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Es war 22:47 Uhr an einem verregneten Dienstag im Oktober, und ich hatte diesen festsitzenden, ziehenden Schmerz im hinteren Teil meiner Kehle – du kennst das Gefühl, wenn eine Erkältung anklopft, aber noch nicht richtig reinkommen will. Ich wollte etwas Warmes, etwas, das nach Herbst schmeckt und nach Umarmung. Ich hatte keine Quitten zu Hause, ehrlich gesagt hatte ich vergessen, dass es sie überhaupt gab, bis ich auf dem Rückweg vom Müllrausbringen an Frau Müllers Garten vorbeikam. Da hingen sie, diese flaumigen, gelben Früchte, die niemand so richtig zu kennen scheint. Ich hab mir einfach drei Stück geklaut – sorry, Frau Müller – und wusste in dem Moment: Die werden heute Nacht zu etwas Besonderem. Die Idee für den Likör kam mir, als ich in meiner Speisekammer stand und eine angebrochene Flasche Wodka sah. Quitten und Wodka? Klingt absurd, oder? Aber ich hatte so einen Instinkt. Etwas Zucker, eine Vanilleschote, und dann hab ich einfach losgelegt. Es wurde chaotisch – ich hab die Quitten nicht richtig geschält, der Zucker klebte an der Arbeitsplatte, und irgendwann saß ich da, um 23:15 Uhr, und schüttelte das Glas, als ob ich einen Cocktail mixen würde. Aber wisst ihr was? Es hat funktioniert. Drei Wochen später, an einem noch kälteren Abend, hab ich den ersten Schluck probiert, und es war, als würde der Herbst selbst durch meine Kehle fließen. Warm, fruchtig, mit dieser leichten Schärfe, die genau das Richtige ist, wenn man sich nach Geborgenheit sehnt. Seitdem mache ich ihn jedes Jahr, und jedes Mal denke ich an diesen verrückten Dienstagabend. Vielleicht habt ihr auch so einen Moment, oder? Diesen einen, wo ihr einfach improvisiert und etwas Magisches entsteht.
Warum du diesen Quittenlikör lieben wirst
Dieser selbstgemachte Quittenlikör ist mehr als nur ein Getränk – er ist eine warme Decke für die Seele. Ich hab ihn in den letzten Jahren bestimmt ein Dutzend Mal gemacht, jedes Mal ein bisschen anders, und ich kann dir sagen: Er wird einfach nie langweilig. Hier ist, warum du ihn unbedingt probieren solltest:
- Schnell und einfach: In nur 30 Minuten aktiver Arbeit hast du die Basis fertig. Der Rest ist reine Geduld – und die belohnt sich von selbst.
- Einfache Zutaten: Du brauchst keinen ausgefallenen Schnapsladen. Quitten, Zucker, Alkohol – das war’s. Die meisten Sachen hast du wahrscheinlich schon zu Hause.
- Perfekt für gemütliche Abende: Ob bei Regen, Schnee oder einfach an einem ruhigen Sonntag – ein Glas davon macht alles besser. Es ist das ultimative Kuschelgetränk.
- Immer ein Hit: Ich hab ihn zu Weihnachten mitgebracht, und meine Tante, die sonst nie was lobt, hat nach dem Rezept gefragt. Er kommt einfach immer gut an.
- Unglaublich lecker: Die Kombination aus süßen, fast exotischen Quitten und dem warmen Alkohol ist einfach perfekt. Es schmeckt nach Honig und Herbst und ein bisschen nach Magie.
Was diesen Likör von anderen unterscheidet? Es ist die Ruhe, die in ihm steckt. Kein hektisches Aufkochen, kein stundenlanges Rühren. Du gibst die Zutaten zusammen, wartest, und die Zeit macht den Rest. Ich hab mal eine Version mit Sternanis probiert – war auch gut, aber dieses einfache, reine Quittenaroma ist einfach unschlagbar. Es ist nicht nur ein Rezept, es ist eine kleine Auszeit. Nach dem ersten Schluck wirst du verstehen, warum ich jedes Jahr darauf warte, bis die Quitten reif sind.
Was du an Zutaten brauchst
Für diesen Quittenlikör brauchst du wirklich nicht viel. Die Quitten sind der Star, und der Rest ist nur Bühnenbild. Ich zeig dir, worauf es ankommt.
- Quitten: (ca. 500 g, etwa 3-4 mittelgroße) Die Hauptdarstellerin. Sie sollten reif sein, aber noch fest. Du erkennst reife Quitten an ihrem intensiven, blumigen Duft. Wenn sie noch grün sind, lass sie ein paar Tage bei Zimmertemperatur nachreifen. Ich kaufe meine am liebsten auf dem Wochenmarkt, da sind sie oft aromatischer.
- Zucker: (250 g, etwa 1 ¼ Tassen) Ich nehme weißen Haushaltszucker, weil er den reinsten Geschmack liefert. Brauner Zucker gibt eine karamellige Note, die auch gut passt, aber dann überdeckt er das feine Quittenaroma ein bisschen. Für eine leichtere Version kannst du auch die Hälfte mit Erythrit ersetzen, aber dann wird der Likör nicht ganz so sirupartig.
- Wodka oder Korn: (500 ml, etwa 2 ¼ Tassen) Ein neutraler Alkohol mit 40 % Vol. ist ideal. Ich nehme einen mittelpreisigen Wodka – zu billiger schmeckt nach Desinfektionsmittel, zu teurer ist rausgeschmissenes Geld. Korn geht auch, der gibt eine leicht körnige Note. Wer es weicher mag, nimmt Obstler, aber das verändert den Geschmack deutlich.
- Eine Vanilleschote: (optional, aber sehr empfehlenswert) Sie rundet die Süße der Quitten ab und macht den Likör samtiger. Eine echte Vanilleschote ist besser als Vanilleextrakt, aber wenn du keine hast, lass sie einfach weg. Der Likör schmeckt auch ohne fantastisch.
- Eine Zimtstange: (optional) Für die wärmende Note. Ich gebe sie nur dazu, wenn ich den Likör besonders weihnachtlich haben will. Ansonsten bleibt der Quittengeschmack reiner.
Meine Einkaufstipps: Achte bei den Quitten darauf, dass sie keine Druckstellen haben. Der Flaum auf der Schale ist völlig normal – einfach vor der Verarbeitung mit einem Küchentuch abreiben. Ich kaufe meine Quitten im Herbst immer in größeren Mengen, weil die Saison so kurz ist. Sie lagern sich übrigens gut im Kühlschrank, wenn du sie nicht sofort verarbeitest.
Welche Ausrüstung du brauchst
Du brauchst keine Profi-Ausstattung für diesen Likör. Die meisten Sachen hast du sowieso in der Küche. Hier ist, was ich verwende:
- Ein scharfes Messer und ein Schneidebrett: Quitten sind hart – ein stumpfes Messer ist eine Qual. Mein Tipp: Nimm ein großes Kochmesser, dann geht es leichter.
- Ein großes Einmachglas (ca. 1 Liter): Das Herzstück des Ganzen. Es sollte sauber und trocken sein. Ich hab mal ein altes Gurkenglas genommen, das ging auch, aber ein Bügelglas mit Gummidichtung ist ideal, weil es absolut dicht ist.
- Ein feines Sieb oder ein Passiertuch: Zum Abseihen des Likörs. Ein Kaffeefilter tut es auch, aber das dauert ewig. Ich nehme ein Mulltuch, das ich in der Drogerie gekauft habe – das gibt ein klares, schönes Ergebnis.
- Ein Trichter: Macht das Abfüllen in Flaschen viel sauberer. Ohne Trichter klebt der ganze Likör an der Flasche.
- Schöne Flaschen: Für die Aufbewahrung und zum Verschenken. Ich sammle das ganze Jahr über schöne Schnapsflaschen und spüle sie aus. Es müssen keine neuen sein.
Meine Erfahrung: Am Anfang hab ich immer in zu kleinen Gläsern angesetzt, weil ich dachte, ich brauche nicht so viel. Glaube mir – du wirst mehr wollen. Nimm gleich ein großes Glas. Und wenn du kein Einmachglas hast, tut es auch eine einfache Schüssel mit Deckel, aber dann solltest du den Likör öfter umrühren.
So wird der Quittenlikör gemacht

Jetzt geht es los. Keine Sorge, es ist wirklich einfach. Ich führ dich Schritt für Schritt durch.
- Quitten vorbereiten: Wasch die Quitten gründlich unter fließendem Wasser und reib den Flaum mit einem Küchentuch ab. Halbier sie dann und schneide das Kerngehäuse raus. Die Schale lässt du dran – da steckt nämlich das meiste Aroma drin. Schneide die Quitten in etwa 1 cm große Würfel. Das dauert ein bisschen, weil die Früchte so hart sind, aber nimm dir Zeit. Ich hab mir mal in der Eile in den Finger geschnitten – also pass auf.
- Zucker und Quitten schichten: Gib die Quittenwürfel in dein Einmachglas und streue den Zucker darüber. Schicht für Schicht, damit sich alles gut vermischt. Verschließ das Glas und schüttel es kräftig. Dann stell es für 2-3 Stunden beiseite. Der Zucker zieht den Saft aus den Quitten und löst sich langsam auf. Du wirst sehen, wie sich ein Sirup am Boden bildet. Das ist genau richtig.
- Alkohol und Aromen hinzufügen: Gieß den Wodka oder Korn über die gezuckerten Quitten. Wenn du Vanille und Zimt verwenden willst, schneid die Vanilleschote der Länge nach auf und gib sie mit der Zimtstange ins Glas. Verschließ alles gut und schüttel es noch einmal kräftig durch.
- Ziehen lassen: Jetzt kommt der schwierigste Teil: Warten. Stell das Glas an einen kühlen, dunklen Ort – nicht in den Kühlschrank, einfach in den Küchenschrank oder den Keller. Lass es mindestens 3 Wochen ziehen. Ich weiß, das ist lang, aber glaub mir, es lohnt sich. Schüttel das Glas alle 2-3 Tage einmal kurz, damit sich die Aromen gleichmäßig verteilen. Nach einer Woche riecht es schon unglaublich gut.
- Abfüllen: Nach 3-4 Wochen ist der Likör fertig. Gieß ihn durch ein feines Sieb oder ein Passiertuch in eine saubere Schüssel oder direkt in deine Flaschen. Drück die Quittenstücke leicht aus, damit du den ganzen Sirup bekommst. Aber nicht zu fest, sonst wird der Likör trüb. Ich mach das immer in zwei Durchgängen: erst durch ein grobes Sieb, dann durch ein Mulltuch.
- Genießen oder lagern: Füll den klaren Likör in deine schönen Flaschen ab und verschließ sie gut. Er hält sich mindestens 6 Monate, wenn du ihn kühl und dunkel lagerst. Aber ehrlich – bei mir ist er meistens nach 2 Monaten leer.
Meine persönliche Note: Ich heb mir immer ein paar der durchgezogenen Quittenstücke auf und ess sie als Dessert. Sie schmecken nach Alkohol und Zucker und sind einfach köstlich. Ja, ich weiß, das ist ein bisschen verrückt, aber probier es mal.
Tipps und Tricks für den perfekten Likör
Ich hab in den Jahren so einiges gelernt – manchmal durch Erfolg, öfter durch Misserfolg. Hier sind meine besten Tipps für deinen Quittenlikör.
Die Qualität der Quitten ist alles. Wenn die Quitten nicht reif sind, schmeckt der Likör fad. Riech dran – eine reife Quitte duftet intensiv nach Honig und Blumen. Wenn sie nach nichts riecht, lass sie noch ein paar Tage liegen. Ich hab einmal unreife Quitten verarbeitet, und der Likör war eine einzige Enttäuschung. Seitdem teste ich jede einzelne.
Geduld ist eine Tugend. Ich weiß, es ist verlockend, den Likör schon nach einer Woche zu probieren. Tu es nicht. Er schmeckt dann noch scharf und unreif. Drei Wochen sind das absolute Minimum, vier sind besser. Ich hab eine Flasche mal ein halbes Jahr stehen lassen – der war so rund und samtig, das war unglaublich. Wenn du also die Geduld hast: Leg einen Vorrat an.
Der Alkohol macht den Unterschied. Mit einem guten Wodka wirst du belohnt. Ich hab mal einen Billig-Wodka genommen, der nach Nagellackentferner roch. Der Likör hat dann auch so geschmeckt – einfach widerlich. Investier die 5 Euro mehr, es lohnt sich. Und wenn du einen milden Obstler nimmst, bekommt der Likör eine ganz eigene Note, die ich auch sehr mag.
Nicht zu stark schütteln. Am Anfang hab ich das Glas wie ein Wilder geschüttelt, weil ich dachte, das hilft. Tut es nicht. Ein sanftes Schwenken alle paar Tage reicht völlig. Zu starkes Schütteln kann den Likör trüb machen, und das sieht dann nicht so schön aus.
Mein größter Fehler: Einmal hab ich vergessen, das Glas zu beschriften. Drei Monate später stand da ein Glas mit einer orangenen Flüssigkeit, und ich wusste nicht, ob es Quittenlikör oder ein gescheitertes Chutney war. Seitdem schreib ich immer Datum und Inhalt auf einen Aufkleber. Klingt banal, aber es erspart dir böse Überraschungen.
Variationen und Anpassungen
Das Schöne an diesem Rezept ist, dass du es total anpassen kannst. Hier sind ein paar Ideen, die ich selbst ausprobiert habe.
Mit Gewürzen: Statt nur Vanille und Zimt kannst du auch eine Sternanis, eine Kardamomkapsel oder ein Stück Ingwer mitziehen lassen. Das gibt dem Likör eine orientalische Note. Ich hab mal eine Version mit Chili gemacht – die war überraschend gut, aber nichts für schwache Nerven. Fang mit kleinen Mengen an, du kannst später immer noch mehr Gewürze dazugeben.
Für eine alkoholfreie Version: Ersetz den Wodka durch Apfelsaft oder einen milden Traubensaft. Dann hast du einen Quittensirup, den du in Sekt oder Mineralwasser geben kannst. Der Sirup ist nach 2-3 Tagen fertig und schmeckt fantastisch. Meine Nichte liebt ihn im Sprudelwasser.
Mit Honig statt Zucker: Wenn du den Likör etwas natürlicher haben willst, nimm flüssigen Honig. Aber pass auf: Honig ist süßer als Zucker, also nimm nur etwa 200 g. Der Likör wird dann etwas trüber, aber der Geschmack ist wunderbar blumig. Ich hab das mal mit Waldhonig gemacht – das war ein Gedicht.
Für eine weihnachtliche Note: Gib zusätzlich zur Vanille und Zimt noch eine Nelke und ein Stück Orangenschale dazu. Das macht den Likör perfekt für die Adventszeit. Ich verschenk ihn dann immer in kleinen Flaschen mit einem roten Band – das kommt super an.
Meine Lieblingsvariation: Ich nehme statt Wodka einen guten Rum. Der Likör wird dann kräftiger und hat eine leichte Karamellnote. Das ist mein Geheimtipp für alle, die es etwas rustikaler mögen. Probier es aus, wenn du mal eine Abwechslung brauchst.
Servieren und Aufbewahren
Dein Quittenlikör ist fertig – und jetzt? Hier sind meine besten Tipps, wie du ihn genießen und lagern kannst.
Serviertemperatur: Am besten schmeckt er leicht gekühlt, aber nicht eiskalt. Stell die Flasche 15 Minuten vor dem Servieren in den Kühlschrank, dann entfaltet sich das Aroma am besten. Im Winter trink ich ihn auch gerne auf Zimmertemperatur – dann wirkt er noch wärmender.
Die perfekte Präsentation: Ein kleines Schnapsglas oder ein Likörglas reicht völlig. Wenn du Gäste hast, kannst du den Likör mit einem Minzblatt oder einer dünnen Zitronenscheibe garnieren. Sieht hübsch aus und schmeckt auch. Ich stell manchmal eine kleine Schale mit gerösteten Mandeln dazu – das passt wunderbar.
Was dazu passt: Der Likör ist ein toller Digestif nach einem schweren Essen. Er passt aber auch hervorragend zu Desserts – probier ihn mal zu einem Apfelstrudel oder einem Stück Käsekuchen. Oder gieß ihn über Vanilleeis – das ist der absolute Wahnsinn. Ich hab ihn auch schon in den Glühwein gegeben, wenn er mir zu dünn war. Einfach ein Schuss dazu, und schon wird er interessant.
Aufbewahrung: Der Likör hält sich in verschlossenen Flaschen an einem kühlen, dunklen Ort mindestens 6 Monate. Im Kühlschrank sogar noch länger. Achte nur darauf, dass die Flaschen absolut sauber und trocken sind, sonst kann er schimmeln. Ich beschrifte meine Flaschen immer mit Datum und Sorte, damit ich den Überblick behalte.
Wie die Aromen reifen: In den ersten Wochen nach dem Abfüllen verändert sich der Geschmack noch. Er wird runder und die Aromen verschmelzen miteinander. Ich finde, nach etwa 2 Monaten schmeckt er am besten. Aber keine Sorge – auch frisch abgefüllt ist er schon fantastisch.
Nährwerte und gesundheitliche Aspekte
Ja, es ist Likör, also kein Gesundheitsgetränk. Aber ein paar Dinge solltest du wissen.
Geschätzte Nährwerte pro 20-ml-Portion: Etwa 50-60 Kalorien, hauptsächlich aus Zucker und Alkohol. Der Kohlenhydratgehalt liegt bei etwa 10 g pro Portion. Das ist nicht wenig, aber für einen gelegentlichen Genuss völlig in Ordnung.
Gesundheitliche Aspekte der Quitten: Quitten sind reich an Vitamin C, Ballaststoffen und Antioxidantien. Sie sollen entzündungshemmend wirken und die Verdauung fördern. Durch das Ziehen im Alkohol gehen einige dieser Stoffe in den Likör über – natürlich nicht alle, aber ein kleiner Bonus ist es trotzdem. Ich sag mir zumindest, dass es fast schon Medizin ist.
Diätetische Hinweise: Dieser Likör ist von Natur aus glutenfrei, solange du einen glutenfreien Wodka oder Korn verwendest. Die meisten Wodkas sind aus Kartoffeln oder Getreide, aber viele sind destilliert und daher glutenfrei. Schau im Zweifel aufs Etikett. Für eine zuckerreduzierte Version kannst du, wie schon erwähnt, Erythrit verwenden.
Allergene: Das Rezept enthält keine häufigen Allergene wie Nüsse, Milch oder Eier. Aber wenn du auf bestimmte Früchte empfindlich reagierst, sei vorsichtig. Quitten sind mit Äpfeln und Birnen verwandt, also wenn du auf diese allergisch bist, könnte der Likör auch Probleme machen.
Mein persönlicher Ansatz: Ich seh diesen Likör als Genussmittel, nicht als Nahrungsergänzung. Ein Glas am Abend, wenn der Tag lang war, das ist mein kleiner Luxus. Und weil ich weiß, was drin ist, fühlt es sich besser an als ein gekaufter Likör mit künstlichen Aromen. Alles in Maßen, wie man so schön sagt.
Fazit
Dieser selbstgemachte Quittenlikör ist mehr als nur ein Rezept – er ist eine Einladung, den Herbst mit allen Sinnen zu erleben. Er ist einfach, ehrlich und voller Geschmack. Du brauchst keine komplizierten Techniken oder teuren Zutaten, nur ein bisschen Zeit und Geduld. Und die wird belohnt: mit einem Getränk, das nach Sonnenuntergängen, nach gemütlichen Abenden und nach dem Duft von reifen Früchten schmeckt.
Ich liebe es, wie dieser Likör jedes Jahr anders ausfällt. Manchmal süßer, manchmal würziger, je nachdem, welche Quitten ich erwischt habe und wie lange ich ihn ziehen lasse. Er ist nie perfekt gleich, und genau das macht ihn so besonders. Probier es aus, pass ihn an deinen Geschmack an und mach ihn zu deinem eigenen Rezept.
Ich würde mich riesig freuen, wenn du mir erzählst, wie dein Quittenlikör geworden ist. Hast du eine besondere Zutat verwendet? Oder hast du ihn verschenkt? Schreib es in die Kommentare, teile deine Erfahrungen und lass uns gemeinsam den Herbst feiern. Denn am Ende geht es doch darum, die kleinen Dinge zu genießen – und ein Glas selbstgemachter Likör ist so ein kleines, wunderbares Ding. Also, ran an die Quitten!
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Kann ich auch getrocknete Quitten verwenden?
Ich hab es mal probiert, aber es hat nicht so gut funktioniert. Getrocknete Quitten geben weniger Aroma ab und der Likör wird nicht so fruchtig. Nimm lieber frische, das ist der Schlüssel zum Erfolg.
Wie lange muss der Likör mindestens ziehen?
Drei Wochen sind das absolute Minimum. Nach vier Wochen schmeckt er besser, nach zwei Monaten ist er perfekt. Je länger, desto runder – aber irgendwann will man ihn ja auch trinken.
Kann ich den Alkohol durch etwas anderes ersetzen?
Ja, mit Apfelsaft oder Traubensaft bekommst du einen alkoholfreien Sirup. Der ist nach 2-3 Tagen fertig und schmeckt fantastisch in Sekt oder Mineralwasser. Für eine leichtere Version mit Alkohol kannst du auch einen milden Obstler nehmen.
Warum ist mein Likör trüb geworden?
Das kann passieren, wenn du die Quitten zu fest ausgedrückt hast oder wenn du das Glas zu stark geschüttelt hast. Keine Sorge, das ist nur optisch – der Geschmack leidet nicht. Du kannst ihn durch einen Kaffeefilter filtern, dann wird er klarer.
Kann ich den Likör auch zum Kochen verwenden?
Unbedingt! Er ist fantastisch in Desserts, über Vanilleeis, in Glühwein oder sogar in Bratensaucen für eine fruchtige Note. Ich hab ihn mal zu einem Wildgericht serviert – das war eine Offenbarung. Einfach mal experimentieren.
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Selbstgemachter Quittenlikör: Bestes wärmendes Herbstgetränk in 30 Minuten
Dieser selbstgemachte Quittenlikör ist mehr als nur ein Getränk – er ist eine warme Decke für die Seele. In nur 30 Minuten aktiver Arbeit hast du die Basis fertig, und der Rest ist reine Geduld, die sich mit einem fruchtigen, wärmenden Likör belohnt.
- Prep Time: 30 Minuten
- Cook Time: 0 Minuten
- Total Time: 30 Minuten (plus 3-4 Wochen Ziehzeit)
- Yield: ca. 500 ml (ca. 25 Portionen à 20 ml)
- Category: Getränk
- Cuisine: Deutsch
Ingredients
- 500 g Quitten (ca. 3–4 mittelgroße)
- 250 g Zucker (ca. 1 ¼ Tassen)
- 500 ml Wodka oder Korn (ca. 2 ¼ Tassen, 40 % Vol.)
- 1 Vanilleschote (optional)
- 1 Zimtstange (optional)
Instructions
- Quitten vorbereiten: Wasche die Quitten gründlich unter fließendem Wasser und reibe den Flaum mit einem Küchentuch ab. Halbiere sie und schneide das Kerngehäuse heraus. Die Schale bleibt dran. Schneide die Quitten in etwa 1 cm große Würfel.
- Zucker und Quitten schichten: Gib die Quittenwürfel in ein großes Einmachglas (ca. 1 Liter) und streue den Zucker darüber. Schicht für Schicht. Verschließe das Glas und schüttle es kräftig. Stelle es für 2-3 Stunden beiseite, damit der Zucker den Saft zieht.
- Alkohol und Aromen hinzufügen: Gieße den Wodka oder Korn über die gezuckerten Quitten. Wenn du Vanille und Zimt verwendest, schneide die Vanilleschote der Länge nach auf und gib sie mit der Zimtstange ins Glas. Verschließe alles gut und schüttle es noch einmal kräftig durch.
- Ziehen lassen: Stelle das Glas an einen kühlen, dunklen Ort (nicht in den Kühlschrank). Lasse es mindestens 3 Wochen ziehen. Schüttle das Glas alle 2-3 Tage einmal kurz.
- Abfüllen: Nach 3-4 Wochen gieße den Likör durch ein feines Sieb oder ein Passiertuch in eine saubere Schüssel oder direkt in Flaschen. Drücke die Quittenstücke leicht aus, aber nicht zu fest, um Trübung zu vermeiden.
- Genießen oder lagern: Fülle den klaren Likör in schöne Flaschen ab und verschließe sie gut. Er hält sich mindestens 6 Monate an einem kühlen, dunklen Ort.
Notes
Die Qualität der Quitten ist entscheidend – reife Quitten duften intensiv nach Honig und Blumen. Geduld lohnt sich: Nach 2 Monaten Ziehzeit schmeckt der Likör am besten. Nicht zu stark schütteln, um Trübung zu vermeiden. Flaschen immer beschriften.
Nutrition
- Serving Size: 20 ml
- Calories: 5060
- Sugar: 10
- Carbohydrates: 10
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