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Ich war an einem verregneten Dienstag im September auf dem Flohmarkt in der Nachbarstadt, als mir eine ältere Dame ein vergilbtes Kochbuch in die Hand drückte. „Das brauchen Sie“, sagte sie mit einem Nicken, als hätte sie mich durchschaut. Ich hatte gerade nach alten Backformen gestöbert, und plötzlich hielt ich dieses zerfledderte Heft in den Händen, dessen Deckel mit Klebeband zusammengehalten wurde. Die Dame war die Enkelin einer Bäuerin aus dem Allgäu, und das Buch war voll mit handschriftlichen Notizen, Fettflecken und Randbemerkungen wie „beim nächsten Mal mehr Zimt“ oder „Hilde sagte, weniger Zucker“. Ich blätterte es durch, und mitten zwischen Plätzchenrezepten und Eintopfideen fand ich es: Omas saftiger Zwetschgendatschi mit knusprigen Streuseln. Das war der Moment, an dem ich wusste, dass dieser Nachmittag kein gewöhnlicher Flohmarktbesuch werden würde.
Ehrlich gesagt, ich war erst skeptisch. Ich meine, wie viele Zwetschgendatschi-Rezepte kann man eigentlich ausprobieren? Ich hatte schon welche mit Hefeteig, mit Mürbeteig, mit Pudding – aber dieses hier war anders. Die Notizen der Enkelin verrieten, dass ihre Oma den Teig immer mit einem Schuss Buttermilch gemacht hatte, und die Streusel wurden nicht einfach draufgestreut, sondern leicht in den Teig gedrückt. Klingt verrückt, oder? Aber genau das macht den Unterschied. Ich habe das Rezept am nächsten Wochenende ausprobiert, und als der Duft von Zwetschgen und Zimt durch meine Küche zog, wusste ich: Das ist der Zwetschgendatschi, nach dem ich immer gesucht habe. Seitdem backe ich ihn jedes Jahr im Spätsommer, wenn die ersten Zwetschgen vom Baum fallen. Vielleicht haben Sie auch so eine Begegnung erlebt – wo ein Rezept einfach zu Ihnen kommt, ohne dass Sie danach gesucht haben. Genau so fühlt sich dieses hier an.
Warum Sie diesen Zwetschgendatschi lieben werden
Dieser Zwetschgendatschi ist nicht einfach nur ein Kuchen. Er ist das Stück Kindheit, das Sie auf der Zunge schmelzen lässt, während die Streusel knusprig zwischen den Zähnen knacken. Ich habe ihn unzählige Male gebacken, für Familienfeste, Kaffeekränzchen und einfach nur so, weil der Heißhunger auf etwas Süßes zu groß war. Und jedes Mal war er weg, bevor ich selbst ein zweites Stück nehmen konnte.
- Saftig und doch knusprig: Der Teig wird durch die Buttermilch unglaublich zart, während die Streusel oben eine goldbraune Kruste bilden. Perfekt ausbalanciert.
- Einfache Zutaten: Sie brauchen nichts Exotisches. Alles, was Sie für diesen Zwetschgendatschi brauchen, haben Sie wahrscheinlich schon im Vorratsschrank. Keine langen Einkaufslisten, keine teuren Spezialprodukte.
- Perfekt für den Spätsommer: Wenn die Zwetschgen Saison haben, ist dieser Kuchen der Star auf jeder Kaffeetafel. Aber auch mit anderen Steinobsten funktioniert er wunderbar.
- Immer ein Erfolg: Ob beim Sonntagskaffee mit der Familie oder beim Mitbringsel-Buffet – dieser Zwetschgendatschi bekommt immer Komplimente. Selbst Leute, die sonst keinen Obstkuchen mögen, greifen hier zu.
- Unwiderstehlich lecker: Die Kombination aus säuerlichen Zwetschgen, süßem Teig und buttrigen Streuseln ist einfach himmlisch. Der erste Bissen wird Sie umhauen.
Was diesen Zwetschgendatschi von anderen Rezepten unterscheidet? Es ist die Technik, die Streusel nicht nur obendrauf zu geben, sondern sie leicht in den Teig zu drücken. Das sorgt dafür, dass sie beim Backen nicht abfallen, sondern mit dem Teig verschmelzen und eine knusprige Schicht bilden. Außerdem verwende ich einen Schuss Buttermilch im Teig, der ihn besonders saftig macht, ohne ihn schwer werden zu lassen. Ich habe das Rezept über Jahre verfeinert, bis es genau so war, wie ich es aus meiner Kindheit in Erinnerung hatte – nur noch besser.
Dieser Zwetschgendatschi ist nicht einfach nur gut. Er ist der Kuchen, bei dem Sie nach dem ersten Bissen die Augen schließen und für einen Moment alles um sich herum vergessen. Er ist Trost, Erinnerung und pure Freude auf einem Teller. Und das Beste: Er gelingt auch Anfängern.
Welche Zutaten Sie brauchen
Für diesen saftigen Zwetschgendatschi mit knusprigen Streuseln verwenden Sie am besten frische, reife Zwetschgen. Die Zutaten sind bewusst einfach gehalten, damit der Geschmack der Früchte im Mittelpunkt steht. Hier ist alles, was Sie brauchen:
Für den Teig
- 250 g Mehl (Type 405 oder 550, ich bevorzuge Weizenmehl für einen lockeren Teig)
- 125 g Zucker (feiner Kristallzucker, aber auch brauner Zucker geht – dann wird der Teig leicht karamellig)
- 1 Päckchen Vanillezucker (selbstgemacht oder gekauft, ich nehme am liebsten echte Vanille)
- 1 Prise Salz (das hebt die Süße hervor)
- 125 g kalte Butter (in kleine Stücke geschnitten, nicht zu weich)
- 1 Ei (Größe M, Zimmertemperatur)
- 3 EL Buttermilch (das ist mein Geheimtipp für extra Saftigkeit – normale Milch geht aber auch)
- 1 TL Backpulver (für die Lockerheit)
Für den Belag
- 1 kg frische Zwetschgen (oder Pflaumen, aber Zwetschgen sind weniger wässrig und behalten besser ihre Form)
- 2 EL Zucker (zum Bestreuen der Zwetschgen, je nach Säuregrad der Früchte)
- 1 TL Zimt (gemahlen, am besten Ceylon-Zimt für ein feineres Aroma)
Für die Streusel
- 150 g Mehl
- 100 g Zucker (ich mische manchmal braunen und weißen Zucker für mehr Geschmack)
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 100 g kalte Butter (in kleinen Stücken, wirklich kalt – das macht die Streusel knusprig)
- Eine Prise Salz
Ein Tipp zur Zwetschgenauswahl: Achten Sie darauf, dass die Zwetschgen fest sind und sich leicht vom Stein lösen. Wenn Sie keine frischen Zwetschgen bekommen, können Sie auch TK-Zwetschgen verwenden – lassen Sie sie vorher gut abtropfen. Für eine glutenfreie Variante ersetzen Sie das Mehl durch eine glutenfreie Mehlmischung, die Backpulver enthält. Die Buttermilch können Sie durch pflanzliche Milch mit einem Spritzer Zitronensaft ersetzen.
Benötigte Küchengeräte
Für diesen Zwetschgendatschi brauchen Sie keine ausgefallenen Geräte. Die meisten Dinge haben Sie bestimmt schon in Ihrer Küche. Hier ist, was ich verwende:
- Eine Springform (26 cm Durchmesser) oder eine rechteckige Backform (ca. 30×20 cm). Ich persönlich liebe die Springform, weil der Kuchen so schön hoch wird und die Ränder knusprig bleiben.
- Eine Küchenwaage – genaues Abwiegen ist bei diesem Rezept wichtig, besonders bei den Streuseln. Ich habe schon oft improvisiert und dann waren die Streusel zu trocken.
- Eine große Rührschüssel aus Edelstahl oder Glas. Keine Plastikschüsseln, die riechen manchmal nach dem Spüli.
- Ein Handrührgerät mit Knethaken oder eine Küchenmaschine. Der Teig ist schnell gemacht, aber mit der Hand wird es mühsam, die Butter einzuarbeiten.
- Ein scharfes Messer zum Entsteinen der Zwetschgen. Ein Obstentsteiner ist auch praktisch, aber ich finde, mit dem Messer hat man mehr Kontrolle.
- Ein Backblech mit Backpapier oder die Springform einfetten und mit Mehl ausstäuben.
- Ein Kuchengitter zum Auskühlen lassen – sonst wird der Boden matschig.
Mein persönlicher Tipp: Wenn Sie eine Küchenmaschine haben, nehmen Sie sie für die Streusel. Die Butter bleibt dann schön kalt, und die Streusel werden perfekt krümelig. Ich habe mir vor Jahren eine günstige gebrauchte Küchenmaschine gekauft, und sie ist die beste Investition für meine Backprojekte gewesen.
Zubereitung: Schritt für Schritt zum perfekten Zwetschgendatschi
Jetzt geht es ans Eingemachte. Keine Sorge, dieser Zwetschgendatschi ist einfacher, als Sie denken. Ich zeige Ihnen jeden Schritt genau, damit nichts schiefgehen kann.
Schritt 1: Die Zwetschgen vorbereiten (15 Minuten)
Waschen Sie die Zwetschgen gründlich und halbieren Sie sie. Entfernen Sie den Stein mit einem Messer oder den Fingern. Ich mache das immer über einer Schüssel, damit der Sitz nicht verloren geht. Die Hälften sollten nicht zu dünn sein – etwa einen halben Zentimeter dick. Wenn sie zu dick sind, werden sie nicht weich genug. Legen Sie die vorbereiteten Zwetschgen beiseite und bestreuen Sie sie leicht mit Zucker und Zimt. Das zieht den Saft heraus und macht sie noch aromatischer.
Schritt 2: Den Teig zubereiten (10 Minuten)
Geben Sie das Mehl, den Zucker, den Vanillezucker, das Salz und das Backpulver in eine große Schüssel. Vermischen Sie alles kurz mit einem Löffel. Dann geben Sie die kalten Butterstücke dazu und verkneten alles mit dem Handrührgerät (Knethaken) zu einer krümeligen Masse. Es ist okay, wenn noch kleine Butterstückchen zu sehen sind – das macht den Teig später flockig. Fügen Sie das Ei und die Buttermilch hinzu und kneten Sie alles zu einem glatten Teig. Der Teig wird etwas weicher als ein Mürbeteig, das ist normal. Wickeln Sie ihn in Frischhaltefolie und legen Sie ihn für 30 Minuten in den Kühlschrank. Diese Ruhezeit ist wichtig, damit der Teig nicht zusammenfällt.
Schritt 3: Die Streusel zubereiten (5 Minuten)
Während der Teig kühlt, machen Sie die Streusel. Vermischen Sie Mehl, Zucker, Vanillezucker und Salz in einer Schüssel. Geben Sie die kalten Butterstücke dazu und verreiben Sie alles mit den Fingerspitzen zu krümeligen Streuseln. Nicht zu lange kneten, sonst wird die Butter zu warm und die Streusel werden fest. Die Streusel sollten so aussehen wie grober Sand. Stellen Sie sie kalt, bis Sie sie brauchen.
Schritt 4: Den Teig ausrollen und die Form vorbereiten (10 Minuten)
Heizen Sie den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) vor. Fetten Sie Ihre Springform oder Backform ein und bestäuben Sie sie mit Mehl. Nehmen Sie den Teig aus dem Kühlschrank und rollen Sie ihn auf einer leicht bemehlten Fläche aus. Der Teig sollte etwa 0,5 cm dick sein. Legen Sie ihn in die Form und drücken Sie ihn am Rand etwas hoch, damit eine kleine Kante entsteht. Stechen Sie den Boden mehrmals mit einer Gabel ein, damit keine Blasen entstehen.
Schritt 5: Die Zwetschgen verteilen (5 Minuten)
Jetzt kommen die Zwetschgen dran. Legen Sie die Hälften mit der Schnittfläche nach unten dicht an dicht auf den Teig. Drücken Sie sie leicht an, damit sie im Teig versinken. Die Zwetschgen sollten den ganzen Boden bedecken – je mehr, desto saftiger wird der Kuchen. Streuen Sie den restlichen Zucker-Zimt-Mix darüber.
Schritt 6: Die Streusel darauf geben (5 Minuten)
Nehmen Sie die Streusel aus dem Kühlschrank und verteilen Sie sie gleichmäßig über den Zwetschgen. Hier kommt mein Trick: Drücken Sie die Streusel leicht an, aber nicht zu fest. So bleiben sie beim Backen schön knusprig und fallen nicht ab. Wenn Sie mögen, können Sie noch ein paar Mandelblättchen darüber streuen – das gibt extra Biss.
Schritt 7: Backen (45-50 Minuten)
Schieben Sie den Zwetschgendatschi auf die mittlere Schiene in den vorgeheizten Ofen. Backen Sie ihn 45-50 Minuten, bis die Streusel goldbraun sind und der Teig an den Rändern Farbe bekommt. Machen Sie die Stäbchenprobe: Wenn kein Teig mehr kleben bleibt, ist er fertig. Lassen Sie den Kuchen 10 Minuten in der Form abkühlen, dann lösen Sie den Rand und lassen ihn auf einem Gitter vollständig auskühlen.
Mein persönlicher Tipp für die Wartezeit: Der Duft, der während des Backens durch die Küche zieht, ist unbeschreiblich. Genießen Sie ihn! Und wenn Sie wie ich ungeduldig sind: Ein kleines Stück vom Rand schmeckt auch noch warm, aber der Kuchen wird richtig gut, wenn er ganz ausgekühlt ist – dann sind die Aromen perfekt.
Backtipps und Techniken für den perfekten Zwetschgendatschi
Im Laufe der Jahre habe ich so manchen Fehler gemacht – und daraus gelernt. Hier sind meine besten Tipps, damit Ihr Zwetschgendatschi jedes Mal gelingt:
- Die Butter muss kalt sein: Sowohl für den Teig als auch für die Streusel. Wenn die Butter zu weich ist, werden die Streusel zu einer einzigen Masse und der Teig wird fettig. Schneiden Sie die Butter in kleine Würfel und stellen Sie sie vor der Verarbeitung nochmal für 10 Minuten in den Kühlschrank.
- Nicht zu viel kneten: Der Teig für den Zwetschgendatschi ist kein Brotteig. Kneten Sie ihn nur so lange, bis alles gerade so zusammenhält. Sonst wird er zäh.
- Die Zwetschgen richtig vorbereiten: Wenn die Zwetschgen sehr saftig sind, können Sie sie vor dem Belegen mit etwas Speisestärke bestäuben. Das bindet den Saft und verhindert, dass der Teig durchweicht. Ich mache das immer, wenn ich besonders reife Früchte habe.
- Die Streusel nicht vergessen: Drücken Sie sie leicht an, aber nicht zu fest. Und wenn Sie Streusel übrig haben, frieren Sie sie ein – sie sind perfekt für andere Kuchen oder als Topping für Joghurt.
- Die richtige Backzeit: Jeder Ofen ist anders. Behalten Sie den Kuchen nach 40 Minuten im Auge. Wenn die Streusel zu dunkel werden, decken Sie ihn mit Alufolie ab.
Einmal habe ich vergessen, die Buttermilch in den Teig zu geben – das Ergebnis war trocken und bröselig. Seitdem schreibe ich mir die Zutaten auf, bevor ich anfange. Ja, das klingt altmodisch, aber es hilft. Und wenn Ihnen das passiert, wissen Sie: Es ist nicht das Ende der Welt. Ein bisschen Puderzucker drüber und keiner merkt den Unterschied.
Variationen und Anpassungen
Dieser Zwetschgendatschi ist ein echtes Verwandlungstalent. Hier sind ein paar Ideen, wie Sie ihn abwandeln können:
- Mit anderen Früchten: Wenn keine Zwetschgen Saison haben, probieren Sie es mit Äpfeln, Birnen oder Aprikosen. Äpfel sollten Sie vorher in dünne Scheiben schneiden und mit Zitronensaft beträufeln, damit sie nicht braun werden.
- Vegane Variante: Ersetzen Sie die Butter durch vegane Margarine (achten Sie auf eine gute Qualität) und das Ei durch einen Esslöffel Leinsamenmehl mit drei Esslöffeln Wasser. Die Buttermilch ersetzen Sie durch Sojamilch mit einem Spritzer Zitronensaft.
- Mit Streusel-Variationen: Geben Sie gehackte Nüsse (Mandeln, Walnüsse oder Haselnüsse) unter die Streusel. Oder mischen Sie etwas Kakao unter das Mehl für Schoko-Streusel – das ist der absolute Hit bei Kindern.
- Mit Pudding: Für eine extra cremige Schicht können Sie vor den Zwetschgen eine dünne Schicht Vanillepudding auf den Teig streichen. Das macht den Kuchen noch saftiger, aber auch etwas schwerer.
- Weniger süß: Reduzieren Sie den Zucker im Teig auf 100 g und in den Streuseln auf 80 g. Die Zwetschgen bringen selbst genug Süße mit, besonders wenn sie sehr reif sind.
Ich habe selbst schon einige Variationen ausprobiert, aber meine liebste ist die mit einer Prise Kardamom im Teig. Das gibt dem Zwetschgendatschi eine unerwartete, würzige Note, die perfekt zum Herbst passt. Probieren Sie es aus!
Servier- und Aufbewahrungstipps
Der Zwetschgendatschi schmeckt am besten, wenn er vollständig ausgekühlt ist – dann sind die Aromen perfekt eingezogen. Aber ehrlich gesagt, ein lauwarmes Stück mit einer Kugel Vanilleeis ist auch himmlisch. Servieren Sie ihn auf einer schönen Kuchenplatte und bestäuben Sie ihn vor dem Servieren mit etwas Puderzucker. Dazu passt ein Klecks Schlagsahne oder ein Löffel Crème fraîche, die die Süße wunderbar ausgleicht.
Wenn Sie Gäste haben, können Sie den Zwetschgendatschi schon am Vortag backen. Er schmeckt am zweiten Tag sogar noch besser, weil sich die Aromen setzen. Bewahren Sie ihn in einer luftdichten Kuchenbox bei Raumtemperatur auf – nicht im Kühlschrank, da wird er trocken. So hält er sich 3-4 Tage.
Einfrieren geht auch wunderbar: Wickeln Sie den ausgekühlten Kuchen in Frischhaltefolie und dann in Alufolie. So hält er sich bis zu 3 Monate. Zum Auftauen lassen Sie ihn einfach bei Raumtemperatur auf dem Küchentisch stehen – das dauert etwa 2-3 Stunden. Oder Sie wärmen einzelne Stücke kurz im Ofen bei 150 °C auf – dann schmecken sie fast wie frisch gebacken.
Nährwertangaben und gesundheitliche Vorteile
Dieser Zwetschgendatschi ist ein traditioneller Kuchen, den man nicht jeden Tag isst – aber wenn, dann mit gutem Gewissen. Hier sind die ungefähren Nährwerte pro Stück (bei 12 Stücken):
- Kalorien: ca. 320 kcal
- Kohlenhydrate: ca. 45 g
- Fett: ca. 14 g
- Eiweiß: ca. 4 g
- Ballaststoffe: ca. 3 g
Die Zwetschgen sind die wahren Stars in Sachen Gesundheit. Sie enthalten viele Ballaststoffe, die die Verdauung fördern, sowie Vitamin C, Vitamin K und Kalium. Außerdem stecken sie voller Antioxidantien, die Ihre Zellen schützen. Die Buttermilch im Teig liefert Kalzium für starke Knochen, und die Mandelblättchen (falls Sie welche verwenden) geben gesunde Fette und Vitamin E.
Wenn Sie auf Ihre Ernährung achten, können Sie den Zucker reduzieren oder durch Erythrit ersetzen. Aber ich finde, ein traditioneller Zwetschgendatschi darf auch mal sündigen – es ist schließlich ein Genussmittel. Genießen Sie ihn in Maßen, und er wird Ihnen guttun.
Fazit: Warum dieser Zwetschgendatschi der beste ist
Dieser saftige Zwetschgendatschi mit knusprigen Streuseln ist mehr als nur ein Rezept. Er ist eine Einladung, den Spätsommer zu feiern, die Ernte zu genießen und sich eine Auszeit vom Alltag zu gönnen. Ich liebe ihn, weil er so unkompliziert ist und doch so viel Freude bereitet. Jedes Mal, wenn ich ihn backe, denke ich an den verregneten Flohmarkt und die freundliche Dame, die mir das alte Kochbuch geschenkt hat. Und ich bin dankbar, dass ich dieses Rezept mit Ihnen teilen darf.
Probieren Sie es aus – und machen Sie ihn zu Ihrem eigenen. Ändern Sie die Gewürze, probieren Sie andere Früchte, oder lassen Sie ihn genau so, wie er ist. Ich bin sicher, er wird auch in Ihrer Küche ein Liebling werden. Und wenn Sie ihn gebacken haben, schreiben Sie mir in den Kommentaren, wie er gelungen ist. Ich freue mich auf Ihre Geschichten!
In diesem Sinne: Ran an die Zwetschgen, und backen Sie los. Ihr Küche wird es Ihnen danken – und Ihre Familie auch.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Kann ich auch Pflaumen statt Zwetschgen verwenden?
Ja, das geht. Allerdings sind Pflaumen saftiger und wässriger als Zwetschgen. Bestäuben Sie sie vor dem Belegen mit etwas Speisestärke, damit der Teig nicht durchweicht. Der Geschmack ist etwas milder, aber immer noch lecker.
Muss der Teig wirklich kalt gestellt werden?
Ja, das ist wichtig. Der Teig wird durch die Kühlung fester und lässt sich besser ausrollen. Außerdem verhindert die Kälte, dass die Butter zu früh schmilzt, was den Teig sonst fettig machen würde. 30 Minuten sind das Minimum, aber eine Stunde ist noch besser.
Kann ich den Zwetschgendatschi auch ohne Ei backen?
Ja, für eine vegane Variante ersetzen Sie das Ei durch einen Esslöffel Leinsamenmehl mit drei Esslöffeln Wasser (quellen lassen). Der Teig wird etwas fester, aber das Ergebnis ist trotzdem saftig. Achten Sie darauf, dass die Butter durch vegane Margarine ersetzt wird.
Warum werden meine Streusel nicht knusprig?
Das liegt meistens daran, dass die Butter zu warm ist. Verwenden Sie wirklich kalte Butter und arbeiten Sie schnell. Wenn die Streusel nach dem Backen weich sind, können Sie den Kuchen nochmal für 5 Minuten bei 200 °C in den Ofen schieben – das hilft oft. Auch zu viel Zucker kann die Streusel weich machen, also halten Sie sich an die Mengen.
Kann ich den Kuchen einfrieren?
Ja, sehr gut sogar. Wickeln Sie den vollständig ausgekühlten Kuchen in Frischhaltefolie und dann in Alufolie. So hält er sich bis zu 3 Monate. Zum Auftauen lassen Sie ihn bei Raumtemperatur stehen. Einzelne Stücke können Sie auch in der Mikrowelle oder im Ofen aufwärmen.
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Omas saftiger Zwetschgendatschi mit knusprigen Streuseln – einfaches Rezept
Ein traditioneller Zwetschgendatschi mit saftigem Buttermilchteig und knusprigen Streuseln, der an die Kindheit erinnert und perfekt für den Spätsommer ist.
- Prep Time: 30 Minuten
- Cook Time: 45-50 Minuten
- Total Time: 1 Stunde 15 Minuten - 1 Stunde 20 Minuten
- Yield: 12 Stücke 1x
- Category: Kuchen
- Cuisine: Deutsch
Ingredients
- 250 g Mehl (Type 405 oder 550)
- 125 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- 125 g kalte Butter
- 1 Ei (Größe M)
- 3 EL Buttermilch
- 1 TL Backpulver
- 1 kg frische Zwetschgen
- 2 EL Zucker
- 1 TL Zimt
- 150 g Mehl (für Streusel)
- 100 g Zucker (für Streusel)
- 1 Päckchen Vanillezucker (für Streusel)
- 100 g kalte Butter (für Streusel)
- Eine Prise Salz (für Streusel)
Instructions
- Zwetschgen waschen, halbieren und entsteinen. Mit 2 EL Zucker und 1 TL Zimt bestreuen und beiseitestellen.
- Für den Teig: Mehl, Zucker, Vanillezucker, Salz und Backpulver in einer Schüssel vermischen. Kalte Butterstücke dazugeben und mit dem Handrührgerät zu einer krümeligen Masse verarbeiten. Ei und Buttermilch hinzufügen und zu einem glatten Teig kneten. In Frischhaltefolie wickeln und 30 Minuten kalt stellen.
- Für die Streusel: Mehl, Zucker, Vanillezucker und Salz vermischen. Kalte Butterstücke dazugeben und mit den Fingerspitzen zu krümeligen Streuseln verreiben. Kalt stellen.
- Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) vorheizen. Springform (26 cm) einfetten und mit Mehl bestäuben.
- Teig auf bemehlter Fläche ca. 0,5 cm dick ausrollen, in die Form legen und einen Rand hochdrücken. Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen.
- Zwetschgenhälften mit der Schnittfläche nach unten dicht an dicht auf den Teig legen und leicht andrücken.
- Streusel gleichmäßig über den Zwetschgen verteilen und leicht andrücken.
- Auf der mittleren Schiene 45-50 Minuten backen, bis die Streusel goldbraun sind. Stäbchenprobe machen.
- 10 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann Rand lösen und auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen.
Notes
Die Streusel leicht in den Teig drücken, damit sie nicht abfallen. Buttermilch macht den Teig besonders saftig. Zwetschgen vor dem Belegen mit Speisestärke bestäuben, wenn sie sehr saftig sind.
Nutrition
- Serving Size: 1 Stück
- Calories: 320
- Sugar: 25
- Sodium: 0.2
- Fat: 14
- Saturated Fat: 8
- Carbohydrates: 45
- Fiber: 3
- Protein: 4
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