Love this? Save it for later!
Share the inspiration with your friends
Eigentlich sollte es an diesem verregneten Oktobertag ein feiner, französischer Apfeltarte werden. Sie wissen schon, diese elegante, dünne Sache mit hauchdünnen Apfelscheiben, die wie eine Blüte angeordnet sind. Ich hatte mir das so schön vorgestellt. Der Mürbeteig lag schon im Kühlschrank, die Äpfel waren geschält und bereit. Und dann – na ja, dann klingelte das Telefon, ich ließ mich ablenken, und als ich zurückkam, hatte ich statt der feinen Spalten grobe, ungleichmäßige Stücke geschnitten. Völlig falsch für eine Tarte! Ich stand da, die Hände voller Apfelsaft, und dachte: „Super, schon wieder so ein Tag.“ Vielleicht kennen Sie das – dieses Gefühl, wenn der Plan scheitert und man kurz davor ist, alles in den Müll zu werfen. Aber ich bin nicht so. Ich habe tief durchgeatmet und improvisiert. Aus den groben Stücken wurde eine dicke Schicht, und weil der Teig schon da war, habe ich einfach einen Deckel daraus gemacht. Und dann? Dann kam mir die Idee mit den Streuseln. Ich meine, Streusel machen doch einfach alles besser, oder? Was daraus entstand, war nichts weniger als eine Offenbarung. Dieser saftige gedeckte Apfelkuchen mit Streuseln ist seitdem mein absoluter Herbstfavorit. Ehrlich, ich habe die elegante Tarte nie wieder vermisst. Dieser Kuchen schmeckt nach genau dem, was der Herbst sein sollte: gemütlich, unperfekt und einfach wunderbar sättigend.
Warum Sie diesen saftigen gedeckten Apfelkuchen mit Streuseln lieben werden
Ich habe diesen Kuchen in den letzten Jahren bestimmt ein Dutzend Mal gebacken – für den Geburtstag meiner Nachbarin, fürs Herbstfest im Kindergarten und einfach so, an einem Sonntagnachmittag. Und jedes Mal ist er ein Volltreffer. Hier ist, warum er auch bei Ihnen zur neuen Lieblingsroutine werden wird:
- Saftig wie kein anderer: Die Kombination aus einem dicken Apfelbett und einem sahnigen, fast puddingartigen Guss macht diesen Kuchen so unglaublich saftig. Kein trockener Bissen weit und breit.
- Einfache Zutaten: Sie brauchen keine exotischen Gewürze oder Spezialitäten aus dem Feinkostladen. Mehl, Butter, Zucker, Eier und Äpfel – das haben Sie doch bestimmt zu Hause.
- Perfekt für den Herbst: Dies ist der Kuchen für die erste kalte Woche im September, für den Laternenumzug oder einfach, wenn es draußen stürmt und regnet. Er riecht nach Zimt und Geborgenheit.
- Ein Garant für Gäste: Jeder, der ein Stück probiert, wird nach dem Rezept fragen. Das verspreche ich Ihnen. Er schmeckt, als hätten Sie stundenlang gearbeitet, dabei ist er überraschend unkompliziert.
- Der perfekte Streusel-Moment: Die knusprigen, buttrigen Streusel auf der weichen Füllung – das ist der Moment, in dem man die Augen schließt. Einfach nur himmlisch.
Was diesen Kuchen von anderen Apfelkuchen unterscheidet, ist diese eine Sache: die Füllung. Während viele Rezepte nur auf Äpfel setzen, gebe ich eine Creme aus Quark, Sahne und Vanillepuddingpulver dazu. Das macht ihn nicht nur saftiger, sondern auch geschmacklich viel runder. Er ist nicht zu süß, nicht zu schwer – genau richtig für eine Tasse Kaffee am Nachmittag. Es ist der Kuchen, der sagt: „Setz dich hin, nimm dir Zeit, genieße den Moment.“ Und genau das liebe ich so daran.
Welche Zutaten Sie für den saftigen gedeckten Apfelkuchen mit Streuseln brauchen
Für dieses Rezept verwenden wir ganz einfache, aber hochwertige Zutaten. Die meisten davon haben Sie bestimmt schon im Vorratsschrank. Lassen Sie mich Ihnen erklären, worauf es bei jeder Zutat ankommt, damit der Kuchen perfekt gelingt.
Für den Mürbeteig:
- 300 g Mehl (Type 405): Das ist das klassische Haushaltsmehl. Es sorgt für einen mürben, zarten Teig. Ich bevorzuge die Marke „Rosenmehl“ oder „Aurora“ – einfach, weil sie mir persönlich am besten liegen. Wenn Sie glutenfrei backen müssen, können Sie eine 1:1-Mehlmischung verwenden.
- 150 g kalte Butter: Die Butter muss wirklich kalt sein – am besten direkt aus dem Kühlschrank. Das ist das Geheimnis eines bröseligen Teigs. Verwenden Sie gute Butter (mindestens 82 % Fett), denn sie macht den Geschmack aus.
- 100 g Zucker: Normaler Haushaltszucker. Sie können auch feinen Backzucker nehmen, aber Kristallzucker geht auch.
- 1 Ei (Größe M): Es bindet den Teig. Nehmen Sie es am besten auch kalt, damit die Butter nicht schmilzt.
- 1 Prise Salz: Klingt unscheinbar, aber Salz hebt den Geschmack ungemein. Verwenden Sie feines Meersalz.
- 1 TL Vanillezucker (selbst gemacht): Ich schwöre auf selbstgemachten Vanillezucker. Einfach eine ausgekratzte Vanilleschote in ein Glas mit Zucker geben und ein paar Wochen ziehen lassen. Der Unterschied zu gekauftem ist riesig!
Für die saftige Apfelfüllung:
- 1 kg Äpfel (ca. 6-7 Stück): Hier kommt es auf die Sorte an. Ich nehme am liebsten eine Mischung aus säuerlichen und süßen Äpfeln. Sorten wie Boskoop, Elstar oder Jonagold sind ideal. Boskoop wird beim Backen schön weich und gibt viel Aroma ab, während Elstar etwas Biss behält. Waschen Sie die Äpfel, schälen Sie sie, und entfernen Sie das Kerngehäuse.
- 80 g Zucker: Je nach Süße der Äpfel können Sie die Menge anpassen. Bei sehr süßen Äpfeln (z. B. Gala) reduzieren Sie den Zucker auf 60 g.
- 2 TL Zimt: Zimt und Apfel – das ist einfach die Definition von Herbst. Ich verwende echten Ceylon-Zimt, der ist feiner und weniger scharf als Cassia-Zimt.
- Saft einer halben Zitrone: Verhindert, dass die Äpfel braun werden, und gibt eine frische Säure. Am besten eine Bio-Zitrone verwenden.
Für den cremigen Guss:
- 200 g Quark (20 % Fett): Der Quark macht die Füllung schön saftig und cremig. Magerquark würde zu wässrig werden. Wenn Sie keinen Quark mögen, können Sie auch griechischen Joghurt (10 % Fett) nehmen.
- 200 ml Sahne: Schlagsahne oder süße Sahne. Sie sorgt für die Cremigkeit.
- 2 Eier (Größe M): Sie binden den Guss.
- 80 g Zucker: Für die nötige Süße.
- 1 Päckchen Vanillepuddingpulver (zum Kochen): Das ist mein Geheimtipp! Es macht den Guss schnittfest und verhindert, dass der Kuchen durchweicht. Dr. Oetker ist hier mein Favorit.
Für die knusprigen Streusel:
- 150 g Mehl: Wieder Type 405.
- 100 g kalte Butter: In kleinen Stückchen.
- 80 g Zucker: Brauner Zucker gibt ein karamelliges Aroma, aber weißer Zucker geht auch.
- 1 TL Zimt: Oder Vanillezucker – je nachdem, was Sie mögen.
- Eine Prise Salz: Nicht vergessen!
Die richtige Ausrüstung für den Kuchen
Sie brauchen keine teure Profi-Ausrüstung, um diesen Kuchen zu backen. Aber ein paar gute Helfer machen die Arbeit leichter. Hier ist, was ich empfehle:
- Eine Springform (26 cm Durchmesser): Ich schwöre auf eine antihaftbeschichtete Springform von Kaiser oder Dr. Oetker. Sie lässt sich leicht lösen und der Kuchen bleibt ganz. Falls Sie keine Springform haben, können Sie auch eine runde Kuchenform mit herausnehmbarem Boden nehmen.
- Ein Handrührgerät oder eine Küchenmaschine: Für den Mürbeteig reicht eigentlich die Hand, aber für den Guss ist ein Rührgerät Gold wert. Meine KitchenAid ist mein liebstes Spielzeug, aber ein einfaches Handrührgerät von Bosch tut es auch.
- Eine Küchenwaage: Backen ist eine Wissenschaft. Bitte wiegen Sie die Zutaten ab – Augenmaß führt hier schnell zu einem trockenen Teig.
- Ein scharfes Messer und ein Sparschäler: Ein gutes Messer (z. B. von Wüsthof) und ein Y-Sparschäler machen das Schälen der Äpfel zum Kinderspiel.
- Eine große Schüssel: Für die Äpfel und den Guss. Ich liebe meine Edelstahlschüsseln von Rosti – sie sind leicht und kühlen den Teig nicht aus.
- Backpapier: Für den Boden der Form. Spart das Einfetten und der Kuchen lässt sich leichter lösen.
Schritt-für-Schritt-Anleitung: So gelingt der saftige gedeckte Apfelkuchen mit Streuseln

Jetzt geht es ans Eingemachte! Keine Sorge, ich führe Sie Schritt für Schritt durch den Prozess. Am Ende werden Sie mit einem wunderbaren Duft in der Küche und einem glücklichen Lächeln belohnt.
- Den Mürbeteig vorbereiten (15 Minuten + 30 Minuten Kühlzeit): Geben Sie das Mehl, den Zucker, das Salz und den Vanillezucker in eine große Schüssel. Schneiden Sie die kalte Butter in kleine Würfel und geben Sie sie dazu. Jetzt kommt der wichtigste Schritt: Reiben Sie die Butter mit den Fingerspitzen unter das Mehl, bis eine krümelige Masse entsteht. Es ist in Ordnung, wenn noch kleine Butterstückchen zu sehen sind – das macht den Teig später besonders mürbe. Geben Sie das Ei dazu und verkneten Sie alles schnell zu einem glatten Teig. Wickeln Sie ihn in Frischhaltefolie und legen Sie ihn für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank. (Tipp: Wenn Sie es eilig haben, reichen auch 15 Minuten im Tiefkühlfach.)
- Die Äpfel vorbereiten (10 Minuten): Während der Teig kühlt, kümmern wir uns um die Äpfel. Schälen Sie die Äpfel, vierteln Sie sie und entfernen Sie das Kerngehäuse. Schneiden Sie die Viertel dann in dünne Scheiben – etwa 3-4 mm dick. Nicht zu dünn, sonst zerfallen sie beim Backen. Geben Sie die Apfelscheiben in eine Schüssel, mischen Sie sie mit dem Zitronensaft, dem Zucker und dem Zimt. Lassen Sie sie kurz ziehen, während Sie weitermachen.
- Den Guss anrühren (5 Minuten): In einer zweiten Schüssel verquirlen Sie den Quark, die Sahne, die Eier und den Zucker mit einem Schneebesen, bis alles schön glatt ist. Rühren Sie dann das Vanillepuddingpulver unter. Der Guss wird noch flüssig sein – das ist völlig normal. Stellen Sie ihn beiseite.
- Die Streusel zubereiten (5 Minuten): Für die Streusel geben Sie Mehl, Zucker, Zimt und Salz in eine Schüssel. Schneiden Sie die kalte Butter in kleine Stücke und geben Sie sie dazu. Jetzt kommt der schönste Teil: Mit den Fingerspitzen verreiben Sie die Butter mit den trockenen Zutaten, bis krümelige Streusel entstehen. Achten Sie darauf, nicht zu lange zu kneten – die Streusel sollen bröselig bleiben, nicht zu einem Teig werden. (Ich habe das schon oft falsch gemacht und am Ende einen zweiten Teig bekommen – also Vorsicht!)
- Die Form vorbereiten und den Teig ausrollen (10 Minuten): Heizen Sie den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (Umluft: 160 °C) vor. Fetten Sie die Springform leicht ein und legen Sie den Boden mit Backpapier aus. Nehmen Sie den gekühlten Teig aus dem Kühlschrank. Rollen Sie ihn auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem Kreis aus, der etwa 30 cm Durchmesser hat – also etwas größer als Ihre Form. Heben Sie den Teig vorsichtig mit dem Nudelholz an und legen Sie ihn in die Form. Drücken Sie den Teig gut an den Rand an, sodass ein etwa 3 cm hoher Rand entsteht. Der Rand ist wichtig, damit die Füllung nicht ausläuft!
- Die Füllung schichten (10 Minuten): Jetzt kommt das Herzstück: Verteilen Sie die vorbereiteten Apfelscheiben gleichmäßig auf dem Teigboden. Drücken Sie sie leicht an, damit sie eine schöne Schicht bilden. Gießen Sie dann den Quarkguss gleichmäßig über die Äpfel. Der Guss verteilt sich von selbst in die Zwischenräume. Zum Schluss streuen Sie die Streusel großzügig über die gesamte Oberfläche. Es darf ruhig ordentlich Streusel geben – das ist ja das Beste!
- Backen (50-60 Minuten): Schieben Sie die Form auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Ofens. Backen Sie den Kuchen für etwa 50 bis 60 Minuten. Die Streusel sollten goldbraun sein und der Guss sollte fest aussehen – er wackelt vielleicht noch leicht in der Mitte, aber das ist in Ordnung. Machen Sie die Stäbchenprobe: Stechen Sie mit einem Holzspieß in die Mitte des Kuchens. Wenn kein flüssiger Teig mehr daran klebt, ist er fertig. (Achtung: Der Spieß kann noch feucht vom Apfelsaft sein – das ist normal.)
- Abkühlen lassen (mindestens 2 Stunden): Das ist der schwerste Teil! Lassen Sie den Kuchen in der Form auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen. Der Guss muss fest werden, sonst zerfällt der Kuchen beim Anschneiden. Ich weiß, es riecht verführerisch, aber bitte haben Sie Geduld. Nach etwa 2 Stunden können Sie den Rand der Springform lösen und den Kuchen vorsichtig auf eine Platte stürzen oder direkt auf dem Boden servieren.
Meine besten Tipps und Tricks für den perfekten Kuchen
Ich habe bei diesem Kuchen schon so einige Fehler gemacht – und daraus gelernt. Hier sind meine besten Tipps, damit es bei Ihnen gleich beim ersten Mal klappt:
- Die Butter muss kalt sein: Das ist das A und O für einen mürben Teig und knusprige Streusel. Wenn die Butter zu warm wird, wird der Teig zäh und die Streusel verlieren ihre Krümeligkeit. Arbeiten Sie also zügig und kühlen Sie den Teig zwischendurch, wenn Ihre Küche warm ist.
- Nicht zu viel rühren: Beim Mürbeteig und bei den Streusel gilt: Je weniger Sie rühren, desto besser. Einmal alles vermengen, und dann Schluss. Sonst wird der Teig zäh.
- Die Äpfel nicht zu dünn schneiden: Ich habe es einmal übertrieben und hauchdünne Scheiben geschnitten – die Äpfel waren nach dem Backen nur noch Matsch. 3-4 mm Dicke sind ideal, damit sie noch etwas Biss haben.
- Den Guss nicht zu früh aufgießen: Warten Sie, bis die Äpfel in der Form liegen, und gießen Sie den Guss dann erst darüber. Wenn Sie den Guss zu früh mit den Äpfeln vermischen, setzt er sich am Boden ab und der Kuchen wird matschig.
- Die Streusel nicht vergessen: Klingt banal, aber ich habe schon einmal die Streusel vergessen, weil ich telefoniert habe. Der Kuchen war trotzdem lecker, aber es fehlte einfach das i-Tüpfelchen. Streusel sind kein optionales Extra – sie sind ein Muss!
- Geduld beim Abkühlen: Ich weiß, es ist schwer, aber schneiden Sie den Kuchen erst an, wenn er vollständig ausgekühlt ist. Sonst läuft der Guss aus und der Kuchen fällt auseinander. Wenn Sie ihn am nächsten Tag essen, ist er sogar noch saftiger!
Variationen und Anpassungen für jeden Geschmack
Dieses Grundrezept ist schon fantastisch, aber man kann es wunderbar abwandeln. Hier sind ein paar Ideen, die ich selbst ausprobiert habe:
- Mit Nüssen: Geben Sie 50 g gehackte Walnüsse oder Mandeln zu den Streuseln. Das gibt einen herrlich knackigen Biss. Ich habe das für ein Thanksgiving-Dinner gemacht und alle waren begeistert.
- Mit Rosinen: Weichen Sie 80 g Rosinen in etwas Rum oder Apfelsaft ein und geben Sie sie zu den Äpfeln. Das ist eine klassische Variante, die besonders gut zu Weihnachten passt.
- Vegan: Ersetzen Sie die Butter durch vegane Margarine (z. B. Alsan), das Ei durch 1 EL Leinsamenmehl + 3 EL Wasser, und den Quark durch Sojajoghurt. Die Sahne können Sie durch Hafersahne ersetzen. Funktioniert überraschend gut!
- Glutenfrei: Verwenden Sie eine glutenfreie Mehlmischung (z. B. von Schär) für den Teig und die Streusel. Achten Sie darauf, dass das Vanillepuddingpulver auch glutenfrei ist (die meisten sind es).
- Mit Birnen: Im Herbst kann man die Äpfel auch durch Birnen ersetzen. Sorten wie Williams Christ oder Conference sind perfekt. Die Birnen werden etwas weicher, also schneiden Sie sie etwas dicker.
- Mit einem Hauch von Kardamom: Geben Sie eine Prise gemahlenen Kardamom zu den Äpfeln. Das klingt ungewöhnlich, aber der würzige Geschmack passt wunderbar zum Zimt.
Servieren und Aufbewahren – damit der Kuchen lange Freude macht
Dieser Kuchen schmeckt am besten bei Zimmertemperatur – dann entfalten sich die Aromen am schönsten. Servieren Sie ihn einfach pur oder mit einem Klecks Schlagsahne. Für einen besonderen Anlass können Sie ihn mit Puderzucker bestäuben. Ein frischer Minzzweig als Dekoration sieht auch hübsch aus, aber das ist optional.
Was dazu passt? Eine Tasse heißer Kaffee oder ein Glas Apfelsaft sind die Klassiker. Im Herbst liebe ich auch einen Chai Latte dazu – die Gewürze harmonieren perfekt mit dem Zimt. Wenn Sie es alkoholisch mögen, passt ein Glas Calvados oder ein süßer Apfelwein.
Aufbewahrung: Der Kuchen hält sich in einer luftdichten Kuchenbox bei Raumtemperatur etwa 3-4 Tage. Im Kühlschrank wird er etwas fester, aber er schmeckt immer noch gut. Sie können ihn auch einfrieren! Wickeln Sie ihn dafür gut in Frischhaltefolie und dann in einen Gefrierbeutel. So hält er sich bis zu 3 Monate. Zum Auftauen legen Sie ihn einfach über Nacht in den Kühlschrank oder bei Raumtemperatur für ein paar Stunden.
Reheating: Wenn Sie den Kuchen warm mögen, können Sie einzelne Stücke für 5 Minuten bei 150 °C im Ofen aufwärmen. In der Mikrowelle wird er schnell matschig – davon rate ich ab.
Ein Tipp von mir: Der Kuchen schmeckt am zweiten Tag oft noch besser, weil die Aromen durchziehen können. Wenn Sie also Gäste erwarten, backen Sie ihn am besten einen Tag vorher.
Nährwerte und gesundheitliche Vorteile
Natürlich ist ein Kuchen kein Diätgericht, aber dieser hier hat durchaus einige positive Aspekte. Hier eine ungefähre Nährwertangabe pro Stück (bei 12 Stücken):
- Kalorien: ca. 380 kcal
- Fett: ca. 18 g
- Kohlenhydrate: ca. 48 g
- Eiweiß: ca. 6 g
- Ballaststoffe: ca. 3 g
Die Äpfel liefern wertvolle Ballaststoffe und Vitamin C. Besonders die Schale (wenn Sie sie dranlassen) enthält viele Antioxidantien. In diesem Rezept wird die Schale zwar entfernt, aber die Äpfel selbst sind trotzdem eine gute Quelle für Pektin, das die Verdauung fördert. Der Quark und die Sahne liefern Kalzium und Eiweiß, was den Kuchen etwas sättigender macht als ein reiner Rührkuchen.
Für eine leichtere Variante können Sie den Zucker reduzieren – besonders wenn Sie sehr süße Äpfel verwenden. Oder Sie ersetzen einen Teil des Zuckers durch Erythrit oder Xylit (für Diabetiker geeignet). Achten Sie aber darauf, dass der Teig dann etwas trockener werden kann.
Allergene: Enthält Gluten (Weizenmehl), Milchprodukte (Butter, Quark, Sahne) und Eier. Für Nussallergiker ist die Variante ohne Nüsse geeignet.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Kann ich den Kuchen auch ohne Springform backen?
Ja, das geht. Verwenden Sie eine runde Kuchenform mit hohem Rand (ca. 26 cm Durchmesser). Fetten Sie sie gut ein und bestäuben Sie sie mit Mehl, damit der Teig nicht klebt. Der Kuchen lässt sich dann aber schwerer herauslösen als aus einer Springform.
Warum wird mein Mürbeteig bröselig und lässt sich nicht ausrollen?
Das passiert oft, wenn der Teig zu trocken ist oder die Butter zu kalt war. Geben Sie einfach einen Esslöffel kaltes Wasser dazu und kneten Sie ihn kurz durch. Wenn er immer noch bröselt, lassen Sie ihn 5 Minuten bei Raumtemperatur stehen, damit die Butter etwas weicher wird.
Kann ich den Kuchen auch mit fertigem Mürbeteig machen?
Klar, das geht im Notfall. Aber ehrlich? Der selbstgemachte Teig ist so viel besser. Er ist mürber, buttriger und schmeckt einfach nach mehr. Wenn Sie wenig Zeit haben, bereiten Sie den Teig am Vortag zu und lassen Sie ihn über Nacht im Kühlschrank.
Wie verhindere ich, dass die Streusel zu weich werden?
Die Streusel sollten vor dem Backen schön krümelig sein. Wenn sie zu weich sind, lag das meist daran, dass die Butter zu warm war. Kühlen Sie die Streusel vor dem Backen 10 Minuten im Kühlschrank. Auch das Backen bei Ober-/Unterhitze statt Umluft hilft, weil die Streusel dann knuspriger werden.
Kann ich den Kuchen auch mit anderen Früchten machen?
Ja, absolut! Im Sommer passen Pfirsiche, Nektarinen oder Zwetschgen wunderbar. Im Winter können Sie Äpfel mit Birnen mischen. Achten Sie nur darauf, dass die Früchte nicht zu wässrig sind – sonst wird der Guss zu flüssig. Bei sehr saftigen Früchten können Sie sie vorher leicht andünsten, um etwas Flüssigkeit zu entziehen.
Fazit: Warum dieser Kuchen Ihr neuer Herbstliebling wird
Dieser saftige gedeckte Apfelkuchen mit Streuseln ist mehr als nur ein Rezept – er ist eine Einladung. Eine Einladung, sich eine Auszeit zu nehmen, den Duft von Zimt und Äpfeln in der Küche zu genießen und sich selbst mit einem Stück Glück zu belohnen. Er ist unkompliziert, verzeiht kleine Fehler und wird trotzdem jedes Mal zum Star auf dem Kaffeetisch. Ob für den sonntäglichen Familienkaffee, den Besuch der Freundin oder einfach, weil der Herbst einen Kuchen verdient hat – dieser Kuchen ist immer die richtige Wahl.
Probieren Sie ihn aus, und lassen Sie mich wissen, wie er Ihnen schmeckt! Haben Sie eine besondere Variante ausprobiert? Oder ist Ihnen ein lustiges Missgeschick passiert? Schreiben Sie es in die Kommentare – ich freue mich riesig auf Ihre Geschichten. Teilen Sie das Rezept auch gerne mit Ihren Liebsten, denn gutes Essen soll man teilen. Und jetzt: Ran an die Äpfel und losgebacken! Ich wünsche Ihnen ganz viel Freude dabei.
Pin This Recipe!

Saftiger gedeckter Apfelkuchen mit Streuseln – einfaches Herbstrezept
Ein saftiger, gedeckter Apfelkuchen mit einer cremigen Quarkfüllung und knusprigen Streuseln. Perfekt für gemütliche Herbsttage und ein Garant für begeisterte Gäste.
- Prep Time: 30 Minuten
- Cook Time: 55 Minuten
- Total Time: 1 Stunde 25 Minuten (plus 2 Stunden Abkühlzeit)
- Yield: 12 Stücke 1x
- Category: Dessert
- Cuisine: Deutsch
Ingredients
- 300 g Mehl (Type 405)
- 150 g kalte Butter
- 100 g Zucker
- 1 Ei (Größe M)
- 1 Prise Salz
- 1 TL Vanillezucker (selbst gemacht)
- 1 kg Äpfel (ca. 6–7 Stück, z. B. Boskoop, Elstar oder Jonagold)
- 80 g Zucker
- 2 TL Zimt
- Saft einer halben Zitrone
- 200 g Quark (20 % Fett)
- 200 ml Sahne
- 2 Eier (Größe M)
- 80 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillepuddingpulver (zum Kochen)
- 150 g Mehl
- 100 g kalte Butter
- 80 g Zucker (brauner Zucker bevorzugt)
- 1 TL Zimt
- Eine Prise Salz
Instructions
- Den Mürbeteig vorbereiten: Mehl, Zucker, Salz und Vanillezucker in eine Schüssel geben. Kalte Butter in kleinen Würfeln dazugeben und mit den Fingerspitzen unter das Mehl reiben, bis eine krümelige Masse entsteht. Das Ei dazugeben und schnell zu einem glatten Teig verkneten. In Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten kühl stellen.
- Die Äpfel vorbereiten: Äpfel schälen, vierteln, Kerngehäuse entfernen und in dünne Scheiben (ca. 3-4 mm) schneiden. Mit Zitronensaft, Zucker und Zimt mischen und ziehen lassen.
- Den Guss anrühren: Quark, Sahne, Eier und Zucker mit einem Schneebesen glatt rühren. Vanillepuddingpulver unterrühren. Beiseite stellen.
- Die Streusel zubereiten: Mehl, Zucker, Zimt und Salz in eine Schüssel geben. Kalte Butter in kleinen Stücken dazugeben und mit den Fingerspitzen zu krümeligen Streuseln verreiben. Nicht zu lange kneten.
- Die Form vorbereiten und den Teig ausrollen: Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (Umluft: 160 °C) vorheizen. Springform (26 cm) einfetten und Boden mit Backpapier auslegen. Teig auf bemehlter Fläche zu einem Kreis (ca. 30 cm) ausrollen, in die Form legen und einen etwa 3 cm hohen Rand formen.
- Die Füllung schichten: Apfelscheiben gleichmäßig auf dem Teigboden verteilen. Quarkguss darüber gießen. Streusel großzügig über die Oberfläche streuen.
- Backen: Kuchen auf der mittleren Schiene 50-60 Minuten backen, bis die Streusel goldbraun sind und der Guss fest ist. Stäbchenprobe machen.
- Abkühlen lassen: Kuchen in der Form auf einem Kuchengitter mindestens 2 Stunden vollständig auskühlen lassen, bevor er angeschnitten wird.
Notes
Die Butter muss kalt sein für einen mürben Teig und knusprige Streusel. Äpfel nicht zu dünn schneiden (3-4 mm). Guss erst nach dem Einlegen der Äpfel aufgießen. Streusel nicht vergessen. Kuchen vor dem Anschneiden vollständig auskühlen lassen. Schmeckt am zweiten Tag noch besser.
Nutrition
- Serving Size: 1 Stück
- Calories: 380
- Sugar: 28
- Sodium: 0.2
- Fat: 18
- Saturated Fat: 11
- Carbohydrates: 48
- Fiber: 3
- Protein: 6
Keywords: Apfelkuchen, Streusel, gedeckter Apfelkuchen, Herbstrezept, saftig, Quarkfüllung, einfach


