen und der Teig ist himmlisch weich. Aber auch am nächsten Tag sind sie ein Genuss.
- Servieren: Legen Sie die Schnecken auf eine schöne Platte oder ein Holzbrett. Ein Klecks extra Frischkäse-Glasur obendrauf schadet nie. Dazu passt eine Tasse Kaffee, ein Glas Milch oder – für die Kinder – ein warmer Kakao. Im Sommer schmecken sie auch mit einer Kugel Vanilleeis.
- Aufbewahrung: Bewahren Sie die Zimtschnecken in einer luftdichten Dose bei Raumtemperatur auf. Sie halten sich so 2-3 Tage. Wichtig: Die Dose nicht in den Kühlschrank stellen, da werden sie trocken und hart.
- Einfrieren: Sie können die unglasierten Zimtschnecken einfrieren. Backen Sie sie wie gewohnt, lassen Sie sie abkühlen und frieren Sie sie ohne Glasur ein. Zum Auftauen einfach bei 150 Grad für 10 Minuten im Ofen aufwärmen und dann frisch glasieren. So schmecken sie fast wie frisch gebacken. Ich mache oft eine doppelte Portion und friere die Hälfte ein – perfekt für einen spontanen Besuch oder wenn die Kinder plötzlich Heißhunger haben.
- Reheating: Am nächsten Tag die Schnecken für 10 Sekunden in die Mikrowelle – das macht sie wieder weich. Oder für 5 Minuten bei 150 Grad in den Ofen. Nicht länger, sonst werden sie trocken.
Nährwertangaben & gesundheitliche Aspekte
Okay, lassen Sie uns ehrlich sein: Zimtschnecken sind kein Diätessen. Aber sie sind Seelenfutter, und das ist auch wichtig. Hier die ungefähren Nährwerte pro Schnecke (bei 12 Stück):
- Kalorien: ca. 320 kcal
- Kohlenhydrate: ca. 42 g
- Fett: ca. 14 g
- Eiweiß: ca. 6 g
- Ballaststoffe: ca. 2 g
Die Werte sind natürlich nur Richtwerte und variieren je nach verwendeten Zutaten. Was mich betrifft: Ich backe sie bewusst für besondere Momente – für den Sonntagmorgen, wenn die ganze Familie noch im Pyjama ist, oder für den Nachmittag, wenn die Kinder aus der Schule kommen und erzählen wollen. Zimt übrigens hat entzündungshemmende Eigenschaften und kann den Blutzuckerspiegel positiv beeinflussen. Also: Zimtschnecken sind quasi gesund. Na ja, fast. Aber ein bisschen Genuss muss sein, oder?
Fazit – Warum Sie diese Zimtschnecken unbedingt backen sollten
Ich backe diese Zimtschnecken jetzt seit über zwei Jahren, und sie haben mich noch nie enttäuscht. Sie sind einfach, ehrlich und schmecken nach genau dem, was sie sind: nach Liebe, nach Zuhause, nach einem warmen Moment in einem manchmal hektischen Alltag. Dieses Rezept ist nicht das schickste, nicht das ausgefallenste, aber es ist das beste, das ich kenne – und das habe ich von einer Frau gelernt, die einfach nur ihre Enkel glücklich machen wollte.
Probieren Sie es aus. Passen Sie es an. Machen Sie es zu Ihrem Rezept. Vielleicht mit mehr Zimt, vielleicht mit weniger Zucker, vielleicht mit Äpfeln oder Schokolade. Das Schöne an diesem Rezept ist, dass es Fehler verzeiht und trotzdem immer gelingt. Und wenn die erste Schnecke nicht perfekt aussieht? Egal. Sie schmeckt trotzdem. Das verspreche ich Ihnen.
Haben Sie das Rezept ausprobiert? Dann schreiben Sie mir doch einen Kommentar! Ich bin gespannt, wie Ihre Zimtschnecken geworden sind, und ob Sie auch den Zahnseiden-Trick ausprobiert haben. Und wenn Sie eine eigene Variante haben – teilen Sie sie mit mir. Denn die besten Rezepte sind die, die man weitergibt.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Kann ich den Teig auch über Nacht im Kühlschrank gehen lassen?
Ja, das funktioniert wunderbar! Bereiten Sie den Teig wie beschrieben zu, decken Sie die Schüssel gut ab und stellen Sie sie über Nacht in den Kühlschrank. Am nächsten Morgen nehmen Sie den Teig 30 Minuten vor der Weiterverarbeitung aus dem Kühlschrank. Dann rollen Sie ihn aus und füllen ihn. Die Schnecken brauchen dann aber etwas länger zum Gehen – etwa 45-60 Minuten.
Warum werden meine Zimtschnecken hart?
Das passiert meistens aus zwei Gründen: Entweder der Teig wurde zu lange geknetet (dann wird er zäh) oder die Schnecken wurden zu lange gebacken. Achten Sie darauf, den Teig nur so lange zu kneten, bis er geschmeidig ist – das sind etwa 5-7 Minuten. Und backen Sie die Schnecken nur, bis sie goldbraun sind, nicht länger. Mein Tipp: Nehmen Sie sie raus, wenn Sie denken, sie könnten noch eine Minute vertragen – das ist der perfekte Zeitpunkt.
Kann ich die Zimtschnecken auch ohne Frischkäse-Glasur machen?
Klar! Wenn Sie keine Frischkäse-Glasur mögen oder keine Zutaten da haben, können Sie die Schnecken auch mit einer einfachen Puderzucker-Milch-Glasur bestreichen (100 g Puderzucker + 2-3 EL Milch). Oder Sie lassen sie ganz ohne Glasur – dann sind sie etwas weniger süß, aber immer noch lecker. Manche mögen sie auch mit geschmolzener Butter bestrichen und mit Zimtzucker bestreut.
Kann ich das Rezept auch mit Dinkelmehl machen?
Ja, aber mit Abstrichen. Dinkelmehl (Type 630) saugt mehr Flüssigkeit auf als Weizenmehl. Ersetzen Sie das Weizenmehl 1:1 durch Dinkelmehl und geben Sie dann 2-3 EL mehr Milch dazu. Der Teig wird etwas fester und die Schnecken werden nicht ganz so fluffig, aber sie schmecken trotzdem gut. Ich persönlich mische manchmal 50:50 Weizen- und Dinkelmehl – das gibt einen schönen Kompromiss.
Wie bekomme ich die Glasur schön dickflüssig?
Das Geheimnis ist der Frischkäse. Nehmen Sie auf jeden Fall Doppelrahmstufe (mindestens 60 % Fett in der Trockenmasse). Der fettarme Frischkäse wird zu wässrig. Und der Puderzucker muss gesiebt sein – das verhindert Klümpchen und sorgt für eine glatte, dicke Konsistenz. Wenn die Glasur trotzdem zu dünn ist, geben Sie einfach noch etwas mehr Puderzucker dazu, bis sie die richtige Konsistenz hat.
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Saftige Zimtschnecken mit Frischkäse-Glasur – Einfaches Familienrezept
Diese saftigen Zimtschnecken mit cremiger Frischkäse-Glasur sind ein einfaches Familienrezept, das immer gelingt. Der weiche Hefeteig und die aromatische Zimtfüllung machen sie zum perfekten Seelenfutter für gemütliche Momente.
- Prep Time: 20 Minuten
- Cook Time: 20 Minuten
- Total Time: 1 Stunde 30 Minuten
- Yield: 12 Stück 1x
- Category: Frühstück / Snack
- Cuisine: Skandinavisch / Amerikanisch
Ingredients
- 500 g Weizenmehl (Type 405 oder 550)
- 1 Päckchen Trockenhefe (7 g)
- 80 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- 250 ml Milch, lauwarm
- 60 g weiche Butter
- 1 Ei (Größe M)
- 2 EL Sahne (optional)
- 100 g weiche Butter (für die Füllung)
- 150 g brauner Zucker
- 2 EL Zimt
- 1 Prise Salz (für die Füllung)
- 150 g Frischkäse (Doppelrahmstufe)
- 80 g Puderzucker
- 2 EL weiche Butter (für die Glasur)
- 1 TL Vanilleextrakt
- 1–2 EL Milch (für die Glasur)
Instructions
- Den Hefeteig vorbereiten: Mehl, Trockenhefe, Zucker, Vanillezucker und Salz in einer großen Schüssel mischen. Eine Mulde formen, lauwarme Milch, weiche Butter, Ei und Sahne hineingeben. Mit den Knethaken 5-7 Minuten zu einem glatten, geschmeidigen Teig kneten.
- Den Teig gehen lassen: Teig zu einer Kugel formen, in die Schüssel legen, mit einem Tuch abdecken und an einem warmen Ort 45 Minuten gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat.
- Die Zimtfüllung zubereiten: Weiche Butter, braunen Zucker, Zimt und eine Prise Salz zu einer streichfähigen Paste vermischen.
- Den Teig ausrollen und füllen: Arbeitsfläche leicht bemehlen, Teig kurz durchkneten und zu einem Rechteck (ca. 40×30 cm, 1 cm dick) ausrollen. Die Zimt-Butter-Mischung gleichmäßig darauf verstreichen, am oberen Rand 2 cm frei lassen. Von der langen Seite her fest aufrollen, Naht unten.
- Die Schnecken schneiden: Die Teigrolle in 12 gleich große Stücke schneiden (mit scharfem Messer oder Zahnseide).
- Die Schnecken gehen lassen: Schnecken mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen, mit einem Tuch abdecken und 20 Minuten ruhen lassen. Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze (160°C Umluft) vorheizen.
- Backen: Das Blech auf die mittlere Schiene schieben und die Schnecken 18-22 Minuten goldbraun backen.
- Die Glasur zubereiten und die Schnecken glasieren: Frischkäse, gesiebten Puderzucker, weiche Butter und Vanilleextrakt glatt rühren. Bei Bedarf mit Milch andicken oder verdünnen. Die fertigen Schnecken 5-10 Minuten abkühlen lassen, dann die Glasur großzügig darauf verteilen.
Notes
Der Teig geht nur einmal – das spart Zeit. Ein Schuss Sahne im Teig macht ihn besonders zart. Die Glasur auf noch warme Schnecken geben, damit sie einzieht. Zahnseide eignet sich perfekt zum Schneiden der Teigrolle, ohne sie zu quetschen.
Nutrition
- Serving Size: 1 Schnecke
- Calories: 320
- Sugar: 22
- Sodium: 180
- Fat: 14
- Saturated Fat: 8
- Carbohydrates: 42
- Fiber: 2
- Protein: 6
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