Geschrieben von

Lyla Curtis

Veröffentlicht

Saftiger One-Bowl-Apfelkuchen ohne Mixer – einfach karamellisiert

Fertig in 75 Minuten
Portionen 12 Stücke
Schwierigkeitsgrad Easy

Love this? Save it for later!

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Es gibt diesen einen Kuchen, den ich seit Jahren zu backen versuche. Nicht, weil er kompliziert wäre – im Gegenteil. Sondern weil ich den Geschmack aus einem kleinen Café in der Altstadt von Heidelberg nicht vergessen konnte. Die „Goldene Scheibe“ hieß der Laden, und er hatte diesen unglaublich saftigen, karamellisierten Apfelkuchen. Honig, Äpfel, Butter – alles war da, aber irgendwie perfekt. Dann, vor drei Jahren, machte die Bäckerei zu. Ich stand davor und dachte: „Das war’s. Den Kuchen gibt’s nie wieder.“

Nach etwa sieben Versuchen – und einem ziemlich missglückten, bei dem der Karamell anbrannte und ich die ganze Küche lüften musste – habe ich es endlich geknackt. Und das Beste? Dieser saftige, karamellisierte One-Bowl-Apfelkuchen ohne Mixer kommt ganz ohne elektrische Helfer aus. Nur eine Schüssel, ein Löffel und ein bisschen Geduld. Ehrlich, ich war selbst überrascht, wie einfach es geht. Vielleicht habt ihr ja auch so ein Rezept im Kopf, das ihr einfach nicht vergessen könnt – genau das ist dieser Kuchen für mich.

Was ihn so besonders macht? Die Äpfel werden vor dem Backen in einer Pfanne mit Butter und Zucker karamellisiert. Das gibt ihnen diese fast schon sirupartige Süße, die sich dann im Teig verteilt. Und weil alles in einer Schüssel zusammengerührt wird, bleibt die Küche sauber – na ja, bis auf die Karamell-Pfanne. Aber das ist es wert. Versprochen.

Warum ihr diesen One-Bowl-Apfelkuchen lieben werdet

Ich backe viel, wirklich viel. Und dieser Kuchen hat sich in den letzten Monaten zu meinem absoluten Liebling entwickelt. Nicht nur, weil er so unverschämt gut schmeckt, sondern weil er so unkompliziert ist. Lasst mich euch sagen, warum ihr ihn unbedingt probieren solltet:

  • Schnell & einfach: In unter 15 Minuten habt ihr den Teig fertig. Kein Mixer, keine Küchenmaschine – nur eine Schüssel und ein Schneebesen. Perfekt für spontane Besuche oder wenn die Lust auf Kuchen plötzlich zuschlägt.
  • Einfache Zutaten: Mehl, Zucker, Eier, Butter, Äpfel – das habt ihr wahrscheinlich alles zu Hause. Keine exotischen Gewürze oder teuren Spezialitäten. Nur ehrliche, gute Grundzutaten.
  • Perfekt für gemütliche Nachmittage: Ob zum Sonntagskaffee, für den Kindergeburtstag oder einfach so an einem regnerischen Dienstag – dieser Kuchen passt immer. Und er duftet so unglaublich nach Karamell und Zimt, dass die ganze Familie in die Küche kommt.
  • Ein echter Publikumsliebling: Ich habe ihn schon zu drei Familienfeiern mitgebracht. Jedes Mal war er innerhalb von 20 Minuten weg. Selbst die, die sonst „nicht so auf Kuchen stehen“ – ja, die gibt es – haben sich Nachschlag geholt.
  • Unwiderstehlich lecker: Die Kombination aus weichem, saftigem Teig und den karamellisierten Apfelstücken ist einfach himmlisch. Der Karamell wird beim Backen leicht knusprig, die Äpfel bleiben saftig – ein Gedicht.

Was diesen Kuchen von anderen Apfelkuchen unterscheidet? Es ist diese karamellisierte Note, die alles verändert. Die Äpfel werden nicht einfach untergehoben, sondern vorher in Butter und Zucker geschwenkt. Dadurch entsteht eine Tiefe, die man sonst nur von aufwendigeren Rezepten kennt. Und weil wir alles in einer Schüssel machen, wird der Teig besonders luftig – ohne dass ihr ihn lange rühren müsst. Das ist nicht einfach nur ein weiterer Apfelkuchen. Das ist der Apfelkuchen, den ihr immer wieder backen werdet.

Welche Zutaten ihr braucht

Dieser saftige, karamellisierte One-Bowl-Apfelkuchen ohne Mixer lebt von einfachen, aber hochwertigen Zutaten. Die meisten davon habt ihr sicherlich schon im Vorratsschrank. Ich zeige euch, worauf es ankommt und was ihr ersetzen könnt.

Für die karamellisierten Äpfel

  • 3 mittelgroße Äpfel (z.B. Boskop oder Elstar – sie bleiben schön fest und werden nicht matschig)
  • 50 g Butter (ich nehme am liebsten ungesalzene, aber gesalzene geht auch – dann etwas weniger Salz im Teig)
  • 60 g brauner Zucker (der gibt dem Karamell diese tolle, tiefe Farbe. Wer keinen hat, nimmt normalen Zucker – schmeckt auch, wird aber heller)
  • 1 TL Zimt (weil Äpfel und Zimt einfach zusammengehören)

Für den Teig

Saftiger One-Bowl-Apfelkuchen ohne Mixer preparation steps

  • 250 g Mehl (Type 405 oder 550 – beides funktioniert. Für eine glutenfreie Variante nehmt eine glutenfreie Mehlmischung, die ihr 1:1 ersetzen könnt)
  • 150 g Zucker (ich verwende weißen Kristallzucker, aber brauner Zucker geht auch – dann wird der Teig etwas feuchter)
  • 1 Päckchen Vanillezucker (selbst gemacht oder gekauft – Hauptsache Vanille)
  • 2 TL Backpulver (frisch geöffnet, sonst geht der Kuchen nicht gut auf)
  • 1 Prise Salz (das holt die Süße richtig raus)
  • 2 große Eier (Zimmertemperatur, dann wird der Teig schön geschmeidig)
  • 125 ml Milch (auch Zimmertemperatur. Ihr könnt auch Buttermilch nehmen – dann wird der Kuchen noch saftiger)
  • 80 ml neutrales Öl (z.B. Rapsöl oder Sonnenblumenöl. Olivenöl wäre zu intensiv im Geschmack)
  • 1 TL Zitronenabrieb (von einer unbehandelten Zitrone – das gibt eine frische Note)

Für die Form und zum Bestreuen

  • Butter und Mehl für die Springform (oder Backpapier)
  • 2 EL Hagelzucker oder brauner Zucker zum Bestreuen vor dem Backen (optional, aber gibt eine schöne Kruste)

Ein Tipp von mir: Achtet bei den Äpfeln darauf, dass sie nicht zu mehlig sind. Boskop-Äpfel sind ideal, weil sie beim Karamellisieren schön weich werden, aber nicht zerfallen. Elstar geht auch, die sind etwas säuerlicher und geben einen schönen Kontrast zum süßen Karamell. Wenn ihr nur süße Äpfel wie Gala habt, nehmt etwas weniger Zucker in der Pfanne.

Substitutionen: Wer keine Milch verträgt, kann Hafermilch oder Mandelmilch nehmen. Das Öl lässt sich durch zerlassene Butter ersetzen – dann wird der Kuchen noch buttriger, aber auch etwas schwerer. Und für eine vegane Version nehmt ihr statt Eiern zwei zerdrückte, reife Bananen oder 4 EL Apfelmus. Der Kuchen wird dann etwas dichter, aber immer noch lecker.

Welche Küchengeräte ihr braucht

Das Schöne an diesem Rezept: Ihr braucht fast nichts. Wirklich. Ich habe es extra so entwickelt, dass ihr keinen Mixer, keine Küchenmaschine und nicht mal ein Handrührgerät braucht. Hier ist, was ihr bereitstellen solltet:

  • Eine große Rührschüssel (am besten aus Glas oder Edelstahl – Plastik nimmt manchmal Gerüche an)
  • Eine beschichtete Pfanne (für die karamellisierten Äpfel – unbedingt beschichtet, sonst brennt der Zucker an)
  • Eine Springform (24 cm Durchmesser – die klassische Größe. Eine 26er Form geht auch, dann wird der Kuchen etwas flacher und backt 5 Minuten kürzer)
  • Ein Schneebesen (aus Metall oder Silikon – beides gut)
  • Ein Holzlöffel oder Teigschaber (zum Unterheben der Äpfel)
  • Ein scharfes Messer und ein Schneidebrett (zum Schälen und Würfeln der Äpfel)
  • Backpapier (ich lege immer einen Kreis auf den Boden der Form – dann lässt sich der Kuchen leichter lösen)

Mein Tipp: Wenn ihr keine beschichtete Pfanne habt, nehmt eine gute Edelstahlpfanne und gebt einen Schuss Wasser zum Zucker – dann karamellisiert er gleichmäßiger. Und falls ihr keinen Schneebesen findet: Eine Gabel tut es auch, aber dann müsst ihr etwas länger rühren. Ich hab’s schon mit einem Kaffeelöffel gemacht, als ich im Urlaub war – es geht, aber es dauert.

Zubereitung – Schritt für Schritt

Jetzt wird’s praktisch. Ich erkläre euch jeden Schritt so genau, dass es wirklich nicht schiefgehen kann. Versprochen. Und wenn doch – na ja, dann schreibt mir, und wir finden eine Lösung.

Schritt 1: Die Äpfel vorbereiten (10 Minuten)

Heizt den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vor (160°C Umluft). Schält die Äpfel, viertelt sie und entfernt das Kerngehäuse. Schneidet die Viertel in etwa 1 cm große Würfel. Nicht zu klein, sonst zerfallen sie beim Karamellisieren. Ich mache das immer direkt auf dem Brett – und nasche nebenbei ein paar Stücke. Das gehört dazu.

Schritt 2: Die Äpfel karamellisieren (8 Minuten)

Gebt die Butter in die beschichtete Pfanne und lasst sie bei mittlerer Hitze schmelzen. Streut den braunen Zucker und den Zimt dazu. Rührt kurz um, bis sich der Zucker aufgelöst hat – das dauert nur eine Minute. Dann kommen die Apfelwürfel hinein. Schwenkt sie gut, sodass sie rundherum mit der Butter-Zucker-Mischung überzogen sind. Lasst sie bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten köcheln, bis sie weich werden und der Saft anfängt, dickflüssig zu werden. Rührt ab und zu um, damit nichts anbrennt. Nehmt die Pfanne vom Herd und lasst die Äpfel etwas abkühlen.

Schritt 3: Den Teig zubereiten (10 Minuten)

In der großen Rührschüssel vermischt ihr das Mehl, den Zucker, den Vanillezucker, das Backpulver und das Salz. Macht eine Mulde in die Mitte. Gebt die Eier, die Milch, das Öl und den Zitronenabrieb hinein. Jetzt kommt der wichtigste Teil: Rührt alles mit dem Schneebesen nur so lange, bis ein glatter Teig entsteht. Nicht zu viel rühren! Sonst wird der Kuchen zäh. Ein paar Klümpchen sind okay – die verschwinden beim Backen von selbst. Der Teig ist dicker als normaler Rührteig, fast wie ein sehr dicker Pfannkuchenteig. Das ist richtig so.

Schritt 4: Äpfel unterheben und backen (5 Minuten + 45 Minuten Backzeit)

Hebt die abgekühlten karamellisierten Äpfel vorsichtig mit dem Teigschaber unter den Teig. Nicht zu wild rühren – ihr wollt, dass die Apfelstücke gleichmäßig verteilt sind, aber der Teig nicht zusammenfällt. Fettet die Springform ein und bestäubt sie mit Mehl (oder legt Backpapier auf den Boden). Füllt den Teig hinein und streicht ihn glatt. Streut den Hagelzucker oder braunen Zucker darüber – das gibt eine knusprige Kruste. Backt den Kuchen auf der mittleren Schiene für 40-45 Minuten. Macht nach 40 Minuten die Stäbchenprobe: Steckt ein Holzstäbchen in die Mitte – wenn kein Teig mehr kleben bleibt, ist er fertig. Wenn noch Teig dran ist, gebt ihm 5 Minuten mehr.

Schritt 5: Abkühlen lassen und genießen

Lasst den Kuchen 10 Minuten in der Form abkühlen, dann löst ihr den Rand und lasst ihn auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen. Das ist der schwerste Teil – weil die Küche so unglaublich duftet. Aber glaubt mir: Warm ist er auch schon köstlich, aber richtig durchgezogen schmeckt er am nächsten Tag noch besser. Wenn ihr ihn warm esst, bricht er leichter auseinander – das ist aber auch okay. Manchmal ist das Chaos ja das Schönste.

Kochtipps & Techniken für den perfekten Kuchen

Ich habe diesen Kuchen jetzt bestimmt 15 Mal gebacken. Dabei habe ich ein paar Tricks gelernt, die ich mit euch teilen möchte. Denn manche Dinge stehen einfach nicht im Rezept.

Die Sache mit dem Karamell: Wenn ihr die Äpfel karamellisiert, achtet darauf, dass die Hitze nicht zu hoch ist. Sonst verbrennt der Zucker, und der Kuchen schmeckt bitter. Lieber bei mittlerer Hitze arbeiten und geduldig sein. Wenn der Zucker anfängt zu klumpen – kein Problem! Einfach einen Esslöffel Wasser dazugeben und weiterrühren. Das löst die Klümpchen wieder auf.

Der Teig darf nicht überrührt werden: Das ist der häufigste Fehler bei One-Bowl-Kuchen. Rührt nur so lange, bis die Zutaten gerade vermischt sind. Ich zähle innerlich bis 20 – dann ist Schluss. Der Teig wird beim Backen von selbst glatt. Wenn ihr zu lange rührt, entwickelt sich zu viel Gluten, und der Kuchen wird zäh und trocken. Das habe ich selbst erlebt – beim dritten Versuch war er so fest, dass ich ihn fast als Brot hätte verkaufen können.

Die Äpfel richtig vorbereiten: Ich habe schon Äpfel verwendet, die zu weich waren – die sind beim Karamellisieren zerfallen und haben den Teig zu feucht gemacht. Deshalb: Nehmt feste, säuerliche Äpfel. Boskop ist ideal, aber auch Elstar oder Jonagold gehen gut. Wenn ihr nur Golden Delicious habt, gebt einen Spritzer Zitronensaft zu den Äpfeln – das bewahrt die Struktur.

Timing ist alles: Ich mache die Äpfel immer zuerst und lasse sie abkühlen, während ich den Teig anrühre. So sind sie nicht mehr heiß, wenn sie in den Teig kommen. Heiße Äpfel würden den Teig anfangen zu garen – und das wollen wir nicht. Außerdem: Wenn ihr die Äpfel schon am Vortag karamellisiert und im Kühlschrank aufbewahrt, spart ihr am Backtag Zeit. Das mache ich oft, wenn ich Besuch erwarte.

Die Stäbchenprobe ernst nehmen: Jeder Ofen ist anders. Meiner backt bei 180°C schneller als der meiner Schwester. Deshalb: Macht nach 40 Minuten die Probe. Wenn das Stäbchen noch feucht ist, backt weitere 5 Minuten und testet nochmal. Lieber etwas länger als zu kurz – ein zu feuchter Kuchen fällt zusammen, wenn ihr ihn aus der Form holt.

Variationen & Anpassungen

Dieses Rezept ist ein toller Ausgangspunkt, um zu experimentieren. Ich habe schon einige Varianten ausprobiert – hier sind meine liebsten:

Variation 1: Mit Nüssen und Rosinen
Gebt 50 g gehackte Walnüsse und 30 g Rosinen mit in den Teig, nachdem ihr die Äpfel untergehoben habt. Die Nüsse röste ich vorher kurz in der Pfanne an – das gibt ein noch intensiveres Aroma. Die Rosinen weiche ich vorher in etwas Rum oder Apfelsaft ein. Das macht den Kuchen noch saftiger und gibt ihm eine weihnachtliche Note.

Variation 2: Vegane Version
Ersetzt die Eier durch 2 reife, zerdrückte Bananen oder 4 EL Apfelmus. Die Milch tauscht ihr gegen Hafermilch oder Mandelmilch. Das Öl bleibt gleich. Der Kuchen wird etwas dichter und fruchtiger, aber genauso lecker. Ich habe diese Version für eine Freundin gebacken, die keine Eier isst, und sie war begeistert.

Variation 3: Mit Gewürzen
Gebt zusätzlich zum Zimt noch 1/2 TL gemahlenen Kardamom und eine Prise Nelkenpulver in die Karamellpfanne. Das gibt dem Kuchen eine orientalische Note. Ich habe das mal ausprobiert, als ich keinen Zimt mehr hatte – und es war eine Offenbarung. Passt besonders gut zu den karamellisierten Äpfeln.

Variation 4: Glutenfrei
Verwendet eine glutenfreie Mehlmischung, die ihr 1:1 gegen Weizenmehl austauschen könnt. Achtet darauf, dass die Mischung Backpulver enthält – sonst müsst ihr etwas mehr Backpulver nehmen (etwa 1 TL extra). Der Teig wird etwas bröseliger, aber der Geschmack ist genauso gut.

Variation 5: Mit Schokolade
Hebt 50 g gehackte Zartbitterschokolade (70% Kakao) unter den Teig. Die Schokolade schmilzt beim Backen und gibt kleine, schokoladige Überraschungen im Kuchen. Klingt ungewöhnlich, aber die Kombination aus Karamell, Apfel und Schokolade ist fantastisch. Ich habe das für einen Geburtstag gebacken und alle waren hin und weg.

Servier- und Aufbewahrungstipps

Dieser Kuchen ist ein Allrounder. Ihr könnt ihn pur genießen, mit einer Kugel Vanilleeis oder mit einem Klecks Sahne. Hier sind meine besten Tipps, wie ihr ihn richtig serviert und aufbewahrt:

Servieren: Am besten schmeckt der Kuchen lauwarm – dann ist der Karamell noch weich und die Äpfel richtig saftig. Lasst ihn nach dem Backen etwa 20 Minuten abkühlen, dann schneidet ihn an. Wenn ihr ihn kalt esst, ist er auch gut, aber dann ist der Karamell fester. Ich serviere ihn gern mit einer Kugel Vanilleeis oder einem Klecks Schlagsahne. Ein Klecks Crème fraîche passt auch überraschend gut – die Säure bricht die Süße des Karamells.

Aufbewahrung: Wickelt den Kuchen in Frischhaltefolie oder legt ihn in eine luftdichte Kuchenbox. Im Kühlschrank hält er sich 4-5 Tage. Aber Achtung: Im Kühlschrank wird der Kuchen fester – holt ihn etwa 30 Minuten vor dem Essen heraus, damit er wieder Raumtemperatur bekommt. Ihr könnt ihn auch einfrieren: In Scheiben geschnitten und einzeln in Frischhaltefolie gewickelt, hält er sich bis zu 3 Monate. Zum Auftauen legt ihr die Scheiben einfach bei Zimmertemperatur auf ein Kuchengitter – nach 2 Stunden sind sie wieder wie frisch gebacken.

Reheating: Wenn ihr den Kuchen wieder warm haben wollt, gebt die Scheiben für 5 Minuten bei 150°C in den Ofen. Oder 20 Sekunden in die Mikrowelle – aber dann wird der Karamell weich, fast flüssig. Das mag ich persönlich sehr gern, aber es ist nicht jedermanns Sache.

Mein Geheimtipp: Der Kuchen schmeckt am nächsten Tag noch besser. Die Aromen von Karamell und Zimt ziehen über Nacht richtig durch. Wenn ich Zeit habe, backe ich ihn am Vorabend und lasse ihn über Nacht abgedeckt auf der Arbeitsplatte stehen. Am nächsten Morgen – ein Gedicht.

Nährwertangaben & gesundheitliche Vorteile

Ich bin keine Ernährungsberaterin, aber ich achte schon darauf, was ich esse. Und dieser Kuchen ist – na ja, er ist Kuchen. Aber er hat auch ein paar gute Seiten. Hier die ungefähren Nährwerte pro Stück (bei 12 Stücken):

  • Kalorien: ca. 280 kcal
  • Fett: 12 g
  • Kohlenhydrate: 38 g
  • Eiweiß: 4 g
  • Ballaststoffe: 2 g

Die guten Seiten: Die Äpfel liefern Vitamin C und Ballaststoffe – gut für die Verdauung. Die Walnüsse (wenn ihr sie nehmt) geben gesunde Omega-3-Fettsäuren. Und der Zimt hilft, den Blutzuckerspiegel stabil zu halten. Klar, Zucker ist Zucker, aber in Maßen genossen, ist dieser Kuchen ein Stückchen Lebensfreude. Und die ist auch gesund, oder?

Allergene: Dieser Kuchen enthält Gluten (Weizenmehl), Milchprodukte (Butter, Milch) und Eier. Wer auf etwas davon verzichten muss, findet oben die entsprechenden Substitutionen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Kann ich auch andere Obstsorten verwenden?

Ja, absolut! Birnen passen wunderbar zu Karamell – einfach die gleiche Menge nehmen und genauso zubereiten. Auch Quitten oder Pfirsiche (aus der Dose, abgetropft) sind eine tolle Alternative. Bei weicheren Früchten wie Pfirsichen die Karamellzeit etwas verkürzen.

Warum ist mein Kuchen nicht aufgegangen?

Das kann mehrere Gründe haben. Möglicherweise war das Backpulver nicht mehr frisch – testet es vorher, indem ihr einen Teelöffel in heißes Wasser gebt; es sollte sprudeln. Oder der Teig wurde zu lange gerührt. Oder der Ofen war nicht heiß genug. Heizt ihn immer gut vor, bevor der Kuchen hineinkommt.

Kann ich den Zucker reduzieren?

Ja, aber vorsichtig. Der Zucker im Teig sorgt nicht nur für Süße, sondern auch für Feuchtigkeit und Struktur. Wenn ihr 20-30 g weniger nehmt, wird der Kuchen etwas trockener. Probiert es aus – aber lasst den braunen Zucker für die Äpfel auf jeden Fall drin, sonst wird der Karamell nicht richtig.

Muss ich die Äpfel schälen?

Ich empfehle es, weil die Schale beim Karamellisieren zäh werden kann. Aber wenn ihr Bio-Äpfel habt und die Schale dünn ist, könnt ihr sie auch dran lassen. Dann wird der Kuchen etwas rustikaler – und ihr spart Zeit.

Kann ich den Kuchen auch in einer Kastenform backen?

Ja, das geht. Nehmt eine 25 cm lange Kastenform und fettet sie gut ein. Die Backzeit verlängert sich um etwa 10-15 Minuten, weil der Teig dicker ist. Macht die Stäbchenprobe, um sicherzugehen. Der Kuchen wird dann etwas höher und sieht aus wie ein englischer Tea Cake.

Fazit – Warum ihr diesen Kuchen jetzt backen solltet

Ich weiß, es gibt tausend Apfelkuchen-Rezepte. Aber dieser eine ist anders. Er ist der, den ich immer wieder backe, wenn ich etwas Einfaches, aber Besonderes brauche. Kein Mixer, keine Zauberei – nur ein bisschen Karamell, gute Äpfel und ein Teig, der in einer Schüssel zusammengerührt wird. Und genau das macht ihn so liebenswert.

Vielleicht habt ihr auch so ein Rezept, das euch an einen bestimmten Ort oder eine bestimmte Zeit erinnert. Für mich ist es dieser Kuchen. Jedes Mal, wenn ich ihn backe, denke ich an das kleine Café in Heidelberg und daran, wie ich damals dachte: „Den Geschmack werde ich nie wieder erleben.“ Und jetzt habe ich ihn – und ihr könnt ihn auch haben. Probiert ihn aus, ändert ihn nach eurem Geschmack, macht ihn zu eurem eigenen. Und wenn ihr ihn gebacken habt, schreibt mir, wie er geworden ist. Ich freue mich riesig auf eure Kommentare und Fotos!

Also, ran an die Schüssel und los geht’s. Euer neuer Lieblingskuchen wartet.

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Saftiger One-Bowl-Apfelkuchen ohne Mixer recipe

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Saftiger One-Bowl-Apfelkuchen ohne Mixer – einfach karamellisiert

Dieser saftige, karamellisierte Apfelkuchen wird ganz ohne Mixer in einer Schüssel zubereitet. Die Äpfel werden vor dem Backen in Butter und Zucker karamellisiert, was dem Kuchen eine unwiderstehliche Süße und Tiefe verleiht.

  • Author: Sarah
  • Prep Time: 15 Minuten
  • Cook Time: 45 Minuten
  • Total Time: 1 Stunde
  • Yield: 12 Stücke 1x
  • Category: Dessert
  • Cuisine: Deutsch

Ingredients

Scale
  • 3 mittelgroße Äpfel (z.B. Boskop oder Elstar)
  • 50 g Butter (ungesalzen)
  • 60 g brauner Zucker
  • 1 TL Zimt
  • 250 g Mehl (Type 405 oder 550)
  • 150 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 2 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 2 große Eier (Zimmertemperatur)
  • 125 ml Milch (Zimmertemperatur)
  • 80 ml neutrales Öl (z.B. Rapsöl)
  • 1 TL Zitronenabrieb (von einer unbehandelten Zitrone)
  • Butter und Mehl für die Springform
  • 2 EL Hagelzucker oder brauner Zucker (optional)

Instructions

  1. Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze (160°C Umluft) vorheizen. Äpfel schälen, vierteln, Kerngehäuse entfernen und in 1 cm große Würfel schneiden.
  2. Butter in einer beschichteten Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen. Braunen Zucker und Zimt dazugeben, kurz umrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Apfelwürfel hineingeben und gut schwenken. Bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten köcheln lassen, bis die Äpfel weich sind und der Saft dickflüssig wird. Gelegentlich umrühren. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.
  3. In einer großen Rührschüssel Mehl, Zucker, Vanillezucker, Backpulver und Salz vermischen. Eine Mulde in die Mitte drücken. Eier, Milch, Öl und Zitronenabrieb hineingeben. Mit einem Schneebesen nur so lange rühren, bis ein glatter Teig entsteht (nicht überrühren).
  4. Die abgekühlten karamellisierten Äpfel vorsichtig mit einem Teigschaber unter den Teig heben. Springform (24 cm) einfetten und mit Mehl bestäuben (oder Backpapier auf den Boden legen). Teig einfüllen und glatt streichen. Hagelzucker oder braunen Zucker darüber streuen.
  5. Auf der mittleren Schiene 40-45 Minuten backen. Nach 40 Minuten Stäbchenprobe machen: Wenn kein Teig mehr kleben bleibt, ist der Kuchen fertig. Sonst 5 Minuten weiterbacken.
  6. Kuchen 10 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann Rand lösen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.

Notes

Die Äpfel sollten fest und säuerlich sein (Boskop oder Elstar). Den Teig nicht überrühren, sonst wird der Kuchen zäh. Der Kuchen schmeckt am nächsten Tag noch besser. Für eine vegane Version Eier durch 2 zerdrückte Bananen oder 4 EL Apfelmus ersetzen und Milch durch Hafermilch austauschen.

Nutrition

  • Serving Size: 1 Stück
  • Calories: 280
  • Sugar: 22
  • Sodium: 150
  • Fat: 12
  • Saturated Fat: 4
  • Carbohydrates: 38
  • Fiber: 2
  • Protein: 4

Keywords: Apfelkuchen, One-Bowl, karamellisiert, ohne Mixer, saftig, einfach, Herbst, Kuchen, Backen

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