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Es war an einem Dienstagmorgen im späten September, als Frau Weber von nebenan mich dabei erwischte, wie ich vor ihrem Quittenbaum stand und die Früchte betrachtete, die auf dem Boden lagen. Sie sagte nichts, kam einfach mit einem Korb aus ihrem Schuppen und begann, die goldenen Früchte aufzuheben. Ich hatte bis dahin keine Ahnung, was man mit Quitten eigentlich anfängt – sie sehen aus wie unförmige Birnen, aber roh sind sie ja fast ungenießbar. „Die brauchen Geduld”, meinte sie schließlich, als sie mir den vollen Korb in die Hand drückte, „und ein bisschen Zucker. Und vor allem: Zeit.”
Ich muss zugeben, mein erster Versuch war eine Katastrophe. Ich hab die Früchte kleingeschnitten, mit Wodka aufgegossen und nach drei Wochen probiert – es schrecklich bitter und irgendwie pelzig. Frau Weber musste herzlich lachen, als ich ihr davon erzählte. „Kindchen”, sagte sie und schüttelte den Kopf, „du musst den Früchten Zeit geben, sich zu öffnen. Und du darfst sie nicht quälen.” Sie lud mich zu sich ein, und während wir in ihrer gemütlichen Küche saßen, zeigte sie mir, wie man diesen klassischen Quittenlikör nach Omas Rezept zubereitet – ohne Eile, ohne Hektik, einfach mit Liebe zum Detail. Vielleicht kennst du das ja: Manchmal muss man erst scheitern, um zu verstehen, worauf es wirklich ankommt.
Dieser Likör ist für mich mehr als nur ein Getränk geworden. Er riecht nach Herbst, nach gemütlichen Abenden und nach dieser besonderen Wärme, die nur selbstgemachte Sachen haben. Seitdem mache ich ihn jedes Jahr, sobald die ersten Quitten reif sind, und ich hab das Gefühl, dass jedes Glas ein kleines Stück Erinnerung bewahrt. Deshalb zeige ich dir heute, wie auch du diesen wunderbaren Likör ganz einfach selber machen kannst – mit ein paar Tricks, die ich auf die harte Tour gelernt habe.
Warum du diesen Likör lieben wirst
Dieser klassische Quittenlikör ist nicht einfach nur ein weiteres Rezept – er ist eine kleine Reise in die Vergangenheit. Jedes Mal, wenn ich ihn ansetze, denke ich an Frau Webers Küche und an den Duft, der mich damals so verzaubert hat. Und das Beste: Du brauchst keine ausgefallenen Zutaten oder teure Ausrüstung.
- Einfach & stressfrei: Der Likör kommt mit nur wenigen Handgriffen aus. Du schneidest die Früchte, übergießt sie mit Alkohol und wartest – die Arbeit macht eigentlich die Zeit.
- Natürliche Zutaten: Keine künstlichen Aromen, keine Konservierungsstoffe. Nur Quitten, Zucker, Alkohol und ein Hauch von Gewürzen.
- Perfekt für Geschenke: Ein selbstgemachter Likör in einer hübschen Flasche ist immer ein besonderes Mitbringsel – viel persönlicher als alles, was man kaufen kann.
- Ein Stück Herbst im Glas: Der Duft von Quitten ist einfach unvergleichlich. Sobald du die Flasche öffnest, bist du mitten im goldenen Oktober.
- Unwiderstehlich im Geschmack: Die Kombination aus süß, fruchtig und einer feinen Bitternote ist einfach perfekt. Ein Schluck davon wärmt von innen.
Was diesen Likör von anderen unterscheidet? Ich hab über die Jahre viele Versionen probiert – mit zu viel Zucker, mit zu wenig Geduld, mit Alkohol, der den Fruchtgeschmack erschlagen hat. Aber dieses Rezept ist anders. Es ist die perfekte Balance zwischen Süße und Frucht, und die lange Ziehzeit sorgt dafür, dass sich das Aroma richtig entfalten kann. Ich hab gelernt, dass man Quitten nicht hetzen darf – sie geben ihr Bestes erst nach und nach preis.
Dieser Likör ist nicht nur gut – er ist der, bei dem du nach dem ersten Schluck kurz die Augen schließt. Er schmeckt nach gemütlichen Abenden auf dem Sofa, nach guten Gesprächen und nach dem Gefühl, etwas Eigenes geschaffen zu haben. Und das Schöne: Du kannst ihn nach deinem Geschmack anpassen, mit Vanille verfeinern oder mit einem Schuss Honig süßen. Probier es einfach aus!
Welche Zutaten du brauchst
Für diesen klassischen Quittenlikör brauchst du wirklich keine exotischen Zutaten. Die meisten hast du vielleicht sogar schon zu Hause. Das Schöne ist, dass die Quitten die Hauptrolle spielen – also lohnt es sich, auf gute Qualität zu achten.
- 1 kg Quitten: Achte darauf, dass sie reif, aber noch fest sind und keine Druckstellen haben. Reife Quitten duften intensiv und haben eine goldgelbe Farbe. (Ich kaufe meine immer auf dem Wochenmarkt – da weiß ich, dass sie frisch sind.)
- 500 ml Korn oder Wodka (40 % Vol.): Ein neutraler Alkohol ist ideal, weil er den Fruchtgeschmack nicht überdeckt. Ich verwende am liebsten einen guten Korn von einer lokalen Brennerei – der ist mild und lässt die Quittenaromen richtig zur Geltung kommen.
- 250 g Zucker: Hier kannst du variieren. Ich nehme normalen Haushaltszucker, aber brauner Zucker gibt eine leichte Karamellnote. (Hab ich mal ausprobiert, als ich keinen weißen Zucker mehr hatte – war überraschend lecker!)
- 1 Vanilleschote: Das ist mein kleiner Trick. Die Vanille rundet die herbe Note der Quitten perfekt ab und macht den Likör besonders samtig. Du kannst sie auch durch einen halben Teelöffel Vanilleextrakt ersetzen.
- 1 Zimtstange: Optional, aber ich liebe die Kombination. Ein bisschen Zimt passt wunderbar zum herbstlichen Aroma der Quitten. (Wenn du es lieber pur magst, lass sie einfach weg.)
- 1 Bio-Zitrone: Die Schale gibt eine frische Note und hebt die Fruchtigkeit. Achte darauf, dass sie unbehandelt ist, weil du die Schale mit ansprudelst.
Ein Tipp von mir: Die Menge an Zucker kannst du nach deinem Geschmack anpassen. Wenn du es lieber etwas herber magst, nimm 200 g. Ich hab schon alles zwischen 200 und 300 g ausprobiert – bei 250 g bin ich hängengeblieben, das ist für mich die perfekte Balance. Aber probier einfach, was dir am besten schmeckt!
Und noch was: Die Qualität des Alkohols macht wirklich einen Unterschied. Ich hab mal einen ganz billigen Wodka genommen, und der Likör hat etwas scharf geschmeckt. Seitdem investiere ich ein paar Euro mehr – es lohnt sich, versprochen.
Welche Küchengeräte du brauchst
Die gute Nachricht: Du brauchst keine spezielle Ausrüstung. Alles, was du brauchst, hast du wahrscheinlich schon in deiner Küche.
- Ein großes Einmachglas (ca. 2 Liter): Es sollte sauber und absolut trocken sein. Ich hab mir extra ein schönes mit Bügelverschluss gekauft, aber ein normales Schraubglas tut es auch.
- Ein scharfes Messer und ein Schneidebrett: Quitten sind ziemlich hart, also kein stumpfes Messer nehmen – ich hab mir mal ordentlich wehgetan, weil ich zu faul war, das gute Messer zu holen.
- Ein Sparschäler: Zum Entfernen der Schale. Geht auch mit dem Messer, aber der Sparschäler ist einfacher und sicherer.
- Ein feines Sieb oder ein Passiertuch: Zum Abseihen des Likörs nach der Ziehzeit. Ich verwende ein altes, sauberes Küchentuch – das gibt ein besonders klares Ergebnis.
- Eine Flasche mit Schraubverschluss (ca. 750 ml): Zum Abfüllen des fertigen Likörs. Am besten eine aus dunklem Glas, das schützt vor Licht. (Ich sammle immer schöne Flaschen von gekauften Getränken und recycle sie.)
- Ein Trichter: Macht das Abfüllen viel sauberer und einfacher. Glaub mir, ohne Trichter klebt der ganze Tisch.
Falls du kein Einmachglas hast, kannst du den Likör auch direkt in einer großen Glasflasche ansetzen – Hauptsache, sie lässt sich gut verschließen. Und wenn du kein Passiertuch hast, tut es auch ein Kaffeefilter, aber das dauert dann etwas länger.
Die Zubereitung Schritt für Schritt

Jetzt geht es ans Eingemachte! Keine Sorge, es ist wirklich einfach – du musst nur ein bisschen Geduld mitbringen. Der Likör braucht Zeit, um sein volles Aroma zu entfalten, aber die Arbeit selbst ist in einer halben Stunde erledigt.
- Quitten vorbereiten (ca. 20 Minuten): Wasche die Quitten gründlich unter fließendem Wasser, um den feinen Flaum zu entfernen. Reib sie mit einem Tuch trocken. Schäle sie dann mit dem Sparschäler – die Schale ist zäh und wird nicht mit angesetzt. Halbiere die Früchte und entferne das Kerngehäuse mit einem kleinen Löffel. Die Kerne solltest du übrigens aufheben! Sie enthalten viel Pektin und geben dem Likör eine schöne, leicht sirupartige Konsistenz. Schneide das Fruchtfleisch in etwa 1 cm große Würfel. (Ich mach das immer, während ich einen Podcast höre – das ist entspannend und dauert nicht lang.)
- Zutaten ins Glas schichten (ca. 5 Minuten): Gib die Quittenwürfel und die Kerne in das Einmachglas. Schneide die Vanilleschote der Länge nach auf und kratze das Mark heraus – gib beides, Schote und Mark, zu den Quitten. Brich die Zimtstange in zwei Hälften und leg sie dazu. Wasche die Zitrone heiß ab, trockne sie und schäle die Schale mit einem Sparschäler in dünnen Streifen ab – achte darauf, dass keine weiße Haut dran ist, die macht den Likör bitter. Gib die Zitronenschale ebenfalls ins Glas. Jetzt streust du den Zucker darüber. Gieße dann den Korn oder Wodka dazu, bis alle Früchte bedeckt sind. Verschließe das Glas gut und schüttle es kräftig, damit sich der Zucker etwas auflöst.
- Die Ziehzeit – Geduld wird belohnt (6–8 Wochen): Stell das Glas an einen kühlen, dunklen Ort – ich hab meins im Vorratsregal im Keller stehen. Einmal pro Woche schüttelst du es vorsichtig, damit sich die Aromen gut vermischen. In den ersten Tagen löst sich der Zucker langsam auf – das ist völlig normal. Nach etwa vier Wochen beginnst du, den Likör zu probieren. Ich mach das immer mit einem Teelöffel, sobald ich denke, dass er fertig sein könnte. Der Geschmack wird mit der Zeit intensiver und runder. Wenn er dir zu süß ist, kannst du noch etwas Alkohol nachgießen – ich hab das schon gemacht, als er mir nach sechs Wochen zu süß war, und es hat super geklappt.
- Abfüllen (ca. 15 Minuten): Nach 6–8 Wochen ist der Likör fertig. Gieß ihn durch ein feines Sieb oder ein Passiertuch in eine saubere Schüssel oder direkt in die Flasche mit Trichter. Die Quittenstücke und Gewürze bleiben im Sieb zurück – du kannst sie übrigens noch auspressen, um den letzten Tropfen herauszuholen. Fülle den Likör in die vorbereitete Flasche und verschließe sie gut. Jetzt ist er trinkfertig, aber ich finde, er schmeckt nach einer weiteren Woche im Kühlschrank noch runder.
Ein wichtiger Hinweis: Wenn du den Likör zu früh abfüllst, kann er noch trüb sein. Das ist völlig in Ordnung – die Trübung setzt sich mit der Zeit ab. Lass ihn einfach noch ein paar Tage stehen, dann wird er klarer. Und noch was: Die Kerne geben eine leichte Bitternote, die den Likör schön komplex macht. Wenn du es lieber milder magst, lass die Kerne einfach weg – dann wird er fruchtiger und süßer.
Tipps & Tricks für den perfekten Likör
Ich hab im Laufe der Jahre so einiges ausprobiert – und auch einiges danebenhauen lassen. Hier sind meine besten Tipps, damit dein Quittenlikör garantiert gelingt.
Die richtige Quitte wählen: Nicht alle Quitten sind gleich. Es gibt Apfelquitten und Birnenquitten – ich bevorzuge Birnenquitten, weil sie weicher sind und sich leichter schneiden lassen. Apfelquitten sind härter und haben ein intensiveres Aroma, brauchen aber etwas länger, um ihren Geschmack abzugeben. Probier einfach aus, was du bekommst.
Das große Missgeschick mit dem Alkohol: Einmal hab ich aus Versehen Rum statt Korn genommen. Der Likör hat nach Weihnachten geschmeckt – nicht schlecht, aber irgendwie hat das Quittenaroma den Kampf gegen den Rum verloren. Seitdem bleibe ich bei neutralem Alkohol. Wenn du experimentieren willst, nimm einen milden Obstler – das passt wunderbar zu den Quitten.
Geduld, geduld, geduld: Ich weiß, es ist schwer, aber widerstehe der Versuchung, den Likör vor sechs Wochen zu probieren. Nach vier Wochen schmeckt er noch nach Alkohol und die Aromen sind nicht richtig verbunden. Nach acht Wochen ist er perfekt. Ich hab mir angewöhnt, immer zwei Chargen anzusetzen – eine zum Genießen und eine zum Verschenken. Dann hab ich immer genug Vorrat.
Multitasking leicht gemacht: Wenn du die Quitten vorbereitest, kannst du gleichzeitig Wasser für einen Tee aufsetzen oder ein Hörbuch hören. Die Arbeit ist meditativ, und ich finde, sie macht noch mehr Spaß, wenn man dabei entspannt. Und vergiss nicht, die Quittenkerne aufzuheben – ich bewahre sie in einem kleinen Glas auf und geb sie nach und nach in den Likör.
Die Sache mit der Temperatur: Der Likör reift am besten bei konstanten Temperaturen um die 15–18 Grad. Zu warm wird er, dann kann er kippen. Zu kalt, dann braucht er länger. Mein Keller ist ideal – falls du keinen hast, reicht auch ein dunkler Küchenschrank, solange er nicht über der Heizung ist.
Variationen & Abwandlungen
Das Schöne an diesem Rezept ist, dass du es nach Lust und Laune verändern kannst. Ich hab über die Jahre einige Varianten ausprobiert – und jede hatte ihren eigenen Charme.
Mit Honig statt Zucker: Für eine feinere Süße kannst du den Zucker durch 300 g flüssigen Honig ersetzen. Der Likör wird dann etwas dunkler und bekommt eine blumige Note. Ich hab das mal für einen Freund gemacht, der keinen Industriezucker isst – er war begeistert. Achte nur darauf, dass der Honig gut flüssig ist, sonst löst er sich nicht richtig auf.
Die würzige Version: Wenn du es etwas exotischer magst, gib eine Sternanis-Kapsel und zwei Nelken mit ins Glas. Das passt super zu den Quitten und erinnert an Glühwein. Ich mach diese Variante immer für die Weihnachtszeit – sie ist ein tolles Mitbringsel für Adventsfeiern.
Quittenlikör mit Orangenschale: Statt Zitrone kannst du auch die Schale einer Bio-Orange verwenden. Das gibt eine fruchtigere, süßere Note. Ich hab das mal ausprobiert, als ich keine Zitrone mehr hatte – und es war so gut, dass ich es jetzt öfter mache. Die Kombination aus Quitte und Orange ist einfach perfekt.
Die alkoholfreie Variante: Ja, das geht auch! Du kannst den Alkohol durch Apfelsaft ersetzen und den Likör als Sirup verwenden. Die Quitten werden mit dem Saft aufgegossen und ziehen dann zwei Wochen – danach seihest du sie ab und kochst den Saft mit Zucker ein. Das ergibt einen wunderbaren Sirup für Cocktails oder über Eis. Nicht ganz das Gleiche, aber auch sehr lecker.
Meine persönliche Lieblingsvariante: Ich nehme manchmal einen Schuss Calvados (Apfelbrand) zusätzlich zum Korn. Das gibt eine feine Apfelnote, die wunderbar mit den Quitten harmoniert. Probier es einfach mal aus – du wirst überrascht sein, wie gut das zusammenpasst.
Servieren & Aufbewahren
Dein Quittenlikör ist fertig – und jetzt? Hier kommen meine Tipps, wie du ihn am besten genießt und lagerst.
Serviertemperatur: Der Likör schmeckt am besten gut gekühlt bei etwa 8–10 Grad. Stell ihn einfach eine Stunde vor dem Genießen in den Kühlschrank. Im Sommer kannst du ihn auch mit Eiswürfeln servieren – das verdünnt ihn etwas, aber der Geschmack bleibt intensiv.
Die richtige Präsentation: Ein kleiner Likörkelch oder ein altmodisches Glas sind ideal. Ich mag es, wenn man die goldene Farbe des Likörs sehen kann – also nimm durchsichtige Gläser. Ein Zweig Thymian oder eine Zimtstange im Glas sehen nicht nur schön aus, sondern geben auch noch ein bisschen Aroma ab.
Was passt dazu?: Der Likör ist ein toller Digestif nach dem Essen. Er passt wunderbar zu dunkler Schokolade, zu Käse (besonders zu einem milden Blauschimmelkäse) oder einfach pur. Ich hab ihn auch schon über Vanilleeis geträufelt – das war ein Gedicht! Wenn du Gäste hast, serviere ihn als Aperitif mit etwas Sekt aufgefüllt – das nennt man dann Quittenspritzer und es schmeckt himmlisch.
Aufbewahrung: Der Likör hält sich in einer gut verschlossenen Flasche an einem kühlen, dunklen Ort mindestens ein Jahr. Mit der Zeit wird er sogar noch runder und die Aromen verbinden sich noch besser. Ich hab mal eine Flasche zwei Jahre stehen lassen – sie war unglaublich gut. Allerdings solltest du ihn nach dem Öffnen innerhalb von drei Monaten trinken, weil er sonst an Aroma verliert.
Einfrieren?: Likör einfrieren ist nicht ideal, weil der Alkohol nicht gefriert und die Konsistenz leidet. Aber du kannst ihn in Eiswürfelbehälter füllen und die Würfel für Cocktails verwenden – das ist ein toller Trick für Sommerpartys. Einfach einen Würfel in ein Glas Sekt oder Limonade geben – fertig ist der erfrischende Drink.
Wie die Aromen sich entwickeln: In den ersten Wochen nach dem Abfüllen ist der Likör noch etwas „jung” und die Aromen sind nicht vollständig verbunden. Nach etwa drei Monaten ist er auf dem Höhepunkt – dann schmeckt er rund, samtig und die Süße und Fruchtigkeit sind perfekt ausbalanciert. Ich markiere mir immer das Datum auf der Flasche, damit ich weiß, wann er am besten ist.
Nährwertangaben & gesundheitliche Aspekte
Auch wenn Likör nicht gerade ein Gesundheitsgetränk ist, hat er doch seine guten Seiten – in Maßen genossen, versteht sich.
Geschätzte Nährwerte pro 20 ml (ein kleiner Likörkelch):
- Kalorien: ca. 45 kcal
- Kohlenhydrate: ca. 6 g (davon Zucker: 6 g)
- Alkoholgehalt: ca. 18 % Vol. (durch den Zucker verdünnt)
Die gesunde Seite der Quitte: Quitten sind reich an Vitamin C, Kalium und Ballaststoffen. Sie enthalten außerdem Pektin, das gut für die Verdauung ist. Beim Ansatz des Likörs gehen einige dieser Stoffe in den Alkohol über – natürlich nicht alle, aber ein kleiner Teil bleibt erhalten. Die Quittenkerne enthalten übrigens Amygdalin, das in großen Mengen ungesund sein kann – aber in der Menge, die wir verwenden, ist es völlig unbedenklich.
Allergene & Diäthinweise: Dieser Likör ist von Natur aus glutenfrei (wenn du glutenfreien Korn verwendest) und laktosefrei. Er enthält keinen Zuckerzusatz außer dem, den du selbst hinzufügst – also kannst du die Süße selbst bestimmen. Falls du auf Fruktose achtest: Quitten enthalten wenig Fruktose, aber der Zucker ist natürlich trotzdem enthalten.
Mein persönlicher Wellness-Tipp: Ich trinke den Likör nicht nur pur, sondern verwende ihn auch als Aroma für Tee. Ein Schuss in heißen Früchtetee im Winter – das wärmt von innen und tut einfach gut. Und ehrlich gesagt: Ein kleiner Likör am Abend, in Ruhe genossen, ist für mich auch ein Stück Selbstfürsorge. Es geht nicht um den Alkohol, sondern um den Moment.
Fazit
Ich hoffe, ich konnte dich mit meiner Begeisterung für diesen klassischen Quittenlikör anstecken. Es ist eines dieser Rezepte, die zeigen, dass die einfachsten Dinge oft die schönsten sind – und dass ein bisschen Geduld sich immer auszahlt. Jedes Mal, wenn ich eine Flasche öffne, denke ich an Frau Weber und ihren Quittenbaum, und ich bin dankbar, dass sie mir dieses Stück Tradition weitergegeben hat.
Probier es einfach aus! Du wirst sehen, wie schnell der Likör zu einem festen Bestandteil deiner Herbstroutine wird. Und das Schöne ist: Du kannst ihn nach deinem Geschmack anpassen, mit Gewürzen experimentieren oder die Süße variieren. Es gibt kein Richtig oder Falsch – nur deinen persönlichen Lieblingslikör.
Wenn du den Likör ausprobierst, erzähl mir davon! Schreib in die Kommentare, wie er dir schmeckt, ob du etwas verändert hast oder ob er bei deinen Gästen gut ankommt. Ich freu mich riesig über deine Erfahrungen – und vielleicht entdeckst du ja eine Variante, die ich noch nicht kenne. Also, ran an die Quitten und viel Spaß beim Selbermachen!
Häufig gestellte Fragen
Kann ich den Likör auch mit gefrorenen Quitten machen?
Ja, das geht. Du kannst Quitten vor der Saison schälen, würfeln und einfrieren. Lass sie vor der Verwendung vollständig auftauen und gieße den entstandenen Saft mit ins Glas. Der Geschmack wird etwas milder, aber es funktioniert.
Wie lange muss der Likör mindestens ziehen?
Mindestens sechs Wochen, besser acht. Nach vier Wochen schmeckt er noch sehr nach Alkohol und die Aromen sind nicht verbunden. Geduld ist hier wirklich der Schlüssel zum Erfolg.
Kann ich den Zucker durch Süßstoff ersetzen?
Theoretisch ja, aber der Likör wird dann dünnflüssiger und die Süße schmeckt anders. Ich hab es mal mit Erythrit probiert – es war okay, aber nicht so rund wie mit Zucker. Für eine kalorienarme Variante lieber Honig verwenden.
Was mache ich mit den übrig gebliebenen Quittenstücken?
Die kannst du auspressen und den Saft für einen Sirup verwenden. Oder du trocknest sie und verwendest sie als Duftspender im Kleiderschrank. Wegwerfen wäre schade!
Der Likör ist trüb – ist das schlimm?
Nein, überhaupt nicht. Trübung entsteht durch Fruchtfleischreste oder Pektin. Lass ihn einfach ein paar Tage stehen, dann setzt sich die Trübung ab. Du kannst ihn auch durch einen Kaffeefilter gießen – dann wird er klarer. Geschmacklich macht das keinen Unterschied.
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Klassischer Quittenlikör nach Omas Rezept – Einfach selber machen
Dieser klassische Quittenlikör ist eine kleine Reise in die Vergangenheit. Mit nur wenigen Handgriffen und natürlichen Zutaten entsteht ein samtiger Likör, der nach Herbst und gemütlichen Abenden schmeckt.
- Prep Time: 20 Minuten
- Cook Time: 0 Minuten
- Total Time: 6-8 Wochen (inkl. Ziehzeit)
- Yield: ca. 750 ml
- Category: Getränk
- Cuisine: Deutsch
Ingredients
- 1 kg Quitten (reif, aber fest)
- 500 ml Korn oder Wodka (40 % Vol.)
- 250 g Zucker (nach Geschmack 200–300 g)
- 1 Vanilleschote
- 1 Zimtstange (optional)
- 1 Bio-Zitrone (Schale)
Instructions
- Quitten vorbereiten: Quitten waschen, trockenreiben, schälen, halbieren, Kerngehäuse entfernen (Kerne aufheben) und Fruchtfleisch in 1 cm große Würfel schneiden.
- Zutaten ins Glas schichten: Quittenwürfel und Kerne in ein großes Einmachglas geben. Vanilleschote längs aufschneiden, Mark herauskratzen und beides zugeben. Zimtstange in zwei Hälften brechen und dazugeben. Zitronenschale in dünnen Streifen abziehen (ohne weiße Haut) und ins Glas geben. Zucker darüberstreuen. Korn oder Wodka angießen, bis alle Früchte bedeckt sind. Glas verschließen und kräftig schütteln.
- Ziehzeit: Glas an einen kühlen, dunklen Ort stellen (15–18 °C). Einmal pro Woche vorsichtig schütteln. Nach etwa vier Wochen beginnen, den Likör zu probieren. Nach 6–8 Wochen ist er fertig.
- Abfüllen: Likör durch ein feines Sieb oder Passiertuch in eine saubere Flasche gießen. Quittenstücke und Gewürze auspressen. Flasche gut verschließen. Nach einer weiteren Woche im Kühlschrank schmeckt er noch runder.
Notes
Die Quittenkerne geben eine leichte Bitternote; für einen milderen Likör weglassen. Der Likör reift am besten bei konstanten Temperaturen um 15–18 °C. Nach dem Abfüllen etwa drei Monate lagern für den optimalen Geschmack.
Nutrition
- Serving Size: 20 ml (ein kleiner L
- Calories: 45
- Sugar: 6
- Carbohydrates: 6
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