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Ich stand da und starrte auf das Rezept für eine klassische Lasagne. Bolognese, Béchamel, Schichten. Alles schön und gut. Aber irgendwie fehlte mir der Funke. Es war einer dieser grauen Novembertage, an denen man einfach nur etwas Wärmendes, Tröstendes braucht. Und dann fiel mein Blick auf den Kürbis, der seit einer Woche dekorativ in der Ecke lag. Ein Hokkaido. Der musste weg. Also griff ich zum Messer, schnitt ihn auf – und dachte: „Was passiert eigentlich, wenn ich den einfach in die Lasagne schmuggele? Kein Fleisch, nur Kürbis. Und statt der normalen Béchamel nehme ich Salbei, der noch im Kühlschrank liegt.” Ehrlich gesagt, ich hatte keine Ahnung, ob das funktionieren würde. Ich meine, Kürbis und Lasagne? Das klang nach einem Experiment, das entweder grandios scheitert oder überraschend gut wird. Der Ofen war schon heiß, also gab es kein Zurück mehr.
Die erste Schicht war noch zögerlich. Kürbispüree auf den Boden der Form, dann die Nudelplatten. Darauf eine dünne Schicht der Salbei-Béchamel. Nochmal Kürbis. Nochmal Nudeln. Irgendwann hatte ich einen Rhythmus gefunden, und die Form füllte sich. Als ich sie in den Ofen schob, war ich mir immer noch nicht sicher. Aber dann, nach etwa 45 Minuten, breitete sich dieser Duft in der Küche aus – süßlich, erdig, mit diesem unverwechselbaren Salbei-Aroma. Ich holte sie raus, die Oberfläche war goldbraun und blubberte leise vor sich hin. Der erste Biss war eine Offenbarung. Die Cremigkeit des Kürbisses, die würzige Note des Salbeis, die sanfte Schwere der Béchamel – es ergab einfach Sinn. Vielleicht war das der beste Küchenunfall, der mir je passiert ist.
Seitdem ist diese cremige Kürbis-Lasagne mit Salbei-Béchamel mein Geheimtipp für alle, die etwas Besonderes wollen, ohne stundenlang zu kochen. Sie ist pflanzlich, sättigend und schmeckt nach genau dem, was man an einem kühlen Abend braucht. Vielleicht geht es dir ja ähnlich – du suchst ein Gericht, das Eindruck macht, aber trotzdem einfach ist. Dann bist du hier genau richtig. Denn diese Lasagne ist nicht nur gut, sie ist ein echtes Comfort-Food-Erlebnis, das man immer wieder machen möchte.
Warum du diese Kürbis-Lasagne lieben wirst
Ich habe dieses Rezept in den letzten Jahren bestimmt ein Dutzend Mal gekocht, für Freunde, Familie und auch mal nur für mich allein. Und jedes Mal war ich überrascht, wie gut es ankommt. Es ist eines dieser Gerichte, bei denen die Leute nach dem ersten Bissen die Augen schließen. Kein Witz. Die Kombination aus süßlichem Kürbis, herzhaftem Salbei und cremiger Béchamel ist einfach unwiderstehlich. Hier sind die Gründe, warum ich glaube, dass du es auch lieben wirst:
- Schnell & einfach: Die meiste Arbeit macht der Ofen. Du musst nur den Kürbis pürieren und die Béchamel anrühren – der Rest schichtet sich von selbst. Perfekt für einen entspannten Sonntag oder ein Last-Minute-Abendessen unter der Woche.
- Einfache Zutaten: Du brauchst keine exotischen Gewürze oder teuren Käse. Hokkaido-Kürbis, Milch, Butter, Mehl, Salbei und Lasagneplatten – das hast du vielleicht sogar schon zu Hause.
- Perfekt für Gäste: Dieses Gericht sieht aus wie ein Meisterwerk, ist aber super unkompliziert. Du kannst es sogar einen Tag vorbereiten und einfach in den Ofen schieben, wenn die Gäste kommen. Das nimmt den ganzen Stress raus.
- Pflanzlich & sättigend: Ganz ohne Fleisch ist diese Lasagne trotzdem herzhaft und macht richtig satt. Der Kürbis bringt eine natürliche Süße mit, die perfekt mit der salzigen Béchamel harmoniert. Selbst eingefleischte Fleischfans werden sie lieben.
- Unverschämt lecker: Die Textur ist der Wahnsinn. Cremig, aber nicht schwer. Die Nudelplatten werden schön weich, der Kürbis fast schon schmelzend, und die Béchamel hält alles zusammen. Dazu der feine Salbei-Geschmack – einfach himmlisch.
Was diese Kürbis-Lasagne von anderen Rezepten unterscheidet, ist die Salbei-Béchamel. Die meisten Versionen nehmen einfach eine Tomatensauce oder eine normale Béchamel. Aber der Salbei bringt eine fast schon meditative, erdige Note, die den Kürbis perfekt ergänzt. Ich habe es auch schon mit Thymian probiert, aber Salbei ist einfach die bessere Wahl. Es ist, als ob die beiden Zutaten füreinander gemacht wären. Und genau das macht dieses Rezept zu etwas Besonderem – es ist nicht nur eine weitere Lasagne, es ist die Kürbis-Lasagne.
Was du an Zutaten brauchst
Für diese cremige Kürbis-Lasagne mit Salbei-Béchamel verwendest du einfache, aber hochwertige Zutaten. Das Schöne ist, dass die meisten davon Grundnahrungsmittel sind, die du wahrscheinlich schon im Vorratsschrank hast. Der Star ist natürlich der Kürbis – und ich rate dir dringend zu einem Hokkaido. Du musst ihn nicht schälen, die Schale wird beim Kochen schön weich und gibt zusätzliche Farbe. Hier ist die vollständige Liste:
Für die Kürbisfüllung
- 1 mittelgroßer Hokkaido-Kürbis (ca. 800 g bis 1 kg) – Am besten ein fester, unbeschädigter Kürbis. Hokkaido hat ein intensives Aroma und eine schöne, sämige Konsistenz. (Tipp: Bio-Qualität lohnt sich, da die Schale mitgegessen wird.)
- 2 EL Olivenöl – Zum Beträufeln des Kürbisses vor dem Rösten. Ein gutes, mildes Olivenöl reicht völlig.
- 1 Knoblauchzehe, fein gehackt – Gibt dem Kürbis eine leichte Würze. (Wer mag, kann auch zwei nehmen.)
- Salz und Pfeffer – Zum Abschmecken. Ich nehme grobes Meersalz und frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer.
- 1 Prise Muskatnuss, frisch gerieben – Klingt unscheinbar, aber Muskat und Kürbis sind ein Traumpaar. Es bringt eine warme, nussige Note.
Für die Salbei-Béchamel
- 60 g Butter – Unbedingt ungesalzene Butter, damit du die Salzigkeit später selbst bestimmen kannst.
- 60 g Mehl (Type 405) – Für eine glatte, klümpchenfreie Sauce. (Wer Gluten meidet, kann auch glutenfreies Mehl nehmen, aber dann etwas mehr Flüssigkeit zugeben.)
- 750 ml Milch (3,5 % Fett) – Die Milch sollte Zimmertemperatur haben, dann wird die Béchamel besonders geschmeidig. (Alternative: Hafermilch für eine vegane Version, aber dann wird sie etwas dünner.)
- 10-12 frische Salbeiblätter – Das Herzstück der Sauce. Die Blätter sollten dunkelgrün und duftend sein. Kein getrockneter Salbei – der schmeckt zu muffig.
- 100 g geriebener Parmesan oder Grana Padano – Für den letzten Schliff und die goldbraune Kruste. (Parmesan ist intensiver, Grana Padano etwas milder.)
- Salz, Pfeffer und eine Prise Muskatnuss – Zum Würzen der Béchamel.
Für die Lasagne
- 12-15 Lasagneplatten (ohne Vorkochen) – Ich schwöre auf die von Barilla oder De Cecco. Sie werden im Ofen perfekt al dente. (Wenn du die vorgekochten nimmst, verkürze die Backzeit um 5 Minuten.)
- Zusätzlicher Parmesan zum Bestreuen (ca. 50 g) – Für die Kruste. Ein Muss!
- Butter oder Öl für die Form – Damit nichts kleben bleibt.
Ein kleiner Tipp von mir: Wenn du den Kürbis röstest, nimm ruhig etwas mehr. Der geröstete Kürbis schmeckt auch pur als Beilage oder in einem Salat. Und falls du mal keinen Hokkaido bekommst, tut es auch ein Butternuss-Kürbis. Dann aber unbedingt schälen und das Fruchtfleisch in Würfel schneiden.
Benötigte Küchengeräte
Für dieses Rezept brauchst du keine ausgefallenen Profi-Geräte. Die meisten Dinge hast du ohnehin in der Küche. Hier ist, was ich verwende:
- Backblech oder Auflaufform – Zum Rösten des Kürbisses. Ein normales Blech reicht völlig.
- Messer und Schneidebrett – Zum Zerteilen des Kürbisses. Ein großes, scharfes Kochmesser erleichtert die Arbeit.
- Pürierstab oder Küchenmaschine – Um den weichen Kürbis zu pürieren. Geht auch mit einer Gabel, aber dann wird es etwas stückiger. (Ich mag es lieber cremig, also nehme ich den Stab.)
- Topf für die Béchamel – Ein mittelgroßer Topf mit dickem Boden, damit nichts anbrennt.
- Schneebesen – Unverzichtbar für eine klümpchenfreie Béchamel. Ein Holzkochlöffel geht auch, aber der Schneebesen ist besser.
- Auflaufform (ca. 20 x 30 cm) – Die ideale Größe für 3-4 Schichten. Eine Glasform oder Keramikform eignet sich perfekt.
- Backpapier – Für das Blech, damit der Kürbis nicht anklebt.
Falls du keinen Pürierstab hast: Lass den Kürbis etwas abkühlen und zerdrücke ihn mit einer Gabel. Das ergibt eine rustikalere Textur, die auch ihren Reiz hat. Und wenn du einen Schnellkochtopf besitzt, kannst du den Kürbis darin in 10 Minuten garen – aber das Rösten im Ofen gibt einfach mehr Geschmack.
Zubereitung – Schritt für Schritt
Jetzt wird es ernst. Keine Sorge, es ist einfacher, als es klingt. Ich führe dich durch jeden Schritt, damit am Ende eine perfekte, cremige Kürbis-Lasagne auf dem Tisch steht. Nimm dir etwa 1,5 Stunden Zeit – davon ist die meiste Zeit Backzeit, in der du nichts tun musst.
Schritt 1: Kürbis rösten (ca. 30 Minuten)
Heize den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vor. Wasche den Hokkaido-Kürbis gründlich, denn die Schale bleibt dran. Halbiere ihn, entferne die Kerne mit einem Löffel (die Kerne kannst du übrigens trocknen und rösten – ein leckerer Snack!). Schneide den Kürbis in grobe Spalten oder Würfel. Lege sie auf ein mit Backpapier belegtes Blech, beträufle sie mit Olivenöl und würze sie mit Salz, Pfeffer und einer Prise Muskat. Röste sie für 25-30 Minuten, bis sie weich sind und die Ränder leicht bräunen. Der Duft, der sich jetzt in der Küche ausbreitet, ist unglaublich!
Schritt 2: Kürbispüree zubereiten (ca. 5 Minuten)
Nimm den Kürbis aus dem Ofen und lass ihn kurz abkühlen. Gib ihn dann in eine Schüssel und püriere ihn mit dem Pürierstab, bis eine glatte, cremige Masse entsteht. Rühre den gehackten Knoblauch unter. Schmecke mit etwas Salz und Pfeffer ab. Das Püree sollte jetzt schon richtig lecker schmecken – aber heb dir etwas für die Lasagne auf!
Schritt 3: Salbei-Béchamel kochen (ca. 15 Minuten)
Schmelze die Butter in einem Topf bei mittlerer Hitze. Gib das Mehl dazu und rühre mit dem Schneebesen kräftig um. Lass die Mehlschwitze (die „Roux“) für 1-2 Minuten anschwitzen, bis sie leicht goldgelb ist und nussig riecht. Jetzt kommt die Milch ins Spiel – gieße sie unter ständigem Rühren langsam dazu. Rühre weiter, bis die Sauce eindickt und keine Klümpchen mehr da sind. Das dauert etwa 3-4 Minuten. Gib dann die Salbeiblätter hinein und lass sie bei schwacher Hitze 5 Minuten mitziehen. Nimm die Blätter vor dem Servieren heraus (oder lass sie drin, wenn du magst – ich mag den Anblick). Würze die Béchamel mit Salz, Pfeffer und einer Prise Muskat. Rühre zum Schluss 100 g Parmesan unter, bis er geschmolzen ist.
Schritt 4: Lasagne schichten (ca. 10 Minuten)
Fette die Auflaufform mit etwas Butter oder Öl ein. Jetzt geht es ans Schichten – wie bei einer klassischen Lasagne, nur mit Kürbis. Los geht’s:
- Eine dünne Schicht Béchamel auf dem Boden der Form verteilen (ca. 2 EL).
- Eine Schicht Lasagneplatten darauflegen (sie dürfen sich leicht überlappen).
- Die Hälfte des Kürbispürees darauf verteilen und glatt streichen.
- Ein Drittel der Béchamel darüber geben.
- Wieder eine Schicht Nudelplatten.
- Das restliche Kürbispüree darauf.
- Ein weiteres Drittel Béchamel.
- Die letzte Schicht Nudelplatten.
- Den Rest der Béchamel großzügig darauf verteilen.
- Mit den restlichen 50 g Parmesan bestreuen – das gibt die schöne Kruste.
Schritt 5: Backen (ca. 35-40 Minuten)
Backe die Lasagne im vorgeheizten Ofen bei 180 °C Ober-/Unterhitze (Umluft: 160 °C) für 35-40 Minuten. Die Oberfläche sollte goldbraun sein und die Sauce blubbern. Falls die Kruste zu dunkel wird, decke sie nach 25 Minuten mit Alufolie ab. Wichtig: Lass die Lasagne nach dem Backen mindestens 10 Minuten ruhen. Das ist der schwierigste Teil – glaub mir, ich habe es oft genug nicht geschafft und mir den Mund verbrannt. Aber die Ruhezeit sorgt dafür, dass die Schichten sich setzen und die Lasagne beim Anschneiden nicht auseinanderfällt.
Kochtipps & Techniken
Im Laufe der Jahre habe ich ein paar Tricks gelernt, die diese Kürbis-Lasagne noch besser machen. Hier sind meine besten Tipps:
Der Kürbis muss trocken sein. Wenn du den Kürbis röstest, verteile ihn in einer einzigen Schicht auf dem Blech. Wenn die Stücke zu dicht liegen, dämpfen sie eher, als dass sie rösten. Und wir wollen ja diese karamellisierten Ränder – die geben den meisten Geschmack. Außerdem: Je trockener der Kürbis, desto weniger Flüssigkeit in der Lasagne. Niemand mag eine matschige Lasagne.
Die Béchamel nicht zu dick machen. Eine Béchamel für Lasagne sollte etwas flüssiger sein als eine für ein Gratin. Sie muss die Nudelplatten umschließen und während des Backens eindicken. Wenn sie zu dick ist, werden die Nudeln nicht richtig weich. Mein Trick: Die Béchamel sollte von einem Holzlöffel in einem dünnen Faden laufen, nicht in dicken Tropfen.
Nudelplatten ohne Vorkochen – ja, das geht. Ich benutze ausschließlich Platten, die nicht vorgekocht werden müssen. Sie saugen die Feuchtigkeit aus der Béchamel und dem Kürbis auf und werden perfekt al dente. Der Vorteil: Du sparst Zeit und hast keine klebrigen Nudeln. Achte nur darauf, dass die Béchamel nicht zu dick ist (siehe oben).
Einmal habe ich vergessen, die Béchamel zu würzen. Das war eine traurige Lasagne. Also: Probier die Sauce unbedingt vor dem Schichten. Sie sollte kräftig gewürzt sein, denn die Nudeln und der Kürbis schlucken viel Geschmack. Und vergiss den Muskat nicht – er ist der heimliche Star.
Timing ist alles. Bereite den Kürbis und die Béchamel vor, während die Nudeln schon in der Form warten. So geht das Schichten schnell von der Hand. Und wenn du Gäste erwartest, kannst du die Lasagne komplett vorbereiten (bis Schritt 4) und dann erst kurz vor dem Essen backen. Einfach abgedeckt in den Kühlschrank stellen – die Backzeit verlängert sich dann um etwa 10 Minuten.
Variationen & Anpassungen
Das Schöne an dieser Kürbis-Lasagne ist, dass sie sich wunderbar anpassen lässt. Hier sind ein paar Ideen, die ich selbst ausprobiert habe:
Vegane Version: Ersetze die Butter durch Margarine oder Kokosöl, die Milch durch ungesüßte Hafer- oder Sojamilch und den Parmesan durch eine vegane Käsealternative oder Hefeflocken. Die Béchamel wird etwas dünner, aber das ist okay – gib einfach 1 EL mehr Mehl dazu. Ich habe es schon gemacht und es hat super geklappt.
Mit Spinat: Gib eine Handvoll frischen Spinat zwischen die Schichten. Einfach den gewaschenen Spinat roh auf das Kürbispüree legen – er fällt beim Backen zusammen und gibt eine schöne grüne Farbe. Das macht die Lasagne noch saftiger.
Mit Pilzen: Brate 200 g Champignons oder Kräuterseitlinge in etwas Butter an und schichte sie mit dem Kürbis. Die Pilze bringen eine erdige Note, die perfekt zum Salbei passt. Das ist meine Lieblingsvariante für den Herbst.
Glutenfrei: Verwende glutenfreie Lasagneplatten (die gibt es inzwischen in fast jedem Supermarkt) und ersetze das Mehl in der Béchamel durch glutenfreies Mehl oder Reismehl. Die Konsistenz wird etwas anders, aber immer noch lecker.
Weniger fett: Tausche die Butter gegen 3 EL Olivenöl und die Milch gegen fettarme Milch (1,5 %). Der Parmesan kann durch Grana Padano ersetzt werden, der etwas weniger Fett hat. Die Lasagne wird dann leichter, aber immer noch cremig genug.
Meine persönliche Variation: Ich gebe manchmal ein paar geröstete Walnüsse zwischen die Schichten. Sie werden im Ofen knusprig und geben einen tollen Kontrast zur Cremigkeit. Einfach eine Handvoll Walnüsse grob hacken und auf die Béchamel streuen. Ein Gedicht!
Servieren & Aufbewahren
Die Kürbis-Lasagne schmeckt am besten, wenn sie direkt aus dem Ofen kommt und noch warm ist. Aber Vorsicht: Heiß ist nicht gleich servierfertig. Wie gesagt, lass sie mindestens 10 Minuten ruhen. Dann schneidest du sie in saubere Stücke – am besten mit einem scharfen Messer, das du zwischendurch abwischst. Serviere sie auf einem großen Teller mit einem frischen grünen Salat oder etwas Rucola. Ein Klecks Crème fraîche oder Joghurt passt auch wunderbar dazu – die Säure bricht die Cremigkeit schön.
Was Getränke angeht: Ein trockener Weißwein wie ein Sauvignon Blanc oder ein Grüner Veltliner harmoniert perfekt mit dem Salbei und dem Kürbis. Für den alkoholfreien Genuss empfehle ich einen selbstgemachten Ingwer-Apfel-Saft – leicht prickelnd und erfrischend.
Aufbewahren: Übrig gebliebene Lasagne hält sich im Kühlschrank in einem luftdichten Behälter für 3-4 Tage. Die Aromen setzen sich sogar noch etwas, sodass sie am nächsten Tag fast noch besser schmeckt. Zum Aufwärmen einfach ein Stück in den Ofen bei 160 °C für 15 Minuten geben – so wird die Kruste wieder knusprig. Die Mikrowelle geht auch, aber dann wird die Béchamel weicher und die Nudeln verlieren etwas Biss.
Einfrieren: Du kannst die Lasagne auch wunderbar einfrieren. Entweder als ganze Portion in der Form (gut abgedeckt mit Folie) oder in einzelnen Stücken in Gefrierbeuteln. Im Kühlschrank auftauen lassen und dann wie gewohnt aufwärmen. Hält sich bis zu 3 Monate. Ich mache oft eine doppelte Portion und friere eine Hälfte ein – das rettet mich an stressigen Tagen.
Nährwerte & gesundheitliche Vorteile
Diese Kürbis-Lasagne ist nicht nur lecker, sondern auch überraschend gesund. Hier eine ungefähre Nährwertangabe pro Portion (bei 6 Portionen):
- Kalorien: ca. 450 kcal
- Eiweiß: 18 g
- Fett: 22 g (davon gesättigt: 12 g)
- Kohlenhydrate: 45 g (davon Zucker: 10 g)
- Ballaststoffe: 6 g
Der Kürbis ist ein echtes Superfood. Er steckt voller Beta-Carotin, das der Körper in Vitamin A umwandelt – gut für die Augen und das Immunsystem. Außerdem liefert er Vitamin C, Kalium und viele Ballaststoffe, die die Verdauung fördern. Der Salbei ist nicht nur aromatisch, sondern hat auch entzündungshemmende Eigenschaften. Und die Béchamel? Sie enthält Kalzium aus der Milch und dem Käse, wichtig für starke Knochen. Klar, sie ist nicht gerade kalorienarm, aber für ein gelegentliches Comfort-Food-Gericht völlig in Ordnung. Ich sehe sie als eine ausgewogene Mahlzeit, die satt macht und glücklich – und das ist doch die Hauptsache, oder?
Falls du auf Laktose reagierst, kannst du die Milch durch laktosefreie Milch ersetzen und auf laktosefreien Parmesan zurückgreifen. Das funktioniert einwandfrei.
Fazit
Diese cremige Kürbis-Lasagne mit Salbei-Béchamel ist mehr als nur ein Rezept – sie ist ein Erlebnis. Sie vereint die Wärme des Herbstes mit der Eleganz einer klassischen Lasagne und ist dabei so einfach, dass sie jeder hinbekommt. Ich liebe sie, weil sie zeigt, dass man mit einfachen Zutaten und ein wenig Kreativität etwas Großartiges zaubern kann. Kein Fleisch, keine komplizierten Techniken – nur purer, ehrlicher Geschmack.
Probier sie aus, und mach sie zu deiner eigenen. Vielleicht mit Spinat, Pilzen oder Walnüssen. Vielleicht ganz pur. Ich bin sicher, du wirst sie genauso lieben wie ich. Und wenn du sie nachkochst, freue ich mich über deine Erfahrungen! Hinterlasse gerne einen Kommentar oder teile deine Version auf Pinterest. Denn gutes Essen ist dazu da, geteilt zu werden – und diese Lasagne ist definitiv zu gut, um sie für sich zu behalten. Also, ran an den Kürbis, und lass es dir schmecken!
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Kann ich auch einen Butternuss-Kürbis verwenden?
Ja, absolut. Butternuss-Kürbis hat ein ähnlich süßes Aroma und eine cremige Textur. Du musst ihn aber vor dem Rösten schälen, da die Schale zu hart ist. Schneide ihn in gleichmäßige Würfel, damit er gleichmäßig gart.
Muss ich die Lasagneplatten vorkochen?
Nein, wenn du die Sorte „ohne Vorkochen“ kaufst, werden sie im Ofen perfekt weich. Achte nur darauf, dass die Béchamel nicht zu dick ist, damit die Nudeln genug Flüssigkeit aufnehmen können. Wenn du klassische Platten nimmst, koche sie 2 Minuten kürzer als auf der Packung angegeben.
Kann ich die Lasagne einfrieren?
Ja, sie lässt sich hervorragend einfrieren. Am besten frierst du sie nach dem Backen und Abkühlen ein. Einfach in Portionen schneiden und in Gefrierbeutel geben. Im Kühlschrank auftauen und im Ofen bei 160 °C für 15-20 Minuten aufwärmen.
Wie bekomme ich eine besonders knusprige Kruste?
Bestreue die oberste Schicht mit etwas mehr Parmesan als angegeben und schalte die Grillfunktion des Ofens für die letzten 2-3 Minuten ein. Aber pass auf, dass der Käse nicht verbrennt – bleib dabei stehen!
Ist das Rezept auch für Kinder geeignet?
Ja, unbedingt! Die milde Süße des Kürbisses und die cremige Béchamel kommen bei Kindern meist sehr gut an. Du kannst den Salbei weglassen oder durch Thymian ersetzen, wenn der Geschmack zu intensiv ist. Meine Nichte liebt sie – sie isst sogar die Kürbisstücke, die ich für mich übrig lasse.
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Cremige Kürbis-Lasagne – Bestes Rezept mit Salbei-Béchamel
Eine pflanzliche, sättigende Lasagne mit süßlichem Kürbis, herzhaftem Salbei und cremiger Béchamel. Perfekt für kühle Abende und einfach zuzubereiten.
- Prep Time: 30 Minuten
- Cook Time: 40 Minuten
- Total Time: 1 Stunde 10 Minuten
- Yield: 6 Portionen 1x
- Category: Hauptgericht
- Cuisine: Italienisch
Ingredients
- 1 mittelgroßer Hokkaido-Kürbis (ca. 800 g bis 1 kg)
- 2 EL Olivenöl
- 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
- Salz und Pfeffer
- 1 Prise Muskatnuss, frisch gerieben
- 60 g ungesalzene Butter
- 60 g Mehl (Type 405)
- 750 ml Milch (3,5 % Fett)
- 10–12 frische Salbeiblätter
- 100 g geriebener Parmesan oder Grana Padano
- 12–15 Lasagneplatten (ohne Vorkochen)
- 50 g zusätzlicher Parmesan zum Bestreuen
- Butter oder Öl für die Form
Instructions
- Heize den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vor. Wasche den Hokkaido-Kürbis gründlich, halbiere ihn, entferne die Kerne und schneide ihn in grobe Spalten oder Würfel. Lege sie auf ein mit Backpapier belegtes Blech, beträufle sie mit Olivenöl und würze sie mit Salz, Pfeffer und einer Prise Muskat. Röste sie für 25-30 Minuten, bis sie weich sind und die Ränder leicht bräunen.
- Nimm den Kürbis aus dem Ofen und lass ihn kurz abkühlen. Gib ihn dann in eine Schüssel und püriere ihn mit dem Pürierstab, bis eine glatte, cremige Masse entsteht. Rühre den gehackten Knoblauch unter und schmecke mit etwas Salz und Pfeffer ab.
- Schmelze die Butter in einem Topf bei mittlerer Hitze. Gib das Mehl dazu und rühre mit dem Schneebesen kräftig um. Lass die Mehlschwitze für 1-2 Minuten anschwitzen, bis sie leicht goldgelb ist und nussig riecht. Gieße die Milch unter ständigem Rühren langsam dazu und rühre weiter, bis die Sauce eindickt und keine Klümpchen mehr da sind (ca. 3-4 Minuten). Gib dann die Salbeiblätter hinein und lass sie bei schwacher Hitze 5 Minuten mitziehen. Nimm die Blätter vor dem Servieren heraus. Würze die B…
- Fette die Auflaufform mit etwas Butter oder Öl ein. Verteile eine dünne Schicht Béchamel auf dem Boden der Form (ca. 2 EL). Lege eine Schicht Lasagneplatten darauf. Verteile die Hälfte des Kürbispürees darauf und streiche es glatt. Gib ein Drittel der Béchamel darüber. Wiederhole mit einer weiteren Schicht Nudelplatten, dem restlichen Kürbispüree und einem weiteren Drittel Béchamel. Lege die letzte Schicht Nudelplatten darauf und verteile den Rest der Béchamel großzügig darauf. Bestreue mit den …
- Backe die Lasagne im vorgeheizten Ofen bei 180 °C Ober-/Unterhitze (Umluft: 160 °C) für 35-40 Minuten, bis die Oberfläche goldbraun ist und die Sauce blubbert. Falls die Kruste zu dunkel wird, decke sie nach 25 Minuten mit Alufolie ab. Lass die Lasagne nach dem Backen mindestens 10 Minuten ruhen, bevor du sie anschneidest.
Notes
Lass die Lasagne nach dem Backen mindestens 10 Minuten ruhen, damit die Schichten sich setzen. Der Kürbis sollte trocken geröstet werden, um eine matschige Lasagne zu vermeiden. Die Béchamel sollte etwas flüssiger sein als für ein Gratin, damit die Nudelplatten weich werden.
Nutrition
- Serving Size: 1 Portion (von 6)
- Calories: 450
- Sugar: 10
- Fat: 22
- Saturated Fat: 12
- Carbohydrates: 45
- Fiber: 6
- Protein: 18
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