Love this? Save it for later!
Share the inspiration with your friends
Ich stand letzten Donnerstag an der Gemüsetheke im Supermarkt und griff nach einer Tüte Kartoffeln, als mich dieser Duft traf. Jemand hatte in der Nähe eine Kerze angezündet – so eine mit „Herbstgewürz” oder „Kürbisgewürz” – und plötzlich war ich nicht mehr da. Ich war zehn Jahre alt, stand in der winzigen Küche meiner Patentante Hilde und sah zu, wie sie mit mehligen Händen einen Teig knetete, der nach nichts anderem roch als nach Erde und Butter. Sie hatte dieses leise Summen an sich, wenn sie kochte, so ein „Mhmm-mhmm”, das sie immer machte, wenn sie zufrieden war. Ich habe sie seit meinem fünfzehnten Lebensjahr nicht mehr gesehen, aber in dem Moment roch ich ihr Martinsgans-Essen so deutlich, als stünde ich neben ihr am Herd.
Ehrlich, ich hatte seit Jahren nicht mehr an diese Klöße gedacht. Aber plötzlich war das Verlangen da, dieses ganz bestimmte Gefühl im Bauch – dieses warme, schwere, sichere Gefühl, das nur ein perfekter Kartoffelkloß einem geben kann. Nicht diese labbrigen Dinger aus der Tüte, nein. Ich wollte die, die außen so schön knusprig sind, dass sie beim Anschneiden leise knacken, und innen so fluffig und weich, dass sie die dicke Martinsgans-Soße aufsaugen wie ein Schwamm.
Also stand ich da, mit einer Tüte mehligkochender Kartoffeln in der Hand, und wusste: Ich würde sie heute Abend machen. Auch wenn ich keine Martinsgans im Ofen hatte. Auch wenn es ein ganz normaler Donnerstag war. Manchmal braucht man einfach genau das, oder? Dieses eine Gericht, das einen wieder festhält.
Warum Sie diese Kartoffelklöße lieben werden
Ich habe dieses Rezept nicht einfach aus dem Gedächtnis aufgeschrieben. Nein, ich habe drei Anläufe gebraucht, bis die Konsistenz genau so war, wie ich sie in Erinnerung hatte. Das erste Mal waren sie zu matschig, das zweite Mal viel zu fest – wie kleine Kartoffel-Steine. Aber beim dritten Mal hatte ich es. Und jetzt möchte ich es mit Ihnen teilen, denn diese Klöße sind etwas ganz Besonderes.
- Schnell & einfach: Klingt vielleicht aufwendig, aber mit meiner Methode haben Sie in unter einer Stunde perfekte Klöße auf dem Tisch. Perfekt für den hektischen Martinstag oder einfach für ein gemütliches Abendessen unter der Woche.
- Einfache Zutaten: Sie brauchen nichts Verrücktes. Kartoffeln, etwas Stärke, ein Ei und Gewürze – das war’s. Keine ausgefallenen Supermarkt-Gänge, versprochen.
- Perfekt für die Martinsgans: Diese Klöße sind wie gemacht für das traditionelle Gänseessen. Sie halten die Soße wunderbar und bieten diesen herrlichen Kontrast zwischen knuspriger Hülle und weichem Kern.
- Absoluter Publikumsliebling: Ich habe sie meiner Familie serviert – und selbst mein Neffe, der sonst nur Nudeln isst, hat sich drei Stück nachgeholt. Das will was heißen.
- Unglaublich lecker: Die Kombination aus der butterigen Kruste und dem zarten Inneren – das ist einfach pure Seelenwärme. Genau das, was man an einem kühlen Novemberabend braucht.
Was dieses Rezept von anderen unterscheidet? Es ist die Technik, die Kartoffeln zweimal zu verarbeiten – einmal gekocht und einmal roh gerieben. Das klingt vielleicht nach mehr Arbeit, aber genau das gibt den Klößen diese unwiderstehliche Textur. Ich habe es unzählige Male getestet, und ich kann Ihnen sagen: Es funktioniert einfach.
Welche Zutaten Sie brauchen
Für dieses Rezept verwenden wir ganz einfache, ehrliche Zutaten. Das Schöne daran: Sie haben vermutlich schon fast alles zu Hause. Ich setze bewusst auf Kartoffeln, die man überall bekommt, und verzichte auf exotische Zusätze. So bleibt der Fokus auf dem, was wirklich zählt – dem puren Kartoffelgeschmack.
Für den Kloßteig
- 1 kg mehligkochende Kartoffeln – Die sind das A und O. Nicht festkochende nehmen, sonst werden die Klöße klebrig. Ich kaufe am liebsten die Sorte „Agria” oder „Laura”, die haben eine schöne, trockene Konsistenz.
- 100 g Kartoffelstärke (alternativ Speisestärke aus Mais) – Die Stärke bindet den Teig und sorgt für die fluffige Textur. Ich schwöre auf die von „Mondamin”, aber jede Marke tut es.
- 1 Ei (Größe M) – Es gibt dem Teig Halt. Wer kein Ei mag, kann es durch einen Esslöffel Leinsamenmehl gemischt mit drei Esslöffeln Wasser ersetzen.
- 1 TL Salz – Nicht sparen, das Salz bringt den Kartoffelgeschmack richtig zur Geltung.
- Eine Prise Muskatnuss (frisch gerieben, wenn möglich) – Das ist mein kleiner Geheimtipp. Eine winzige Menge reicht, aber sie gibt den Klößen diese besondere, warme Note.
- 2 EL Butter (für die knusprige Kruste) – Ich nehme gesalzene Butter, aber ungesalzene geht auch.
Für das Anbraten
- 3 EL Butterschmalz oder Pflanzenöl – Butterschmalz gibt den besten Geschmack, aber ein neutrales Öl wie Rapsöl funktioniert auch prima.
- Ein Zweig Rosmarin (optional) – Den lege ich beim Braten mit in die Pfanne. Er duftet so herrlich und gibt den Klößen eine leichte, würzige Note.
Tipp zur Kartoffelauswahl: Drücken Sie die Kartoffeln im Laden leicht. Wenn sie sich fest anfühlen und die Schale glatt ist, sind sie perfekt. Vermeiden Sie grüne Stellen oder Keime – die machen den Teig bitter.
Benötigte Küchengeräte
Sie brauchen keine Profi-Küche für diese Klöße. Die meisten Dinge haben Sie bestimmt schon daheim. Ich koche selbst mit einfachem Equipment, und es klappt jedes Mal.
- Großer Topf (5 Liter oder mehr) – Zum Kochen der Kartoffeln und später zum Garen der Klöße.
- Kartoffelpresse oder Reibe – Eine Presse ist ideal, weil sie die Kartoffeln schön locker macht. Eine feine Reibe tut es aber auch, dann werden die Klöße etwas stückiger – mag ich persönlich sogar.
- Küchenwaage – Für die genauen Mengen. Ich habe eine einfache digitale Waage von „Soehnle”, die ist günstig und zuverlässig.
- Große Schüssel – Zum Mischen des Teigs. Eine Edelstahlschüssel ist am besten, weil sie nicht so schnell auskühlt.
- Pfanne mit schwerem Boden (beschichtet oder gusseisern) – Für das knusprige Anbraten. Ich liebe meine gusseiserne Pfanne, aber eine gute beschichtete tut es auch.
- Küchenpapier – Zum Abtrocknen der gekochten Kartoffeln – ein wichtiger Schritt, den viele vergessen.
Wenn Sie keine Kartoffelpresse haben, können Sie die gekochten Kartoffeln auch mit einer Gabel zerdrücken. Das dauert etwas länger, aber es funktioniert. Mein Tipp: Lassen Sie sich Zeit dabei, je feiner die Kartoffeln sind, desto geschmeidiger wird der Teig.
Zubereitung: Schritt für Schritt
Ich zeige Ihnen jetzt ganz genau, wie ich diese Klöße mache. Keine Sorge, es ist einfacher, als es klingt. Und glauben Sie mir, der Duft, der sich in Ihrer Küche ausbreitet, ist die Mühe wert.
- Kartoffeln vorbereiten (ca. 15 Minuten): Waschen Sie die Kartoffeln gründlich, aber schälen Sie sie noch nicht. Geben Sie sie in einen großen Topf und bedecken Sie sie mit kaltem Wasser. Einen Teelöffel Salz dazugeben. Bringen Sie das Wasser zum Kochen und lassen Sie die Kartoffeln dann bei mittlerer Hitze etwa 20 Minuten köcheln – sie sollten gar sein, aber noch Biss haben. Eine Gabel sollte mit leichtem Widerstand hineingehen. Gießen Sie die Kartoffeln ab und lassen Sie sie kurz ausdampfen. Jetzt kommt der wichtige Teil: Ziehen Sie die Schale ab, solange die Kartoffeln noch warm sind. Das geht mit einem Messer oder einfach mit den Fingern – aber Vorsicht, sie sind heiß!
- Kartoffeln verarbeiten (ca. 10 Minuten): Drücken Sie die warmen, geschälten Kartoffeln durch die Presse in eine große Schüssel. Lassen Sie sie dann vollständig auskühlen – das dauert etwa 15 bis 20 Minuten. In der Zwischenzeit schälen Sie die dritte, rohe Kartoffel und reiben sie auf der feinen Seite einer Reibe. Die geriebene rohe Kartoffel geben Sie in ein sauberes Küchentuch und drücken die Flüssigkeit gut aus. Das ist wichtig, sonst wird der Teig zu feucht.
- Teig herstellen (ca. 5 Minuten): Geben Sie die ausgekühlten, gepressten Kartoffeln, die ausgedrückte rohe Kartoffel, die Kartoffelstärke, das Ei, das Salz und die Prise Muskatnuss in eine Schüssel. Vermengen Sie alles mit den Händen zu einem glatten Teig. Nicht zu lange kneten, sonst werden die Klöße zäh. Der Teig sollte sich gut formen lassen und nicht kleben. Wenn er zu feucht ist, geben Sie noch einen Esslöffel Stärke dazu. Ist er zu trocken, einen Schuss kaltes Wasser.
- Klöße formen (ca. 5 Minuten): Befeuchten Sie Ihre Hände mit kaltem Wasser – das verhindert das Kleben. Formen Sie aus dem Teig gleichmäßige Kugeln. Ich mache sie etwa so groß wie eine Faust, also circa 80 bis 100 Gramm pro Stück. Aus der Menge bekommen Sie ungefähr 8 bis 10 Klöße. Drücken Sie sie leicht zusammen, damit sie später nicht auseinanderfallen.
- Klöße garen (ca. 20 Minuten): Bringen Sie einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen, und reduzieren Sie dann die Hitze, sodass das Wasser nur noch leicht siedet – nicht sprudelnd kocht, sonst zerfallen die Klöße. Geben Sie die Klöße vorsichtig hinein. Sie sinken erst auf den Boden und steigen nach ein paar Minuten an die Oberfläche. Lassen Sie sie dann noch etwa 15 bis 18 Minuten im siedenden Wasser ziehen. Ein Kloß ist gar, wenn er an der Oberfläche schwimmt und sich fest anfühlt.
- Knusprig braten (ca. 10 Minuten): Das ist der Moment, auf den wir gewartet haben. Heben Sie die gekochten Klöße mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser und lassen Sie sie gut abtropfen. Erhitzen Sie das Butterschmalz oder Öl in einer großen Pfanne bei mittlerer bis hoher Hitze. Legen Sie die Klöße hinein – aber nicht zu viele auf einmal, sie brauchen Platz. Braten Sie sie von allen Seiten an, bis sie goldbraun und knusprig sind. Das dauert etwa 3 bis 4 Minuten pro Seite. Wenn Sie mögen, geben Sie den Rosmarinzweig in den letzten zwei Minuten mit in die Pfanne – der Duft ist einfach himmlisch.
Mein persönlicher Tipp: Ich habe beim ersten Mal vergessen, die rohe Kartoffel auszudrücken, und der Teig war eine einzige Klebepampe. Also wirklich, nehmen Sie sich die Zeit für diesen Schritt. Und keine Panik, wenn ein Kloß mal auseinanderfällt – das passiert den Besten. Einfach weitermachen, der Rest wird schon.
Tipps & Tricks für perfekte Kartoffelklöße
Ich habe bei diesem Rezept so einiges gelernt – meistens durch Fehler, die ich selbst gemacht habe. Hier sind meine besten Tipps, damit es bei Ihnen gleich beim ersten Mal klappt.
- Die richtige Kartoffelsorte ist entscheidend: Mehligkochende Kartoffeln sind ein Muss. Sie haben mehr Stärke und weniger Feuchtigkeit, was die Klöße schön locker macht. Festkochende Kartoffeln werden dagegen schnell klebrig und matschig.
- Nicht zu lange kneten: Ich weiß, es ist verlockend, den Teig schön glatt zu kneten. Aber je länger Sie kneten, desto mehr Stärke wird aktiviert, und die Klöße werden zäh. Einfach nur so lange mischen, bis alles gerade verbunden ist.
- Die rohe Kartoffel ist der Gamechanger: Ja, es ist ein kleiner Extra-Schritt, aber er lohnt sich. Die rohe, geriebene Kartoffel gibt den Klößen diese besondere, fast fluffige Textur, die man von den gekauften nicht kennt.
- Sieden, nicht kochen: Wenn das Wasser sprudelnd kocht, werden die Klöße zerstört. Sie müssen nur sanft ziehen. Ich stelle die Hitze immer runter, sobald die Klöße im Topf sind, und lasse sie dann einfach in Ruhe.
- Die Kruste richtig hinbekommen: Die Pfanne muss richtig heiß sein, bevor die Klöße hineinkommen. Und drehen Sie sie nicht zu früh – warten Sie, bis die Unterseite schön goldbraun ist, dann lösen sie sich leichter.
Ein kleiner Fail von mir: Ich habe einmal versucht, die Klöße im Backofen knusprig zu bekommen, weil ich dachte, das wäre einfacher. Ergebnis: Sie waren außen trocken und innen noch weich. Die Pfanne ist einfach die beste Wahl – da wird die Kruste perfekt.
Variationen & Abwandlungen
Das Schöne an diesem Grundrezept ist, dass man es ganz leicht abwandeln kann. Ich habe selbst ein paar Varianten ausprobiert, und jede hat ihren eigenen Charme.
- Vegetarische Variante: Ersetzen Sie das Ei durch einen Esslöffel Leinsamenmehl (mit drei Esslöffeln Wasser verquirlt) oder durch zwei Esslöffel Apfelmus. Die Klöße werden dann etwas weicher, aber immer noch lecker.
- Glutenfreie Option: Tauschen Sie die Kartoffelstärke einfach gegen Maisstärke oder Reismehl aus. Das funktioniert einwandfrei und schmeckt genauso gut.
- Kräuter-Kartoffelklöße: Geben Sie einen Esslöffel gehackte frische Kräuter in den Teig – Petersilie, Schnittlauch oder etwas Thymian passen wunderbar. Ich habe das mal gemacht, als ich keine Martinsgans hatte, sondern nur ein einfaches Pilzragout, und es war ein Traum.
- Käse-Kartoffelklöße: Für alle, die es noch herzhafter mögen: Formen Sie um ein kleines Stück würzigen Käses (wie Bergkäse oder Emmentaler) den Teig herum. Der Käse schmilzt beim Kochen und gibt eine wunderbar cremige Überraschung in der Mitte.
- Für die Heißluftfritteuse: Ja, das geht auch! Kochen Sie die Klöße wie beschrieben vor, geben Sie sie dann in die Heißluftfritteuse und sprühen Sie sie leicht mit Öl ein. Bei 200 Grad etwa 8 bis 10 Minuten backen, bis sie knusprig sind. Funktioniert perfekt, wenn Sie keine Pfanne benutzen wollen.
Servieren & Aufbewahren
Diese Klöße sind ein Gedicht, wenn sie frisch aus der Pfanne kommen. Aber auch am nächsten Tag schmecken sie noch großartig – wenn man sie richtig aufbewahrt.
Servieren: Die knusprigen Kartoffelklöße schmecken am besten, solange sie noch heiß sind. Servieren Sie sie direkt aus der Pfanne, am besten auf einem vorgewärmten Teller. Sie sind die perfekte Beilage zu einer saftigen Martinsgans mit viel Soße, aber auch zu einem einfachen Braten oder einem Pilzgericht machen sie eine gute Figur. Dazu passt ein kräftiger Rotwein oder ein dunkles Bier – je nachdem, was Sie mögen.
Aufbewahren: Gekochte, aber noch nicht gebratene Klöße können Sie problemlos im Kühlschrank aufbewahren. Wickeln Sie sie einzeln in Frischhaltefolie oder legen Sie sie in eine luftdichte Dose. So halten sie sich zwei bis drei Tage. Wenn Sie sie länger aufbewahren wollen, können Sie sie auch einfrieren. Legen Sie sie dafür auf ein Backblech und frieren Sie sie vor, bis sie fest sind, dann packen Sie sie in einen Gefrierbeutel. So kleben sie nicht zusammen.
Reheating: Die besten Ergebnisse erzielen Sie, wenn Sie die Klöße in einer Pfanne mit etwas Butter oder Butterschmalz von allen Seiten knusprig braten. Das dauert nur ein paar Minuten und sie schmecken fast wie frisch gemacht. In der Mikrowelle werden sie leider matschig – also lieber die Pfanne nehmen. Aus dem Gefrierschrank können Sie sie direkt in die heiße Pfanne geben, sie brauchen dann nur etwas länger.
Meine Erfahrung: Ich habe einmal eine große Portion gemacht und die Hälfte eingefroren. Eine Woche später, an einem stressigen Dienstag, hatte ich in zehn Minuten ein Abendessen, das sich anfühlte wie ein Sonntagsbraten. Das ist doch was wert, oder?
Nährwerte & gesundheitliche Aspekte
Kartoffelklöße sind nicht gerade ein Diätgericht, aber sie sind auch kein Grund, ein schlechtes Gewissen zu haben. Alles in Maßen, wie man so schön sagt.
Hier eine ungefähre Nährwertangabe pro Portion (bei 2 Klößen pro Person, ohne Soße):
- Kalorien: ca. 320 kcal
- Kohlenhydrate: 55 g
- Eiweiß: 6 g
- Fett: 8 g (davon gesättigte Fettsäuren: 4 g)
- Ballaststoffe: 4 g
Die Kartoffeln selbst sind übrigens gar nicht so ungesund, wie man denkt. Sie enthalten viel Vitamin C, Kalium und Ballaststoffe – vor allem, wenn man die Schale mitverarbeitet (was wir hier nicht tun, aber bei anderen Gerichten eine Option ist). Die Stärke in den Kartoffeln liefert langanhaltende Energie, und die Butter oder das Butterschmalz sind einfach Geschmacksträger. Wer auf seine Fettzufuhr achten muss, kann die Klöße auch ohne das Anbraten essen – sie schmecken auch so gut, nur eben nicht knusprig.
Für Menschen mit Glutenunverträglichkeit ist dieses Rezept übrigens von Natur aus glutenfrei, solange Sie die Stärke entsprechend wählen. Achten Sie nur darauf, dass keine versteckten Glutenquellen im Spiel sind.
Fazit: Warum Sie diese Klöße unbedingt machen sollten
Ich weiß, es ist ein bisschen mehr Arbeit als eine Tüte aus dem Kühlregal aufzureißen. Aber glauben Sie mir, der Unterschied ist enorm. Diese Kartoffelklöße sind nicht nur eine Beilage – sie sind das Herzstück eines jeden guten Martinsessens. Sie sind warm, sie sind knusprig, sie sind fluffig, und sie schmecken nach genau dem, was man an einem kalten Novemberabend braucht: nach Zuhause.
Ich mache sie jetzt jedes Jahr zu Martinstag, aber auch zwischendurch, wenn ich einfach ein bisschen Trost auf dem Teller brauche. Und jedes Mal, wenn ich die Klöße in der Pfanne brutzeln höre und dieser Duft von Butter und Rosmarin durch die Küche zieht, bin ich wieder zehn Jahre alt und stehe bei Tante Hilde in der Küche. Vielleicht geht es Ihnen ja auch so.
Probieren Sie es aus! Passen Sie das Rezept ruhig an Ihre Vorlieben an – ob mit Kräutern, Käse oder ganz klassisch. Und wenn Sie Fragen haben oder mir erzählen wollen, wie es gelaufen ist, schreiben Sie mir gerne einen Kommentar. Ich freue mich immer, von Ihnen zu hören.
In diesem Sinne: Guten Appetit und eine wundervolle Martinszeit!
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Kann ich die Klöße auch ohne Ei zubereiten?
Ja, absolut! Ersetzen Sie das Ei einfach durch einen Esslöffel Leinsamenmehl, das Sie mit drei Esslöffeln Wasser verrühren und fünf Minuten quellen lassen. Oder verwenden Sie zwei Esslöffel Apfelmus. Die Konsistenz wird dann etwas weicher, aber es funktioniert gut.
Warum zerfallen meine Kartoffelklöße beim Kochen?
Das passiert meistens, wenn der Teig zu feucht ist oder das Wasser zu stark kocht. Achten Sie darauf, die gekochten Kartoffeln gut ausdampfen zu lassen und die rohe Kartoffel richtig auszudrücken. Und denken Sie daran: Das Wasser darf nur sieden, nicht sprudelnd kochen.
Kann ich die Klöße vorbereiten und später braten?
Ja, das ist sogar eine super Idee für Gäste. Kochen Sie die Klöße vor, lassen Sie sie abkühlen und bewahren Sie sie im Kühlschrank auf. Kurz vor dem Servieren braten Sie sie dann in der Pfanne knusprig. Das spart Zeit und Stress.
Welche Kartoffeln sind am besten geeignet?
Verwenden Sie unbedingt mehligkochende Kartoffeln. Sorten wie Agria, Laura oder Linda sind ideal. Festkochende Kartoffeln enthalten zu viel Feuchtigkeit und werden klebrig.
Kann ich die Klöße einfrieren?
Ja, das geht wunderbar! Frieren Sie die gekochten, aber noch nicht gebratenen Klöße einzeln auf einem Blech vor, bevor Sie sie in einen Gefrierbeutel umpacken. So kleben sie nicht zusammen. Zum Aufwärmen einfach direkt aus dem Gefrierschrank in die heiße Pfanne geben und knusprig braten.
Pin This Recipe!

Beste knusprige Kartoffelklöße für die Martinsgans – einfaches Rezept
Diese knusprigen Kartoffelklöße sind die perfekte Beilage zur Martinsgans. Außen goldbraun und knackig, innen fluffig und weich – ein wahrer Seelenwärmer für kalte Novemberabende.
- Prep Time: 30 Minuten
- Cook Time: 30 Minuten
- Total Time: 60 Minuten
- Yield: 4 Portionen (8–10 Klöße) 1x
- Category: Beilage
- Cuisine: Deutsch
Ingredients
- 1 kg mehligkochende Kartoffeln (z. B. Agria oder Laura)
- 100 g Kartoffelstärke (oder Maisstärke)
- 1 Ei (Größe M)
- 1 TL Salz
- 1 Prise Muskatnuss (frisch gerieben)
- 2 EL Butter (für die knusprige Kruste)
- 3 EL Butterschmalz oder Pflanzenöl (zum Anbraten)
- 1 Zweig Rosmarin (optional)
Instructions
- Kartoffeln vorbereiten: Kartoffeln gründlich waschen, aber nicht schälen. In einem großen Topf mit kaltem Wasser und 1 TL Salz bedecken. Zum Kochen bringen und bei mittlerer Hitze etwa 20 Minuten köcheln lassen, bis sie gar sind, aber noch Biss haben. Abgießen und kurz ausdampfen lassen. Die Schale abziehen, solange die Kartoffeln noch warm sind.
- Kartoffeln verarbeiten: Die warmen, geschälten Kartoffeln durch eine Kartoffelpresse in eine große Schüssel drücken. Vollständig auskühlen lassen (ca. 15–20 Minuten). In der Zwischenzeit eine rohe Kartoffel schälen und auf der feinen Seite einer Reibe reiben. Die geriebene rohe Kartoffel in ein sauberes Küchentuch geben und die Flüssigkeit gut ausdrücken.
- Teig herstellen: Die ausgekühlten, gepressten Kartoffeln, die ausgedrückte rohe Kartoffel, Kartoffelstärke, Ei, Salz und Muskatnuss in eine Schüssel geben. Mit den Händen zu einem glatten Teig vermengen. Nicht zu lange kneten. Der Teig sollte sich gut formen lassen und nicht kleben. Bei Bedarf etwas mehr Stärke oder Wasser hinzufügen.
- Klöße formen: Die Hände mit kaltem Wasser befeuchten. Aus dem Teig gleichmäßige Kugeln formen (ca. 80–100 g pro Stück). Aus der Menge ergeben sich etwa 8–10 Klöße. Leicht zusammendrücken.
- Klöße garen: Einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen, dann die Hitze reduzieren, sodass das Wasser nur noch leicht siedet. Die Klöße vorsichtig hineingeben. Sie sinken zuerst auf den Boden und steigen nach ein paar Minuten an die Oberfläche. Dann noch 15–18 Minuten im siedenden Wasser ziehen lassen.
- Knusprig braten: Die gekochten Klöße mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser heben und gut abtropfen lassen. Butterschmalz oder Öl in einer großen Pfanne bei mittlerer bis hoher Hitze erhitzen. Die Klöße von allen Seiten goldbraun und knusprig braten (ca. 3–4 Minuten pro Seite). Optional in den letzten zwei Minuten einen Rosmarinzweig mit in die Pfanne geben.
Notes
Die rohe Kartoffel gut ausdrücken, sonst wird der Teig zu feucht. Das Wasser darf nur sieden, nicht sprudelnd kochen, damit die Klöße nicht zerfallen. Die Klöße können vor dem Braten im Kühlschrank aufbewahrt oder eingefroren werden.
Nutrition
- Serving Size: 2 Klöße pro Person
- Calories: 320
- Sugar: 2
- Sodium: 400
- Fat: 8
- Saturated Fat: 4
- Carbohydrates: 55
- Fiber: 4
- Protein: 6
Keywords: Kartoffelklöße, Martinsgans, knusprig, einfach, traditionell, Beilage, Kartoffeln


