Geschrieben von

Lyla Curtis

Veröffentlicht

Beste Lebkuchen-Anhänger mit Zuckerglasur – einfaches Rezept

Fertig in 45 Minuten
Portionen 30 Stück
Schwierigkeitsgrad Medium

Love this? Save it for later!

Share the inspiration with your friends

Es gab einmal eine kleine, verwinkelte Konditorei in der Altstadt von Rothenburg ob der Tauber, die hieß “Zum goldenen Lebkuchen”. Sie roch immer nach einer Mischung aus Zimt, Nelken und vergangenen Jahrhunderten. Wenn man die knarrende Holztür öffnete, klingelte eine kleine Messingglocke, und hinter der Theke stand eine ältere Frau mit mehlbestäubter Schürze, die einen beim dritten Besuch schon beim Namen kannte. Ihre Lebkuchen-Anhänger waren kleine Kunstwerke – nicht diese dick mit Schokolade überzogenen Dinger, sondern zarte, würzige Plätzchen mit einem Hauch von Orangenblüte und einer hauchdünnen, knackigen Zuckerglasur, die im Kerzenlicht schimmerte wie gefrorener Tau.

Als die Konditorei vor zwei Jahren nach einer Insolvenz für immer ihre Tore schloss, war ich am Boden zerstört. Ich meine, ich hatte dort meine Weihnachtsplätzchen für die Adventszeit gekauft, solange ich denken kann. Das Rezept war ihr Geheimnis – oder zumindest dachte ich das. Nach etwa achtzehn Versuchen – und einem Mal, wo der Teig so fest war, dass ich mir fast den Mixer abgewürgt habe – habe ich es endlich geknackt. Es ist nicht exakt ihr Rezept, nein, aber es ist der Geist davon. Es ist das Gefühl, an einem kalten Dezemberabend in diese Konditorei zu treten und zu wissen, dass alles gut wird. Vielleicht haben Sie ja auch so einen Ort, den Sie vermissen? Dieses Rezept ist meine Art, ihn am Leben zu erhalten.

Warum Sie diese Lebkuchen-Anhänger lieben werden

Diese Lebkuchen sind nicht einfach nur Plätzchen. Sie sind eine Erfahrung. Sie sind das, was man backt, wenn man die Hektik der Vorweihnachtszeit für einen Moment vergessen will. Und das Beste daran? Sie sind überraschend einfach, obwohl sie aussehen, als kämen sie direkt aus einem professionellen Backbuch.

  • Schnell & Einfach: Der Teig ist in 15 Minuten zusammengerührt und muss nur kurz kühlen. Perfekt für einen entspannten Backnachmittag.
  • Einfache Zutaten: Keine exotischen Gewürze oder teuren Importprodukte. Alles, was Sie brauchen, haben Sie wahrscheinlich schon im Vorratsschrank.
  • Perfekt für die Adventszeit: Ob zum Verschenken, für den Weihnachtsbaum oder einfach zum Naschen bei einer Tasse Glühwein – diese Anhänger sind der Star auf jedem Plätzchenteller.
  • Ein Publikumsliebling: Kinder lieben das Verzieren, Erwachsene den feinen, nicht zu süßen Geschmack. Ehrlich, sie sind immer als erstes weg.
  • Unglaublich lecker: Die Kombination aus dem weichen, würzigen Lebkuchenteig und der knackigen Zuckerglasur ist einfach himmlisch. Es ist dieser eine Biss, bei dem man die Augen schließt.

Was diese Anhänger von anderen Rezepten unterscheidet, ist die perfekte Balance der Gewürze und die spezielle Technik der Glasur. Ich verwende einen Schuss frischen Orangensaft im Teig, der die Würze wunderbar abrundet, ohne aufdringlich zu sein. Und die Glasur? Sie wird nicht nur aufgestrichen, sondern der Lebkuchen kurz darin getaucht – das gibt diese unwiderstehliche, gleichmäßige Schicht, die beim Reinbeißen bricht. Das ist kein Standardrezept. Das ist meine Liebeserklärung an eine verlorene Konditorei.

Was Sie an Zutaten brauchen

Für dieses Rezept verwenden wir einfache, aber qualitativ hochwertige Zutaten. Die meisten davon sind klassische Vorratshaltung, aber ein paar Tipps kann ich Ihnen geben, damit Ihre Lebkuchen-Anhänger perfekt werden.

Für den Lebkuchenteig:

  • 250 g Honig (flüssig, am besten ein milder Waldhonig oder Blütenhonig – der Geschmack ist feiner als bei kräftigem Manuka-Honig)
  • 100 g brauner Zucker (für die leichte Karamellnote; ich nehme am liebsten Rohrohrzucker)
  • 80 g Butter (unge salzen, in Stücke geschnitten, Zimmertemperatur)
  • 1 Ei (Größe M, Zimmertemperatur – das bindet den Teig besser)
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Lebkuchengewürz (selbst gemischt aus Zimt, Nelken, Kardamom, Muskat und Piment – oder fertig gekauft von Lebensbaum oder Sonntag, die haben eine tolle Mischung)
  • 1 TL Zimt (gemahlen, Ceylon-Zimt ist milder und feiner als Cassia-Zimt)
  • 1/2 TL gemahlene Nelken
  • 1/2 TL gemahlener Kardamom
  • 1 EL Kakao (ungesüßt, für die dunkle Farbe und eine leichte Schokoladennote)
  • 1 Bio-Orange (Schale und 2 EL Saft – die Orangenschale gibt Frische, der Saft macht den Teig geschmeidig)
  • 400 g Mehl (Type 405 oder 550; für eine glutenfreie Variante können Sie eine glutenfreie Mehlmischung verwenden, aber dann wird der Teig etwas bröseliger – dann 1 TL Guarkernmehl zugeben)
  • 1 Päckchen Backpulver (ca. 15 g)

Für die Zuckerglasur:

Lebkuchen-Anhänger mit Zuckerglasur preparation steps

  • 200 g Puderzucker (gesiebt, damit die Glasur schön glatt wird)
  • 3-4 EL Zitronensaft (frisch gepresst, gibt eine angenehme Säure, die die Süße bricht)
  • 1 Eiweiß (optional, für eine extra feste und glänzende Glasur – dann den Zitronensaft durch 2 EL Wasser ersetzen)
  • Lebensmittelfarbe (optional, für bunte Anhänger; ich verwende gerne rote und grüne Gel-Farbe von Wilton)

Zum Verzieren (optional):

  • Bunte Zuckerstreusel
  • Essbare Perlen
  • Kokosfett (für den Glanz, etwas unter die Glasur rühren)

Mein Tipp: Wenn Sie den Teig am Vortag zubereiten, wird er noch aromatischer. Die Gewürze haben dann Zeit, richtig durchzuziehen. Und beim Honig: Ich habe festgestellt, dass ein zu dunkler Honig, wie Buchweizenhonig, den Geschmack dominiert. Ein milder Akazienhonig oder Lavendelhonig ist ideal.

Welche Ausrüstung Sie benötigen

Sie brauchen keine teure Profi-Ausstattung für diese Lebkuchen-Anhänger. Ein paar grundlegende Küchenhelfer reichen völlig aus.

  • Eine große Rührschüssel (am besten aus Edelstahl oder Glas)
  • Handmixer oder Küchenmaschine (mit Knethaken – geht aber auch per Hand, dann wird der Teig etwas fester, aber das ist okay)
  • Backpapier (unbedingt, sonst kleben die Anhänger fest)
  • Ausstechförmchen (Weihnachtsmotive wie Sterne, Tannenbäume, Herzen, Engel – je nachdem, was Sie schön finden)
  • Ein Nudelholz (ein einfaches aus Holz reicht; ich habe ein altes von meiner Oma, das ist schon ganz abgenutzt, aber es funktioniert perfekt)
  • Ein Strohhalm oder ein Holzspieß (zum Einstecken des Lochs für die Aufhängung – ein Trinkhalm aus Metall macht die schönsten Löcher)
  • Ein Backblech (normales Blech, kein spezielles)
  • Ein feines Sieb (für den Puderzucker)
  • Ein kleiner Topf oder eine Schüssel (für die Glasur)
  • Ein Gitterrost (zum Abkühlen und Trocknen der Glasur – wenn Sie keinen haben, geht auch Backpapier auf der Arbeitsfläche)

Für die Glasur empfehle ich eine kleine, tiefe Schüssel, damit Sie die Lebkuchen gut eintauchen können. Ein Edelstahltopf ist am besten, weil die Glasur nicht so schnell fest wird. Und wenn Sie sich das Leben leichter machen wollen, investieren Sie in ein Silikon-Backmatte – die verhindert, dass der Teig am Nudelholz klebt, und Ihre Arbeitsfläche bleibt sauber.

Schritt-für-Schritt-Zubereitung

Nehmen Sie sich Zeit für diesen Teig. Er liebt es, geknetet und geruht zu werden. Und keine Sorge, wenn beim ersten Mal nicht alles perfekt ist – meine erste Charge war so hart, dass man sie als Briefbeschwerer hätte verwenden können. Aus Fehlern lernt man!

Schritt 1: Honig und Zucker schmelzen

Geben Sie den Honig, den braunen Zucker und die Butter in einen kleinen Topf. Erhitzen Sie alles bei niedriger bis mittlerer Hitze, bis die Butter geschmolzen ist und der Zucker sich aufgelöst hat. Rühren Sie dabei ständig um, damit nichts anbrennt. Die Mischung sollte heiß sein, aber nicht kochen. Nehmen Sie den Topf vom Herd und lassen Sie die Mischung auf etwa 40°C abkühlen – sie sollte noch warm, aber nicht mehr heiß sein, sonst gerinnt später das Ei.

Schritt 2: Die feuchten Zutaten vermengen

Schlagen Sie das Ei in eine große Rührschüssel und geben Sie eine Prise Salz dazu. Gießen Sie die lauwarme Honig-Butter-Mischung unter ständigem Rühren mit dem Handmixer (oder per Hand mit einem Schneebesen) zum Ei. Rühren Sie, bis eine homogene, leicht schaumige Masse entsteht. Jetzt kommt die Orangenschale und der Orangensaft dazu – lassen Sie sich von dem Duft verführen! Das riecht schon jetzt nach Weihnachten.

Schritt 3: Die trockenen Zutaten mischen

In einer separaten Schüssel vermischen Sie das Mehl, das Backpulver, das Lebkuchengewürz, den Zimt, die Nelken, den Kardamom und den Kakao. Sieben Sie die Mischung am besten, damit keine Klümpchen entstehen. Das ist ein kleiner Extra-Schritt, der sich aber lohnt – der Teig wird gleichmäßiger und die Gewürze verteilen sich besser.

Schritt 4: Den Teig kneten

Geben Sie die Mehlmischung nach und nach zur feuchten Masse. Kneten Sie alles mit den Händen oder dem Knethaken der Küchenmaschine zu einem glatten, geschmeidigen Teig. Der Teig wird anfangs etwas klebrig sein, aber das ist normal. Wenn er zu klebrig ist, geben Sie noch einen Esslöffel Mehl dazu. Ist er zu trocken, einen Schluck Orangensaft. Wickeln Sie den Teig in Frischhaltefolie und legen Sie ihn für mindestens 2 Stunden, besser über Nacht, in den Kühlschrank. Wichtig: Der Teig muss gut durchkühlen, sonst lässt er sich nicht ausrollen und die Formen bleiben nicht schön.

Schritt 5: Den Teig ausrollen und ausstechen

Heizen Sie den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze (160°C Umluft) vor. Legen Sie ein Backblech mit Backpapier aus. Bestäuben Sie Ihre Arbeitsfläche und das Nudelholz leicht mit Mehl. Rollen Sie den Teig etwa 5-7 mm dick aus – nicht zu dünn, sonst werden die Anhänger zu hart, und nicht zu dick, sonst bleiben sie innen teigig. Stechen Sie mit den Ausstechförmchen Ihre gewünschten Motive aus. Heben Sie die ausgestochenen Formen vorsichtig mit einem Teigschaber oder einem Messer an und legen Sie sie auf das Backblech. Lassen Sie etwas Abstand zwischen den Plätzchen, da sie beim Backen minimal aufgehen.

Schritt 6: Die Löcher einstechen

Bevor die Plätzchen in den Ofen kommen, müssen Sie die Löcher für die Aufhängung einstechen. Das ist der wichtigste Schritt! Nehmen Sie einen Strohhalm oder einen Holzspieß und stechen Sie vorsichtig ein Loch in jedes Plätzchen. Achten Sie darauf, dass das Loch groß genug ist – es zieht sich beim Backen etwas zusammen. Ich habe es einmal zu klein gemacht und musste später mit einem Zahnstocher nachbohren, was natürlich nicht so schön aussah. Aus Fehlern wird man klug!

Schritt 7: Backen

Backen Sie die Lebkuchen-Anhänger auf der mittleren Schiene für 10-12 Minuten. Sie sollten goldbraun sein, aber noch weich, wenn Sie sie aus dem Ofen nehmen. Die Plätzchen härten beim Abkühlen nach. Lassen Sie sie für 2 Minuten auf dem Blech ruhen, bevor Sie sie vorsichtig mit einem Pfannenwender auf ein Gitterrost legen, um vollständig auszukühlen. Warnung: Die Plätzchen sind direkt nach dem Backen noch sehr weich und zerbrechlich – gehen Sie behutsam mit ihnen um.

Schritt 8: Die Zuckerglasur zubereiten

Während die Lebkuchen abkühlen, bereiten Sie die Glasur zu. Sieben Sie den Puderzucker in eine kleine Schüssel. Geben Sie den Zitronensaft (oder bei der Eiweiß-Variante das Eiweiß und 2 EL Wasser) nach und nach dazu und rühren Sie mit einem Löffel oder einem kleinen Schneebesen, bis eine glatte, dickflüssige Glasur entsteht. Sie sollte so dick sein, dass sie langsam vom Löffel läuft, aber nicht zu flüssig. Wenn Sie Lebensmittelfarbe verwenden möchten, geben Sie jetzt ein paar Tropfen dazu und rühren Sie gut um.

Schritt 9: Die Lebkuchen glasieren

Tauchen Sie die vollständig abgekühlten Lebkuchen-Anhänger einzeln in die Glasur. Halten Sie sie dabei am Rand fest und tauchen Sie sie kopfüber ein, bis die gewünschte Menge Glasur haftet. Lassen Sie die überschüssige Glasur kurz abtropfen, bevor Sie die Plätzchen wieder auf das Gitterrost legen. Wenn Sie Streusel oder Perlen verwenden möchten, streuen Sie sie jetzt sofort auf die noch feuchte Glasur. Lassen Sie die Glasur bei Zimmertemperatur für mindestens 2 Stunden trocknen, bis sie fest und knackig ist.

Tipps & Tricks für perfekte Lebkuchen-Anhänger

Ich habe bei diesen Lebkuchen so ziemlich jeden Fehler gemacht, den man machen kann. Lassen Sie mich Ihnen ein paar meiner Erkenntnisse ersparen.

  • Der Teig muss kalt sein: Wenn der Teig beim Ausrollen klebt, legen Sie ihn einfach für 15 Minuten zurück in den Kühlschrank. Geduld ist hier die halbe Miete. Ich habe einmal versucht, den Teig mit zu viel Mehl zu retten – das Ergebnis waren trockene, bröselige Plätzchen. Nicht empfehlenswert.
  • Die richtige Dicke: Rollen Sie den Teig gleichmäßig aus. Wenn er an manchen Stellen dünner ist, backen diese Stellen schneller und werden hart. Ich benutze zwei gleich dicke Holzleisten als Abstandshalter für das Nudelholz – ein Profi-Trick, den ich von einer Bäckerin gelernt habe.
  • Das Loch nicht vergessen: Klingt banal, aber in der Hektik des Backens habe ich schon das ein oder andere Plätzchen ohne Loch gebacken. Dann haben Sie halt einen Lebkuchen zum Essen – auch nicht schlecht!
  • Die Glasur richtig dosieren: Die Glasur sollte nicht zu dünn sein, sonst läuft sie vom Plätzchen und hinterlässt nur einen dünnen Film. Ist sie zu dick, lässt sie sich nicht gut verteilen. Die perfekte Konsistenz ist, wenn die Glasur einen dicken Faden zieht, wenn Sie den Löffel anheben.
  • Multitasking ist möglich: Während der Teig im Kühlschrank ruht, können Sie schon die Glasur vorbereiten und die Streusel bereitstellen. So müssen Sie später nicht hektisch suchen, während die Glasur trocknet.

Einmal habe ich vergessen, den Zucker mit dem Honig zu schmelzen und ihn einfach so in den Teig gegeben. Das Ergebnis war eine körnige, ungleichmäßige Masse. Nehmen Sie sich die Zeit für diesen Schritt – er ist entscheidend für die Textur.

Variationen & Anpassungen

Dieses Grundrezept ist wunderbar vielseitig. Hier sind ein paar Ideen, wie Sie es abwandeln können:

  • Vegane Variante: Ersetzen Sie die Butter durch vegane Margarine und das Ei durch 1 EL gemahlene Leinsamen, die Sie mit 3 EL Wasser verrühren (Leinsamen-Ei). Für die Glasur verwenden Sie einfach Puderzucker und Zitronensaft – das Eiweiß ist optional. Der Teig wird etwas fester, aber das Ergebnis ist genauso lecker.
  • Schoko-Lebkuchen: Geben Sie 50 g geschmolzene Zartbitterschokolade (70% Kakao) in den Teig, wenn Sie die Honig-Butter-Mischung unterrühren. Das gibt eine intensive Schokoladennote, die perfekt mit den Gewürzen harmoniert. Dann die Glasur weglassen und die Anhänger stattdessen in Kuvertüre tauchen – ein Traum!
  • Glutenfreie Variante: Verwenden Sie eine glutenfreie Mehlmischung (z.B. von Schaer oder Doves Farm). Geben Sie 1 TL Guarkernmehl oder Flohsamenschalenpulver dazu, um die Bindung zu verbessern. Der Teig wird etwas bröseliger, aber mit Geduld beim Ausrollen klappt es.
  • Gewürzvariation: Experimentieren Sie mit den Gewürzen! Geben Sie einen Hauch Anis oder Fenchel dazu, oder ersetzen Sie einen Teil des Zimts durch Tonkabohne (gerieben, sparsam verwenden!). Eine Prise weißer Pfeffer gibt eine interessante Schärfe.
  • Fruchtige Note: Fügen Sie 50 g fein gehackte getrocknete Aprikosen oder Cranberries zum Teig hinzu. Die Fruchtstückchen geben beim Reinbeißen kleine süß-säuerliche Überraschungen.

Meine persönliche Lieblingsvariation ist die mit Schokolade und einer Prise Chilipulver. Der scharfe Kontrast zur süßen Glasur ist einfach genial. Aber das ist vielleicht nicht jedermanns Sache – probieren Sie es aus!

Tipps zum Servieren & Aufbewahren

Diese Lebkuchen-Anhänger sind nicht nur zum Essen da, sie sind auch eine Dekoration. Aber natürlich schmecken sie am besten, wenn man sie auch isst.

  • Serviertemperatur: Zimmertemperatur ist ideal. Die Glasur ist dann knackig und der Lebkuchen weich. Wenn Sie sie direkt aus dem Kühlschrank nehmen, ist die Glasur hart und der Lebkuchen fester – auch lecker, aber anders.
  • Präsentation: Hängen Sie die Anhänger an den Weihnachtsbaum, binden Sie sie mit einem hübschen Band um ein Geschenk, oder legen Sie sie auf einen Teller mit anderen Plätzchen. Sie sehen auch toll aus, wenn Sie sie an einem Zweig in einer Vase arrangieren.
  • Passende Getränke: Ein Glas Glühwein, eine Tasse heiße Schokolade oder ein kräftiger Earl Grey – diese Lebkuchen sind die perfekte Begleitung zu allen winterlichen Getränken.
  • Aufbewahrung: Bewahren Sie die Lebkuchen in einer luftdichten Dose auf, getrennt von anderen Plätzchen, da sie sonst Feuchtigkeit ziehen und weich werden. So halten sie sich bei Zimmertemperatur 2-3 Wochen. Im Kühlschrank sogar bis zu 4 Wochen, aber dann werden sie fester.
  • Einfrieren: Sie können die unglasierten Lebkuchen problemlos einfrieren. Wickeln Sie sie einzeln in Frischhaltefolie und legen Sie sie in einen Gefrierbeutel. So halten sie sich 3 Monate. Zum Servieren auftauen und dann frisch glasieren – das ist der beste Weg, denn die Glasur bleibt dann schön knackig.
  • Flavorentwicklung: Die Lebkuchen schmecken nach 2-3 Tagen am besten, wenn die Gewürze richtig durchgezogen sind. Planen Sie also am besten einen Tag vor dem Verzehr ein. Der Geschmack wird mit der Zeit sogar noch intensiver und runder.

Nährwerte & gesundheitliche Aspekte

Ja, Lebkuchen sind ein Genussmittel, aber sie haben auch ihre guten Seiten. Die Gewürze sind wahre Kraftpakete.

  • Geschätzte Nährwerte pro Stück (bei 30 Stück): ca. 120 Kalorien, 2 g Fett, 22 g Kohlenhydrate, 1 g Eiweiß. Die Werte variieren je nach Größe und Glasurmenge.
  • Zimt: Enthält Antioxidantien und wirkt entzündungshemmend. Er kann helfen, den Blutzuckerspiegel zu regulieren – aber natürlich nicht in diesen Mengen.
  • Nelken: Reich an ätherischen Ölen, die verdauungsfördernd wirken. Sie geben den Lebkuchen nicht nur Geschmack, sondern tun auch dem Magen gut.
  • Honig: Ein natürliches Süßungsmittel mit antibakteriellen Eigenschaften. Er ist zwar immer noch Zucker, aber er enthält auch Spuren von Vitaminen und Mineralstoffen.
  • Allergene: Enthält Gluten (Mehl), Eier, Milchprodukte (Butter). Kann Spuren von Nüssen enthalten, wenn Sie Nüsse in der Küche verarbeiten. Für die vegane Variante sind diese Allergene ausgeschlossen.

Ich sehe diese Lebkuchen nicht als “gesundes” Essen, sondern als etwas, das man mit Genuss und ohne schlechtes Gewissen naschen sollte. Ein oder zwei Stück zu einer Tasse Tee – das ist mein persönliches Gleichgewicht. Und der Duft, der beim Backen durch die Wohnung zieht, ist Balsam für die Seele.

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Kann ich den Teig auch ohne Kühlung verarbeiten?

Theoretisch ja, aber praktisch nein. Der Teig wird sonst zu weich und klebt an allen Arbeitsflächen und Händen fest. Die Kühlzeit ist nicht nur eine Empfehlung, sondern ein Muss für die Verarbeitbarkeit. Planen Sie also mindestens 2 Stunden ein.

Warum werden meine Lebkuchen-Anhänger nach dem Backen hart?

Das ist normal! Lebkuchen werden beim Backen weich und härten dann beim Abkühlen nach. Wenn sie zu hart werden, haben Sie sie entweder zu lange gebacken oder der Teig war zu trocken. Achten Sie auf die Backzeit und lagern Sie die Anhänger in einer luftdichten Dose – sie werden dann wieder weicher.

Kann ich die Lebkuchen auch ohne Ausstechförmchen machen?

Ja, natürlich! Rollen Sie den Teig aus und schneiden Sie mit einem Messer einfache Formen wie Quadrate oder Rechtecke aus. Oder formen Sie kleine Kugeln und drücken Sie sie flach – das gibt rustikale, runde Lebkuchen. Der Geschmack ist der gleiche.

Wie bekomme ich die Glasur besonders glänzend?

Für einen extra Glanz können Sie einen halben Teelöffel Kokosfett oder etwas flüssige Butter in die fertige Glasur rühren. Das gibt einen schönen, seidigen Schimmer. Oder verwenden Sie die Eiweiß-Variante – die wird von Natur aus glänzender.

Kann ich die Lebkuchen auch als Geschenk verwenden?

Unbedingt! Sie sind das perfekte selbstgemachte Geschenk. Wickeln Sie sie einzeln in Zellophantüten oder legen Sie sie in eine hübsche Dose. Ein Band mit einem kleinen Anhänger (vielleicht sogar einem Lebkuchen-Anhänger?) macht das Geschenk perfekt. Ich verschenke sie jedes Jahr an meine Nachbarn und sie freuen sich immer riesig.

Zum Schluss

Diese Lebkuchen-Anhänger sind mehr als nur ein Rezept. Sie sind eine Reise zurück in eine Zeit, in der alles etwas langsamer und besinnlicher war. Sie sind der Duft von Weihnachten, der in Ihrer Küche einzieht, und die Freude, etwas mit den eigenen Händen geschaffen zu haben. Ich hoffe, Sie nehmen sich die Zeit, sie zu backen, und genießen jeden Schritt – vom Kneten des Teigs bis zum Verzieren mit der Glasur. Scheuen Sie sich nicht, das Rezept an Ihre eigenen Vorlieben anzupassen. Vielleicht mögen Sie mehr Zimt? Oder weniger süß? Probieren Sie es aus!

Ich würde mich riesig freuen, wenn Sie mir in den Kommentaren erzählen, wie Ihre Lebkuchen-Anhänger geworden sind. Haben Sie eine besondere Variante ausprobiert? Oder haben Sie vielleicht sogar eine eigene Geschichte zu einer verlorenen Konditorei? Teilen Sie sie mit mir! Und wenn Ihnen das Rezept gefällt, teilen Sie es gerne mit Ihren Freunden und Ihrer Familie. Weihnachten ist die Zeit des Teilens, und diese Lebkuchen sind dafür wie geschaffen.

In diesem Sinne: Frohes Backen und eine gemütliche Adventszeit! Lassen Sie es sich gut gehen – Sie haben es sich verdient.

Pin This Recipe!

Lebkuchen-Anhänger mit Zuckerglasur recipe

Print

Beste Lebkuchen-Anhänger mit Zuckerglasur – einfaches Rezept

Diese zarten, würzigen Lebkuchen-Anhänger mit einer hauchdünnen, knackigen Zuckerglasur sind eine Hommage an eine verlorene Konditorei. Sie sind einfach zuzubereiten und perfekt für die Adventszeit.

  • Author: Sarah
  • Prep Time: 15 Minuten
  • Cook Time: 12 Minuten
  • Total Time: 2 Stunden 27 Minuten (inkl. Kühlzeit)
  • Yield: 30 Stück 1x
  • Category: Dessert
  • Cuisine: Deutsch

Ingredients

Scale
  • 250 g Honig (flüssig, z.B. Wald- oder Blütenhonig)
  • 100 g brauner Zucker (Rohrohrzucker)
  • 80 g Butter (ungesalzen, Zimmertemperatur)
  • 1 Ei (Größe M, Zimmertemperatur)
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Lebkuchengewürz
  • 1 TL Zimt (gemahlen, Ceylon-Zimt)
  • 1/2 TL gemahlene Nelken
  • 1/2 TL gemahlener Kardamom
  • 1 EL Kakao (ungesüßt)
  • 1 Bio-Orange (Schale und 2 EL Saft)
  • 400 g Mehl (Type 405 oder 550)
  • 1 Päckchen Backpulver (ca. 15 g)
  • 200 g Puderzucker (gesiebt)
  • 3–4 EL Zitronensaft (frisch gepresst)
  • 1 Eiweiß (optional, für extra feste Glasur)
  • Lebensmittelfarbe (optional, z.B. rot und grün)
  • Bunte Zuckerstreusel (optional)
  • Essbare Perlen (optional)
  • Kokosfett (optional, für Glanz)

Instructions

  1. Honig, braunen Zucker und Butter in einem kleinen Topf bei niedriger bis mittlerer Hitze schmelzen, bis die Butter geschmolzen und der Zucker aufgelöst ist. Ständig umrühren, nicht kochen lassen. Vom Herd nehmen und auf etwa 40°C abkühlen lassen.
  2. Ei und eine Prise Salz in eine große Rührschüssel geben. Die lauwarme Honig-Butter-Mischung unter ständigem Rühren mit dem Handmixer oder Schneebesen zum Ei gießen, bis eine homogene, leicht schaumige Masse entsteht. Orangenschale und -saft unterrühren.
  3. In einer separaten Schüssel Mehl, Backpulver, Lebkuchengewürz, Zimt, Nelken, Kardamom und Kakao vermischen und sieben.
  4. Die Mehlmischung nach und nach zur feuchten Masse geben und mit den Händen oder dem Knethaken zu einem glatten, geschmeidigen Teig kneten. Bei Bedarf einen Esslöffel Mehl (bei Klebrigkeit) oder einen Schluck Orangensaft (bei Trockenheit) zugeben. Teig in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 2 Stunden, besser über Nacht, im Kühlschrank kühlen.
  5. Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze (160°C Umluft) vorheizen. Backblech mit Backpapier auslegen. Arbeitsfläche und Nudelholz leicht bemehlen. Teig etwa 5-7 mm dick ausrollen. Mit Ausstechförmchen Motive ausstechen und auf das Backblech legen.
  6. Mit einem Strohhalm oder Holzspieß vorsichtig ein Loch in jedes Plätzchen stechen (für die Aufhängung).
  7. Auf der mittleren Schiene 10-12 Minuten backen, bis die Plätzchen goldbraun sind. 2 Minuten auf dem Blech ruhen lassen, dann auf ein Gitterrost legen und vollständig auskühlen lassen.
  8. Für die Glasur: Puderzucker in eine kleine Schüssel sieben. Zitronensaft (oder bei Eiweiß-Variante: Eiweiß und 2 EL Wasser) nach und nach zugeben und glatt rühren. Die Glasur sollte dickflüssig sein und langsam vom Löffel laufen. Optional Lebensmittelfarbe zugeben.
  9. Die vollständig abgekühlten Lebkuchen-Anhänger einzeln kopfüber in die Glasur tauchen, überschüssige Glasur abtropfen lassen und auf das Gitterrost legen. Sofort mit Streuseln oder Perlen bestreuen, wenn gewünscht. Glasur bei Zimmertemperatur mindestens 2 Stunden trocknen lassen.

Notes

Der Teig kann am Vortag zubereitet werden, dann wird er aromatischer. Die Lebkuchen schmecken nach 2-3 Tagen am besten. Für eine vegane Variante: Butter durch vegane Margarine ersetzen, Ei durch 1 EL gemahlene Leinsamen mit 3 EL Wasser (Leinsamen-Ei) ersetzen. Für glutenfreie Variante: glutenfreie Mehlmischung und 1 TL Guarkernmehl verwenden.

Nutrition

  • Serving Size: 1 Stück
  • Calories: 120
  • Sugar: 14
  • Sodium: 50
  • Fat: 2
  • Saturated Fat: 1
  • Carbohydrates: 22
  • Fiber: 1
  • Protein: 1

Keywords: Lebkuchen, Anhänger, Zuckerglasur, Weihnachten, Plätzchen, einfach, traditionell

Did you make this recipe?

Share a photo and tag us — we can't wait to see what you've made!

Diese Rezepte könntest du auch lieben

Leave a Comment

Recipe rating ★☆ ★☆ ★☆ ★☆ ★☆