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Es war halb elf an einem verregneten Dienstagabend, und ich konnte einfach nicht schlafen. Mein Kopf war voll von der Woche, und dann traf es mich – dieses ganz spezifische Verlangen nach etwas Süßem, das nach Kindheit schmeckt. Ich hatte keinen Weckmann im Haus, und der Bäcker um die Ecke hatte längst geschlossen. Also stand ich in meiner Küche, in Jogginghose und mit einer Tasse lauwarmem Tee in der Hand, und musterte meine Vorräte. Ich hatte Mehl, Hefe, Milch und ein bisschen Butter. Mehr nicht. Keine Rosinen für die Augen, kein Eigelb zum Bestreichen. Aber ich hatte eine Idee – eine, die mir wahrscheinlich nur um diese Uhrzeit gekommen wäre. Ich würde einfach einen Weckmann backen, so günstig und einfach wie möglich, ohne Schnickschnack. Und wisst ihr was? Es wurde der beste Weckmann, den ich seit Jahren gegessen hatte. Die Kinder am nächsten Morgen haben ihn verschlungen, und ich musste gleich einen zweiten backen. Vielleicht kennt ihr das ja – dieses Gefühl, wenn die einfachste Version am Ende die schönste ist. Dieser Weckmann ist seither mein Geheimtipp für gemütliche Nachmittage, wenn das Geld knapp ist, aber die Laune trotzdem steigen soll.
Warum ihr diesen Weckmann lieben werdet
Ich bin ehrlich: Ich habe in den letzten Jahren bestimmt ein Dutzend verschiedene Weckmann-Rezepte ausprobiert. Manche waren zu trocken, andere zu süß, und wieder andere haben stundenlange Gehzeiten verlangt, die ich als berufstätige Mutter einfach nicht habe. Dieser hier ist anders. Er ist nicht nur günstig und einfach, sondern auch richtig, richtig lecker. Lasst mich euch sagen, warum ihr ihn unbedingt ausprobieren solltet:
- Schnell & unkompliziert: Der Teig geht in nur 45 Minuten – perfekt, wenn die Kinder ungeduldig warten.
- Einfache Zutaten: Ihr habt alles bis auf vielleicht die Hefe schon zu Hause. Keine teuren Spezialprodukte nötig.
- Perfekt für Familien: Dieses Rezept ist ideal für einen verregneten Nachmittag, Kindergeburtstage oder einfach, um den Kleinen eine Freude zu machen.
- Pädagogisch wertvoll: Die Kinder können beim Formen helfen – das macht Riesenspaß und fördert die Kreativität.
- Unwiderstehlich fluffig: Der Teig ist innen weich und außen leicht knusprig. Genau so, wie ein Weckmann sein muss.
Was diesen Weckmann von den anderen unterscheidet? Es ist die Kombination aus einem einfachen Grundteig und einem kleinen Trick: Ich gebe etwas Kartoffelmehl dazu, das macht den Teig besonders saftig und luftig. Klingt ungewöhnlich, ich weiß, aber probiert es aus – es funktioniert! Und das Beste: Dieses Rezept ist so flexibel, dass ihr es an eure Familienvorlieben anpassen könnt. Ob mit Rosinen, Schokostückchen oder ganz pur – jeder findet hier sein Lieblingsweckmann-Erlebnis. Es ist das perfekte Backprojekt für einen gemütlichen Sonntag, wenn die ganze Küche nach Geborgenheit duftet und die Kinder mit mehligen Händen um den Tisch rennen.
Was ihr an Zutaten braucht
Dieses Rezept kommt mit ganz wenigen, günstigen Zutaten aus. Ich habe bewusst auf teure Extras verzichtet, damit ihr es auch unter der Woche mal schnell backen könnt. Hier kommt die Liste:
Für den Teig
- 500 g Mehl (Type 405) – Das klassische Weizenmehl sorgt für die perfekte Konsistenz. Ich verwende am liebsten Rosenmehl, aber jedes andere Markenmehl tut es auch.
- 1 Päckchen Trockenhefe (7 g) – Oder ½ Würfel frische Hefe (21 g). Beides funktioniert prima.
- 80 g Zucker – Nicht zu süß, aber genug, um den Kindern zu schmecken. Wer es süßer mag, kann 100 g nehmen.
- 1 Päckchen Vanillezucker – Für das besondere Aroma. Selbstgemachter Vanillezucker ist natürlich noch besser.
- 1 Prise Salz – Klingt seltsam, aber Salz hebt die Süße hervor.
- 250 ml lauwarme Milch – Vollmilch gibt den besten Geschmack, aber H-Milch oder sogar Hafermilch (für die laktosefreie Variante) funktionieren auch.
- 60 g weiche Butter – Am besten Zimmertemperatur. Sie macht den Teig schön geschmeidig.
- 1 Ei (Größe M) – Für Bindung und Farbe. Wer kein Ei mag, kann es durch 2 EL Apfelmus ersetzen.
- 1 EL Kartoffelmehl (optional) – Mein Geheimtipp! Macht den Teig extra saftig. Ist aber kein Muss.
Zum Verzieren
- 1 Eigelb + 1 EL Milch – Zum Bestreichen für die goldbraune Farbe.
- Rosinen oder Schokotropfen – Für Augen und Knöpfe. Je nachdem, was die Kinder mögen.
- Etwas Mehl zum Arbeiten – Nicht zu viel, sonst wird der Teig trocken.
Mein Tipp: Wenn ihr frische Hefe verwendet, löst sie zuerst in der lauwarmen Milch mit einem Teelöffel Zucker auf. Lasst sie 5 Minuten stehen, bis sie schäumt. Dann wisst ihr, dass sie aktiv ist. Bei Trockenhefe könnt ihr sie direkt mit dem Mehl vermischen. Glaubt mir, das spart Zeit und Nerven – vor allem, wenn die Kleinen schon ungeduldig in der Küche stehen!
Welche Küchengeräte ihr braucht
Keine Sorge, ihr braucht keine teure Profi-Ausstattung. Die meisten Dinge habt ihr bestimmt schon zu Hause. Hier ist meine Liste:
- Große Rührschüssel – Am besten aus Edelstahl oder Keramik. Plastik geht auch, aber Metall kühlt den Teig nicht so schnell aus.
- Handrührgerät mit Knethaken – Oder eine Küchenmaschine. Von Hand kneten geht auch, dauert aber länger und ist anstrengender – besonders wenn der Teig klebt.
- Backblech – Mit Backpapier ausgelegt, damit nichts anklebt.
- Küchenwaage – Für genaue Mengen. Ich schwöre auf meine Soehnle, aber jede digitale Waage tut es.
- Teigschaber – Unglaublich praktisch, um den Teig aus der Schüssel zu bekommen.
- Backpinsel – Zum Bestreichen mit Eigelb. Ein Silikonpinsel ist am hygienischsten.
- Messer oder Teigroller – Zum Formen der Weckmänner. Ein scharfes Messer reicht völlig.
- Küchentuch – Zum Abdecken des Teigs während der Gehzeit. Ein sauberes Geschirrtuch ist perfekt.
Budget-Tipp: Wenn ihr keinen Handrührer habt, könnt ihr den Teig auch mit einem Holzlöffel verrühren und dann 10 Minuten kräftig von Hand kneten. Das ist zwar anstrengend, aber die Kinder können ja helfen – und es macht Spaß! Meine Tochter liebt es, den Teig zu “boxen”, wie sie sagt.
So backt ihr den perfekten Weckmann – Schritt für Schritt
Jetzt kommt der spannende Teil! Ich zeige euch genau, wie ihr vorgeht. Keine Panik, es ist einfacher, als ihr denkt. Versprochen!
- Hefe aktivieren: Erwärmt die Milch auf etwa 37°C – sie sollte sich lauwarm anfühlen, nicht heiß. Gebt die Trockenhefe (oder die zerbröckelte frische Hefe) zusammen mit einem Teelöffel Zucker in die Milch. Rührt kurz um und lasst es 5-10 Minuten stehen, bis sich Bläschen bilden. Das ist das Zeichen, dass die Hefe lebt und arbeitet.
- Trockene Zutaten mischen: In einer großen Schüssel das Mehl, den restlichen Zucker, Vanillezucker, Salz und das Kartoffelmehl (falls ihr es verwendet) vermischen. Macht eine Mulde in die Mitte.
- Teig kneten: Gießt die Hefe-Milch-Mischung in die Mulde. Fügt das Ei und die weiche Butter hinzu. Mit dem Knethaken des Handrührgeräts zuerst auf niedriger, dann auf höherer Stufe etwa 5-7 Minuten kneten. Der Teig sollte geschmeidig sein und sich vom Schüsselrand lösen. Wenn er zu klebrig ist, gebt noch einen Esslöffel Mehl dazu. Wenn er zu trocken ist, einen Schluck Milch.
- Teig gehen lassen: Formt den Teig zu einer Kugel, legt ihn zurück in die Schüssel und deckt sie mit einem sauberen Küchentuch ab. Stellt die Schüssel an einen warmen Ort ohne Zugluft – zum Beispiel auf die Heizung oder in die Nähe des Ofens (nicht direkt drauf!). Lasst den Teig 45 Minuten gehen, bis er sich sichtbar vergrößert hat. In dieser Zeit passiert die Magie!
- Backofen vorheizen: Heizt den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze (160°C Umluft) vor. Legt ein Backblech mit Backpapier aus.
- Weckmänner formen: Stürzt den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche. Teilt ihn in 6 gleich große Stücke (oder 8 kleinere für Kinderhände). Jedes Stück formt ihr zu einer Rolle von etwa 20 cm Länge. Schneidet mit einem Messer etwa ein Drittel der Rolle für den Kopf ab. Formt den Kopf rund und drückt ihn leicht an. Aus dem restlichen Teig formt ihr den Körper. Dann schneidet ihr auf jeder Seite zwei kleine Einschnitte für die Arme – zieht die Arme vorsichtig etwas heraus, damit sie deutlich zu sehen sind. Drückt die Enden der Arme rund.
- Gesicht gestalten: Drückt Rosinen oder Schokotropfen als Augen in den Kopf. Ihr könnt auch einen Mund mit dem Messer einritzen oder mit einem Zahnstocher ein Lächeln zeichnen. Für die Knöpfe am Bauch verwendet ihr weitere Rosinen oder Schokotropfen. Lasst eurer Kreativität freien Lauf – jedes Kind wird seinen eigenen Weckmann lieben!
- Bestreichen: Verquirlt das Eigelb mit der Milch und bestreicht die Weckmänner vorsichtig mit einem Backpinsel. Das gibt ihnen die schöne goldbraune Farbe. Achtet darauf, dass die Rosinen nicht mit Eigelb bedeckt werden – sie könnten sonst verbrennen.
- Backen: Schiebt das Blech in den vorgeheizten Ofen auf die mittlere Schiene. Backt die Weckmänner 15-20 Minuten, bis sie goldbraun sind. Die genaue Zeit hängt von der Größe ab – kleinere sind schneller fertig. Macht die Stäbchenprobe: Stecht mit einem Holzspieß in den dicksten Teil – wenn kein Teig mehr kleben bleibt, sind sie fertig.
- Abkühlen lassen: Lasst die Weckmänner auf einem Kuchengitter abkühlen. Das dauert etwa 15 Minuten. Dann könnt ihr sie servieren – am besten noch lauwarm mit einem Klecks Butter oder Marmelade. Einfach himmlisch!
Wichtiger Hinweis: Wenn ihr die Weckmänner am Vortag backen wollt, lasst sie vollständig auskühlen und bewahrt sie in einer luftdichten Dose auf. Sie schmecken am nächsten Tag fast noch besser, weil der Geschmack durchzieht.
Meine besten Tipps für perfekte Weckmänner
Ich habe in den Jahren so viele Fehler gemacht, dass ich euch heute eine Menge Ärger ersparen kann. Hier sind meine besten Tricks:
- Die richtige Temperatur: Hefe ist ein Lebewesen – sie mag es warm, aber nicht heiß. Wenn die Milch über 40°C ist, stirbt die Hefe und der Teig geht nicht auf. Fühlt mit dem Handgelenk: Die Milch sollte sich angenehm warm anfühlen, wie ein lauwarmes Bad.
- Nicht zu viel Mehl: Der Teig darf ruhig etwas kleben. Wenn ihr zu viel Mehl auf die Arbeitsfläche gebt, wird der Weckmann trocken und bröselig. Lieber die Hände mit etwas Öl einreiben, dann klebt der Teig nicht so sehr.
- Gleichmäßige Größe: Wenn die Weckmänner unterschiedlich groß sind, backen sie ungleichmäßig. Ich wiege die Teigstücke ab – 80-100 Gramm pro Stück sind ideal für Kinderhände.
- Die Gehzeit nutzen: Während der Teig geht, könnt ihr schon mal das Backblech vorbereiten und die Rosinen bereitlegen. Das spart später Zeit und Hektik.
- Einen feuchten Tipp: Wenn die Weckmänner im Ofen zu dunkel werden, deckt sie nach 10 Minuten mit Alufolie ab. Das verhindert, dass sie verbrennen, während sie innen noch durchbacken.
- Mein größter Fail: Einmal habe ich vergessen, die Hefe zu aktivieren – der Teig blieb flach wie ein Pfannkuchen. Seitdem mache ich immer die Bläschenprobe. Wenn nach 10 Minuten nichts passiert, ist die Hefe alt oder die Milch zu heiß. Lieber nochmal neu ansetzen!
Variationen & Anpassungen – für jeden Geschmack
Das Tolle an diesem Rezept ist, wie flexibel es ist. Hier sind ein paar Ideen, die ich selbst ausprobiert habe:
- Vegane Variante: Ersetzt die Butter durch Margarine, das Ei durch 2 EL Apfelmus und die Milch durch Hafer- oder Mandelmilch. Funktioniert einwandfrei! Für das Bestreichen nehmt ihr etwas Pflanzenmilch mit Ahornsirup vermischt.
- Vollkorn-Weckmann: Tauscht die Hälfte des Mehls gegen Dinkelvollkornmehl aus. Der Teig wird etwas kompakter, aber die Kinder bekommen mehr Ballaststoffe. Gebt einen Schuss mehr Milch dazu, da Vollkornmehl mehr Flüssigkeit braucht.
- Süße Füllung: Vor dem Formen könnt ihr in jedes Teigstück etwas Nutella, Marmelade oder Zimtzucker einrollen. Das gibt eine leckere Überraschung beim Reinbeißen! Meine Kinder lieben die Variante mit Apfelmus und Zimt.
- Herzhafte Weckmänner: Klingt ungewöhnlich, aber sie schmecken auch herzhaft! Reduziert den Zucker auf 30 g, lasst den Vanillezucker weg und gebt 1 TL Salz, etwas Kümmel oder Kräuter in den Teig. Dazu passt ein Klecks Butter oder Käse.
- Schoko-Weckmann: Gebt 2 EL Kakaopulver und 30 g mehr Zucker in den Teig. Die Rosinen durch weiße Schokotropfen ersetzen – das sieht toll aus und schmeckt himmlisch.
- Saisonale Variante: Zu Weihnachten mit Lebkuchengewürz, im Frühling mit getrockneten Erdbeeren oder im Sommer mit frischen Blaubeeren – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Meine persönliche Lieblingsvariation: Ich mache manchmal Mini-Weckmänner für den Kindergeburtstag. Einfach den Teig in 12 Stücke teilen, kleiner formen und die Backzeit auf 10-12 Minuten reduzieren. Die Kinder sind jedes Mal begeistert!
Servieren & Aufbewahren – damit der Genuss lange bleibt
Weckmänner schmecken am besten frisch aus dem Ofen, aber sie lassen sich auch wunderbar aufbewahren. Hier meine Erfahrungen:
Servieren: Am besten lauwarm mit einem Klecks Butter, Marmelade oder Honig. Dazu passt eine Tasse Kakao für die Kinder oder ein Kaffee für die Großen. Für eine besondere Note könnt ihr die Weckmänner mit Puderzucker bestäuben oder mit geschmolzener Schokolade beträufeln. Sieht aus wie vom Bäcker!
Aufbewahren: In einer luftdichten Dose bei Zimmertemperatur halten sie sich 2-3 Tage. Wichtig: Sie müssen vollständig ausgekühlt sein, bevor ihr sie in die Dose legt, sonst werden sie feucht und schimmeln. Ich bewahre sie in einer Tupperware-Dose auf – das hält sie frisch.
Einfrieren: Die gebackenen Weckmänner lassen sich super einfrieren. Wickelt sie einzeln in Frischhaltefolie und legt sie in einen Gefrierbeutel. So halten sie sich bis zu 3 Monate. Zum Auftauen einfach bei Zimmertemperatur 2 Stunden stehen lassen oder im Ofen bei 100°C 10 Minuten aufbacken. Schmecken fast wie frisch gebacken!
Reheating-Tipp: Wenn die Weckmänner vom Vortag sind, werden sie im Ofen bei 150°C für 5 Minuten wieder knusprig. Die Mikrowelle macht sie leider gummiartig – also lieber den Ofen nehmen. Ich stelle immer ein kleines Schälchen Wasser mit in den Ofen, dann bleiben sie schön saftig.
Mein Geheimnis: Die Weckmänner schmecken am zweiten Tag fast besser, weil der Geschmack durchzieht. Aber ehrlich gesagt – bei uns sind sie selten länger als einen Tag im Haus!
Nährwerte & gesundheitliche Vorteile
Ich weiß, dass Weckmänner nicht gerade als Gesundheitsessen gelten, aber mit ein paar Anpassungen könnt ihr sie etwas nährstoffreicher machen. Hier die ungefähren Nährwerte pro Stück (bei 6 Stücken, ohne Verzierung):
- Kalorien: ca. 320 kcal
- Kohlenhydrate: 52 g
- Eiweiß: 8 g
- Fett: 9 g
- Ballaststoffe: 2 g
Gesundheitliche Vorteile: Der Weckmann liefert durch das Mehl komplexe Kohlenhydrate für langanhaltende Energie – perfekt für aktive Kinder. Die Butter enthält fettlösliche Vitamine, und die Milch liefert Calcium für starke Knochen. Wenn ihr Vollkornmehl verwendet, kommen noch mehr Ballaststoffe und B-Vitamine dazu.
Diätetische Hinweise: Dieses Rezept enthält Gluten, Laktose und Eier. Für eine vegane Version habe ich oben schon Tipps gegeben. Wer auf Zucker verzichten möchte, kann ihn durch Erythrit oder Xylit ersetzen – aber Achtung: Xylit ist für Hunde giftig! Ich persönlich finde, dass ein Weckmann ohne Zucker nicht richtig schmeckt, aber jeder, wie er mag.
Meine Meinung: Ich sehe Weckmänner als gelegentliches Vergnügen, nicht als tägliches Frühstück. Aber wenn die Kinder nach der Schule mit glänzenden Augen in der Küche stehen und einen warmen Weckmann wollen, dann gönne ich ihnen das – und mir auch. Es ist schließlich ein Stück Kindheit auf dem Teller.
Fazit – Warum ihr diesen Weckmann backen solltet
Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich liebe Rezepte, die ohne viel Aufwand gelingen und trotzdem nach mehr schmecken. Dieser Weckmann ist genau das: Er ist günstig, einfach und macht die Kinder glücklich. Und das Beste? Ihr müsst kein Profibäcker sein, um ihn hinzubekommen. Der Teig verzeiht kleine Fehler, und die Kinder helfen so gerne beim Formen, dass es fast schon ein Familienritual wird.
Ich backe diesen Weckmann jetzt seit über zwei Jahren regelmäßig, und er hat uns schon durch so viele verregnete Nachmittage, Kindergeburtstage und spontane Besuche gerettet. Jedes Mal, wenn der Duft von frisch gebackenem Hefeteig durch die Küche zieht, kommen die Kinder angerannt und fragen: “Mama, sind die Weckmänner schon fertig?” Und jedes Mal lächele ich und sage: “Gleich, mein Schatz, gleich.”
Probiert es aus! Passt das Rezept an eure Familie an – mit mehr Rosinen, ohne Schokolade, mit Vollkornmehl oder ganz klassisch. Schreibt mir in den Kommentaren, wie es gelaufen ist und welche Variationen ihr ausprobiert habt. Ich bin schon gespannt auf eure Geschichten! Und vergesst nicht, das Rezept zu teilen – vielleicht freut sich ja eine andere Familie genauso darüber wie wir.
In diesem Sinne: Ran an den Teig und frohes Backen! Eure Weckmänner werden es euch danken – und die Kinder sowieso.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Kann ich den Teig auch am Vorabend zubereiten?
Ja, das funktioniert prima! Bereitet den Teig zu, lasst ihn 45 Minuten gehen, formt die Weckmänner und stellt sie über Nacht abgedeckt in den Kühlschrank. Am nächsten Morgen lasst ihr sie 30 Minuten bei Zimmertemperatur stehen und backt sie dann wie gewohnt. So habt ihr morgens frische Weckmänner ohne Hektik.
Warum geht mein Teig nicht auf?
Das kann mehrere Ursachen haben: Die Hefe war zu alt (prüft das Mindesthaltbarkeitsdatum), die Milch war zu heiß (über 40°C tötet die Hefe), oder der Teig stand an einem zu kalten Ort. Achtet auf die Bläschenprobe bei der Hefe, und stellt die Schüssel an einen warmen Platz ohne Zugluft.
Kann ich die Weckmänner auch ohne Ei backen?
Ja, absolut! Ersetzt das Ei im Teig durch 2 EL Apfelmus oder eine zerdrückte Banane. Für das Bestreichen könnt ihr etwas Pflanzenmilch mit Ahornsirup mischen. Die Weckmänner werden etwas weniger goldbraun, schmecken aber genauso gut.
Wie verhindere ich, dass die Rosinen verbrennen?
Das ist ein häufiges Problem! Drückt die Rosinen erst nach dem Bestreichen mit Eigelb in den Teig – so werden sie nicht mit Eigelb bedeckt, das schnell verbrennt. Ihr könnt sie auch erst nach 10 Minuten Backzeit aufsetzen, wenn die Weckmänner schon etwas Farbe haben.
Kann ich den Weckmann auch im Veganuary backen?
Klar, das ist eine tolle Idee! Für die vegane Version ersetzt ihr Butter durch Margarine, Ei durch Apfelmus und Milch durch Hafermilch. Bestreicht mit Pflanzenmilch und Ahornsirup. Die Weckmänner werden etwas weniger fluffig, aber immer noch lecker. Probiert auch die Vollkornvariante – das passt perfekt zum Veganuary-Gedanken!
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Kinderlieber Weckmann aus Hefeteig – einfach selber backen
Ein einfaches und günstiges Rezept für fluffige Weckmänner aus Hefeteig, das mit wenigen Zutaten auskommt und perfekt für Familien ist. Der Teig geht in nur 45 Minuten und wird mit einem Geheimtipp (Kartoffelmehl) besonders saftig.
- Prep Time: 20 Minuten
- Cook Time: 15-20 Minuten
- Total Time: 1 Stunde 20 Minuten (inkl. Gehzeit)
- Yield: 6 Stück 1x
- Category: Frühstück / Snack
- Cuisine: Deutsch
Ingredients
- 500 g Mehl (Type 405)
- 1 Päckchen Trockenhefe (7 g) oder ½ Würfel frische Hefe (21 g)
- 80 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- 250 ml lauwarme Milch
- 60 g weiche Butter
- 1 Ei (Größe M)
- 1 EL Kartoffelmehl (optional)
- 1 Eigelb + 1 EL Milch (zum Bestreichen)
- Rosinen oder Schokotropfen (für Augen und Knöpfe)
- Etwas Mehl zum Arbeiten
Instructions
- Hefe aktivieren: Milch auf etwa 37°C erwärmen. Trockenhefe (oder zerbröckelte frische Hefe) mit 1 TL Zucker in die Milch geben, umrühren und 5-10 Minuten stehen lassen, bis sich Bläschen bilden.
- Trockene Zutaten mischen: In einer großen Schüssel Mehl, restlichen Zucker, Vanillezucker, Salz und Kartoffelmehl (falls verwendet) vermischen. Eine Mulde in die Mitte drücken.
- Teig kneten: Hefe-Milch-Mischung in die Mulde gießen. Ei und weiche Butter hinzufügen. Mit dem Knethaken des Handrührgeräts zuerst auf niedriger, dann auf höherer Stufe 5-7 Minuten kneten, bis der Teig geschmeidig ist und sich vom Schüsselrand löst. Bei Bedarf etwas Mehl oder Milch hinzufügen.
- Teig gehen lassen: Teig zu einer Kugel formen, zurück in die Schüssel legen und mit einem sauberen Küchentuch abdecken. An einem warmen Ort ohne Zugluft 45 Minuten gehen lassen, bis er sich sichtbar vergrößert hat.
- Backofen vorheizen: Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze (160°C Umluft) vorheizen. Backblech mit Backpapier auslegen.
- Weckmänner formen: Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche stürzen. In 6 gleich große Stücke teilen (oder 8 kleinere). Jedes Stück zu einer Rolle von etwa 20 cm Länge formen. Mit einem Messer etwa ein Drittel der Rolle für den Kopf abschneiden. Kopf rund formen und leicht andrücken. Aus dem restlichen Teig den Körper formen. Auf jeder Seite zwei kleine Einschnitte für die Arme schneiden – Arme vorsichtig herausziehen und Enden rund drücken.
- Gesicht gestalten: Rosinen oder Schokotropfen als Augen in den Kopf drücken. Mund mit Messer einritzen oder mit Zahnstocher ein Lächeln zeichnen. Weitere Rosinen oder Schokotropfen als Knöpfe am Bauch anbringen.
- Bestreichen: Eigelb mit Milch verquirlen und Weckmänner vorsichtig mit einem Backpinsel bestreichen. Darauf achten, dass die Rosinen nicht mit Eigelb bedeckt werden.
- Backen: Blech in den vorgeheizten Ofen auf die mittlere Schiene schieben. 15-20 Minuten backen, bis die Weckmänner goldbraun sind. Stäbchenprobe machen: Holzspieß in den dicksten Teil stechen – wenn kein Teig kleben bleibt, sind sie fertig.
- Abkühlen lassen: Weckmänner auf einem Kuchengitter abkühlen lassen (ca. 15 Minuten). Lauwarm mit Butter oder Marmelade servieren.
Notes
Kartoffelmehl macht den Teig besonders saftig und luftig. Wenn die Weckmänner im Ofen zu dunkel werden, nach 10 Minuten mit Alufolie abdecken. Für eine vegane Variante Butter durch Margarine, Ei durch 2 EL Apfelmus und Milch durch Hafermilch ersetzen.
Nutrition
- Serving Size: 1 Weckmann
- Calories: 320
- Sugar: 15
- Sodium: 150
- Fat: 9
- Saturated Fat: 5
- Carbohydrates: 52
- Fiber: 2
- Protein: 8
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